Aktuelle Hochwasserkatastrophe

  • kannst du mal sagen in welcher Tagesschau das war, den bericht würde ich mir gerne ansehen...

    gruss Gunnar:barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • Ich habe es gefunden:

    https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/nm-6041.html

    Ab Min 9:15.

    Allerdings kann ich nicht erkennen, dass da Helfer mit Militärfahrzeugen pauschal in diese Ecke gestellt werden.


    Anders herum scheint es da seltsame Typen, die abstruse Ideologieen vertreten, zu geben, die da mitmischen wollen.

    Einer von denen sitzt da vor einem ex-Bw-T4. Dass da möglicherweise Menschen dann Zusammenhänge sehen zu Militärfahrzeug-Freunden, kann befürchtet werden und das gefällt mir natürlich nicht.

    Mit keinem Wort wird aber in dem Bericht eine Verbindung zu Helfern hergestellt, die mit ihren Militärfahrzeugen bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten mit anpacken. Nur eben diese Bilder.

    Über diese Einzelpersonen und ihre Hintergründe wird da berichtet.

    Für einen Bericht von Kontraste Mainz aber erstaunlich zahm, diese Reportage.


    Ach ja, dieses dubiose "Friedensfahrzeug", das wie ein Polizeiauto daherkommt ist schon etwas abgedreht. Sowas ähnliches habe ich gerade in Lübeck gesehen.

    Ich habe ein bisschen recherchiert und habe (noch) nichts über die Nähe dieser etwas seltsamen Initiative zur rechten Ecke, Corona-Leugnern oder Querdenkern finden können. Mal abwarten...

    Grüße von der Küste! Til 68999-kradmelder-gif


    Suche ständig Daten über BGS-Fahrzeuge für die Bestandslisten.
    Besonders Hercules K125 und BMW-Boxer!

    :BGS-F:

  • Allerdings kann ich nicht erkennen, dass da Helfer mit Militärfahrzeugen pauschal in diese Ecke gestellt werden.

    Seh ich genau so... . Aber vielleicht sollte man denen einfach mal pauschal unterstellen, das sie helfen wollten.

    Viel intressanter ist, wie man wieder darauf kommt... würfeln sie das aus?

    Was würden sie melden wenn die Autonomen Hamburg da anrücken? wascheinlich garnicht, weil sie nicht kommen würden, hätte ja mit Arbeit zu tun.


    Was den "Friedenswagen" und den T4 betrifft, na ja bei uns Fährt ein EX Polizei T2 rum da steht bullizwei dran,

    und die Berühmte Ente in Grünweiss Pollente.

    Da hab ich keine bedenken, wenn er das witzig findet oder gerne Frieden verbreitet will ist das ok . Seine Sache.

    Gruss Gunnar:barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

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    Einmal editiert, zuletzt von Gunnar V ()

  • Moinsen,


    typisch...klare Stimmungsmache immer in eine Richtung...


    Wir distanzieren uns hier wohl alle von Rechtsextremen:daumenrunter::krad:, werden aber u.U. in einen Topf geworfen.


    Das Plünderer und Betrüger die gebeutelten Mitbürger momentan schamlos ausnutzen, ist nur eine Randnotiz wert.


    Wir wissen doch alle, wo die öffentlich rechtlichen und viele private Medien politisch stehen.


    Gruss Pit:krad:

  • OK, und damit Schluss mit der großen Politik.


    Mir ging es darum, selbst zu sehen, was da erzählt wurde.

    In meinen Augen halb so schlimm, weil es unser Hobby eigentlich nicht betrifft, sondern nur am Rande streift.

    Dass wir von manchen Mitbürgern missverstanden werden, daran sollten wir uns gewöhnt haben.

    Wenn wir zupacken und freundlich mit den Menschen umgehen, kann das unserer Sache auch sehr nützen.

    Aber man kann es nie allen recht machen.

    :mmod:

    Grüße von der Küste! Til 68999-kradmelder-gif


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  • Hier in Lux hab ich auch schon eine C Klasse in dieser Friedens Aufmachung mit TR Kennzeichen gesehen.

    Dachte erst, das da jemand ein Ex Polizei Wagen Zivilisiert hat, aber bei näherer Betrachtung war das eine Neufolierung bei der Anzahl der Beschriftung und dann wurd mir mulmig.

    Was für eine Botschaft, möchte der Möchtegern Polizist mit der komischen Aufschrift verbreiten.

    Dachte bis eben an einen Einzelfall<X

  • Spannend bleibt die Frage, wie es mit der Elektrizität aussieht :hel: .

    Am Ende ging alles ganz schnell. Der Netzbetreiber hat mittlerweile wieder (fast) alles Bereiche zugeschaltet. Die Elektro-Betriebe der Region haben eine Wahnsinnsleistung bei der Reinigung und Instandsetzung der Zählerkästen geleistet :G.

    Viele Bewohner können nun schon zurück, bzw. mit den Sanierungen beginnen (zunächst mal trocknen). Die im Bild gezeigte Familie ist seit heute wieder in den eigenen 4 Wänden.
    Zu allem Komfort bleibt nun noch das Trinkwasser aus der Leitung und Telefon/Internet.


