Aktuelle Hochwasserkatastrophe

  • Moin,


    mensch das gleitet ja ganz schön ab hier...


    Aber ich denke die Politik hat sich die Nachwuchssorgen in sehr vielen Branchen selbst geschaffen!


    Ein paar Beispiele wo man immer wieder die Jammerei hört.

    Pflegekräfte

    Rettungsdienst

    Lastwagenfahrer

    Fahrlehrer

    THW

    Bundeswehr

    ...lässt sich fortsetzen...


    Warum ist das so?


    Meiner Meinung nach weil gewisse Politiker gegen alle vernunft die Bundeswehr dazu befähigen wollten, oder mussten, dem Ami seinen Wasserträger bei Weltweiten Einsätzen für "Frieden und Demokratie (also knallharte wirtschaftliche Interessen)" zu spielen.


    Das geht eben besser mit ner kleinen, international ausgerichteten Truppe, als mit einer großen Truppe von Wehrfähigen die viel Material im Hintergrund für die Verteidigung des eigenen Territoriums haben.

    Wofür braucht denn die BW die ganzen gepanzerten Fahrzeuge?! -Rechtnet man hier bei der Verteidigung im inneren mit einem Guerillakrieg?! -wohl eher nicht!


    Was bleibt neben den vielen Qualifikationen die die Wehrdienstleitenden und FWDLer mitbekommen haben noch auf der Strecke?


    Eben, der Ersatzdienst als (z.B.)

    Rettungsfahrer

    Krankenpflegehelfer

    THWler

    Vogelwart (hier muss man heutzutage nur Klima irgendwo in den Titel schreiben, dann spielt Geld keine Rolle mehr)

    Behinderten-Betreuer/Helfer


    Wie viele sind wohl nach den Ersatzdienst in der Branche geblieben, oder in diese zurückgekehrt?!


    Jetzt kommt noch die Osterweiterung mit der zwangsweise folgenden Prekärisierung vieler Berufe hinzu und fertig ist die selbstgemachte Katastrophe...

  • Bin am Freitagabend vom Einsatz aus Bad Münstereifel heimgekommen....


    Habe jetzt mal ein wenig hier nachgelesen und möchte einfach nur mal zu der Einsatzbereitschaft der Helfer sagen...


    Bevor man, auch als ehrenamtlicher Helfer, sich auf den Weg macht in eine solche Hilfsaktion...

    Erst immer die fragen, die die Brötchen bezahlen UND auch die, die die Brötchen schmieren!


    Ein kleiner Handwerksbetrieb, dem auf einmal 33% der Belegschaft fehlt, kann wahrscheinlich auch gleich mit ausrücken...

    Und die Familie sollte immer einverstanden sein!


    Den Arbeitgebern und Familien der Helfer erst einmal ein richtig großes DANKESCHÖN!!!!

  • Hallo Zusmamne,

    da muß ich erwinbeetle absolut recht geben . Man muß mit dem Arbeitgeber immer im Gleichgewicht sein vorallem in der freien Wirtschaft.


    Ich habe selbst bis letztes Jahr in der freien Wirtschaft gearbeitet und hatte immer Glück unterstützt zu werden vom Arbeitgeber.


    Allerdings bin ich auch wegen der Zeiten immer bedacht heran gegangen, und fast immer abgewogen wann fährt man und wann nicht. Wo ich nie zu Einsätzen gefahren bin war wenn ich am arbeiten war, Samstags oder Sonntags. An den Tagen war man in der Regel allein in der Haustechnik und das hätte den laufenden Hotelbetrieb erheblich gestört und das hätte der Chef einmal gemacht, aber kein zweites mal.


    Nun bin ich bei einem sehr großen öffentlichen Arbeitgeber in der Haustechnik, da gibt es absolut keine Diskusion wegen Einsätzen oder sonstigen Veranstaltungen, eher im Gegenteil, man wird schon komisch angeguckt wenn man nicht fährt (25km von zu Hause entfernt).


    Was auch eine sehr große Rolle spielt, ist auch die Familie, die muß hintereinem stehen sonst geht auch vieles nicht.


