LiFePo 4 als Starterbatterien

  • Hallo zusammen, hat jemand von euch schon einmal LiFePo 4 oder ähnliche Lithium Akkus als Starterbatterien im Wolf oder Puch verwendet und wenn ja welche Erfahrungen damit gemacht?

    Vielen Dank für Eure Antworten,

  • Moin,


    also LiFePo 4 Batterien gehen schon - aber warum sollte man das beim Puch machen? Als Camping-Batterie mit 2. Bordnetz ggf. sinnvoll - jedoch ist es fraglich ob sich eine solche Investition lohnt. Wir reden hier von mindestens 500 EUR für eine Batterie - es werden ja eher 2 benötigt und grössere Akkus kosten jenseits von 1.000 EUR. Damit hat du unterwegs immer noch keinen Strom - ich erzeuge mir lieber meinen nötigen Strom mit einem Generator und überbrücke mit einer 72V USV und sonst habe noch paar Powerbanks ;)

  • Gut, ja die Frage ist berechtigt, aber es wäre schon eine grosse Gewichtsersparnis nur auf das gesamte Fahrzeug gesehen doch eher zu vernachlässigen. Als Versorgungsbatterie habe ich schon einen LiFePo kombiniert mit zwei Solarmodulen. Ich brauche keinen Generator.

    Danke dir für deine Einschätzung und einen schönen Abend,

    Bodo

  • Naja der Gewichtsunterschied bei 60 Ah ist nun nicht so irre - da wiegt der Werkzeugkoffer mehr ;)


    Selbst 120 Ah Batterien wiegen nur um 30kg - gegenüber den ca 15.5 kg bei einer LiFePo4. Das sind alles keine Argumente. Wenn Du nur noch im Puch autonom lebst lasse ich mir das gefallen - sonst eher nur was fürs Gewissen ;)

  • Moin Bodo,


    bei den Wohnmobilisten beschäftigen sich viele mit dem Thema. Es gibt dazu einige Threads im Wohnmobilforum.... vielleicht kannst Du die Beiträge ohne Anmeldung dort lesen:


    https://www.wohnmobilforum.de/w-t139014.html

    https://www.wohnmobilforum.de/w-t133036.html

    https://www.wohnmobilforum.de/w-t134503.html

    https://www.wohnmobilforum.de/w-t101732.html


    Du wirst lesen, dass LiFePo 4 unter 0° nicht geladen werden sollte, besser LiFeYPo 4 verwenden, durch Yttrium sind die Zellen bis -20° ladefähig. Ich habe das auch in meinem Camper, allerdings nicht als Starterbatterie. Wenn Du LiFeYPo 4 suchst, achte auf die gelben Zellen vom Hersteller Winston.


    Kannst mal hier schauen, ich weiss allerdings nicht, ob die Batterien bzw. Zellen in der Höhe passen:

    https://www.nothnagel-marine.d…hium-batterien-akkus.html

    Der Anbieter ist seriös, da haben viele ihre Zellen gekauft.


    Aber Vorsicht, das ist eine Wissenschaft für sich, manche im Forum machen da geradezu eine Religion draus! :-D



    Gruss Thomas

  • Moin,


    wer mich kennt: High-Tech ist bei mir schon wichtig - bei einem 3.5to WoMo Papphaufen mag es vielleicht Sinn machen hier mit dem Gewicht zu „sparen“ - aber beim Puch sehe ich hier nur sehr geringe Vorteile und ich sehe eher die Nachteile. Für normale Beleuchtung (klar LED verbauen!) benötigt man diese Batterien nicht - jemand der nicht im Auto lebt hat hier wenig Vorteile außer der Effekthascher, Knallprotz, Flexer oder Poser und für den Nachbarn ;)

  • bei einem 3.5to WoMo Papphaufen mag es vielleicht Sinn machen hier mit dem Gewicht zu „sparen“


    Vorsicht.... ist das etwa ein Papphaufen? ~{





    Und der Bodo überlegt sich das sicher nicht, um seine Nachbarn zu beeindrucken.... das kann ja auch jeder machen warum er will. Und wenn's aus den von Dir genannten Gründen wäre, ist das auch seine Sache!

  • Moin,


    in gewisser Weise schon, weil es gibt die Karren auch als 4 und 5 Tonner mit stabileren Achsen.


    also 316/416/516 und 319/419/519.


    die 313/413/513 habe ich extra weggelassen - das ist zu wenig. Nicht falsch verstehen, aber so viel Raum mit so wenig Gewicht wird immer schwierig - es soll ja auch stabil sein.

