Aktuelle Hochwasserkatastrophe

  • Ich komme auch gerade von dort zurück...


    ....- die Wenigsten sind im übrigen gegen Elementarschäden versichert!

    Sind die Häuser denn da überhaupt versicherbar?


    Ich mein wenn da auch nicht jedes Jahr ne 8,7m Welle durchs Tal donnert, so sind doch aber Hochwasser mit Sachschäden nichts besonderes in dem Gebiet oder?


    Erfahrungsgemäß schließen Versicherungen gerne Flutgebiete bei Elementarversicherungen aus, was ich aus Wirtschaftlicher Sicht auch nachvollziehen kann...


    Ich kriege ja auch keine Berufsunfähigkeitsversicherung weil ich im Kraftwerk arbeite :wacko:


    Ich wollte mit meinem KAT-Kipper eigentlich schon Freitag ausrücken, da man aber von allen Seiten gehört hat dass man bloß nicht gaffen kommen soll und ich da null Ansprechpartner habe hab ichs dann gelassen, heute ärgere ich mich etwas, zwei Bekannte aus dem KAT-Forum sind da und sagen dass Kipper durchaus Mangelware sind...


    Allerdings hab ich auch 400km Anfahrt, zwischen hier und da gibt es tausende kipper, und die Kasernen stehen auch voll


    ...Wie man's macht ist verkehrt...


    Ich finde es jedenfalls toll dass es so viel zivilen Zusammenhalt gibt, das sagt doch viel über uns aus ,:)


    Dass von Seiten der Offiziellen nicht alles richtig gemacht wird ist normal und in gewissem Maße auch OK in einer solchen Situation, aber dass mit einer Arroganz alles an helfenden Händen weggewischt wird finde ich so nicht ganz OK, ich denke es gibt dort viele Leute die sich über jede helfende Hand freuen um ihr Zeug wieder aus dem Sediment auszugraben... -und sei es "nur" den Garten ausbuddeln....

  • Ja, die Welle der allgemeinen Solidarität ist unglaublich und beeindruckend! Vielen Dank an jeden hier in der Runde, der hilft !!


    Ein Problem mit der offiziellen Orga ist halt, dass diese ja selbst betroffen ist... es war ja von Mittwoch bis Sonntag alles an Netzen ganz oder Teilweise ausgefallen, Kommunikation nur mit Melder möglich, auch die FFWs oder Bürgermeistereien sind selbst abgesoffen, überregionale Hilfe musste also erstmal koordiniert werden. Was auch besser geklappt hat als es von aussen scheint, hier an der berühmten Steinbach Talsperre war schon Donnerstag Mittag Essener Feuerwehr und ZB mit LIP Kennzeichen, an der Ahr war die FFW Annweiler aus der Pfalz auch schon am Do mit 100 Personen im Einsatz ...


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • Da weiß man dann plötzlich analoge und archaische Technik zu schätzen.

    Gerade im Kommunikationszeitalter mit dem entsprechenden Infromationsbedürfnis.


    Jetzt merkt man, dass Sirenen doch ihre Vorteile haben und ein Notstromaggregat und ein paar sinnvolle Vorräte notwenidg sind.

    Glück gehabt, dass man aus diesem Engpass wohl doch recht schnell wieder rausgekommen ist.

    Hoffentlich lernt man daraus etwas.

    Schuldzuweisungen nützen dabei wenig, da schon seit Jahren an diesen Stellen viel vernachlässigt oder absichtlich reduziert wurde.

    Und da waren die aktuell Verantwortlichen großenteils noch gar nicht im Amt, als das verbockt wurde.

    Grüße von der Küste! Til 68999-kradmelder-gif


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  • Die offiziellen Orgas mögen ja alle ihre eigenen Schwierigkeiten gehabt haben, das kann ich nicht beurteilen .

    Gefühlt war mein Eindruck am Sonntag in Ahrweiler jedenfalls, dass alle zivilen Helfer sich ausschließlich selber organsiert haben .


    Michael hat mir per PN diesen Eindruck ebenfalls bestätigt .


