Puch 230 GE geht bei langsamer Fahrt oder im Stand manchmal aus

  • Hallo,

    nachdem das abziehen des Sensors im Ansaugtrakt sowie das absprühen der Falschluftverdächtigen Stellen mit Startpilot keinerlei Reaktion des Motors ausgelöst haben wird nun der Druckspeicher mittels dem passenden Druckmanometer geprüft. Dies wird dann auch die Rückschlagventile miteinbeziehen.


    Bis der Mechaniker des Vertauens das Messwerkzeug parat hat kann es allerdings noch einige Tage dauern.


    Ich habe mich vorsichtshalber schon mal auf die suche nach einem neuen Druckspeicher gemacht. Bei MB wurde mir die Teilenummer: A0004761021/65 genannt. Kostenpunkt 400€ bei S-Tec ist der Preis fast identisch. Bei der freien suche im Netz habe ich zu dieser Nummer nichts gefunden.

    Kennt vieleicht jemand eine Bezugsquelle wo es das Teil noch zu angemessenem Preis gibt?

    Weil bei dieser Preislage kaufe ich dann doch nicht auf Verdacht oder das Kellerregal...:-)

  • Hallo Ralf und in die Runde:winky:,


    wirklich endgültig gelöst würde ich noch nicht sagen deshalb hatte ich auch noch keine Rückmeldung gegeben...


    Dass der Wagen bei langsamer Fahrt ausgeht ist aktuell nicht mehr vorgekommen (seit ca. 3 Wochen) nachdem ich dann doch entdeckt hatte dass der Formschlauch am Leerlaufsteller einen kleinen Riss an der Unterseite hatte. Das hatte ich beim absprühen auf Undichtigkeit nicht detektieren können. Diesen habe ich ausgetauscht seitdem ist dieses Problem nicht mehr aufgetreten.


    Das Startverhalten ist immer noch relativ schlecht und beim letzten Besuch an der Tankstelle wollte er wieder einige Minuten gar nicht um, dann wie schon so oft, zu starten als wäre nie etwas gewesen. Das war nach längerer Fahrt und entsprechender Hitze im Motorraum da vermute ich mittlerweile immer mehr die Dampfblasen als Ursache.


    Mein Bekannter mit Zugriff auf ein Manometer für die KE Jetronic hatte leider immer noch keine Zeit die Druckwerte zu prüfen und auch ich hatte noch andere Baustellen...


    Was jetzt noch dazu gekommen ist ist dass das KPR wohl hin und wieder kleben bleibt nachdem ich den Zündschlüssel abziehe. Dann hört man die Pumpen weiter laufen. Ne zeitlang den Natoknochen abziehen und es ist wieder ok.

    Naja so kommt man von einem zum nächsten:lach:

  • Mache ich so gut wie immer. Außer vielleicht beim Anhänger Be- und Entladen.

    Unabhängig ob er einen Defekt hat/hätte oder nicht.

    Ich habe durch das kleine Loch am Natoknochen einen Schlüsselring gezogen und einen kleinen Karabinerhaken an meinem Schlüsselbund.

    Grundsätzlich, wenn ich das Fahrzeug verlasse, hängt der Knochen am Schlüsselbund und geht damit nicht verloren, und es fungiert auch als einfache Diebstahlsicherung.

  • Wozu soll das gut sein. Der Schalter lässt sich doch auf der Rückseite brücken.Gedacht ist das doch zur Schonung der Batterie oder wen unbedingt alles abgeschaltet werden soll. Ein Diebstahlschutz ist das nicht.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • Es gibt mehrere Punkte, die für das Abziehen des Knochens sprechen.

    Einige fummeln an der Elektrik - da kann schon mal ein Wagen abfackeln.

    Aber auch den Diebstahl erschwert es ein wenig.

    Dann gibt es auch noch eine kleine Schonung der Batterie (obwohl es bei unseren Gefährten wohl weniger um das Einschlafen der Steuergeräte geht :schnarch:).

    Ich sehe nach wie vor keinen Nachteil den Knochen abzunehmen.


    PS: Auch ich habe die Lösung mit dem kleinen Karabiner dran.

  • Hallo,

    hier mal wieder ein kurzes Update zum alten Fehler (Motor geht bei langsamer Fahrt oder im Stand manchmal aus und startet dann erstmal nicht).


    Nachdem ich nun sehr lange auf das Prüfmanometer eines Bekannten gewartet hatte und wir einfach nie dazu kamen es gemeinsam zu prüfen habe ich mir die Tage ein eigenes gekauft und den Betriebsdruck mit 6,1 bar und den Haltedruck mit 3,0 bar gemessen. Alles wie es sein soll, und das auch nach langer Wartezeit.


