Leinölfirnis auf alten ausgeblichenen Lack?

  • Ist dein Auto,was du da machst ist dein Bier. Wir machen uns eigendlich eher

    Vorschläge, die Ergebnis und Umweltverträglichkeit unter einen Hut bringen.

    Insofern war dein Beitrag eher wie das Dieseln, was beim Bund schon seit 30

    Jahren verboten ist ,halt nicht so richtig Zielführend.

    Dein letzter Beitrag kommt mir ziemlich trotzig daher,wie wenn

    das Kindergartenkind, halt mal nicht seinen Willen bekommen hat.

    Ich bin nicht die Greta,aber dein schönreden, ändert nix an der Sauerei.

    mfg Tc

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Hallo


    Wir nehmen Waffenöl von den Amis.

    Hergestellt in Hamburg.

    Gab es immer mal aus Hamburg in der Bucht in 1l Metall Kanistern.

    Leider gibt es die Firma nicht mehr.


    Grüße
    Birgit

  • Moin,

    ich lackiere mit vorgeschlagenem (militaerlacke.de) Lackaufbau. Der Vorschlag kam noch nicht.

    Zum Finale noch Klarlack mit der gewünschten Mattigkeit und, oh Wunder, schon ist Ruhe.

    Kann ich aus Erfahrung wirklich empfehlen.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Ääähm, was ich mich die ganze Zeit frage : warum macht ihr das ?

    Moin.


    Nachdem ich gestern da den ganzen Dreck und losen Rost abgekratzt und abgebürstet habe, habe ich heute den kompletten Unterboden von meiner 35 Jahre alten G-Klasse mit ca. 3 Litern Leinölfirnis (minimal verdünnt mit Terpentinersatz) mit einer einfachen Pumpsprühflasche eingesprüht:


    40990693ie.jpg


    40990696ho.jpg


    Der Grund: Vielleicht wird so der Rost etwas aufgehalten und meine G-Klasse hält nochmal 35 Jahre.


    Ma-Ke 8)

  • Ääähm, was ich mich die ganze Zeit frage : warum macht ihr das ?hmmm


    Da erfindet extra jemand stumpfmatte Lacke, damit Militärfahrzeuge so gut wie möglich getarnt sind - und ihr geht hin und hübscht sie in "seidenmatt" auf ...

    Hoi Guido.


    Das ist eine Frage, die sich wohl jeder selber beantworten muss.

    Ich für meinen Teil finde den Effekt auf den Beispielfotos hier im Thread auch nicht schön. Viel zu speckig! Viel zu dick aufgetragen.

    Mein Mog (Nix BW) war ab Werk seidenmatt lackiert. Und durch das jahrelange draußen stehen ist z.B. die Motorhaube eher stumpfmatt-weiß-grau als seidenmatt-khaki-vert. Nenn es Patina. Ich nenne es einfach Verschleiß.

    Wo ich die Karosserie mit dem Leinölfirnis-Terpentinersatz-Gemisch ganz (wirklich nur GANZ, GANZ!!!) dünn behandelt habe, nimmt der Lack seine ursprüngliche Farbe und Glanzgrad wieder an. Gut vergleichbar mit Stellen, wo der Lack dem Wetter nicht ausgesetzt war. Da glänzt nichts, da schmiert nichts, wenn man sich etwas Mühe beim trocken reiben gibt gibt's absolut keine Streifen oder schlieren. Bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

    Warum ich das gemacht habe? Naja weil mein Unimog sonst sehr gut im Zustand ist und eine Lackierung noch absolut keine Option ist. Wenn ich für ganz kleines Geld (im einstelligen € Bereich) und mit etwas Muskelschmalz ein so schönes Ergebnis hinbekomme und dem Mog seine alte Pracht zurück geben kann, ohne die Umwelt zu belasten und mir spätere Lackierungen zu vermiesen..... Why not? Hab halt lieber wenn alles ordentlich aussieht. :daumenhoch:


    Hier der Vorher-Nachher-Effekt auf dem Unimogdach:


    Hier auf der Bracke:


    Links behandelt, rechts verblichen.

    Du siehst, Glanzgrad ist genau gleich, nur die Farbe ist schöner. §-)


    Gruß

    Pitter

  • Ist klar warum man das macht, wegen der Farbauffrischung.

