Hilfe bei Karosseriearbeiten benötigt

  • Hallo,


    ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich hier im richtigen Thema bin, aber die Überschrift teilt mein Problem ja schon mit. Ich kann zwar vieles selbst machen, aber bei Blecharbeiten hört es mangels entsprechender Fähigkeiten und demzufolge fehlender Logistik auf.

    Daher wollte ich mal fragen, ob jemand im Raum Kiel willens und in der Lage ist, mich dabei zu unterstützen. Ich stelle mir das so vor, daß ich mit meinem Projekt vorbeikomme, wir zusammen Lösungsmöglichkeiten eroieren, ich das Material heranschaffe und dann sozusagen als Know-How-Transfer unter Anleitung tätig werde und dabei auch lerne, was ich mir noch an Werkzeug besorgen müßte.

    Jetzt das Problem: Aufgrund behördlicher Auflage müßte eines meiner Anhängerprojekte Ende des Monats fertiggestellt sein.


    Es wär schön, wenn mir jemand helfen könnte und umsonst soll das natürlich auch nicht sein.


    VG

    Andreas

  • Hallo Andreas

    Kiel ist für mich natürlich viel zu weit.

    Was wir hier aber etwas klären könnten was du an Werkzeug brauchen könntest.

    Ich gehe davon aus das du ein Schweißgerät und eine Flex hast.

    Dazu empfehle ich eine Druckluft Absetzt-und Lochzange..

    eine Blechschere-egal ob du mit Hand oder elektrisch schneiden willst(Handscheren gibt es linke und rechte .



    hier eine Absetz- und Lochzange

    https://www.contorion.de/druck…xQEAQYASABEgKo0_D_BwE:G:s


    ansonsten nachdem was du an der Karosse machen willst ,Pappe und ein Stift


    dann viel üben und dann wird das schon.


    610i-1cc-df84.jpg






    610i-on-99e6.jpg



    610i-bn-9cc5.jpg


    Formbleche kannst du auch selber herstellen...Blech lässt sich gut zurecht "dengeln"





    610i-1c4-2651.jpg




    Das Formblech war für ein Dodge WC52

    hab ich aus einem Stück Blech getrieben.


    610i-1c2-7020.jpg



    Altes Blech ausschneiden, Pappe dahinter halten, anzeichnen und neues Blech anfertigen.

    Bei dünnen Blechen ca 10-12 mm überstehen lassen, Rand am Blech wo das neue drauf soll mit der Absetzzange absetzen,

    im Einschweißblech Löcher reinstanzen mit der Zange und dann durch die Löcher anschweißen.

    wird jeder TÜV erfreut sein-denn es gibt echt Sachen was den angeboten wird-da schüttelst du den Kopf




    610i-oe-a341.jpg




    Das Beste ist du geht's da selber ran,bevor du lange wartest hast du das auch allein fertig gemacht.

    Ich könnte dir anbieten mit WhatsApp versuchen dir zu helfen oder per email.


    Gruß Michael

  • Servus,

    aber bitte nimm nicht nur ein normale Blechtafel, sondern es gibt für Karosserie-Arbeiten ein spezielles Blech, das nennt man Tiefziehblech in mehreren Güten, das Blech zeichnet sich da durch aus, das es sich anders als normales Blech besser bearbeiten lässt und nicht reißt bei extremen Biegungen und es ist dem entsprechend weicher und lässt sich leichter bearbeiten, sprich abkanten und treiben/dengeln.

    Außerdem kann man sich eine Biegehilfe selbst ganz leicht anfertigen, man nimmt zwei stabile Winkeleisen, Länge ganz nach eigenem ermessen, fixiert diese zusammen, so das oben ein Schenkel nach rechts und der andere nach links zeigt, dann an einem Ende ein Flacheisen rund biegt, mit an jedem Ende

    ein langes Stück Flacheisen und diese an das Winkeleisen einmal rechts und links unter den Schenkeln verschweißt, ein Seite geschlossen, die andere Seite offen, Blech anzeichnen, dazwischen im Schraubstock klemmen und mit Holz oder ähnlichen Breiten Flacheisen Stück für Stück auf der ganzen Länge gleichmäßig umformen.

  • Hallo alle zusammen,


    erstmal möchte ich mich für euer Feedback bedanken.


    alterpapa Eine Flex ist vorhanden. Die Absetz- und Lochzange ist mir zumindest in der handbetriebenen Version bekannt. Ein eigenes Schweißgerät steht mir nicht zur Verfügung, ich hätte aber Zugriff auf meinen Kollegen, der eins hat. Allerdings hat er das auch nur geerbt und keinerlei Ausbildung, hat sich aber schon ganz gut eingearbeitet. So gewisse Grundlagenkenntnisse habe ich mir mit Jürgen (feuerwehrmunga) und Andi (spasspolizei) in einem dreitägigen Crashkurs angeeignet. Daher ist mir das Lochpunktschweißen bekannt.