    Gruß


    Peter

  • Der Netzbetreiber hat mittlerweile wieder (fast) alles Bereiche zugeschaltet. Die Elektro-Betriebe der Region haben eine Wahnsinnsleistung bei der Reinigung und Instandsetzung der Zählerkästen geleistet :G

    Ja, da wurde viel geleistet! Wo noch durchgängig Leitungen liegen ist der Strom auch wieder da, zu meiner Überraschung auch das ortsfeste Telefonnetz obgleich der Hauptverteiler bei uns im Ort mitten in der Flut stand. Da er zudem an einer Stelle steht, an dem sich der Strom teilte - ein Teil über dem eigentlichen Bett der Erft, der andere durch eine Strasse, die sinniger Weise Bachstrasse heißt - war er ein prädestiniertes Ziel für schweres Treibgut. Aber im Gegensatz zu der wenige Meter entfernten Fussgängerbrücke hat er Glück gehabt...

    Aber aussen herum in der Region gibt es einigen Gebiete, da wird es dauern da die Ortsverteiler hinüber sind....


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • Hallo

    Tag 4 im Einsatzgebiet.

    Ich könnte viel erzählen und sagen, aber der Kopf gibt gerade nix her. Zu viele Eindrücke, Erlebnisse und Elend alle Nase lang. Trotzdem sind die Einwohner mehr als freundlich, Sie warten bis wir die Aufträge abgearbeitet haben und freuen sich über ne Abstützung am/im Haus, ne gespannte Plane welches ein Loch in der Hauswand abdeckt, über ein Minimum an Extrasicherheit.

    Hier im Tal sind wir uns einig, sollte so ein Friedensauto auftauchen dann wird es als Böschungsbefestigung enden.

    Haltet die Ohren steif

    Mario

  • Ich hab ja echt schon ernsthaft überlegt, ob ich nicht auch da irgendwie helfen kann.

    Aber abgesehen vom finanziellen Aspekt, ich muss regelmäßig zur Physio, bin weder körperlich noch psychisch belastbar (Dort sowieso1) und auch sonst spricht da einfach viel zu viel dagegen...

    Wäre ich zehn Jahre jünger... :noe:

    Ihr habt wirklich meinen vollsten Respekt!


    Gruß, Eve

    Eve was here... :daumenhoch:


    Schreibfehler sind unbeabsichtigt, dürfen aber gerne zur Erheiterung genossen werden... :yes:

    Abwarten und Tee trinken. Wenn das nicht hilft, mit der Kanne werfen . pfrtz

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  • So langsam scheinen sich einige Dinge auch wirklich etwas - zumindest etwas - zu entspannen. Ich hab heute per WA Kontakt mit dem Gala-Bauer gehabt, der nach wie vor in Ahrweiler vor Ort ist - ich habe gefragt wie es bei denen aussieht und ob man was tun könne.

    Kurze Antwort : Bei uns alles gut - auch genug Helfer da .


    Im Netz liest man auch an vielen Stellen, dass keine Sachspenden mehr angenommen werden , weil weder Platz noch Manpower vorhanden, um das ganze zu sortieren und den Bedürftigen zukommen zu lassen .


    Ich denke, ich werde mal den Atego mit Wasserkästen vollpacken und zu irgend einer Sammelstelle bringen, Wasser wird immer benötigt .

    Leider hab ich nur 2 Tonnen Nutzlast - der schwere Kofferaufbau und die Ladebühne ....

    Der U1300 L hätte fast 3 Tonnen, aber leider nicht genug Platz :-(


    Gruß

    Guido

  • Ich habe auch den Eindruck das man im Moment eher wartet bis die erste Spendenwelle abgearbeitet ist.

    Auch der vorhandene Manpower wird irgendwann müde bzw. wieder weg müssen.

    Im Moment ist wohl eher noch Bedarf an groben Gerät zum Aufräumen, sortieren (einfach alles verbrennen oder auf die Deponie geht nämlich nicht, ich hatte eben Besuch von jemanden der auf einer Deponie arbeitet) und Straßenbau.

  • Auch wenn ich nicht betroffen bin von der Lage, so leid es mir um die Betroffenen tut, einige wenige Anmerkungen:

    Ergänzungsfahrzeuge werden grundsätzlich mit Fahrer eingezogen, so sieht es die Notfallgesetzgebung von 1972 vor. Don Lorenzo, du brauchst dir also keine Sorgen zu machen, das deine EMA in falsche Hände kommt.

    Es sollte eigentlich jeder wissen, das Wettervorhersagen regionalen Charakter haben und somit nicht punktgenau sein können.

    Einsatzdauer der Helfer, wie im Fernsehen zu sehen war beim Interview mit Markus Jaugitz, Leiter des THW Mannheim, ist in solchen Fällen auf 10 Tage beschränkt. Dann wird die Crew ausgetauscht gegen eine gleichwertige. Ich kenne Markus Jaugitz so ganz nebenbei seit über 40 Jahren als sehr kompetenten THWler.