    Hier noch was zur aktuellen Situation im Ahrtal.

    https://rp-online.de/panorama/…iger-toetung_aid-61912541


    Hier bin ich absolut der Meinung, das 90% aller Bürgermeister oder Landräte auchso gehandelt hätten.

    Viele sind sich überhaut nicht bewusst das sie ab einer gewissen Position eigentlich die EINSATLEITUNG haben.
    Die meisten können das überhaupt nicht, weil sie von Feuerwehr absolut keinen Plan haben.

    Und da sollte in Zukunft auch mal der Hebel angesetzt werden dass die alle verpflichtend drauf geschult werden.


    Ob und wer im Aktuellen Fall dort versagt hat will ich nicht beurteilen, dafür fehlt mir zu viel Hintergrundwissen, das was in den Medien zu lesen und hören ist kann man schwer einschätzen.


    Ich hoffe nur dass Land und Bund davon lernen und die Kommunikationswege und Ausrüstung aufstocken und ausbauen.


    Gruß Mixer =)

  • Da heute nachmittag mal wieder gefühlt alle Autobahnen bei uns verstopft waren, habe ich auf dem Weg von Niederkassel nach Grevenbroich dem Navi verordnet, über Landstraße zu fahren. Dabei bin ich zufällig in der Gegend um Weilerswist entlang gekommen .


    Es hat dort schon wieder heftig geschüttet - sicher nicht vergleichbar mit dem Katastrophenregen, aber die Leute dort können wahrhaftig keinen weiteren Starkregen gebrauchen .


    Die Region trifft es im Moment echt übel ....:-(


    Gruss

    Guido

  • Ich hol den Thread nochmal an die Luft - nicht zuletzt deshalb, weil erwartungsgemäß die Hilfsbereitschaft so langsam nachlässt .

    Meine Frau und ich engagieren uns nach wie vor in einer privaten Hilfsgemeinschaft in Neuss, die in erster Linie Spenden sammelt und an bedüftige Stellen verteilt . Ich bin inzwischen viele Hilfstransporte gefahren, Ahrweiler, Zülpich,Mechernich, Aachen usw.


    Da die Gruppe inzwischen bestens vernetzt ist und sich über die sozialen Medien austauscht, wissen wir, dass in einigen Regionen inzwischen kaum noch Bedarf an Helfern vor Ort besteht, an anderen Orten dafür umso mehr. Sachspenden in Form von Kleidung etc. sind wohl meist ausreichend vorhanden - was aber immer noch ständig gebraucht wird, sind Lebensmittel, vor allem WASSER !


    Viele Firmen aus den betroffenen Regionen konnten inzwischen als dauerhafte Spender gewonnen werden, aber die privaten Hilfsgruppen können praktisch alle keine Spendenquittungen ausstellen, das schränkt die Höhe der Einzelspenden extrem ein .


    Nicht alle Gruppen sind jedoch in der Lage, sich als Verein eintragen zu lassen - zumal dies auch wieder Geld kosten würde, was viel lieber den Flutopfern zur Verfügung gestellt wird .


    Die öffentlichen Hilfsorganisatioen haben sich inzwischen weitgehend zurückgezogen .


    Meine Bitte : wer die Möglichkeit hat, sich privat zu engagieren - sei es durch Spenden oder direkte Hilfe ( wer aus der Region ist und z.B. ein großes Militärfahrzeug besitzt, kann unter anderem seine Hilfe bei Tranportfahrten anbieten, das wird ständig benötigt ) sollte davon ausgehen, dass die betroffenen Regionen noch sehr lange Hilfe benötigen !


    Danke und Grüße

    Guido

  • Tja, und leider hört und sieht man in den Medien gar nichts mehr darüber.;,(

    Wichtiger ist jetzt Afghanistan und der Wahlkampf.:aaarrr: Der nächste Winter kommt bestimmt und was machen die Leute, die noch kein Dach über dem Kopf haben, dann? Wo ist der Staat?


    Mit nachdenklichen Grüßen

    Max

    Gruß vom Iltismax


    Bremsen macht nur die Felgen schmutzig :)

  • .... und was machen die Leute, die noch kein Dach über dem Kopf haben, dann? Wo ist der Staat?