    Nachdem der Fehler sehr lange garnicht und in den letzten 14 Tagen wieder deutlich häufiger aufgetreten war hatte ich auch schon langsam den Verdacht dass es nicht mit der Dampfblasenbildung bzw. absinkendem Haltedruck zu hat.


    Der nächste Ansatz ist jetzt dass ich nächste Woche das Zündsteuergerät prüfen bzw. überholen zu lassen und bei dieser Gelegenheit auch das KPR mit einschicke welches ja manchmal nach dem Motor abschalten "kleben" bleibt, wie ich hier schon beschrieben hatte.


    Zusätzlich hatte ich während der Druckprüfung noch eine Scheuerstelle an einer Signalleitung entdeckt und isoliert es war ein Abschirmgeflecht an der Scheuerstelle zu erkennen. Es ist die Leitung die von der Prüfdose zwischen Motorblock und Verteilergehäuse nach unten anden Motor führt. Ich vermute es könnte der Kurbelwellensensor sein der dort unten sitzt aber so genau habe ich dass nicht geprüft...


    Ich werde berichten... schöne Woche allerseits!

  • Der von dir beschriebene Kurbelwellensensor ist ausschliesslich für Prüfzwecke und nur mi dem Prüfstecker verbunden.


    Es könnte natürlich sein das du das abgeschirmte kabel zum Verteiler meinst. Dort ist der Induktivgeber für das Zündsteuergerät angeschlossen.

    Sitzt am Verteiler. Wie man das prüft steht im Handbuch.


    Am besten du prüfst auch die Zuleitung zum Impulsgeber am Verteiler. Das ist dort auch prima beschrieben.

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    Einmal editiert, zuletzt von Friedrich ()

  • Die Scheuerstelle war nur an der Leitung nach unten wo dann wohl, wie die ja auch sagst, der Kurbelwellensensor zur Prüfdose verbunden ist.


    Das zum Verteiler ist optisch I.O. ich schau trotzdem mal im Handbuch nach.


    Was hälst du, bei dem von mir beschriebenen Fehlerbild, von dem Ansatz Zündsteuergerät und KPR checken bzw. überholen lassen?


    Ich muss dazu sagen dass wenn er ausgeht die Pumpen hörbar weiterlaufen aber wie gesagt das KPR bleibt manchmal hängen und ich möchte schon alles so gut wie möglich erhalten ( finanzierbar natürlich=))

  • Bei meinem laufen die Pumpen auch nach.Selbst wenn ich ein anderes KPR nehme.Das ist wohl so ok denke Ich.


    Als ich meinen übernommen hatte, da zickte der auch rum.

    Erstens hatte jemand versucht das Kabel am Verteiler zu lösen, nicht an dem Bayonett sondern an der Verschraubung des Steckers. Da war ein Wackelkontakt.


    Das nächste Dilemma war ein angescheuertes kabel im Bereich des Pedalbocks. Das war das TD Kabel das oberhalb der Diagnosedose gerausgeführt ist.


    Eine gute Idee ist alle Kabel nacheinander abzustecken und mit gutem Kontaktspray aus dem Elektronikbereich zu behandeln (no WD40). Das gilt auch für die Masseanschlüsse.

    Und den 1,8 Ohm Vorwiderstand für die Zündspule. Die Kabelschuhe solltest du blank machen.

    Empfindlich ist auch die Geberspule im Verteiler. Die bekommst du nicht mehr als Ersatz.

    Auch der Verteilerfinger kann defekt sein. In den ist ein Vorwiderstand eingebaut der auch schon mal Aussetzer haben kann.


    Im Handbuch ist ein genauer Fehlerplan den man abarbeiten kann bevor man das Zündsteuergerät ersetzen will (Gibts nicht mehr neu).

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  • Till was hast du denn in deinem eingebaut ?

    12 V ist auch keine Lösung, zumal es die Dinger auch ausfallen . Die diskret aufgebauten kann man wenigstens reparieren.

    Die Hochspannungstransistoren darin kosten ein paar Euro

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  • Zitat

    bevor man das Zündsteuergerät ersetzen will (Gibts nicht mehr neu).

    Ich hab da einen Servicebetrieb in den einschlgigen Anzeigenportalen entdeckt, die prüfen und erneuern die alten Bauteile gleich alle

    somit dachte ich auch wennich da jetzt wieder auf der falschen fährte sein sollte hab ich erstmal vorgesorgt.

    Zitat

    Bei meinem laufen die Pumpen auch nach.Selbst wenn ich ein anderes KPR nehme.Das ist wohl so ok denke Ich.

    Die sollen schon mit dem drehen des Schlüssels ausgehen war bei mir in der Vergangenheit auch so und jetzt hängt es halt manchmal fest. Wenn man das vergisst per Knochen abzustellen weiß ich nicht was passiert. ich will halt möglichst keine Notlösungen machen solange es finanzierbar auch anders geht.