    Ich will da gar keine Wertung treffen oder gar Schuldzuweisungen, es fiel halt nur auf, wie wenig offizielle da zu sehen waren .

    Ich hätte zum Beispiel erwartet, dass die Verkehrsleitung von Polizei, THW, Bundeswehr oder sonstwas geregelt worden wäre . Nein, da standen einige junge Männer, die man in eine Signalweste gesteckt hat, mit einer Rolle Flatterband. Diese haben irgendwie versucht, den Verkehr im Kreis zu leiten, um ein völliges Chaos zu verhindern .


    Gruss

    Guido

  • Schuldzuweisungen nützen dabei wenig, da schon seit Jahren an diesen Stellen viel vernachlässigt oder absichtlich reduziert wurde.

    Und da waren die aktuell Verantwortlichen großenteils noch gar nicht im Amt, als das verbockt wurde.

    Auch wenn ich wieder als Meckerheini und Nörgeler tituliert werde: so einfach sollten diese ehem. Verantwortlichen

    nicht davonkommen.Die sind namentlich alle bekannt!


    Dieses "Pontius Pilatus-Gehabe" sollte mal ein Ende haben.


    Wenn ich in der freien Wirtschaft "Scheisse" baue, bin ich meinen Job los...



    Aber, Blick nach vorne...


    Ich hoffe, dass jetzt "back to the roots" erfolgt, und zwar "rappido"!


    Früher war doch nicht alles schlecht...


    Gruss Pit

  • habe soeben 1,2K € auf das Spendenkonto der Stadt Erftstadt überwiesen....

    denn Geld wird auch benötigt.....=),:)

    Gruß Andreas ,:)


    "DENK ICH AN DEUTSCHLAND IN DER NACHT BIN ICH UM DEN SCHLAF GEBRACHT"
    (Heinrich Heine)


    1./PzBtl 213 - FM Grp.

    (1987/88 W15)

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    Opfer des: Virus Vehiculum olivea militaris

  • Sind die Häuser denn da überhaupt versicherbar?

    Laut Aussage eines Anwohners hat es 2006 dort schonmal eine Flut gegeben, die war allerdings nicht so hoch und kam über Tage und nicht binnen Minuten - man konnte sich darauf vorbereiten. Damals hätte ihn der Elementarschutz in der Versicherung 6€/Monat gekostet - aktuell hätte er 120€/Monat zahlen müssen dafür.

    Zitat

    ...und ich da null Ansprechpartner habe hab ichs dann gelassen...

    Dass da am 1., am 2. und von mir aus auch am 3. Tag absolutes Chaos herrscht, da beschwert sich ja keiner drüber - aber die die im Einsatzleitcontainer auf dem Nürburgring sitzen, können sich wirklich glücklich schätzen, dass die nicht von den von ihnen alarmierten Helfern durchgehend die Fresse poliert bekommen! Aber das ist ein anderes Thema welches hier nicht hergehört...


    Ansprechpartner brauchst du dort keinen, du reihst dich einfach in die Schlange der LKW's vor dem nächsten Bagger ein bzw. hälst einfach dort wo die Anwohner stehen an und fragst ob du helfen kannst...

    Die Autoschlange ist die einzige Schlange, die das A****loch vorne hat!

  • Schuldzuweisungen nützen dabei wenig, da schon seit Jahren an diesen Stellen viel vernachlässigt oder absichtlich reduziert wurde.

    Und da waren die aktuell Verantwortlichen großenteils noch gar nicht im Amt, als das verbockt wurde.


    hmmm ein dreiviertel Jahr nach einem misslungenen Warntag sind womöglich doch auch die aktuell verantwortlichen ein Stück weit mit dran Schuld. Und ohne Druck, gibts da auch nur wenig Bewegung. Ist schon entlarvend, was da zu auf der BPK gesagt wurde:


  • Ich möchte da jetzt doch auch noch was dazu sagen:

    Ich glaube, das größte Problem ist die, nach wie vor, relativ ungenaue Wettervorhersage.

    Ich habe auf meinen mobilen Geräten sowohl NINA als auch die DWD Warnapp.

