Radbrenszylinder und Brensbeläge hinten

  • Bei meinem Kübel (Bj. 1972, Pendelachse), sind hinten die Radbremszylinder und durch auslaufende Bremsflüssigkeit auch die Bremsbeläge hinüber.

    Jetzt brauche ich natürlich ein paar neue Teile.

    Radbremszylinder waren bei mir 19mm verbaut, diese soll es ja wohl nicht mehr geben. Also welche jetzt am besten einbauen? 17,5mm oder 22mm? Was ist hier die gängige Praxis?


    Brensbeläge waren welche mit 40mm Breite eingebaut. Welche kann man hier so nehmen?

  • Sogar im Online-Teilekatalog von VW findet sich folgende Notiz:



    Ich fahre die 22er RBZ und fuhr sie ohne mich daran erinnert zu haben auch schon früher. Das funktioniert. Ich mußte es noch nie so richtig im Grenzbereich ausprobieren, aber einige Voll-/Notbremsungen habe ich mit dem Auto schon gemacht. Für hinten gibt es neue, breite Beläge. Keine Ahnung, wer die herstellt. Habe ich bei Wagenteile gekauft. Nach meinen Messungen haben die allerdings Übermaß und müßten eigentlich auf den Durchmesser der Trommel gedreht werden. Ich fahre die zur Zeit noch so. Die Bremse erreicht alle notwendigen Werte, aber das Tragbild der Beläge ist scheußlich. Darum überbremst die HA auch garantiert nicht :-D.

    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

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  • ... noch ein Tip zur RBZ- Pflege, insbes. der 'ausgestorbenen' 19mm:

    Alle 2 - 3 Monate (und zum Saisonende) 'etwas' Bremsflüssigkeit aus den RBZ ablassen. Dabei nicht mit der 'Pedaldruck- Methode' arbeiten (schädigt den HBZ!) sondern ein 'Ersatzreifendruck- Set' (ich habe das 'EEZIBLEED von Gunson) benutzen. Techn. Hintergrund: Durch die RBZ- Manschetten gelangt doch immer 'etwas' Feuchtigkeit in den RBZ. Durch das teilw. Ablassen wird verhindert, dass immer dieselbe Brfl. im RBZ 'hin und her' pumpt. Kompletten Wechsel mache ich alle 2 Jahre. Hat sich seit 33 Jahren bewährt ...

  • Meine Radbremszylinder sehen innen schon leicht rostig aus. Ich kann bei Gelegenheit auch mal noch Bilder machen. Die 17,5mm und 22mm Radbremszylinder bekommt man ja komplett für wenige Euros, da lohnt es sich wahrscheinlich nicht die alten überholen zu lassen. Mir ging es eher um die Frage welche Größe man lieber statt den den 19mm nehmen sollte.

  • sehen innen schon leicht rostig aus

    'leicht' sollte sich honen lassen und mit neuen Manschetten wieder dicht zu bekommen sein ...


    auch mal noch Bilder machen

    mach mal - hast du die Schrauben, mit denen RBZ und Ankerplatte am Vorgelege verschraubt sind, schon raus?



    Die 17,5mm und 22mm Radbremszylinder bekommt man ja komplett für wenige Euros

    für die lohnt sich tatsächlich keine Überholung



    welche Größe man lieber statt den den 19mm nehmen sollte.

    keine andere solange auch nur noch der Hauch einer Chance auf 19mm besteht ...

  • Naja, ich denke Detlef meint schon das Bremsverhalten. Die RBZ vorne sind auch 22 mm, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Da bremsen die hinteren mit 22 mm natürlich schon ganz schön stark. Meine letzten Werte auf dem Bremsenprüfstand waren vorne 180/190 daN und hinten 190/170 daN. Also überbremst das Auto schon ganz schön. Da kann man schon Pech haben, wenn man mal stark bremsen muß. 17 mm nimmt dem Auto dagegen was von der sowieso vergleichsweise schwachen Bremsleistung. Früher war das nicht so wild, aber die neuen Autos bremsen ja unvergleichlich stärker. Da steckt man dann jemandem im Heck, wenn man mal nicht aufpasst. Ich fahre mit dem Auto wie eine Oma und halte immer vieeel Abstand. Würde ich aber auch mit 19er RBZ machen.