  • Es ist beim Sprinter nicht so wie beim Ducato mit seinen Light- und Maxi-Fahrwerken. Ich habe in meinem 319 CDI alle Optionen drin, um auf 4,1 to aufzulasten.... will das aber nicht, die Chefin hat keinen Führerschein dafür. Und da wir ohnehin nicht zu den Leuten gehören, die den halben Hausstand mit in die Ferien schleifen, kommen wir damit auch zurecht.


    Endloses Thema.... aber hier OT!

  • Vielen Dank für Eure Antworten, ich ärgere mich nur gerade mit meinen zwei Bleibrocken im Puch herum und häufig ist es auch noch eng in der Scheune, wenn ich die Dinger im Winter ausbauen muss. Und die LiFePo als Versorger ist stark und voll, macht keine Zicken und wenn man coronabedingt etwas Geld da ist und es eine Erleichterung bringt sind 36kg Gewichtsersparnis auch nicht so sehr zu verachten. Ich werde keinen Glaskasten einbauen um den Nachbarn oder sonst wen zu beeindrucken, das müssen andere mit ihren überdimensionierten Poserkarren und Fuhrparken übernehmen, da bin ich raus und lese lieber in anderen Foren weiter, wenn es dort sachdienliche Hinweise gibt.

    Danke nochmals

  • Hallo Bodo,

    so war es nicht gemeint - nur ich verstehe nicht warum man Batterien ausbauen muss? Ich habe meine Batterien im Auto und wenn die in Ordnung sind passiert da auch nichts solange der Hauptschalter abgeklemmt ist. Die Investition in ein vernünftiges Ladegerät halte ich für sinnvoller. Ctek PRO25S oder was ähnliches.


    Ohne Flax: am G musste ich noch NIE die Batterien nachladen, und meine sind schon mindestens 7 Jahre alt.

  • Kein Problem, ich hatte nur im letzten Winter keinen Strom in der Scheune, das Ladegerät von CTek habe ich auch. Leider weiß ich nicht wie alt die Akkus wirklich sind und es sind dich nur 26kg Ersparnis😉Aber ich denke auch, nach reiflicher Überlegung, dass die Akkus zu anfällig und teuer sind. War nur eine Idee und ich versuche eine Stromversorgung in die Scheune zu bringen oder einen besseren Stellplatz zu finden.

  • Hallo Bodo!


    Ich verstehe diesen globalen Zwang des "Nachladen müssens" nicht. :-)

    Wenn die Batterien i.O. sind halten die eine Winterpause locker durch (abgeklemmt oder Natoknochen OFF). Du rennst mit deinem Handy ja auch nicht zur Steckdose, wenn die Akkustand Anzeige unter 90% fällt.

    Wenn deine Batterien keinen Winter durchhalten, würde ich nach neuen suchen (oder zumindest den Fehler). In dem Fall kann man ruhig auch mal in die LiPo Ecke schauen. :-) Warum auch nicht? Die Technik wird ja z.B. im Modellbau schon jahrelang benutzt.

    Allerdings scheinst du ja im Aufbau noch mal getrennte Versorgerbatterien zu haben, richtig?

    Da würde ich persönlich eher die Aufbaubatterien auf LiPo umbauen, da die einfach die bessere Zyklenbeständigkeit und mehr Energie bei kleinerem Gewicht speichern können.

    Als reine Startbatterien tun es gängige (und günstige) Bleibatterien allemal. Verglichen zu den Versorgerbatterien müssen Starterbatterien ja nichts besonderes können, außer einmal den Motor anschmeißen und ein paar Glühbirnen versorgen bis die Lichtmaschine übernimmt.

    Beim Aufbau sind die Anforderungen da ja ganz anders: Solarzellen, Wechselrichter, etc etc.


    In einem Unimogforum in dem ich unterwegs bin, baut grade jemand die Winston Zellen ein als Versorgerbatterien. Aber schon allein die Ladetechnik finde ich umständlich (ähnlich wie das "balancen" bei den Modellbau LiPos.).


    Viel Erfolg!

    Pitter


    Edit: sorry, hatte überlesen, dass du im Aufbau bereits LiPos hast. :pfeif:

  • Moin,

    oder einfach die Bundeswehr Gelbatterien einbauen.

    Da kannst Du Dein Ladegerät verkaufen. ;-)

    Bei ca. einen 10% Selbstentladung einer "normalen" Bleibatterie kannst

    Du das Fahrzeug jahrelang einlagern.


    Gibt es günstig hier im Forum, kannst kopfüber fahren und original wäre es auch noch....


    Gruß

    Klaus

  • Hallo Klaus, meinst du die, die Sigi verkauft? Die haben aber „nur“45Ah. Reicht das für meinen Puch? Sind jetzt 60Ah verbaut. Würde ich sehr gerne machen, wenn die Erfahrungen damit so gut sind und noch welche verfügbar sind.