    Mein Problem ist, daß ich auch nicht so richtig geeignete Räumlichkeiten habe und mir daher auch etwas Infrastruktur wie z.B. eine Druckluftanlage fehlt. Ich bin schon froh, daß ich am Wochenende in der Halle meines zweit-Arbeitgebers arbeiten und gewisse Dinge auch in meinem Keller erledigen kann.


    HaukeK Ich habe ja mehrere Projekte, die endlich mal fertiggestellt werden müßten. Zunächst einmal wäre der Rostbefall an meinem Unimog zu stoppen und die dadurch entstandenen Löcher natürlich auch wieder zu verschließen (z.B. im Bereich der Dachrinne an der linken Aufbauseite). Zum Üben habe ich ja seit Anfang des Jahres von Olaf (Marderfan) ein Iltis-Heck zum Display des Funksatzes. Dann wäre da ja mein belgischer M100-Klon, wobei ich da im Moment hoffe, ihn ohne Schweißarbeiten zugelassen zu bekommen. Weiterhin wären mittlerweile auch Teile des Aufbaus meines 1t-Anhängers zu ersetzen, z.B. der Bereich zwischen vorderer Wand und Pritschenboden. Das obengenannte Projekt wäre ein Anhänger auf Basis des Hecks meines alten Unfall-Polos, wobei mein Problem nun wäre, die Vorderwand zu bauen, um das Ganze zuzukriegen. Die Anbringung der Zugeinrichtung ist mittlerweile in Absprache mit der DEKRA Kiel erarbeitet worden. Die hierzu notwendige Baugruppe würde ich ggf. kommerziell fertigen lassen, sobald die Zeichnungen abgesegnet sind.


    Letztlich wäre das Ziel, irgendwann mal meinen Kübel wieder auf die Straße zu bringen, der mir an den hinteren Bodenblechvierteln im Bereich der Wagenheberaufnahmen sowie an den Schwellern (auf der Beifahrerseite auch innen das gebogene Stück vorn) so gewisse Rostprobleme macht.


    heinzi Ich bin zwar ausgebildeter Elektroniker, aber im Rahmen dessen habe ich in der (nun aber schon 30 Jahre zurückliegenden) Ausbildung auch ein halbes Jahr Metall-Grundausbildung gehabt (ich glaube, das war auch die Zeit der Lehre, in der ich am meisten gelernt habe - Danke, Herr Weis, Danke Herr Dannofski!). Daher war mir das bekannt. Leider ist 2015 die gesamte mechanische Bearbeitung bei uns eingestampft worden, womit ich auch viele Möglichkeiten verloren habe.

    Allerdings frage ich mich, ob für solche Sachen wie die Ladefläche des 1t-Anhängers, wo ja nur gerade Flächen sind oder ggf. mal ein 90-Grad-Winkel auftritt, das normale Blech evtl. auch reichen kann.


    Ich lese natürlich mit großer Begeisterung die entsprechenden Berichte in der Oldtimer Markt, aber es ist ja doch nicht so ganz einfach, die Theorie ohne praktische Anleitung dann auch sachgerecht in die Praxis umzusetzen. Daher bin ich natürlcih auch weiterhin für jede Hilfestellung dankbar!

  • Servus,

    natürlich reicht für einen glatten Boden ein normales Blech, aber ich habe bis jetzt nur glatte Holzböden im Fz.-bau gesehen. Bedenke aber, jede Sicke oder Abkantung im Blech bedeutet Stabilität. Ich will jedenfalls Dir nicht drein reden im Bezug auf die Materialauswahl, das muss jeder für sich entscheiden.

    Des weiteren sollte im Karosserie Bereich die Hersteller vorgaben eingehalten werden, denn nicht jede durch gerostete Stelle bedeutet, ist ja nur Blech, es kann durch aus sein, das diese Stelle ein tragendes Teil ist. Einfacher gesagt ein Fahrzeug mit Leiterrahmen ist einfacher instand zusetzten, als ein Fahrzeug mit tragender Karosserie.

    gruß heinz

  • Hallo Heinz,


    danke für Deine Anmerkung. Meine Frage ging ganz konkret um die Ladefläche des 1t-Anhängers. Die ist tatsächlich aus glattem Blech und auf einen separaten Rahmen aufgesetzt (den Anhänger gibt es ja als Geräteträger auch ohne Ladefläche). Von daher sähe ich diesen Fall recht unkritisch, zumal es nur um die Vorderkante (ein Winkel von 50x50x500mm) geht. Sicken sind zwar in der Stirnwand vorhanden, aber die fangen erst darüber an.

    Ansonsten gebe ich Dir natürlich recht, insbesondere, was die Instandsetzung von PKW-Karosserien angeht. Das Tiefziehblech ist erheblich leichter zu bearbeiten.

