Schriftzug "DEU" auf den Türen - wann, wo genutzt?

  • eine Frage:


    bei meinem Wolf ist auf den Türen die Kennzeichnung "DEU" vorhanden, weiß auf schwarzem Grund.


    In welchem Zeitraum wurde die grundsätzlich verwendet?

    Ich hatte nur die Flagge als Nationalkennzeichen präsent....


    War die für den Auslandseinsatz oder iR internationaler Übungen?


    Danke Euch :daumenhoch:


    schönen Gruß, zf41


    SUCHE immer: Teile, Zubehör, Fotos etc v. VW Kübelwagen Typ 82, VW Schwimmwagen Typ 166, BMW R75 & Zündapp KS750

  • danke, das erläutert die Art der Kennzeichnung, aber meine Frage ist, welche Fahrzeuge haben diese wann unter welchen Umständen bekommen?

    Haben ja nicht alle Wölfe :-)

    schönen Gruß, zf41


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  • War dein Wolf vielleicht bei der Luftwaffe ?

    Dort habe ich schon bei einigen Fahrzeugen das DEU auf schwarzen Untergrund (Schwarzer Streifen) gesehen.

    Hat aber nichts mit Auslandeinsatz zu tun, sondern wird auf dem Schwarzen Balken der Marschkredit mit Kreide geschrieben.

    Und da sich die Nummern ja immer ändern ist nur das DEU schonmal Fest drauflackiert.

  • Eine Frage mal am Rande, Was ist ein "Marschkredit"


    Gruss Gunnar

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • Im Anhang mal ein Beispiel wie so ein Marschkredit Anfang der 1990er Jahre aussah. Das ist ein Marschkredit aus den GDP-Befehlen der 4. PzGrenDiv. Diese einstmals GEHEIM bzw. STRENG GEHEIM eingestuften Unterlagen sind seit kurzer Zeit teilweise frei im Bundesarchiv-Militärarchiv einsehbar.
    Da dieser Marschkredit für den Aufmarsch im V-Fall war, sind hier nur fiktive Zeiten eingetragen. Bei Friedensmarschkrediten standen in dieser Spalte die geplanten Zeiten für die jeweiligen Marschbearbeitungspunkte.
    Der Marschkredit war übrigens ein Befehl, bei Abweichungen von mehr als plus / minus 15 Minuten oder sonstigen wesentlichen Abweichungen (z.B. Fahrzeuganzahl) musste von den eingesetzten Feldjägern eine "Meldung über den Marschverlauf" mit dem Verteiler Verkehrskommandantur, betroffener Truppenteil, vorgesetzte Dienststelle des Truppenteils und Wehrbereichs-Feldjägerführer erstellt werden (HDv 360/200, Anlage A 7/3 und Anlage C 11).

  • Das ist eine ganz mies Frage für eine Rally.:thumbsup:


    Tc : Ich hatte davon noch nie gehört und hab angenommen das es sich um einen Slang ausdruck handelt.

    Das es was offizelles ist hätte ich nie gedacht und darum nicht gegoogled


    gruss Gunnar:barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • Hallo,


    nicht zufällig noch ein HAWKie?

    Hallo,


    kann ich leider nix zu sagen, weiß nur, daß er bei der FlARakGrp 21 in Sanitz lief,


    mit welchem Waffensystem die Kameraden dort unterwegs waren - keine Ahnung

    schönen Gruß, zf41


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  • Ist ja auch Quatsch bei jeder Frage die man hat zu googeln , dann bräuchten wir dieses Forum ja nicht mehr :/

    Und unser TC wäre auch " Arbeitslos " , hätte ja nüscht mehr zum rumnörgeln 8]


    Gruß


    Dietmar :barett-bor:

  • Ich hatte eine Quizfrage gestellt,kann ja nicht so schwer sein 3 Buchstaben rauszubekommen.

    Was müsste der Wolf auf der Tür haben wenn er von Limonengrünland wär ?

    Es ist eine Buchstabenkombination die viele bestimmt täglich in der Hand haben.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Im Anhang mal ein Beispiel wie so ein Marschkredit Anfang der 1990er Jahre aussah.