    Wie ihr ja wisst, sind wir hier ja wenige Wochen zuvor auch zum Teil ertrunken, wenn auch lange nicht so sehr wie die armen Menschen "da Oben".

    Es kamen eigentlich täglich diverse Warnmeldungen mit den unterschiedlichsten Angaben über die Stärke des Niederschlages.

    Und dann war es eben so, dass die "Trefferquote" sehr gering war.

    Und wenn sie dann tatsächlich gepasst hat konnte sich kaum jemand vorstellen, was jetzt wirklich die Mengenangaben zu bedeuten haben.

    Klar, es gibt viel Regen, langen Regen, langen intensiven Regen..., dass das aber so Ausmaße annehmen würde, war wohl nur jemanden klar der sich mit Wetter im Allgemeinen schon intensiv beschäftigt und auseinandergesetzt hat.

    Ich bin ja auch am Fenster gestanden (okay, an verschiedenen) und habe beobachtet wie sich das entwickelt.

    Und in der halben Stunde, in der ich nicht geschaut habe, hat sich hier eine Sturzflut aufgetan! Ich hätte niemals mit so einem Ausmaß gerechnet.

    Jetzt kann ich das natürlich viel besser einschätzen, was es bedeutet, wenn da solche Mengen an Wasser herunterprasseln.

    Und somit bin ich auch für die Zukunft viel besser vorbereitet.


    Ich habe ein oder zwei Tage bevor dieses Unglück geschah, auf YouTube ein Wettervideo gesehen auf dem vor diesen Unmengen an Niederschlag gewarnt wurde und gehofft, dass es nicht so schlimm ausfallen wird wie vorhergesagt und uns nicht wieder trifft, bzw. möglichst keinen Schaden anrichtet.


    Mehr möchte ich jetzt dazu nicht sagen, das ist nur mein "erlebter" Eindruck.


    Gruß, Eve


    PS: Unsere Sirene im Dorf hat funktioniert, nur leider sehr spät. Da war das Schlimmste bereits vorbei.
    (Die Sirene wird aber auch regelmäßig betätigt, beispielsweise bei Übungen der FFW.)

    Eve was here... :daumenhoch:


    Schreibfehler sind unbeabsichtigt, dürfen aber gerne zur Erheiterung genossen werden... :yes:

    Abwarten und Tee trinken. Wenn das nicht hilft, mit der Kanne werfen . pfrtz

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  • OK, da ist was dran. Und der Auftritt der Ministerien bei der BPK ist beeindruckend peinlich.


    Aber der Fehler war, nach Ende des kalten Krieges die gesamte Warninfrastruktur abzuschaffen und die Reste auf die Gemeinden abzuwälzen.

    Ebenso war es ein Fehler, viele Aufgaben des KatS auf die Länder und Gemenden zu übertragen, Fahrzeugbeschaffungen eingeschlossen.

    Man hat bei der alten Konzeption zu sehr auf die Folgen eines Krieges gesetzt und Naturkatastrophen und Großschadenslagen einfach nicht ernst genug genommen.

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  • Moin,

    daß die Katastrophen-Infrastruktur peinlich vernachlässigt wurde steht außer Frage.


    Aber daß irgendjemand für Wetterkapriolen verantwortlich gemacht werden soll ist total daneben. Ein örtlich begrenztes Wetterereignis lässt sich nicht bis in's Kleinste vorhersagen!


    Wenn ich auf dem Regenradarfilm vom DWD sehen kann, daß ein Gewitter oder Starkregen meine Region betreffen kann reagiere ich entsprechend und hole z.B. meine Pferde an's Haus und zurre die Gartenmöbel fest. Letztendlich ist jeder dafür verantwortlich den eventuellen Vorkommnissen entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Falls das solch nicht abzusehende Folgen haben kann, wie im vorliegendem Fall, muß kompromisslos geholfen werden und nicht Petrus (und wer auch immer) dafür verantwortlich gemacht werden.


    Es muß ein jeder eigenverantwortlich handeln. Das ist durch z.B. Produkthaftung total aus der Mode gekommen.


    Und im Übrigen bin ich dafür, daß die allgemeine Wehrpflicht (und adäquate Alternativen) wieder eingeführt wird!

