Anhängerverschluss verrostet - wie gangbar machen?

  • Hallo Zusammen,


    so im Frühjahr wollte ich mit etwas einfachen, leichten starten und die Riegel (Bügelverschluss) von meinem letzten Jahr gekauften Anhänger gangbar machen.

    Dachte ich so.


    Da 3 Riegel fest waren, lagen diese den Winter über in einer Motoröl/Petroleum/Caramba Mischung. Einer war sofort beweglich, der zweite benötigte etwas Wärme und einen festen Klaps mit dem Hammer und der dritte ist leider schmerzfrei und beratungsresistent.


    Beim kloppen mit dem Hammer auf den Hebel bewegte sich dieser dann etwas.

    Leider bewegt sich nicht der Hebel und die Achse, sondern die eingepresste Achse bewegt sich in der Befestigungsplatte um ein paar Grad.

    Schöner Mist.


    Wie bekomme ich den Hebel auf der Achse gangbar? Die Achse aus der Befestigungsplatte „drehen (Hämmern)“ und den Achsstummel in den Schraubstock spannen?

    Oder lieber abwechselnd mit Kälte (Teil liegt zur Zeit in der Kühltruhe) und der Lötlampe bearbeiten?

    Oder mit der Lötlampe ganz lange erhitzen?


    Und wie bekomme ich die Achse wieder in der Befestigungsplatte fest?


    Oh weh, so viele Fragen ….

    Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar, ich mag diese „alte“ Form des Hebels und würde diesen gerne erhalten.


    Danke und Grüße

    Flash




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  • Hi Flash,


    ich würde den bereich des Hebels der auf der Achse sitzt, richtig heiß machen und dann abkühlen mit Pressluft.

    Gleichzeitig würde ich dann noch gut Caramba dazugeben.


    Gegenbenfalls den Vorgang mehrmals wiederholen.

  • Ich würde den Hebel gut im Schraubstock festklemmen. Ggf. Holz dazwischen!


    Auf die Grundplatte dann einen Hebel schrauben, ein Rest Vierkantrohr sollte man immer im Haus haben. Das Ding darf auch gerne einen Meter lang sein.


    Dann mit dem Heissluft Föhn erwärmen und dabei Öl zuführen, durch die Hitze und Ausdehnung bewegt sich der gammlige Spalt und das Öl kann eindringen.


    Und dann die Muskeln benutzen. :mech:


    Wird schon klappen!


    Hitze muss auf jeden Fall dazu.

    Letzten Sommer habe ich drei Stunden mit einem 20 cm Bolzen gekämpft, nach zehn Minuten Bestrahlung liess der sich für ein paar Sekunden um jeweils 2-3 mm bewegen, ist schon erstaunlich wie das Metall dann arbeitet. Eine elektrische Pistole zum erhitzen reicht aber aus.

  • Ich würde da gar nicht lange herum eiern . . . Die Achse schweißt Du hinterm Deckel wieder fest - die Wärme die Du dabei einbringst hilft dir SPÄTER das sich wieder der Hebel auf der "Achse " dreht ! Die hat nämlich 1 mal dicke Backen gemacht und wenn Du da noch etwas Rostlöser reinsprühst löst sich das auf jeden Fall ! Oder Du schickst mir das Ding und ich mach das fertig . . .

  • Kosten neu um die 5€ - das dürfte das billigste sein.

    Das war eigentlich auch mein erster Gedanke...


    Ich kann allerdings den Ehrgeiz nachvollziehen, das Teil wieder gängig zu bekommen. Bei meinen Staukästen steht mir ähnliches mit den Vorreibern noch bevor.

  • Vielen lieben Dank an Euch für Euere Hilfe !!


    Ja, gerne würde ich das original Teil wiederverwenden (ein bisschen Ehrgeiz ist dabei, aber auch nachher Stolz zu sein, das selbst instand gesetzt zu haben) .


    Nachher gehe ich zündeln und berichte morgen.


    @ Dakardreirad, vielen Dank für Dein Angebot. Ich versuche mal die Feuermethode. Vielleicht komme ich auf Dein Angebot zurück.


    Viele Grüße

    Flash

  • In einer regenfreien Phase ist es mir heute gelungen, den Riegel per Flamme gangbar zu machen.

    Rotglühend mußte es nicht werden, gab schon vorher auf.

    Hatte vorher bedenken, das so stark zu erhitzen.

    Meine Gas-Lötlampe hat nicht gereicht, mein Bio-Unkraut-Gas-Brenner an der Gasbuddel hat genug Dampf gehabt.

    Der Brenner ist endlich mal zu gebrauchen.


    Vielen Dank

    Flash =)

  • Was übrigens Sanfter ist und immer Hilft . Einfach eine Stunde oder bei Bedarf mehr in siedendes Motoröl legen . Das ist Bessser als ausglühen und wird in der Regel nie wieder fest . Achtung nicht in der Wohnung machen ;-)