Leinölfirnis auf alten ausgeblichenen Lack?

  • Werte Wolf und Puchfahrer,

    die Lacke unserer Fahrzeuge sind ja meist sehr stark verwittert und ausgeblichen.

    Hat jemand schon mal Leinöl mit einem Tuch verteilt und den Lack somit „frisch“ gemacht?

    Was ist, wenn man sich vielleicht später dann dazu mal entscheidet den Wagen doch zu lackieren? Geht das dann noch, ohne alles abschleifen zu müssen?


    beste Grüße aus dem Pott

    Stefan

  • Bitte das Wording beachhen... Überschrift Leinölfirnis, Beitrag Leinöl.

    Das sind auch chemisch zwei Dinge. Das eine ein Pflanzenöl mit all den Nebeneffekten, das andere eher ein Lack. Die Firnis härtet aus, das Öl bleibt kleben.... mit dem Öl kann man Holzschüsseln pflegen weil Lebensmittelecht, auf Lack ist das zweischneidig wie "abdieseln": sieht ne kurze Zeit top aus, ist aber eine Sauerei...


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • Leinöl und Leinölfirnis sind sozusagen gleich als Basis > der Firnis ist chemisch verändertes (gekochtes) Leinöl.

    Owatrol bietet auch nur den Leinölfirnis an...

    Der Firnis gibt alten Lacken zumindest wieder etwas Frische > ich hab das mal auf Rot ausprobiert und der Fleck ist immer noch besser als der Rest

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

    :schweiz:

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    Einmal editiert, zuletzt von Bullitreiber ()

  • Hallo Stefan,

    ich habe meinen Wolf letztes Jahr mit einer Mischung aus Leinölfirnis und Terpentinersatz (50/50) behandelt.

    Vorher

    Nachher


    Ich fand das Ergebiss sehr gut, muss es allerdings jedes Jahr wiederholen.

    Erfahrung mit Nachlackierwn hab ich nicht.

    Gruß

    Jürgen

  • ... mit Leinöl oder mit der Leinölfirnis (mit Metallsalzen als Trockenstoffen gekochtes natürliches Leinöl) lassen sich auf verblichenen Lacken schöne Ergebnisse erzielen. Sehr dünn mit einem weichen Lappen aufgerieben egalisieren sie die fleckige/ ergraute Optik und geben wieder Farbtiefe. Firnis trocknet schneller als Leinöl und ist somit geeigneter.


    Für Gegenstände im Innenbereich wende ich das an. Alles was bewittert ist, wird aber über lang oder eher kurz wieder fleckig/ scheckig und erfordert eine erneute Pflege der Optik. Also dort nichts dauerhaftes, zumindest bei normaler Nutzung in unseren Breitengraden.


    Wird Firnis dick aufgetragen und ist ständigem Wasserkontakt ausgesetzt, verseift sie, es entstehen weiße Schlieren die man abwaschen kann.


    Vielleicht hast Du ein verwittertes Blechteil, Kiste ,Kasten etc. an dem Du das ausprobieren kannst um für Dich die richtige Entscheidung zu treffen. (Bewitterungsversuch)


    Wenn Firnis (in dünner Schicht) ausgehärtet ist, gibt es bei Nachlackierungen keine Probleme. (auch bei anschließener Besonnung, Bewitterung, etc.)

    Das habe ich ausprobiert, als ich über längere Zeiträume Versuche mit Firnis als Rostschutz gemacht habe. Aber das ist off topic und ich würde bei Nachfrage in einem neuen Fred...


    Bernd grüßt

  • vielen lieben Dank für die zahlreichen Infos und Bilder.
    ich werde mal an ein paar alten Gegenständen Owatrol und Leinölfirnis testen. Diese dann mal „im Regen stehen lassen“ bevor die das ganze Auto damit behandel. Eine neue Lackierung sehe ich im Moment einfach noch nicht ein, solange es nicht anfängt zu rosten.

    Grüße aus dem Pott

    Stefan

  • Ich verwende Leinölfirnis seit Jahrzehnten mit sehr gutem Ergebnis.

    Leinölfirnis wurde früher zur Herstellung von Farben und Fensterkitt verwendet und ist mit Kunstharzlacken mischbar, schädigt den Lack nicht, und laugt den Lack im Gegensatz zu Diesel, und manch anderen Mixturen, auch nicht aus.

    Wenn man zum Neulackieren den alten Lack anschleift, ist das Leinölfirnis auch weg. Da gibt es also auch keine Probleme.

    Leinölfirnis kriecht in Risse, Falze, und Blechüberlappungen, durchdringt Rost, und verdrängt dort das Wasser, denn ein Leinölfirnismolekül ist viel kleiner als ein Wassermolekül, und kommt dort noch hin, wo Wasser nicht hinkommt, wird dann fest, und versiegelt den Spalt.