    Wenn die Zylinder zu retten sind, würde ich das machen, auch wenn es vergleichsweise teuer ist. Ansonsten die 22er nehmen. Oder Du probierst es aus und gehst mit 22er und 17er RBZ auf den Bremsenprüfstand. Wäre mal interessant zu sehen.

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    Lars.

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  • Edit: Das Problem mit der überbremsenden Hinterachse ist ja auch, daß die Heckmotorautos sowieso schon solche Heckschleudern sind. Gerade die Pendelachser. Wenn also die HA zuerst blockiert und das Heck ausbricht hat man eine kurze Reise in den Graben oder Gegenverkehr vor sich. Wenn man nicht gerade Walter Röhrl ist, lässt sich das nur schwer kontrollieren, geschweige denn wieder einfangen.

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  • Naja, ich denke Detlef meint schon das Bremsverhalten.

    so ist es - vom Verlust der ABE mal ganz abgesehen ...

    Da die Kraft am Zylinder quadratisch vom Durchmesser abhängt, bist du mit 17,5mm 15% darunter und mit 22mm 34% (!) darüber. Die Wirkungen hat Lars ja oben beschrieben. Wenn man es mit 22mm 'wirklich richtig' machen will, gehören noch Bremskraftreduzierer (waren, glaube ich, vom Golf I oder so), TÜV- Abnahme und Eintragung dazu. (Etliche Beiträge dazu finden sich im Netz) Dagegen scheint mir eine '19mm Aufarbeitung' ein Klacks - und die dann immer schön pflegen!


    P.S.: Ich fahre auch mit 19mm immer auf Abstand - nach hinten ist mein Einfluß allerdings begrenzt ...

  • ... ist eine historische Bergrennstrecke hier um die Ecke - schön zu fahren, aber eben auch tückisch ...


    https://www.bergrennen-zotzenbach.de/


    War am Sonntag auch im Odenwald unterwegs, möchte nicht auf die Radfahrer schimpfen, aber das ist auf kurvenreichen, engen Strecken und dann mir SUV's im Gegenverkehr echt nicht witzig .


    Als Rennradler muß mach schon fast SM-veranlagt sein, daß man sich das ohne Knautschzone gibt. Und dann sind noch die älteren Damen und Herren mit E-Unterstützung, die sich plötzlich auch in solchen Gegenden abseits von sicheren Radwegen bewegen.


    Nicht falsch verstehen, aber mit Ü60 hat man eben doch anderes Reaktionsvermögen / Körperbeherrschung als mit 20 ...


    ... so, jetzt wieder zu den Bremsen ... :engel:


    Gruß fux

    Orthographie und Interpunktion des Beitrags sind frei erfunden.
    Jegliche Ähnlichkeit mit früheren oder derzeit gültigen
    Rechtschreibnormen wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

  • Die Radbremser passen meines Erachtens nicht. Die sind für Käfer. Und die Bremsbacken auch nicht, die passen nicht zu den Einstellern wenn Du mich fragst. Die Einsteller stehen beim Bus und Kübel in einem Winkel zueinander, beim Käfer sind sie gerade (Naja, ist auch ein Winkel, eben 180°).


    In der Liste steht auch, daß die Radbremser beim '54er Käfer passen und das ist nun wirklich Mumpitz.


    Guck' Dir die Sachen mal bei CSP an, da siehst Du, wie unterschiedlich das aussieht.

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    Lars.

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  • Tom181 : Danke schön :thumbsup:. Durch den ja mittlerweile gewaltigen Umfang des Forums ist es nicht immer ganz einfach so spezielle Themen zu finden, gerade wenn sie schon etwas älter sind.


    Und auch die Verlinkungen in dem verlinkten Beitrag laufen ins Leere, das passiert wohl, wenn die Forensoftware ein Update bekommt schon mal. Hier eine aktuelle Verlinkung:


    Problem: Austausch hintere RBZ 19mm => 22mm

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    Lars.

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  • ja genau, den meinte ich oben:


    Wenn man es mit 22mm 'wirklich richtig' machen will, gehören noch Bremskraftreduzierer (waren, glaube ich, vom Golf I oder so), TÜV- Abnahme und Eintragung dazu.

    habe den link auf die Schnelle nur nicht gefunden - ist auch schon wieder 10 Jahre her.

    Anfrage an nb-parts ist raus ...


    Maggo: Schick' mal deine Fotos, dass ich denen ggf. was zeigen kann