    Was soll der "Staat" denn deiner Meinung nach machen?


    Mit Helikoptern Fertigdächer einfliegen?



    Für die Leute die keine Versicherung haben, die für alternative Unterbringungen wie Hotels usw. aufkommt, gibt es bereits seit geraumer Zeit Unterkünfte u.a. in Form von Containerdörfern...



    ...hättest du in der Zeit wo du deinen Post verfasst hast, aber eigentlich auch selbst rausfinden können - gut, macht natürlich nicht so viel Spaß wie polemische Kommentare zu posten!

    Die Autoschlange ist die einzige Schlange, die das A****loch vorne hat!

  • Wolf, solche Zahlen sind doch eh nur was fürs Auge. Denn man muss die Leistung erstmal auf den Boden bringen. Selbst mit vereinfachten Vergabeverfahren wie sie jetzt schon Anwendung finden wird es schwer solche Summen auszugeben. Denn es gab schon vor der Flut zu wenige Planer, Bauleute und Material...


    Und ansonsten ist das Gelaber das ja nichts passiert langsam unerträglich! Viele der entsprechenden Posts grade bei Fratzbuch sind reine Propaganda und enthalten oft Lügen, stammen vor allem nicht von Leuten aus der Region. Hier an der Erft sind täglich Unternehmen usw. am Werk, die einen Punkt nach dem anderen abarbeiten, eine Strasser (...) nach der anderen bekommt wieder regulär Strom, Gas usw oder wird ausgebessert. Überall Handwerker, die aufbauen...


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • Der Staat sind aber auch letztlich wir alle - und daher kann sich aus meiner Sicht jeder ein kleines bisschen freiwillig einbringen .

    Bevor unseren "Staatslenkern" am Schluss wieder nichts anderes einfällt, als Steuererhöhungen um die Folgen der Flutkatastrophe zu finanzieren .

  • "Der Staat" zahlt sowieso immer mit dem Geld der Bürger.


    Was mir als Signal für "wir tun was" fehlt, ist dass sich eine der Politikgrößen hinstellt und mal öffentlich den Plan erläutert. Die wissen ja schließlich auch, wie sie das Wollnashorn vom Aussterben retten und verkünden das täglich.


    Wie und in welcher Reihenfolge wird die Infrastruktur wieder hergestellt? Wann sind die A1 und die A61 wieder befahrbar? Was passiert mit dem Wiederaufbau von Häusern da, wo sich die Topografie der Grundstücke gravierend verändert hat? ...


    All das lässt ja auch Schlüsse für die zu, die (diesmal) nicht betroffen waren. Und ermöglicht damit, eventuell vorausschauender zu planen und zu entscheiden (wo baue ich, wie versichere ich,...).


    Erik

  • Das Wollnashorn ist weit weg - ebenso wie Afghanistan. Die Lösung von Problemen vor der eigenen Haustür ist für die Bürger viel leichter messbar .

    Ich gebe Dir Recht - politisch müsste jetzt viel entschiedener und schneller agiert werden - aber darauf zu warten ist sicher auch keine Lösung .


    Private Hilfe ist wichtig - und findet ja auch statt !

    Nur darf jetzt nicht nachgelassen werden. Daher schadet es nicht, das ab und zu ins Bewusstsein zurück zu rufen .


    Guido

  • Erik, wieso sollen "die Politiker" zum Beispiel sagen, was mit A1 und A61 ist? Das tun schon andere, die entsprechenden Erklärungen finden sich hier in der Region in der Presse, wer will findet die Aussagen leicht auch im Netz. Ebenso habe ich eben erst in der Zeitung von den Plänen zum Wiederaufau der Bahnifra gelesen. Wer die Lage vor Ort kennt, weis auch, dass auch an der Erft bzw. Olef es nicht mit eine Karre Schotter getan ist und ich finde es sehr positiv, dass man die bereits beschlossenen vereinfachten Vergabeverfahren dazu nutzt nicht nur den Status ante wieder herzustellen sondern die für die nächsten Jahre geplanten Modernisierungen gleich mit einzubringen (Eletrifizierung und somit erreichen S-Bahn-Status)-