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Wenn ich auf dem Regenradarfilm vom DWD sehen kann, daß ein Gewitter oder Starkregen meine Region betreffen kann reagiere ich entsprechend und hole z.B. meine Pferde an's Haus und zurre die Gartenmöbel fest.

    So einfach ist es leider nicht.

    Ich wußte seit Montag, dass bei uns 150 - 200 l/m² runterkommen. Wäre das lokal bei mir innerhalb kurzer Zeit runtergekommen, hätte ich den Keller voll gehabt. So kam es über den Tag verteilt großflächig runter und hat sich in den Tälern gesammelt (mit den bekannten Ergebnissen).
    Und konkret warnen hätte man bei den schnell steigenden Pegel nur sehr kurzfristig - da rettet dann auch keiner mehr was (außer dem eigene Leben).


    Interessant - und wahrscheinlich der Vollkaskomentalität geschuldet - ist die Diskussion, wer denn nun 'schuld' sei, denn wir sind es gewohnt das es für alles einen Verantwortlichen geben muss. Aber manches passiert eben einfach nur so.
    Trotzdem macht es Sinn zu lernen und zu überlegen, was man besser machen kann (z.B. UVS für Handymasten) - und ein bißchen 'alte' Technik vorzuhalten schadet auch nicht.


    Gruß


    Peter

  • ...und ein bißchen 'alte' Technik vorzuhalten schadet auch nicht.


    und einfach mal ein bisschen mehr Eigenverantwortlichkeit,


    denn es stimmt schon was einige hier schon geschrieben haben, es gibt immer mehr die Vollkaskomentalität,

    bis hin zu: "ich hab den Notruf 112 gewählt, ich habe ein Anrecht darauf dass mir sofort geholfen wird"

    Dass das in den meisten Fällen Ehrenamtler bzw. Freiwillige sind die zum Helfen kommen wird dann gerne übersehen.


    wobei dass alles natürlich nichts nützt wenn wie jetzt die Häuser weggerissen werden, da kann sich der Einzelne nicht darauf vorbereiten.


    ich bin immer noch nachhaltig entsetzt dass bei uns in der Gemeinde bei der Umstellung auf digitale Meldeempfänger die Sirenen komplett abgeschaltet wurden! :ohhh:

    Gruß
    der
    Benzschrauber



    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Absolut lächerlich finde ich auch immer, dass die jeweilige Opposition immer gleich den Rücktritt eines Politikers fordert.

    Das Übernehmen politischer Verantwortung ist doch nur symbolisch und ich vermute stark, das Seehofer tatsächlich nicht in der Lage war, das Ereignis zu verhindern.

    Was soll dann also ein Rücktritt, wenn er nicht ganz persönlich was verbockt hat.

    Für Fehler im unterstellten Bereich mehrere Ebenen unter der Ministerebene kann er wohl objektiv nichts und für Fehler seiner Vorgänger auch nicht.

    Es ist sicher viel leichter zu entscheiden, dass etwas abgeschaltet wird und man damit Geld spart (juhu!), als nach der Erkenntnis, dass es ein Fehler war, sowas in ein paar Jahren wieder aufzubauen.

    Das hat jetzt übrigens nichts mit Sympathie für einzelne Personen zu tun.

    Grüße von der Küste! Til 68999-kradmelder-gif


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  • Und im Übrigen bin ich dafür, daß die allgemeine Wehrpflicht (und adäquate Alternativen) wieder eingeführt wird!

    Und das bringt im aktuellen Fall genau was?


    Es scheitert nicht an Personal - das ist genug vorhanden, sogar soviel, dass Einsatzkräfte ihre komplette Schicht in den Bereitstellungsräumen stehen und Däumchen drehen (müssen)...


    ...es scheitert an schwerer Technik, was aktuell (und in den nächsten Wochen) im Ahrtal gebraucht wird, sind Bauern mit Güllefässern um die letzten 15cm Schlamm aus den Kellern zu pumpen, die Feuerwehr/THW nicht mit ihrer Technik gepumpt bekommen.

    Die Autoschlange ist die einzige Schlange, die das A****loch vorne hat!

