Geheimer Steckkontkt beim Abblendlicht?

  • Hallo,


    mein Abblendlicht geht auf einer Seite nicht. Werkstatt vermutete defekten Scheinwerfer, denn sie hatten 21V am Stecker gemessen.


    Nun zeigt sich:

    • Auf der anderen Seite geht der Scheinwerfer und der der anderen Seite leuchtet auch kaum auf der defekten Seite
    • Das Abblendlicht ist nicht aus, es leuchtet kaum wahrnehmbar
    • Fernlicht und Standlicht funktionieren beidseitig

    Daraus schließe ich, dass die Masse nicht das Problem ist, sondern irgendwo ein heftiger Übergangswiderstand der Zuleitung für das Abblendlicht existiert.


    Kurz nach Einbau funktionierte der Scheinwerfer definitiv. In den letzten Tagen fand aber folgendes statt:

    1. ich habe ein Massekabel vom Knochen zur Winde parallel zum Lichtkabel gelegt. Den Gummistopfen an der Spritzwand habe ich mit einem Seitenschneider aufgeschnitten, das Lichtkabel ist ausreichend weit entfernt. Da kann eigentlich nichts passiert sein
    2. Ein Tierchen scheint da etwas auf meine Batterie gelegt zu haben. Bei der Enge spricht das für einen Marder. Wobei, hat der einen ausreichend großen Kiefer? Ich kann aber eh keinerlei Bissspuren an der Leitung erkenne


    Gibt es zwischen Sicherungskasten und Scheinwerferstecker noch irgendwo einen Zwischenstecker, wo man die Spannung prüfen könnte? Laut Leitungsplan gibt es ihn nicht und ich kann ich keinen entdecken.


    Und kann man irgendwie ein Kabel in dem schwarzen Schlauch ersetzen? Die Lampenkabel teilen sich ja zunächst den Schlauch mit etwas anderem bis zur A-Säule und unter der Batterie zweigt auch noch einmal ein kleines Kabel ab. Sonst hätte ich ja die Hoffnung, dass ich die Enden löse, den Schlauch möglichst gerade lege. An das Kabelende ein neues Kabel anlöte und dann versuche, es so einzuziehen. Wobei, sollte es irgendwo nur noch an einer Litze hängen (der Übergangswiderstand), wäre das auch zum Scheitern verurteilt. Habt Ihr Ideen, wie man das anstellt?


  • Laut Schaltplan ist da kein Stecker mehr dazwischen... 31 32 sind die Lampen Vorne. 18 der Lichtschalter. Evtl. Übergangswiderstand an den Sicherungen F5 ?


    In ein mehradriges Kabel eine Ader zu ersetzen geht meines Wissens nicht. Die Adern sind meist verdrillt und da kannst du nicht einfach drann ziehen....

  • Das sieht mir eher nach einem Masseproblem aus- wenn es dir auf der positiven Leitung soviel Strom zieht, dass die Birne nur noch glimmt, müsste eigentlich die Sicherung sterben...

    Ich würde mal das Pluskabel an der Lampe abziehen, die Birne wieder anschliessen und ein fliegendes Massekabel direkt auf Masse Batterie und schauen was passiert

    und logischerweise die Sicherung / den Halter prüfen- der korrodiert gerne

    Gruss

    Mark

  • Moin,

    wenn irgendeine Leuchte mitglimmt, obwohl sie nicht leuchten sollte, liegt ein Massefehler vor.

    Beaufschlage doch das Massekabel zum H4-Sockel mit einem zusätzlichen Masseanschluß.

    Bei meinem G ist die Masseverbindung eine Katastrophe von Haus aus. Am Radstehblech vorn ist das meistens total vergammelt. Da laufen ein paar Kabel zusammen und teilen sich einen Kabelschuh mit Ringöse die nicht mehr richtig Kontakt zu leitfähigem Blech an der Karosserie hat.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Ich hätte ja noch den dummen Verdacht, dass irgendwas an der Leistungsfähigkeit der 24v Plux nicht stimmt....24v messen ist keine Kunst, aber augenscheinlich bricht die Spannung weg, wenn Belastung.....wo trennne sich denn die Plusleitungen, die ja vom Lichtschalter kommen ?

  • Wenn sie nur glimmt, dann liegt auch nur soviel Spannung an, die sie gerade noch zum Glimmen bringt.

    Hast Du denn die Spannung mal gemessen?

    Plus gegen die Masse am Stecker und dann mal Plus gegen definierte Masse an der Karosse oder an der Batterie


    Gruß


    Hermann

  • da hilft nur systematisches Vorgehen, um alle Fehler auszuschliessen..

    Kabel abziehen, + Spannung prüfen nach Schalterbetätigung, dann Birnen direkt anschliessen und testen (einzeln, nacheinander), ggfs. zusätzlicher Masseanschluss


    Wenn Birnen sich gegenseitig beeinflussen, ist eine gern defekt

    Gruss

    Mark

  • Hatten wir nicht schon einmal so ein Problem wegen eines defekten Leuchtmittels (Birne)


    Da hatte sich der Glühwendel verabschiedet und das Abblendlicht ``Kurzgeschlossen´´.


    War so auch schon zweimal an meinem LKW.

    HOERMEN
    Deutscher durch Geburt, Pfälzer durch die Gnade Gottes !!




    9. Int. Militärfahrzeugtreffen der RAG 6014
    AUSGEFALLEN !! in 66740 Saarlouis-Fraulautern/ Saarland
    auf dem Panzererprobungsgelände der Bundeswehr mit Geländefahren
    Treffen für Militärfahrzeuge aller Armeen und aus allen Epochen.
    Infos unter http://www.rag6014.de

  • Aber nicht zwangsläufig auf der Plusseite. Ich würde daher unbedingt nochmal gegen klares Massepotential ( 0 V ) messen, um das Problem erstmal genauer einzugrenzen.