    Stuergeld... eben darum haben wir ja die entsprechende Bürokratie, die verhindern soll, dass irgendwer das Geld aller nach Belieben ausgibt. Das das durch Überregulierung oft bremst und - siehe Maskendead - nicht immer funktioniert ist klar. Aber das ist kein Flutthema. Das ist ein generelles Problem des gesamten Staatswesens, in dem jeder (?) alles gerecht geregelt haben möchteohne das wer persöhnlich sich noch mit Entscheidungen abgeben muss - denn sonst wäre er ja "anklagbar" (Stichworte wie "Vollkaskomentalität" usw. passen hier hin, Dinge die auch an anderer Stelle hier diskutuert werden)


    Wido: Natürlich sind private Initiativen eine wesentliche Säule da diese immer flexibler reagieren können, da ja jder mit seinem privaten Vermögen machen kann was er möchte. Auch da läuft wahnsinnig viel - auch ohne, dass das überregional an die grosse Glocke gehängt wird. Und wenn es nur die Verteilung von Info ist wo es noch Schuttcontainer gibt usw. ...



    Jens

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  • also ich persönlich finde es sehr schwer sich überhaupt ein Bild von der Lage zu machen,

    bin selber noch nicht vor Ort gewesen und habe auch nicht wirklich Veranlassung dazu.

    - bin in keiner Weise dahin vernetzt

    - und will natürlich nicht dahin nur um zu gucken


    spricht man mit Leuten die vor Ort und dort auch mit angefasst haben sind die Aussagen so was von unterschiedlich dass man die nicht mal annähernd übereinander bringt,


    während der eine sagt "die freiwilligen Helfer haben so gut wie gar nichts ausgerichtet, erst als dann "offizielle" Kräfte kamen hat es richtig was gebracht." sagt der andere "die "offiziellen" Kräfte haben gar nichts auf die Kette gekriegt, nur die Freiwilligen die haben richtig was gewuppt"

    Beides Leute die ich sehr schätze.

    Gruß
    der
    Benzschrauber



    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Wido: Natürlich sind private Initiativen eine wesentliche Säule da diese immer flexibler reagieren können, da ja jder mit seinem privaten Vermögen machen kann was er möchte. Auch da läuft wahnsinnig viel - auch ohne, dass das überregional an die grosse Glocke gehängt wird. Und wenn es nur die Verteilung von Info ist wo es noch Schuttcontainer gibt usw. ...



    Jens

    Weiß ich doch. Bin schließlich selber immer wieder involviert .

    Nur wir hören eben auch immer wieder Stimmen, die sagen, dass die Hilfsbereitschaft da oder dort inzwischen stark nachlässt .

    Deswegen schadet es sicher nicht, gelegentlich daran zu erinnern .


    Guido

  • benzschrauber: Dein Bild gibt die Lage durchaus richtig wieder! Die "Rezeption" kann von Strasse zu Strasse anders sein, das Problem ist, dass die Betroffenheit recht unterschiedlich ist, so unterschiedlich wie der Charakter der Leute. Ich kenne hier im Ort Leute, die hatte 2 cm Wasser in der Garage, die maulen herum und jammern, mit anderen, denen das frisch renovierte Haus abgesoffen ist habe ich Samstag entspannt Bier auf einem Vereinsfest getrunken, getreu dem rheinischen Motto "et kütt wie et kütt" ... in gleichem Maße freut sich einer, der grossen Schadne hat über kleine Gesten und Hilkfen - etwa mal eine MAschine Wäsche waschen - der ander resoniert dass ihm nicht THW oder BW persönlich die Gartenbeete wieder harken - obwohl er zu den glücklichen mit gültiger VErsicherung gehört...


    Und dass Leute tatsächlich vergessen wurden liegt z.B. daran, dass sich vieles auf die Bereiche, die von den Bächen überflutet war konzentriert. Es aber viele betroffene gibt, die irgendwo oben am Hand wohnen, denen Hangwasser oder der Kanal das Haus geflutet hat. Da sah man z.T. am Morgen des 15. überhaupt nichts von Schäden - erst, als das Mobilar des Kellers rausflog fiel da was auf, dass die von einer Verwaltung vergessen werden, die mit komplett abgesoffenen Stadteilen kämpft kann man glaub ich nachvollziehen . ...