  • Ich glaube, das größte Problem ist die, nach wie vor, relativ ungenaue Wettervorhersage.

    Ich habe auf meinen mobilen Geräten sowohl NINA als auch die DWD Warnapp.


    Unser lokaler Wetterguru betont immer wieder, daß bei solchen Wetterlagen war grob

    vorhergesagt werden kann, daß in einem großräumigen Bereich X im Zeitraum Y schlimme

    Unwetter aufkommen können. Aber wo und wann jetzt genau was passiert, kann niemand

    prognostizieren, da das ganze Geschehen halt extrem dynamisch ist. Sieht man ja auch

    auf den Radarbildern - da entwickeln sich binnen kürzester Zeit üble Unwetterzellen aus

    dem Nichts, und 15min später sind sie dann wieder weg.


    Ich nutze das gleiche Setup, plus die App "Meine Pegel" (und ja, die heißt wirklich so ^^),

    welche eigentlich die wichtigste ist von allen ist, zumindest, wenn man direkt neben einem

    Bach wohnt und dieser die Angewohnheit hat, als Grundwasser getarnt von unten in den

    Keller zu drücken... :rolleyes:

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Aber wo und wann jetzt genau was passiert, kann niemand

    prognostizieren, da das ganze Geschehen halt extrem dynamisch ist. Sieht man ja auch

    auf den Radarbildern - da entwickeln sich binnen kürzester Zeit üble Unwetterzellen aus

    dem Nichts, und 15min später sind sie dann wieder weg.


    Natürlich, das steht außer Frage.

    wenn man direkt neben einem

    Bach wohnt und dieser die Angewohnheit hat, als Grundwasser getarnt von unten in den

    Keller zu drücken...

    Ich habe (zum Glück (?)) keinen Keller und auch keinen Bach in der Nähe.


    Gruß, Eve

    Eve was here... :daumenhoch:


    Schreibfehler sind unbeabsichtigt, dürfen aber gerne zur Erheiterung genossen werden... :yes:

    Abwarten und Tee trinken. Wenn das nicht hilft, mit der Kanne werfen . pfrtz

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  • Und das bringt im aktuellen Fall genau was?

    Früher hattes du die Wahl.... 15 Monate Bund oder 10 Jahre FFW RK THW oder Welpen streicheln.

    Mit Wegfall der BW fiel auch der Erstatzdienst.

    Mal ehrlich wir waren zwischen 18 und 22 und kaum einer hat sich da gedacht "borrr ey" ich verpflichte mich beim THW für 10 Jahre und wenn meine Kumpels am Wochenende feiern gehn pumpe ich mal 2 Fischteiche leer.

    Auf dem Dorf war es immerhin noch etwas besser, da gehörte es zum guten Ton bei den Blauen oder Feuerwehr zu sein.

    In meiner Schule kamen damals noch RK THW Bw und wie sie alle heißen vorbei um für ihre Orga´s zu werben.

    Das passte einigen Leuten auch nicht... weil das angeblich Rekutierungsmasnahmen waren.

    Also liefen den Hilfstruppen die Leute weg, alte schieden aus und junge kamen nicht nach... weniger Leute weniger Material.

    Mann hat sich zu Tote gespart, die Depos leergemacht und verkauft.

    Wir sind so ein Fortschrittliches Land da gibt es keine Naturkatastrofen, und verteidigt werden wir am Hinu Kusch.

    * Oh mann ich bekomme schon wieder schaum vorm Mund


    Gruss Gunnar:barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • Ähm, (Räusper ) sollten wir das politisieren in diesm Forum nicht grundsötzlich lassen ?

    Und ich denke an dieser Stelle insbesonders .


    Hier wäre Platz, mit konstruktiven Vorschlägen dazu beizutragen, den Flutopfern zu helfen .


    Nur so als Idee ......


    Gruss

    Guido

  • Und das bringt im aktuellen Fall genau was?


    Es scheitert nicht an Personal - das ist genug vorhanden, sogar soviel, dass Einsatzkräfte ihre komplette Schicht in den Bereitstellungsräumen stehen und Däumchen drehen (müssen)...