    Auf lackierten Flächen gleicht der optische Effekt dem Abreiben mit Diesel oder Caramba, jedoch ohne die bekannten Nachteile (Ausbleichen), und wäscht auch bei Regen nicht ab.

    Wichtig ist, nach dem Auftragen die Fläche sorgfältig und wiederholt trockenzureiben, sonst klebt das Auto tagelang, und glänzt wie eine Speckschwarte.

    In den ersten Stunden wird immer wieder Leinölfirnis aus Ritzen und Falzen herauslaufen, und muss immer wieder abgetrocknet werden.

    Das kann man gar nicht ernst genug nehmen.

    Ebenfalls ernst zu nehmen ist die Entzündungsgefahr der Putzlappen:

    Leinölfirnis ist brennbar, und trocknet oxidativ, wobei Wärme entsteht. dies kann dazu führen, dass die Lappen anfangen zu schwelen, und Feuer fangen.

    Deshalb die Lappen am besten verbrennen, oder an einer sicheren Stelle zum trocknen ausbreiten, und trocknen lassen bis sie hart sind.

    Erst dann in den Müll werfen.

  • Da muss ich noch mal Owatrol ins Spiel bringen. Das klebt nicht, ist schnell trocken und klebt nicht. Bei Regen perlt das Wasser ab. Der Lappen wird nicht heiß bzw. hatte ich bei der Verarbeitung nicht das Gefühl beim kleinsten Funken in Flammen zu stehen.
    Beste Grüße

    Gunnar

  • ...wie verhält sich Owatrol denn bei Bewitterung? -Wäscht es wie Leinölfirnis mit der Zeit ab und muss nachgearbeitet werden?

    Riecht es nach Lösemittel? (was ja für das schnelle abtrocknen im Vergleich zu Firnis sprechen würde)


    Vor einer Selbstentzündung von Lappen, etc. wird auf der Owatrolseite gewarnt, also ähnlich wie bei Firrnis.


    Grüße, Bernd

  • Hallo,

    bei mir ist das Zeug seit 6 Manaten drauf, sieht noch genau so aus wie am Anfang......

    Man könnte es als eine Art Lack bezeichnen..........


    hilft das?



    lg

  • Also ich persönlich kann keinen Unterschied feststellen zwischen Leinölfirnis mit Terpentinersatz und Owatrol. Riecht gleich und verarbeitet sich gleich. Endresultat ist auch identisch. Ist wohl eher eine Preis Sache. ;-)

    Vorteil am Leinölfirnis mit Terpentin: das kann man sich auch etwas mehr verdünnen, je nach gewünschter Sämigkeit. :-D


    Gruß

    Pitter

  • Mit Owatrol habe ich den Langzeittest schon durch.
    Nach ca. 8 Monaten sieht es immer noch gut aus und der Lack ist nirgendwo grau oder milchig.
    Unnötig nur einen Teil zum Testen zu behandeln. Wenn, dann komplett. Ansonsten ist das imho albern.
    Beste Grüße

  • Ääähm, was ich mich die ganze Zeit frage : warum macht ihr das ?hmmm


    Da erfindet extra jemand stumpfmatte Lacke, damit Militärfahrzeuge so gut wie möglich getarnt sind - und ihr geht hin und hübscht sie in "seidenmatt" auf ...

    Ich finde meinen Mog so stumpf wie er ist gut. Lässt sich auch leichter beiarbeiten : Kratzer ? Kein Problem - Sprühdose raus, drüber lackiert, fertig .

    Eben so, wie´s beim Bund auch gemacht wird .


    Gruss

    Guido

  • Halb sieht dann so aus ;-)

    Hab's Anfang Dezember mit Owatrol gemacht. Hat mir so gut gefallen dass ich aber dann das ganze Auto gemacht hab. Hier noch ein bisschen speckig.

    Die Kunststoffleisten und die alte Blache hab ich mit Polytrol gemacht.

    Sieht immernoch gut aus, aber man sieht schon ein bisschen Verlust nach bein paar mal Handreinigung ...

    Aber insgesamt war ich sehr begeistert vom Ergebnis - kann aber auch an den Dämpfen gelegen haben ;\D

  • Auch ein Super Auto, sind vor 2 Jahren die creme21 damit gefahren. Eine der besten Fahrten überhaupt. Gehört nem sehr guten Kumpel. Ist immernoch am einfahren, hat erst 14tkm drauf - war ne Werksfeuerwehr und nie im Einsatz, Stand immer schön im trockenen.

  • Petroleum ist auch ne Umweltsauerei,ist dir wohl nicht in den Sinn gekommen?

    Moin,

    Autofahren ist generell eine Umweltsauerei, ist dir wohl nicht in den Sinn gekommen. In allen Hartwachsen und anderen Konservierungsmitteln sowie Lacken sind Lösemittel in irgend einer Form. Es gibt auch Bakterien, die sich von mineralischen Ölen ernähren, das sind ganz seltene Lebewesen und die sollte man auch ein wenig unterstützen.=)

    Gruß Stefan