    Das ist ein Marschkredit aus den GDP-Befehlen der 4. PzGrenDiv.

    Vielen Dank für die Info, das ist echt interessant. Ich hab mich auch schon mehrmals

    gefragt, was dieser ominöse Marschkredit denn sein soll, der Begriff ist hier im Forum

    ja schon öfter mal aufgetaucht.

    Ich interpretiere aus dem Dokument, daß ein Marschkredit so eine Art militärisches

    Roadbook darstellt? Eine genaue Planung einer Kolonnen-Fahrt, bei der im Detail

    festgeschrieben ist, wann die Fahrzeuge wo sein müssen?

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Die im Stab haben den Plan ausgeheckt und der muss angemeldet sein.Dann wird im Radio gewarnt das es Kolonnen gibt.

    Und die Feldjäger wissen wer Vorrang hat usw.Aber warum muss jetzt Deutschland in 3 Ziffern erscheinen wo man normal

    nur 2 nimmt?Das liegt an diesen Ländercode in ISO 3166 nennt man auch Natocode.

    https://de.wikipedia.org/wiki/…der_NATO-L%C3%A4ndercodes

    Dann kann selbst ein Beobachter aus Aruba, der keinen von den Teilnehmern

    kennt,anhand der Liste nachvollziehen wer das ist.

    Wer lösst jetzt das Quiz?

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Ich interpretiere aus dem Dokument, daß ein Marschkredit so eine Art militärisches

    Roadbook darstellt? Eine genaue Planung einer Kolonnen-Fahrt, bei der im Detail

    festgeschrieben ist, wann die Fahrzeuge wo sein müssen?

    Man darf einen solchen Marschkredit nicht nur als „Road Map“ für die jeweilige marschierende Einheit betrachten, sondern muss ihn als Teil des Gesamtsystems Verkehrsführung sehen – also auch unter dem Aspekt, wie beeinflussen sich die Märsche gegenseitig, wie lange sind Straßen und vor allem Netzknoten (Kreuzungen, Autobahnkreuze, Entladebahnhöfe, Brücken, Fährstellen usw.) belegt. Dabei waren im V-Fall zivile Marschbewegungen zu berücksichtigen, wie Bevölkerungsbewegungen oder zivile Versorgungskolonnen, genauso wie Märsche des BGS oder der NATO-Verbündeten. Auch mussten gerade bei den Aufmarschbewegungen die Eisenbahntransporte der Kettenteile mit dem Straßenmarsch der Radfahrzeuge koordiniert werden, damit nach Möglichkeit Rad und Ketten-Kfz in der Nähe des Ausladebahnhofs wieder für den Marsch in den Verfügungsraum gekoppelt werden konnten.


    Deswegen auch der Name "Kredit": Der marschierende Verband bekommt unter normalen Voraussetzungen die Straße für eine begrenzte Zeit zur Nutzung zur Verfügung gestellt.

    Bei dem von mir vorgestellten Marschkredit des PiBtl 320 haben wir z.B. schon nach nur 38 Minuten Marschzeit die erste Rast von einer Stunde Dauer. Das ist sehr früh, normalerweise waren Technische Halte oder Rasten erst nach frühestens zwei Stunden fällig. Möglicherweise wurde aber diese Rast nötig, weil ein anderer Verband mit höherer Priorität die Straße für eine knappe Stunde belegte und deswegen das PiBtl angehalten werden musste.


    Man konnte solche Abhängigkeiten auch graphisch durch sog. „Straßenbelegungspläne“ darstellen, das hat eine gewisse Ähnlichkeit mit den graphischen Fahrplänen der Eisenbahnen. Weiter gab es Belegungsübersichten für Netzknoten. Hier sah man dann, zu welchen Zeiten eine Kreuzung oder ein Autobahnkreuz belegt war. Ich füge ein Beispiel für eine Belegungsübersicht Netzknoten und zwei Beispiele für Straßenbelegungspläne an.


    Berechnet wurden die Marschkredite bis Ende der 1970er Jahre von Hand mit Hilfe von speziellen Marschrechenscheiben, dann gab es im Rahmen des EDV-Führungssystem des Heeres HEROS auch ein Modul Verkehrsführung.