  • Hallo

    Wenn ich beim Stahlhandel Feinblech kaufe ist das genau das Richtige für so arbeiten, Tiefziehblech das auch genau so genannt wird gibt es so nicht ,das wird im Normalfall aber fast das Gleiche sein.

    Für spezielle Tiefziehteile kann es sicher Sonderbleche geben .

  • Hallo

    Wenn ich beim Stahlhandel Feinblech kaufe ist das genau das Richtige für so arbeiten, Tiefziehblech das auch genau so genannt wird gibt es so nicht ,das wird im Normalfall aber fast das Gleiche sein.

    Für spezielle Tiefziehteile kann es sicher Sonderbleche geben .

    Das ist so nicht ganz richtig, es gibt die Qualitäten DC01 bis DC05, die unterscheiden sich in den Eigenschaften schon.

    Grüße aus dem Norden
    Claus

    Erleuchtung auf der dunklen Seite der Macht 37534537pb.gif

  • alterpapa : Aus was für Blech hast Du denn das Stück für den Dodge getrieben? Das schaut wirklich gut aus. Ich habe dieses kleine Stück aus DC1 gefertigt, da war das Blech im Bereich der Rundung aber auch schon am Rand der Streckgrenze...


    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

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  • Hallo nordic

    Ich streite doch nicht ab,dass es verschiedene Blechqualität gibt.:bye:

    Wenn ich was spezielles haben will muss ich es aber bei unserem Stahlhandel extra bestellen.

    Lagerware Stahlblech gibt es Feinblech, Stahlblech, und verzinkt , Kleinformat und Großformat.



    Welche Qualität das Feinblech hat weiß ich jetzt auch nicht,da müsste ich schauen,ist aber für Karosse gut,habe da auch schon einige Quadratmeter verarbeitet in Autos.



    Munin

    Das Blech was ich zum treiben benutzt hatte war spezielles Tiefziehblech das für Wertraumbau ( Tresorbau) Verwendung findet,ist dehnfähiger.Habe da paar kleine Tafeln von Demontage bekommen.


    Gruß Michael

  • alterpapa Zunächst mal :G, Deine Arbeiten sehen gut aus.


    Ich finde es jedoch wichtig sorgsam mit Fachbegriffen umzugehen, ist so eine Berufskrankheit als Elektrowurm.


    Feinblech bezeichnet Bleche unter 3mm, mehr sagt es nicht aus, Grobbleche gibt es bis 300mm :staun:. Viele Unterlagen sind für den Laien ohne Vorwissen nicht immer ganz einfach zu verstehen, da man nicht die Aussagen bekommt wofür dieser und jener Werkstoff gut zu gebrauchen ist, sondern technische Angaben wie Zugfestigkeit, Streckgrenzen usw. gemacht werden. Leider habe ich bisher keinen alten Karosseriebauer gefunden der mir sein altes Wissen mitteilt.

    Grüße aus dem Norden
    Claus

    Erleuchtung auf der dunklen Seite der Macht 37534537pb.gif

  • Hallo

    Erstmal danke für die lobenden Worte zu meinen Arbeiten


    Bevor wir hier alles noch komplizierter machen.

    Schau dir bitte den ersten Beitrag an.

    Da fragt jemand der Hilfe braucht und wie er schreibt nur sehr wenig Kenntnisse hat.


    Wenn wir hier anfangen zu diskutieren ob DC 01 oder DC004,Fein/Grobblech usw hilft das kein Stück weiter.

    Das sind unnötige Fragen die aufgeworfen werden.

    Andreas kann in ein Stahlhandel gehen und einfach sagen er möchte 0,8 oder 1mm Feinblech kaufen--dann bekommt er genau das richtige für seine Zwecke.

    DC01 ist gängiger Standard und ist doch gut für die geplanten Arbeiten.

    Ich habe extra ein Screen der Lagerwarenliste von dem Stahlhandel hier vor Ort gemacht-die liefern auch andere Güteklassen von Stahl wenn man das haben möchte.

    610i-2ge-271c.png




    Feinblech ist normal immer kaltgewalzt, Grobblech ab bestimmter Dicke auch warm-da habe ich dann etwas zusammengeworfen ,da ich auch mal Blechtafeln hole die etwas dicker sind und dann extra sage das ich Schwarzblech nehme-also kein Feinblech. Also Fehler bei mir mit den Bezeichnungen.

  • Und was ich noch bei den Blechen durcheinander geworfen habe -die werden noch geölt und ungeölt angeboten bei uns.

    Aber das ist dann bei Blechen ab 3mm der Fall.

    Sollte jetzt aber mit den Blechen reichen.

    Ich habe noch ein altes Sickenmaschine zum Kurbeln , stammt aus einer Instandsetzungseinheit der Wehrmacht.

    Das Ding wird kaum benutzt ,etwas probiert habe ich damit schon, aber richtig brauchen konnte ich das noch nicht.

    610i-2gf-98ee.jpg