    Das bringt aber am Unterboden nix.Da hat sich jemand falsch erkundigt

    wenn er meint das würde 30 Jahre halten.Jay Dee vertickt dir auch alles

    mögliche an Korrisonsschutz.Besser is das.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Moin,

    Waffenöl oder auch Ballistol ist auch nichts anderes als Paraffinwachs.Als festes Wachs braucht es aber ein Lösemittel wie Benzin oder Petroleum, ansomstem lässt es sich schlecht auftragen. Auch in handelsüblichen Hartwachsen sind meistens Lösemittel oft auf Mineralölbasis.

    At TC: Das ganze hat nichts mit eimerweise Diesel über den Lack kippen zu tun. Und Terpentinersatz, für das Leinölfirnis-Gemisch, ist auch ein Mineralölprodukt.

  • Hallo Pitter,


    das dezente Aufarbeiten an Deinem Mog sieht tatsächlich gut aus . Wobei ich an meinem Mog die ausgeblichenen Stellen an der originalen Flecktarnlackierung

    stückchenweise mit den Originalfarben von Jay Dee einfach überlackiere . Ich muss dazu sagen, dass bei meinem von Anfang an die einzelnen Felder relativ unsauber ( also mit geringfügigem Sprühnebel von einer Farbe in die andere ) lackiert waren. Deshalb mache ich das halt so weiter, mich stört das auch nicht .

    Wenn ich gelegentlich hier Bilder sehe, von Fahrzeugen, bei denen die einzelnen Farben scharf abgegrenzt sind, kann ich mit eigentlich gar nicht vorstellen, dass dies bereits währende der Dienstzeit des Autos so gemacht wurde ...


    Aber grundsätzlich gilt ja wie immer : das soll jeder so machen, wie er möchte .


    Gruss Guido

  • Hey Guido.


    Ja, wenn ich Tarnflecken hätte, würde ich die wahrscheinlich auch einzeln nachlackieren. Da fällts halt nicht so auf. :-)

    Ich müsste halt wenn dann alles neu lackieren. Das ist aktuell keine Option.

    Zudem ist das auch noch keine RAL Farbe, sondern irgend ein Zermedes Spezialmix...:rolleyes:


    Schönes WE!

    Pitter

  • Hallo

    Ich würde dir den Lackauffrischer von OVATROL-POLYTROL empfehlen.

    Mit dem habe ich gute Erfahrungen gemacht, hält lange und ist gut zu verarbeiten.

    Aber militärische Lackausbesserungen (mit Pinsel) meistens leicht veränderter Farbton

    werden genauso aufgefrischt!

    Gruß

    Erich

  • Das bringt aber am Unterboden nix.

    Na ja, sehe ich etwas anders - Leinölfirnis polymerisiert chemisch den Restrost und verhindert das weiter Rosten, bildet eine zähe wasserabweisende Schicht, und da wo das Öl in alle feinen Falze, Ritzen und Poren eingedrungen ist, kommt kein Wasser und keine Luft mehr dran.

    Und hinterher kann man Achsen und Träger etc. ja noch zusätzlich z.B. mit Brantho Korrux nitrofest oder 3in1 überstreichen, und anschließen diesen und auch in die Hohlräume mit Fluid-Film AS-R einsprühen.


    So mache ich das schon ca. 10 Jahre lang regelmäßig alle paar Jahre beim Unterboden und den Hohlräumen von meinem 38 Jahre alten Wohnmobil Mercedes 307D, und der ist da seitdem so gut wie rostfrei.


    Ma-Ke 8)

  • So mache ich das schon ca. 10 Jahre lang regelmäßig alle paar Jahre


    Ma-Ke 8)

    ... und ich seit 25 Jahren... und besser als Du kann man das Wirkprinzip "Firnis" nicht erklären!!!

    Mit einem Freund sind wir das in den 90er Jahren empirisch angegangen.

    Er hat an E-Kadett Stammkundenfahrzeugen mit Leinölfirnis dokumentierte Langzeitkonservierungsversuche gemacht. Besonders eindrucksvoll stellte sich der perfekte Rostschutz der Firnis an den Radläufen da, wo doppeltes Blech ohne Lackierung nach zwei Jahren häufig schon durch war...

  • Du meinst Langzeitkonservierung,musst das aber mehrmals im Jahr neu machen?

    Hört sich für mich eher nach ner wiederkehrenden Notlösung an.

    Der Unterboden eines Geländewagen ist was anderes, als Ölgemälde

    vom Rembrandt und Co.Und darauf was zu streichen oder andere Mittel

    zusätzlich zu verwenden,spricht nicht dafür oder ist fragwürdig, ob das

    dann auch drauf hällt.Es gibt entweder Mittel mit Kriechwirkung oder

    Mittel die aushärten wie Wachs.Ich glaub jetzt nicht das das jetzt besser

    ist, weil beide Mittel auch ihre Grenzen haben und dein Firnis keins von beiden

    richtig langfristig abdeckt.Was sagt denn der Geldbeutel dazu?