    ...es scheitert an schwerer Technik, was aktuell (und in den nächsten Wochen) im Ahrtal gebraucht wird, sind Bauern mit Güllefässern um die letzten 15cm Schlamm aus den Kellern zu pumpen, die Feuerwehr/THW nicht mit ihrer Technik gepumpt bekommen.

    Das stimmt. In einer Bundeswehr-KFZ-Instandhaltung stehen mittlerweile 8 (!) Meister herum und können bzw dürfen die Bundeswehrfahrzeuge nicht mehr instandsetzen. Das scheitert an technischer Ausstattung, wie z.B. Diagnosegeräte für moderne Fahrzeuge, ja nicht einmal Klapprechner werden mehr bewilligt und schon garnicht die entsprechenden Diagnoseprogramme. Die Meister sind dazu degradiert die zu reparierenden Fahrzeuge an Vertragswerkstätten zu bringen. :T


    Es muß ein Umdenken bei der politischen Führung stattfinden und die Struktur der Truppe den Gegebenheiten schnellstens angepasst werden. Entweder man setzt die Bundeswehr dazu in die Lage mit solchen Umständen, wie momentan, umgehen zu können oder aber man „rüstet“ das THW entsprechend aus. Nur da scheint es an der Menge geeigneten Personals zu mangeln. Wünschenswert wäre doch, daß sich die verschiedenen Organisationen ergänzen können bzw die vorhandenen Strukturen besser als bisher koordiniert werden.


    Das Vertrauen auf private Hilfe stößt doch dort an seine Grenzen wo Haftungsfragen nicht geklärt sind.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • 2Ct von mir

    1. wenn ich höre am Alpenkamm können 150l Wasser fallen bin ich voralarmiert - weil dann wird es je nach tempo innerhalb von 4 Std bei uns im Landkreis brenzlig


    2. wo genau ist nie zu sagen - aber als Flußunterlieger weiß ich wenns oben regnet kommt das Wasser bei mir vorbei - je nach Wegstrecke hat man dann halt nur noch 1-2 Std


    3. technische Ausstattung - seit das THW in den 90er die Fahrzeuge NACH UND NACH ausgetauscht hat - ist der Fuhrpark nicht mehr mit BW-Fahrzeugen der 1 + 2 Gen Ausgestattet - welche Geländegängig ohne ende sind sondern "nur" noch mit Fahrzeugen HaÜ - wie FFw und andere HiOrg - und da fehlen einem dann gleich etliche cm an Wattiefe und die Geländefähigkeit

  • Moin

    Wenn ich bei uns im OV den Fuhrpark anschaue, gibt es da noch einen GKW2 und ein MAN Baustellen Kipper.

    Der Rest ist Nigelnagelneue Elektronik Ware.

    Bei der Einsatznachbereitung (Putz und Flick-Stunde )am Sonntag, war genau die Watttiefe der neuen Fahrzeuggeneration ein großes Diskussion Thema.

    Allerdings scheint aber auch der ein oder andere Egoist unsere Helfer angepatzt zu haben nach dem Motto" Ich hab Wasser im Keller ihr müsst sofort bei mir Pumpen"

    Die Kapieren nicht, das Playmobil Mannecken gar nix muss, weil er das freiwillig macht und auch nach seinen Anweisungen handelt.

    gruss nobi

  • 1. wenn ich höre am Alpenkamm können 150l Wasser fallen bin ich voralarmiert - weil dann wird es je nach tempo innerhalb von 4 Std bei uns im Landkreis brenzlig

    Der Unterschied zwischen dir und den Menschen im Ahrtal ist aber, dass bei dir das Hochwasser regelmäßig kommt - während das im Ahrtal einmal im Jahrhundert kommt!

    Die Ahr ist kein Fluss wie der Rhein der jedes Jahr mehrfach Hochwasser führt - die Ahr ist ein kleines Pissbächlein, wenn du da Fahrrad fährst und dir die Füße weh tun, ziehst du die Schuhe aus und läufst einmal quer durch die Ahr von einem zum anderen Ufer und wieder zurück um die Füße zu kühlen (Sinngemäß)...und deine angesprochenen 1-2 Stunden hatte man dort nicht!