    Für mich "riecht" das stark nach Masseproblem, selbst wenn in der Plusleitung nur noch eine Litze dran wäre, würde man im offenen Kreis 24 V messen, vorausgesetzt man misst definitiv gegen 0 V ( gute Masse )

  • Ich würde erst mal bei den ganz einfachen Dingen anfangen.

    Glühbirnen erneuern bzw. die Kontakte polieren. Neue Steckkontakte in Lampensteckergehäuse einbauen. In der Regel ist der Grünspan schon in die Litze gezogen und produziert hohe Übergangswiderstände . Es is ne gute Idee den ersten Meter Zuleitung zum Kabelbaum zu erneuern. Die alten kabel neigen dazu hart zu werden und zu verspröden . Im Zusammenhang mit Feuchtigkeit gibts dann die bekannten Fehlerbilder.

    Für die Blinker gilt das gleiche.

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • Elektrische Problem überprüfe ich immer von der "Quelle"" aus.


    Batterie- Hauptklemme X 4 im Motorraum an der Spritzwand (unterhalb des Scheibenwischrmotors)- Lichtschalter Spannungsversorgung- Lichtschalter Abgangskabel zur 8pol Stekcker X 11- Kombischalter (Auf- / Abblendlicht, Lichthupe)- 8 pol. Stecker X 11- ein weißes und ein gelbes Kabel für auf- und Abblendlicht zu den einzelen Sicherungen- Kabel von den Sicherungen zum Scheinwerfer (müsste eigentlich ohne weiteren Steckkontakte dran gehen).


    Du kannst auch rückwärts Dich vorarbeiten und bei "Abblendicht Licht an" die Spannungen messen.

    So kreist Du den Fehler ein.


    So eine normale Glühbirne mal wieder anstöpseln zum messen, um Fehler an der LED Variante auszuschließen....

    -Spannung am Abblendlichtstecker am Scheinwerferauf beiden Seiten links/rechtsmessen!

    -Spannung an den Sicherungen auf beiden Seiten messen- mal die Sicherungen etwas bewegen, drehen....

    -Lenkrad ab (ist komfortabler), Abdeckplatte ab und am 8 poligen Stecker zum Kombischalter die Spannung messen. Mit einem Multimeter kommt man in den Stecker von der Rückseite ran.

    Das gelbe Kabel ist Ablendlicht und das weiße Aufblendlicht.

    -Spannungsversorgung vom Lichtschalter zum Kombischalter ist ebenfalls an dem 8 fach Stecker- messen...


    Du kannst auch den Stecker auseinanderziehen und einmal direkt mit einem Kabel die Spannung vom Lichtschalter (8 poligen Stecker X 11 Pin 7) auf das gelbe zu den Sicherungen abgehende Kabel Pin 6 brücken.


    Unten meine buntgemalten und eingescannten Stromlaufpläne.

    Stromlaufplan 1:

    Von der Batterie über Klemme X 4, 4 mm² rotes Kabel zum Lichtschalter, vom Lichtschalter S2 geht ein weiß-schwarzes zum Kombischalter

    Stromlaufplan 3:

    2,5 mm² weiß-schwarz geht an 8 poligen Stecker X 11 Pin 7

    Pin 7 geht zum S 4 Auf- / Abblendlichtschalter im Kombischalter

    vom Kombischalter geht die Spannung für Abblendlicht wieder durch den gleichen 8 pol. Stecker X 11 Pin 6 auf ein gelbes Kabel zu

    -den Sicherungen F 5 linkes Abblendlciht und F 6 rechtes Abblendlicht


    Das Aufblendlicht bekommt die Spannung entweder über den S4 Auf- Abblendlciht im Kombischalter oder über den "Lichthupenschalter" S5 im Kombischalter.

    Dieser bekommt aber die Spannung "extra" über ein 2,5 sw/rt Kabel Dauerplus über 8 polich X 11 Pin 4.


    Das vom Kombischalter weiße abgehende Aufblendlichtkabel wird über 8pol. Stecker X 11 Pin 5 zu den Sicherungen F 3 und F 4 mit Spannung versorgt.


    Bei welcher Werkstatt steht der Wolf denn rum?

    Wenn das in meiner Nähe ist.....aber das ist eigentlich pillepalle und einfache Stromkreise.

    Oder sende diesen lonk Deiner Werkstatt.

  • Und... auch die Masse am Scheinwerferstecker überprpüfen- zum Gegenmessen einen vernünftigen und sicheren Massepunkt suchen oder einen Draht zum Minuspol der Batt. ziehen...


    Nebenbei haben Deine Batterien keine Pluspolabdeckung. Da kann es brenzelig werden und es kann ggf. ein Mangel bei der HU sein.....

  • Nimm doch erstmal die Sicherungen raus und kontroliere die Anlageflächen. Die sind bestimmt verbrannt, das geht am schnellsten und ohne Werkzeug.

    Was in meinen Augen gegen die Sicherung als Ursaxhe sprach, war, dass ich ein leichtes Glimmen hatte.


    Aber in der Tat, die Sicherung war korrodiert und der Schmelzdraht zerfiel an einem der Enden. Nun leuchtet sie wieder. :daumenhoch:


    Da sieht man mal wieder, nicht so viel denken, lieber systematisch vorgehen…

  • Viel wichtiger: die Kontakte im Sicherungskasten etwas nachbiegen und richtig blank machen. Man kann auch mal während der Fahrt ohne Deckel auf dem Sicherungskasten auf die einzelnen Sicherungen fassen. Bei Problemen sind die Sicherungen richtig heiß.

    Viele Grüße Marcus