Entwicklung Fleckentarnung Fzg. Bundeswehr & US

  • Mit dem Moleskinfeldanzug in einem frischen, nicht zu ausgebleichten oliv war der Bundswehrsoldat gut ausgestattet.

    Genau meine Meinung. Eine Flecktarnung ist beim Kampfanzug nicht unbedingt notwendig, sehr wohl aber ein Farbton, der zur typischen Umgebung des Soldaten passt.

    Darum hatte ich ja bereits geschrieben:

    Solange das "Grünzeug" noch neu war, passte die Farbe ja einigermaßen.

    Dass es "Steingrau-Oliv" statt richtigem Oliv sein musste, verstehe ich allerdings nicht, darum schrieb ich auch "einigermaßen".


    Wie der Artikel in der Soldat und Technik ja erwähnt, ist die Mittelung der Farben der häufigsten Hintergründe Gelboliv, nicht Steingrau-oliv.

    Steingrau-Oliv ist wie ein halb ausgeblichenes Oliv, so dass die Uniform schon im Neuzustand auf halbem Weg in die Mülltonne ist.

    ...daß die Anzüge ausser der Eigenschaft nicht besonders farbecht gewesen zu sein...

    Genau. Der Auswascheffekt hat aus einer Farbe, die schon von vornherein nicht so gut war, wie sie hätte sein können, ein total unnatürliches und auffälliges Hellgrau gemacht.

    An diesem Elend waren auch nicht unbedingt die Mütter der Soldaten und ihr Waschmittel schuld, denn auch Uniformen, die bei der Wäschekammer abgegeben wurden und zur "Glücksstädter Wäscherei" gingen, sind ausgewaschen.

    Mir ist darüber hinaus aufgefallen, dass es Farbunterschiede auch bei nagelneuen Moleskinuniformen gab. Manche Stücke hatten schon im Neuzustand einen

    grauen Farbton, Andere waren mehr Oliv.

    Die Moleskinuniformen aus den 60er Jahren, die mit dem "US I" Etikett, haben die Farbe auch besser gehalten als die späteren Uniformen, und der Stoff war dicker. Die sind zwar auch heller geworden, haben aber einen oliven Farbton behalten, mit ganz leichtem braunbeigem Stich.

  • Bei den Schweizern wird zu jedem Wechsel des TAZ (Tarnanzug) eine Farbe reduziert oder rausgenommen zur Anpassung:


    http://www.team-pak.ch/tarnmuster-ch-armee.html


    Der allgemeine Trend geht wohl zum Verzicht auf Schwarz.


    Zum Auswaschen: wenn ich mir alte Fotos von meinem Vater anschaue, sind die Uniformen teilweise schon recht angegraut > 1980iger.

    Zur Heim-Wäsche: die Bügelfalte in der Hose hat eine Woche gehalten :thumbsup:

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

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  • Hallöle,

    Dass es "Steingrau-Oliv" statt richtigem Oliv sein musste, verstehe ich allerdings nicht, darum schrieb ich auch "einigermaßen".

    dieser Ausdruck "Steingrau-Oliv" war schon eine eigenartige Bezeichnung. Wo doch die so angesprochenen Ausrüstungsgegenstände im Kammerzustand meistens in leichten Varianten je nach Trägermaterial, recht eindeutig Oliv farben waren.

    Vielleicht scheute man auch nur vor dem alten Ausdruck "Feldgrau" zurück. Wobei "Feldgrau" oft auch für eine Farbpalette von Dunkelgrün bis Panzergrau herhalten mußte.

    Daß man es mit der Farbgebung beim eigentlich ja als Arbeitsanzug gedachten Moleskinfeldanzug nicht so genau genommen hatte, kann seinen Grund vielleicht auch darin haben, daß der Arbeitsanzug als solcher ja eben nicht als Kampfanzug gedacht war. Den eigentlichen Kampfanzug stellte ja der Anzug Jagdmeliert, die Filzlaus dar.

    Bei den alten Armeen war der Arbeitsanzug der Drillich Anzug aus, oftmals weißem Köper.

    Das Vorgängermodel vom Moleskinfeldanzug, der Arbeitsanzug aus Fischgrät-Köper war ja ein kompletter Fehlschlag gewesen. Nach ein paar Wäschen haben die Brocken ausgesehen wie Kartoffelsäcke.


    Eigentlich ist´s ja um Tarnmuster für Fahrzeuge gegangen ;-)

    Zu der Frage warum Sandfarbene Anteile in dem Dreifarb Tarnmuster nicht berücksichtig worden waren.

    Als provisorische Tarnung der Gelboliven Fahrzeuge wurde ein Berwurf aus Lehm oder Erde verwendet. Wenn diese "Tarnfarbe" an den Fahrzeugflächen abtrocknet, dann ergibt das fast immer einen ocker-beigen, wenn man so will "sandfarbenen" Farbton.

    Genauso wie zur winterlichen Schneetarnung die schwarzen Flächen des Tarnmusters mit Schlemmkreide weiß übermalt werden sollten, war angedacht für eine sommerliche, helle Umgebung die schwarzen Flächen der Fahrzeuge mit dieser Lehm-Erden-Farbe auf zu hellen.


    Servus der murkser

  • Moinsen,

    das mit dem verwaschenen Moleskin finde ich gar nicht schlimm, eher cool, wie man heute sagt.