    Entscheidungsfreudigkeit von Führungskräften: Ich erlebe in meinem Berufsleben - leider - immer mehr, das Führungskräfte gar nichts entscheiden, sondern immer mehr darauf hoffen, das in unendlichen Meetings irgend ein Konsens gefunden wird, der dann als Entscheidung gefeiert wird. In der gegebenen Situation ist das leider nicht zielführend. Wenn denn was ohne endlose Meetings entschieden wird, weil die Vorgabe von "ganz oben" kommt, dann wird das mit Gewalt durchgedrückt und die eine oder zwei Stufen darunter stehenden vor die Nase gesetzten sollen sich darum kümmern, was seltsamerweise nicht funktioniert, weil die dann ja was Entscheiden müssten.


    Zum Glück habe ich keinen Keller, denn als mein Haus gebaut wurde, war das wegen des Grundwasserspiegels gar nicht möglich. Allerdings würde so ein Hochwasser meine Lehmwände ersatzlos aufweichen und demzufolge wegspülen. Zur Notfallvorsorge habe ich fertig gefüllte Petroleumlampen bereitstehen, ebenfalls einen kleinen Strommacher (der zum Betrieb der Gasheizung reicht, wenn es noch Gas gibt und die Hütte nicht weggeschwemmt ist) und eine gewisse Spritmenge, das ich mal so 3 Tage aushalten kann. Zusätzlich habe ich Petroleumöfen, die fertig geladen sind und einigermaßen regelmäßig von mir getestet werden. Mit entsprechendem Vorrat. Futter dürfte bei sparsamer Haushaltsführung für mindestens eine Woche reichen. Engpass wäre Trinkwasser, weil das halt nicht beliebig lang lagerfähig ist. Aber so 40 l sind es schon.

    Und zum Abhauen hätte ich auch noch geeignete Fahrzeuge und Ausrüstung, wenn die Zeit bleibt.

    Zwei Stunden von den Bergen und zwei Stunden von Rhein, da ist gut sein (Fußmarsch auf direktem Wege).

    Grüße

    Wolf

  • Weil es immer in den Medien heißt es läuft zu wenig - hier mal ein paar Punkte damit ihr auch Argumentationshilfen habt

    - die HiOrg haben als ihre Aufträge in einer bestimmten REIHENFOLGE abzuarbeiten - grob nach dem Schema:


    1. Evakuieren von Gefährdeten (Vorbeugende Maßnahme)


    2. Retten von Überlebenden und Evakuierung von Mensch und Tier aus dem betroffenem Gebiet


    3. Überblick verschaffen der Lage ( in diesem Falle war ja der Zusammenbruch der Kommunikation schon ein großes Problem - da alle Gleichzeitig um Hilfe gerufen haben


    4. Planung der Hilfsmaßnahmen


    5 / 6 / 7


    Herstellen einer Infrastruktur zur Hilfeleistung (als erstes mal Räumung und Instandsetzung von Straßen, damit sich die Hilfskräfte bewegen können


    beseitigen von Gefahrenquellen (Ausbaggern von verklausten Bachläufen und Flüssen damit das Wasser ablaufen kann - bzw damit bei einem weiteren Regen nicht alles noch einmal geflutet wird


    Versorgung von Betroffenen mit Vpfpl und Wasser



    und ERST DANN - wenn Kapazitäten Frei sind kann den Betroffenen geholfen werden

    und da gibt es dann auch noch Reihenfolgen


    1. Krankenhäuser
    - Heime
    - Infrastruktur welche zur Bewältigung der Lage notwendig sind



    erst wenn dies alles abgearbeitet ist können (und dürfen) die Hilfskräfte den Anwohnern helfen


    wobei jeder Hausbesitzer im Prinzip für sein Gebäude selber verantwortlich ist


    und wenn die Infrastruktur noch nicht fertig ist - ist es Kontraproduktiv wenn sich Hunderte von Helfern wild und unkoordiniert im K-Gebiet tummeln, da Sie zum Teil Straßen unnötig zu Parken oder Anfahrtswege blockieren und damit die HiOrgs bei ihrer Arbeit behindern

  • Soviel zur Theorie .

    In der Praxis ist das aber wohl in diesem Fall voll in die Hose gegangen . Ich habe heute bei einem Transport von Hilfsgütern von Neuss nach Zülpich ( Spedition Fiege hat dort eine riesige Halle als Sammel-und Verteilerstelle zur Verfügung gestellt ! ) mit Leuten gesprochen, die den Hosen nach vom THW gewesen sein müssen.


    Wir haben zusammen abgeladen. Die Jungs waren stocksauer auf ihre eigene Führung, weil dort NICHTS passiert ist ! Die haben auf gepackter Ausrüstung gesessen und sind am Schluss wieder nach Hause geschickt worden ! Erklär mir das mal ....


    Ganz ähnliche Informationen finden sich zur Zeit bei uns in der Region in allen lokalen Medien. Landwirte und andere freiwillige Helfer, die die ganze Woche vor Ort waren, haben die Organisation der offiziellen Stellen als reine Katastrophe beschrieben .


    Gruß

    Guido