    Dort hat es keine Eimer, sondern Mörtelkübel voll mit Wasser geregnet.

    Zitat

    und da fehlen einem dann gleich etliche cm an Wattiefe und die Geländefähigkeit

    Das Problem ist nicht der Boden...das Problem sind die Geröllmassen!

    Und bei dem was dort in den Straßen liegt, müssen selbst die Bergepanzer mehrfach anlauf nehmen!

    Allerdings scheint aber auch der ein oder andere Egoist unsere Helfer angepatzt zu haben nach dem Motto" Ich hab Wasser im Keller ihr müsst sofort bei mir Pumpen"

    Siehe Beitrag 50!


    Da musst du als Helfer äußerst sensibel reagieren, bevor es dort zu Handgreiflichkeiten kommt - und dann hast du im Idealfall nicht nur einen der dir deinen Helm vom Kopf schlagen will, sondern schlimmstenfalls nen ganzen Straßenzug von Anwohnern, die alles verloren haben und die letzten Toten erst kurz zuvor aus den Baumkronen geborgen wurden...


    ...zum Glück eher Einzelfälle!

    Die Autoschlange ist die einzige Schlange, die das A****loch vorne hat!

  • Hallo Zusammen,


    also, unsere Jungs kamen am Sonntag wieder zurück und werden am Donnerstag wieder fahren.

    Es ist wohl so geregelt das die Feuerwehren erstmal den Grundschutz an der Ahr an Brandschutz sicherstellen. Ahrweiler an sich hat keine eigene funktionierende Feuerwehr mehr. In einem anderem Ort wo unsere geholfen haben gab es kein Feuerwehrhaus mehr, das war mit sammt dem Fahrzeug drin einfach weg.


    Die Ahr anwohner kennen wie wir hier an der Mosel auch Hochwasser, es kommt da auch öfter mal vor das die Ahr über die Ufer tritt. Was da wohl ziemlich schlimm war, das Wasser sei anfänglich "normal" langsam gestiegen, die Anwohner haben sich auf ein Hochwasser vorbereitet was vielleicht ein bisschen mehr werden würde. Was dann aber passierte, das plötzlich innerhalb von 1-2 Minuten der Pegel so hoch und das Wasser so schnell kam, mit dem konnte kein Mensch rechnen.

    Unsere Leute haben sich da mit den Anwohnern unterhalten, was die mir erzählt haben war einfach schrecklich.


    Was aber auch ziemlich heftig war, war in der Eifel die Orte an der Prüm, Kyll, Lieser, Sauer und Salm.

    Als ich gesehen habe das in einem Trierer Stadteil das Krankenhaus abgesoffen ist und man sich daran erinnert das da meine beiden ältesten Kinder zur welt kamen, macht das einen sehr traurig.

    In vielen Orten an den klein Flüssen hier, gab es auch Tote und Verletzte, allerdings haben die eine noch halbwegs funktionierende Infrastruktur.


    Aber was nutzen Sirenen, wenn kein Strom da ist? Was nutzen die Tollsten Apps wenn das Internet und das Mobilfunk zusammen bricht? Was nutzt mir der dollste Digitalfunk, wenn die Basisstation keinen Strom hat oder einfach nicht mehr da ist.

    Alles das nutzt nix wenn die Gesammte Infrastruktur plötzlich weg ist.



    Mein tiefes Mitgefühl gillt allen Toten und deren Angehörigen, sowie allen Die einfach alles verloren haben was sie mal bessen haben und sich mal aufgebaut haben.


    Mein Dank gillt allen Angehörigen der vielen Helfer die ihre Männer, Frauen, Väter, Mütter, Geschwister , die Zeit und Kraft geben ihr bestes zu tun.


    Gruß Mixer

  • Was zukünftig immer wichtiger sein wird, sind Führungskräfte von Verbänden. Heute meldete sich im Radio ein Bürgermeister, daß die Kommunikation zwischen den Hilfsorganisationen ein Graus ist. War das beim Heidebrand 1975 nicht auch so ?