    Wie ich bereits erwähnte, ist der grosse Nachteil von 100% Baumwolle halt die Nässeempfindlichkeit.

    Wer mal ne nasse Jeanshose hatte, kennt das.


    Kälteschutz: Lange grüne Unterhose, Socken ,Parka und Wintermütze (!!!) war bei um die Nullgrade bei trockenem

    Wetter ok; 1981 habe ich in Flensburg meine Grundi gemacht, bei bis zu minus 10 Grad; nachts in der Dackelgarage

    mit Unterhemd und Unterhose in der "Mumie" gefroren wie sau; bei Wache konnte man ja die "Mumie" über

    die gesamten Klamotten überziehen... unser GUA hat es erlaubt...dann war es erträglich.

    Die grauen Handschühchen konnte man auch vergessen; Fäustlinge hatten wir nicht.


    Nässeschutz: ich habe in meinem Bekleidungsfundus bereits eine grüne Überziehjacke und -Hose nach Muster der Flecktarnuniform; bei meinem Mil-Händler meines Vertrauens in nagelneuem Zustand erworben; Herst. Jakob

    Eschenbach, Goretex; Jacke Model "Camebridge"; Hose Modell "Bonn 1"; leider kein Herstellungsjahr erwähnt.:thumbsup:


    Flecktarn heute: leider keine Funktionskleidung (Goretex oder ähnliches) ausser Nässeschutz standard; beim Flecktarn-Moppedkombihat man z.B. auch daran gespart:daumenrunter::cursing:

    Kälteschutz: hat sich leider nicht viel zum Positiven verändert!


    Die Wintermütze ist immer noch das gleiche Modell...und die lange Unterhose gibt es gar nicht mehr.:daumenrunter::daumenrunter:


    Zumindest habe ich bei meiner Resi-Einkleidung keine bekommen.


    Schlafsack: keine Ahnung...für die Treffen habe ich mir den "Extreme Cold" von den Amis zugelegt.


    Tarnung: macht schon einen Unterschied, ob du mit Steingrau-oliv oder Flecktarn im Wald und auf der Heide

    herumläufst; insofern positiv.:thumbsup:


    Gruss Pit

  • Heute gibts Drohnen mit Wärmebildkamera,man kann jeden und überall killen, ohne vor die Tür zu gehen.

    Die berühmten 2 Sekunden die über Leben und Tod befinden, sind schon sehr lange absolet.

    Andererseits hat man für Bin Laden ne Ewigkeit gebraucht.

    Der hatte bestimmt kein Tarnzeug an,sondern hat einfach die Bude nicht verlassen.

    Klar könnt ihr euch die Köpfe drüber zerbrechen was es gab oder was noch kommt,

    aber Sinn machts eigendlich keinen mehr.Es entscheiden da eh andere Leute, mit oder ohne Ahnung von.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hallöle,


    DIE FRAGESTELLUNG VOM ANFANG WAR: ENTWICKLUNG DER FAHRZEUGTARNUNG IN DEN FRÜHEN 1980ern OKEE ??

    Der Fragesteller hatte dann noch Tarnbekleidung mit eingebracht.


    Diese Äpfel mit Kokosnuss - Vergleichs Diskussionen, nur damit noch jemand seinen Senf dazu gegeben hat KÄSEN MICH AN !!


    Hier ein link zum Panzerbaer:


    http://www.panzerbaer.de/colours/a_relaunch/bw_tarn-a.htm


    Jagdpanzer Kanone mit Tarnanstrich: schlecht ist das Aufbringen von Flecken auf Räder/Felgen. Wenn dann nur einfarbig ganz bemalen.

    Der Koffer-MAN stand in der Prinz Eugen Kaserne / Pionierschule in München. Das müßte das erste im neuen Dreifarb-Tarnmuster lackierte Fahrzeug der Bundeswehr gewesen sein. Als nächstes wurde ein Pionierpanzer von der PzPi 290 L umgetarnt. Der Iltis auf dem Bild von dem S u T Artikel müßte vor dem T.-Bereich der PzPi 290 L in der Funkkaserne München gestanden haben.

    Ein paar Leutchen unter der Leitung eines Professors waren von der Pionierschule gekommen und haben mit Kreide die Umrisse der verschiedenen Farbflächen auf den Pionierpanzer aufgebracht. Soldaten vom Panzerschnellbrückenzug haben die Felder dann nach Anweisung aus gemalt.



    Servus der murkser

  • Hallöle,


    hier ein Tankograd Hefterl zum Thema US Army Tarnanstriche i.d. Zeit des Kalten Krieges:

    40260483vu.jpg


    Leo 2 ÖBH mit Tarnnetz einsatzverdreckt:

    40260643gs.jpg


    Leo 2 Bw gelboliv mit Schlamm-Bewurf Tarnung

    40260644qr.jpg


    Bw Leo 2 Dreifarb Tarnanstrich einsatzverdreckt:

    40260645ir.jpg


    Dreifarb Tarnanstrich + Tarnnetz und einsatzverdreckt

    40260695jn.jpg


    Fazit: nach einigen Tagen im Geländeeinsatz ist die Bedeutung der Anstriche je nach Gelände und Wetterlage teilweise sehr harabgesetzt.

    Anzuregen wäre daher ein hoch mobiler Feld-Fahrzeug-Pflegetrupp mit leistungfähigem Hochdruckreiniger.


    Servus der murkser