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

    Einmal editiert, zuletzt von Tc ()

  • musst das aber mehrmals im Jahr neu machen?

    Nein, steht aber auch schon oben, "alle paar Jahre", z.B. alle 2 Jahre.



    Und darauf was zu streichen...

    Nein, steht aber auch schon oben, mit Pumpsprühflasche drauf sprühen. So war ich mit dem kompletten Unterboden meiner G-Klasse in ca. "nur" 1 Stunde fertig, und kam auch an die verwinkelsten engsten Stellen. Ist gleichzeitig auch eine Sichtkontrolle.


    Es gibt entweder Mittel mit Kriechwirkung oder Mittel die aushärten wie Wachs. ...

    und dein Firnis keins von beiden richtig langfristig abdeckt.

    Leinölfirnis macht beides.


    Was sagt denn der Geldbeutel dazu?

    5 Liter Leinölfirnis kosten bei eBay incl. Versand 24 Euro, und das reicht für ca. 2 x einsprühen. Eine gute Pumpsprühflasche kostet 4 Euro. Wenn man die Pumpsprühflasche 1x mit Terpentinersatz + Seifenlösung reinigt und nach der 2. Verwendung wegwirft, und den Unterboden alle 2 Jahre so behandelt, sind das ca. 7 €/Jahr.


    Das alles ist zum Teil aber auch außer den nicht widerlegbaren technischen Eigenschaften, von anderen gemachte Tests und Erfahrungen und eigenen Erfahrungen damit eine Glaubensfrage: Der eine mag seinen Lackk möglichst matt, der andere in intensiven Farben. Der nächste nimmt zur Unterbodenkonservierung alle 2 Jahre Leinölfirnis (plus wie ich z.B. Brantho Korrux nitrofest / 3in1 und/oder Fluid-Film AS-R), der nächste schwört auf Mike Sanders oder anderes Wachs, und wieder ein anderer hat bei noch was anderem ein besseres Gefühl.


    Das soll am besten jeder so machen, wie er/sie es für richtig hält.


    Man kann übrigens sogar einen mit Leinölfirnis behandelten Unterboden, bei dem das Leinölfirnis durch seine anfängliche Kriechwirkung in alle Ritzen reingekrochen ist wo man sonst nicht dran kommt, und das anschließende Aushärten (je nach Temperatur 3 Tage bis 3 Wochen) mit Unterboden-Wachs behandeln!


    Ma-Ke 8)

  • Hallo ,

    Ihr diskutiert Euch hier die Köpfe heiß,

    0,5l habe ich mir für ca. 12 Euro bestellt, habe den Wagen incl. Verdeck damit zwei mal bearbeitet.

    Danch hatte ich noch mehr als die Hälfte des Materiales übrig, habe nun meinen Doppelpferdeanhänger damit eingesalbt und habe immer noch was in der Dose.


    So what?!



    Liebe Grüße

  • Ich habe vor dem Termin zur H-Begutachtung Leinölfirnis verwendet. Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend. Wie lange das allerdings gut aussieht weiß ich noch nicht.


    Der TÜV-Mensch meinte, das sei üblich bei "Oldtimern", wenn der original Lack erhalten bleiben soll.

    Wenn De glaabst ess gehd ned mehr, kimmt von irschendwo en kalde Schobbe her! :bier:

  • Verdeck auch? Da wirds interessant!

  • Bei Verwendung von Leinölfirnis geht man grundsätzlich genauso vor wie bei der Verwendung auf Holz. Anwärmen, satt auftragen und ca eine Halbe Stunde einwirken lassen.

    Abschliessend die überschüsige Firnis mit einem Lappen abnehmen.Das verschliesst dann sämtliche Poren und ist grundsätzlich mit allem überlackierbar.

    Die Aktion lässt sich beliebig wiederholen und ist umweltfreundlich

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • Verdeck auch? Da wirds interessant!

    Hallo RobiNetz,

    völlig unproblematisch, habe das Verdeck mit einem "Spezial Bootsreiniger " der in Tests führend war, zuerst gereinigt! Wichtig!!!

    Die Fentster auf keinen Fall mit dem Mittel reinigen oder mit Ow. behandeln.

    Nachem ich noch die Fenster erneuert habe, sieht das Verdeck top aus.



    LG