    Jens

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  • Mehr Geld locker machen für den Wiederaufbau? Da bleibt es wenigstens in der heimischen Wirtschaft.

    Und du denkst wirklich, dass mehr Geld mehr hilft und vorallem, dass das dann in der heimischen Wirtschaft bleibt?


    Die heimische Hausbausektor ist seit Jahren unter Vollauslastung am laufen - die steigenden Preise für Baumaterial tun ihr übriges dazu...


    ...wenn die Hoteliers in den betroffenen Gebieten schlau sind, fahren die zu Ikea kaufen ein halbes dutzend Betten und Schränke und richten damit Monteurzimmer ein - das wird so ziemlich das einzige Geld sein, was davon in der heimischen Wirtschaft bleibt, der Rest geht in die Herkunftsländer der Baukolonnen!


    Und je mehr Geld du hier locker machst und ungelenkt aus dem Fenster wirfst, desto teurer wirds ohne dabei auch nur einen Tag weniegr Bauzeit zu generieren.

    Zitat

    30 Mrd einmalig sind da wohl eher ein Glas Wasser beim Großbrand.

    Wir reden hier über 30Mrd. Soforthilfe, die "unbürokratisch" und "sofort" geleistet werden...

    D.h. da kommt noch mehr, nur bringt es eben nichts, unüberlegt nen Stausee neben einem brennenden Aschenbecher zu sprengen, um diesen zu löschen!

    Zitat

    Wie und in welcher Reihenfolge wird die Infrastruktur wieder hergestellt?

    Das wird doch verkündet...da sind wir dann wieder an dem Punkt, dass lieber polemisch Kommentiert wird, statt sich selbst mal zu informieren!


    Dann wüsstest du, dass das alles parallel passiert - im Ahrtal zum Bleistift, die Versorgung mit Strom und Wasser zu nahezu 100% wieder hergestellt ist...die Versorgung mit Gas wird eine längere Aktion werden, nur bringt es eben nichts wenn wir hier Medienwirksam per Lastenhelikopter Rohre der NordStream2 aus Sassnitz einfliegen, sondern hier werden lokal Flüssiggastanks aufgestellt.

    Die Autoschlange ist die einzige Schlange, die das A****loch vorne hat!

  • Moinsen,


    - und will natürlich nicht dahin nur um zu gucken


    spricht man mit Leuten die vor Ort und dort auch mit angefasst haben sind die Aussagen so was von unterschiedlich dass man die nicht mal annähernd übereinander bringt,


    während der eine sagt "die freiwilligen Helfer haben so gut wie gar nichts ausgerichtet, erst als dann "offizielle" Kräfte kamen hat es richtig was gebracht." sagt der andere "die "offiziellen" Kräfte haben gar nichts auf die Kette gekriegt, nur die Freiwilligen die haben richtig was gewuppt"

    Beides Leute die ich sehr schätze.

    Ein Bild von der "Lage" kannst du dir machen, wenn du einen Tag hinfährst und irgendwo mithilfst...

    Das habe ich mit Kameraden so gemacht...war in Ahrbrück...


    Und ich sage ganz klar: ohne die vielen Freiwilligen, zum großen Teil professionellen Helfern, würde sich nicht

    viel bewegen.

    Die Hilfsorganisationen einschl. BW bedienen die Peripherie und helfen ein wenig mit "Hardware" bei den Aufräumarbeiten mit, aber das Gros der Aufräumarbeiten bewältigen Freiwillige!


    Die Bereitschaftspolizei aus Braunschweig (!) war mit einem Großaufgebot vorort und hat für "Recht und

    Ordnung " gesorgt; ein Wasserwerfer wurde als "Staubbindegerät" eingesetzt.


    Ich finde es beschämend, dass man jetzt nur noch über Afghanistan spricht und die eigene Bevölkerung

    quasi links liegen lässt. Ich erspare mir hier weitere Meinungsäußerungen...


