Munga Handbremse macht Probleme

  • Hallo zusammen!


    Mein Munga ist soweit fertig, er hat nun den Tüv ohne Mängel bestanden und ist angemeldet. Übers Wochenende habe ich direkt 250km ohne Probleme absolviert.:thumbsup:


    Die Bremsen sind komplett überholt, sie bremsen wunderbar und schön gleichmäßig. Jedoch macht mir die Handbremse Probleme.. Wird sie bei langsamer Fahrt <20kmh gezogen ruckelt sie sehr stark, fühlt sich fast an als wenn ABS regeln würde, die Frequenz passt auch fast :rolleyes: Das ganze auto wird durchgeschüttelt. Kupplung treten ändert hierbei nichts. Bei höherer Geschwindigkeit ist sie eine schöne Zusatzbremse ohne merkliche Probleme.


    Das Hintere Diff ist generalüberholt, ebenso sämtliche Gummilager an diesem. Die Handbremse ist komplett neu (Trommel, Beläge, Zug usw.) und sollte mittlerweile eingebremst sein. Die Kanten der Beläge sind selbstverständlich gebrochen. Die Kardanwelle ist in einem guten Zustand und sämtliche Schrauben wurden nach den ersten Kilometern nachgezogen. Die Schrauben sind nicht zu lang.


    Hier im Hochsauerland will ich mich auf meine Bremsen verlassen können, deshalb die Frage. Woran könnte es sonst noch liegen? Hat das Problem schonmal jemand gehabt?


    Gruß Max


  • Servus Max,

    das ist m. E. normal, das hab ich bei meinem Munga auch . Da die Bremse am HA-Eingang wirkt, wird das Fahrzeug über den kompletten Antriebsstrang verzögert. Durch die diversen Spiele in den Ausgleichsgetrieben und den Gelenkwellen tritt der von dir beschriebene Effekt auf.

    Als Zusatzbremse würd ich sie nur im Notfall verwenden; durch die kleine Bremsfläche und der sehr schlechten Kühlung der Trommel kann es schnell passieren, daß du dir die Bremse überhitzt...

    Greets Gerald

    Auch wenn ein Dummkopf sein ganzes Leben
    in der Gesellschaft eines Weisen verbringt,
    wird er die Wahrheit sowenig erkennen
    wie der Löffel den Geschmack der Suppe!

    (Dhammapada)

  • Moin Max.

    Das Widerlager für den Zug liegt am Rahmen, der Hebel am Differentialgehäuse.
    Das ist bei niedrigen Drehzahlen, wenn die Kreiselkräfte noch wenig Stabilität der Längsachse erzeugen, ein konstruktiver Fauxpas, würde ich sagen.
    Insbesondere wenn Trommel und Beläge neu und noch hübsch griffig sind kennen das hier viele Mungafahrer, würde ich sagen.


    BTW: Die Handbremse wird sicher auch deshalb als „Feststellbremse“ bezeichnet.

    Als Verzögerungsbremse ist sie m.E. zudem unterdimensioniert.

    Lediglich beim Rückwärtsfahren und da insbesondere mit Anhänger mildert sie den Puckerfaktor erheblich. Aber auch das ist nur ein weiterer Beleg gewisser konstruktiver Schwächen unseres geliebten kleinen Krabblers.



    Grüsse

    freddY

  • Vielen Dank für die Informationen!


    Eure Herleitung wirkt einleuchtend, dann habe ich wohl nicht alleine das Problem.


    Wie macht ihr es denn bei langer Bergabfahrt? Ich habe immer etwas Angst das mir die Bremsen zu heiß werden.. Vorallem wenn es hier mehrere km Bergab geht bei Landstraßentempo von 60-70 kmh. Bergab kuppel ich eigentlich immer aus um den Motor zu schützen. Großartige Kühlung durch die geschlossenen Felgen und den glatten Trommeln ist ja auch nicht gegeben.


    Hinterher muss ich mir noch ne zusätzliche Stempelbremse für die Räder basteln :-D



    Gruß Max

  • Der Munga macht Bergabfahrten, mit ausgekuppelten Motor, locker mit, die Bremsen können das ab, vorausgesetzt man steht nicht dauernd auf der Bremse.

    Oder muss dauernt auf der Bremse stehen, weil der Vordermann, Bergab mit seinem 400Ps Plastikbomber sich einscheißt.


    Die Handbremse ist ein gute Notbremse, jenseits der 20Kmh würde ich die nicht langfristig verwenden, außer du möchtest in ein paar Hundert KM wieder die Beläge wieder tauschen weil sie Verglasen.


    mfg Patrick

    Feil Dir keinen ab, lerne Drehen und Fräsen!
    Über 7 Millionen Österreicher können nicht richtig Drehen und Fräsen.

    "dats ned bandan nemts ahn droht" :schweißen:
    Freilauf Dioden aus Freilandhaltung :D