    Ganz wichtig auf diesen Marschkrediten waren auch die Angaben zur Marschlänge und zur Durchlaufzeit (Angaben nach dem Buchstaben P., mit Sternchenlinien eingeschlossen). Damit wusste z.B. der Feldjäger bei der Verkehrsregelung wie lange ein Marschverband eine Kreuzung belegte oder wie lang die Marschkolonne war, also wieviele Straßenkilometer sie belegte. Das war wichtig, wenn dringend andere Transport (z.B. welche mit Vorrangzeichen) durchgeschleust werden mussten).

    Dabei war so ein Pionierbataillon mit seinem gerade mal 134 Fahrzeugen, einer Durchlaufzeit von knappen 20 Minuten und einer Marschlänge von etwa 16 km nicht das große Problem.

    Eine Herausforderung waren da eher geschlossen marschierende Transportbataillone mit um die 500 Fahrzeugen, Marschlängen von 85 km und Durchlaufzeiten von fast drei Stunden (einschließlich der Marschabstände zwischen den Marscheinheiten). Sowas kam bei den Aufmarschplanungen vor, um z.B. Versorgungsgüter aus ungünstig gelegenen Depots zu verlegen. Ähnlich war es bei einer geschlossen verlegenden Brigade. Hier hatte man um die 1000 Fahrzeuge, was zu einer Durchlaufzeit von 460 Minuten (fast acht Stunden) und einer Marschlänge von 230 km führte. So etwas kam beim Vorführen einer Brigade zum Gegenangriff vor.


    Die auf dem Marschkredit angegebene Geschwindigkeit von 55 km/h (Buchstabe N.) halte ich für einen Kriegsmarsch für nicht realistisch und auch für einen Friedensmarsch für sehr ambitioniert. Im V-Fall wäre mit wahrscheinlich ein Teil des Marsches in der Nacht und damit mit Tarnbeleuchtung verlaufen, da fährt keiner mit 55 km. Auch das Argument, dass das Btl nur mit vier Kompanien marschiert und die 5. Kompanie mit den schweren und etwas problematisch zu fahrenden Brückenfahrzeugen nicht dabei ist, ändert daran nichts.

    Literatur:
    Div/WBK VII - G 3/Grp Verk-/TrspFü/FJgAufg: Handbuch Verlegung von Großverbänden, Leipzig 1994
    ZDv 42/10 Vorbereitung und Durchführung von Märschen
    Holzhausen, Georg: Kolonnenmarsch, Darmstadt 1964

  • Wenn ich das so lese hört sich es nach einem Studium an sowas anzufertigen.

    Wenn man damit fertig ist braucht man bestinmmt den Passierschein A38 :alu:


    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • Wir können das und deshalb haben wir den Amis vor 2 Jahren den Weg nach dem Osten geplant.

    Aber grau ist alle Theorie,Im Falklandkrieg haben sie eine Fregatte oder wie der Pott heisst abgeschossen,

    weil erst die Fallis die geplanten und bereitgestellten Landungsboote genutzt haben und sie wie auf den

    Präsentierteller gestanden haben.Deshalb sind die Amis vernezt und jeder kann in echtzeit sehen wo der

    andere ist.Nachdem Polen jetzt auch schon sowas hat,fangen wir in Munster auch mit sowas an,

    es dauert aber bis alle SEM52 weg können.Beschaffungen für die Bundeswehr,wer kennt das Thema nicht?

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Die auf dem Marschkredit angegebene Geschwindigkeit von 55 km/h (Buchstabe N.) halte ich für einen Kriegsmarsch für nicht realistisch und auch für einen Friedensmarsch für sehr ambitioniert.

    Wir sind mehrfach von Zweibrücken nach Putlos marschiert, trotz normalem Verkehr um uns herum ist die Zeitplanung gut aufgegangen (bei einer Marschgeschwindigkeit von 60 km/h auf der BAB). Das waren am Ende keine 5 Minuten Differenz.


    Nach Daaden waren wir aber z.B. deutlich langsamer, auf Landstraßen waren es nur 50 als Soll- Marschgeschwindigkeit und die haben bei uns nicht alle Fahrzeuge überall geschafft.