    Aber erstaunlich ist immer wieder eines der urdeutschen Tugenden: es wird angepackt und aufgeräumt.


    Gruss Pit

  • Inwischen gibt es wohl leider auch jede Menge schwarze Schafe, die bei den Stellen, wo Lebensmittel und andere Hilfsgüter von Betroffenen umsonst abgeholt werden können, mit Transportern vorfahren und kräftig einladen .

    Möglicherweise werden dann die Sachen kurz drauf bei EKlaz angeboten ....


    Die Schwierigkeit für die Helfer - wie willst du prüfen, ob jemand wirklich bedürftig ist oder nicht . Die köönen sich ja nicht von jedem den Personalausweis zeigen lassen und in der Karte nachsehen, ob derjenige im Flutgebiet wohnt.

  • Ja, die waren auch im hiesigen Hilfszentrum unterwegs ...darum ab einem gewissen Zeitpunkt Abgabe von Material nur noch mit Ausweis.


    Aus "der Schlechtigkeit der Welt" ergibt sich übrigends auch in dem Falle die Notwendigkeit von Bürokratie. Im privaten BEreich kennt man den Bedachten in der Regel persöhnlich, bevor man ihn unterstützt. Bei der Verteilung der öffentlichen Gelder wird das schwieriger, da ist die Gieskanne fehl am Platz. Denn es gibt garnicht so wenige, die, weil ja weit weg vom Bach, doch eine Versicherung hatten (was direkt am Ufer unbezahlbar ist) und zumindest finanziell entschädigt werden ohne auf Hilfstöpfe zugreifen zu müssen.


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • an die Lästerer auf Politik und Management

    überlegt mal - wenn in der Nachbarschaft ein Baugebiet (1 ha - ca 15- 20 Parzellen) ausgewiesen wird


    - WIE lange benötigt da eine Baufirma dieses Gebiet an eine bestehende Versorgung anzuschließen


    - Wie lange im Voraus werden da Leitungs- und Arbeitspläne gemacht


    - WIE lange im Voraus werden diese Arbeiten von den Firmen geplant und das Material und Personal organisiert

    meistens so 4-6 Wochen nur für die Arbeit - und da müssen nur die Anschlüsse an die Hauptleitungen gemacht werden



    und hier da ist ein K-Gebiet wo NIX mehr ist


    - Hauptleitungen weg (Gas - Wasser - Strom - Glasfaser...)

    - Transformatoren

    - Wasserwerke / Brunnen

    - Strassen - Wege - Bahnlinien zerstört


    Handwerksbetriebe vor Ort sind selber betroffen

    - und selbst Deutschlandweit wird man nicht soviel Betreibe finden

    - welche die Arbeiten im geforderten Umfang innerhalb kürzester Zeit erledigen können


    und dann soll innerhalb von 3 Monaten eine Infrastruktur stehen, welche im "Normalfall" mindestens 2-3 Jahre dauert


    des sollte ja grod moi ois Beispiel dienen das es ned so einfach ist - des ois innerhalb vo 3 Monatn auf Vordermann z bringa


    und Handwerker gibts a ned gnua - oder moanst das de - wenn mas hier im Gäu scho ned sofort kriang - de da oben 100fach vorhandn sand

    d Leid schickn ja liaba de Junga (obwois nix kena) aufs Schimpansium, ansatt dass a Handwerkslehr macha - wirst seng - irgndwann werd a 70 jahriger Handwerker do steng - weils koan Junga mehr gibt

  • d Leid schickn ja liaba de Junga (obwois nix kena) aufs Schimpansium, ansatt dass a Handwerkslehr macha - wirst seng - irgndwann werd a 70 jahriger Handwerker do steng - weils koan Junga mehr gibt

    Servus Holger,

    Jo mei...Gruzifix nomoal... ihr Zipfelkloatscher...:thumbsup::-P


    Ich bin davon überzeugt,dass Ende des Jahres der größte Teil der Infrastruktur wieder steht...

    Auch das demolierte Stück Autobahn wird mit Hochdruck repariert...


    Wenn da Druck hinter ist, geht das...;-)


    Gruss Pit