  • Meines Wissens können die meissten aktuellen Life4po Batterien noch nicht als Starterbatterien verwendet werden.

    Das hängt mit den hohen strömen beim Start zusammen.

    Ich habe allerdings schon welche gesehen.


    Ich habe in meinem Koffer ein Lifepo4 Batterievon Liontron als Zusatzakku verbaut und bin begesitert.


    grüße

  • Moin,

    der Borgward hat zwei Mal 45 AH, weiß jetzt nicht, was original im Wolf

    verbaut war/ist.

    Meine letzten Batterien habe ich vom Sigi, das stimmt schon.

    Solche Batterien werden aber ab und zu auch von Anderen hier angeboten.

    Und die passende Größe dürfte auch aufzutreiben sein, zur Not als Neuware.


    Gewichtsmäßig zwar kein Vorteil, aber spielt das Gewicht überhaupt eine Rolle ?


    Hier die Angaben aus der TDv:




    Soweit zum ursprünglichen Thema. :-)


    Nur weil etwas teuer ist, sagt das nix über Sinn oder Qualität aus.

    Das dieses überwiegend nicht beachtet wird, ist Grundlage unserer Wirtschaft.

    Dank Lobbyarbeit gibt es das Schulfach Warenkunde schon ewig nicht mehr.

    Es ist mittlerweile so Pervers, das vieles nur deshalb gekauft wird, weil alle wissen,

    das es überteuert ist.

    Und dank Lobbyarbeit möglichst keine Alternative mehr gibt.

    Ratet mal, warum so einige gesetzliche Vorgaben im Automobilbau existieren. :verrueckt:


    Gruß

    Klaus

  • Hallo Klaus, meinst du die, die Sigi verkauft? Die haben aber „nur“45Ah. Reicht das für meinen Puch? Sind jetzt 60Ah verbaut. Würde ich sehr gerne machen, wenn die Erfahrungen damit so gut sind und noch welche verfügbar sind.

    Hoi Bodo.


    Ich fahre auch Sigis Sonnenschein Gelbatterien. Allerdings die 100Ah Blöcke im Unimog. :-) 2x Starter, 2x im Aufbau. Sind super Batterien, bin sehr happy damit. In meinem Unimog waren noch die werkseitig verbauten Gel Batterien von 1997 (auch "Sonnenschein"), als ich ihn 2014 von der Armee bekam. Eine davon hat einen Knacks bekommen. Die andere nutze ich noch heute als 12V Quelle für z.B. Kühlbox oder Licht in der Werkstatt.

    Wenn Sigis Batterien auch 17 Jahre halten... :thumbsup:

    Werden bei mir wahrscheinlich besser gepflegt als bei der Armee.


    45Ah müssten meiner Meinung locker reichen im Puch, ist im Iltis und Wolf Standard (und der Wolf Diesel muss zudem noch vorglühen). Ich kenne Leute, die werfen mit 45Ah Optima Batterien 6l Unimog Motoren an. ;-)

    Wie gesagt, die haben ja weiter nichts zu tun als einmal ganz kurz Saft zu liefern um den Motor an zu drehen. Danach muss die Batterie ja gar nichts mehr können. Vor allem hast du ja auch noch die Aufbaubatterien, die deine Verbraucher da bedienen.

    Wenn du die Chance hast, die Sonnenschein Gelbatts (z.B. von Sigi) günstig zu bekommen, würde ich dir die bedenkenlos empfehlen. :daumenhoch:


    Gruß

    Pitter

  • Moin,


    ich würde mir da auch keine Sorgen machen: es handelt sich hier nicht um einen großen Diesel Motor beim Start. Mein Erfahrung sagt: Heavy Duty Batterien (ich habe hier mit JD OEM gute Erfahrungen gesammelt) verwenden und diese halten (wer nicht Kurzstrecke 30x/Tag und nur 300m fährt) locker 5 Monate Standzeit aus ohne dass man beim Start irgendwas merkt. Und das bei einem Alter von 5J++

  • Aus meinen Erfahrungen würde ich für die Starterbatterien auch GEL-Batterien nehmen, aber die Kapazität, die vom Platz maximal reinpasst. Ich weiss gar nicht, ob‘s die Batterien noch als Marke Sonnenschein gibt, auf jeden Fall von der "Mutter" Exide.


    Und Vorsicht vor billigen AGM-Batterien, die auch gern als Gel angeboten werden. Echt sind nur die mit dem System "Dryfit", das von Sonnenschein erfunden wurde. Die gasen auch nicht!


    Gruss Thomas