Einbaulage Kolben in Deutzmotor (F1L514)

  • hallo die geneigte Leserschaft,

    ich bin etwas verwirrt und hoffe auf Erleuchtung.


    beim Deutz stand ne Motorrevision auf dem Plan also erst mal zügig alles demontieren,

    das eine oder andere Problem gefunden, alles nicht unmöglich.




    Nun gehts an den Zusammenbau, aber!


    auf dem alten Kolben war nen Pfeil, natürlich beim Ausbau nicht drauf geachtet und auch erst beim Reinigen gesehen:



    steht ja deutlich vorne drauf, aber welches "vorne" ?


    wenn ich das "vorne" in Fahrtrichtung nehme dann widerspricht es der Einbaulage die ich mir beim Motoreninstandsetzer abfotografiert habe:



    hat da jemand ne zündende Idee?


    Die Googlesuche hat leider nichts erhellendes gebracht.

    Gruß
    der
    Benzschrauber



    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • ja, das in dem Deutz Forum hatte ich auch gefunden,

    leider geht da der Link zur Rep-Anleitung nicht, so dass ich die Zeichnung nicht überprüfen kann.


    und die Schreiberlinge da sind sich ja auch nicht einig.


    Aber wieso sagt dann das Merkblatt vom Motorinstandsetzer was anderes?

    Gruß
    der
    Benzschrauber



    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Dein Merkblatt zeigt die Kolben mit der aus der Mitte versetzten Kolben/Pleulbohrung und nimmt bezug auf die Drehrichtung der Kurbelwelle.


    Denke das durch die gegenläufigen Pfeilrichtungen der OT und UT erreicht wird. Durch Einbau in gleicher Pfeilrichtung wird der Kolbenhubweg nichtmehr stimmen und der motor eventuel wie ein Sack Nüsse laufen.


    Der Kollege wo den nichtmehr funktionieren Link zu den Werkstatthandbüchern eingestellt hatte, hat eine eigene Hompage, probiere doch mal Ihn direkt zu kontakten, vielleicht kann er Dir ja weiterhelfen und Licht in das Dunkel bringen...


    http://www.knubbeldeutz.de/

  • hallo,


    die Einbaurichtung bezieht sich auf die sog. " Desachsierung", d.h. auf den geringen Versatz der Mittellinie " Kolbenbolzenauge" im Verhältnis zur Mittellinie des Kolbenschaftes. Dieser Versatz bewirkt, dass der Kolben schon kurz vor dem eigentlichen OT Punkt im Verdichtungstakt den Seitenwechsel in der Buchse vollzieht. Das führt zu einer höheren Laufruhe und zu weniger Verschleiß im Bereich OT.


    Auf der Zeichnung ist das eigentlich gut zu erkennen. Die Einbaulage muss also so erfolgen, dass der kürzere Abstand des Bolzens in Drehrichtung gesehen, zur sog. Druckseite hin kommt.

    Ich habe die genauen Maße jetzt nicht mehr im Kopf, aber der Versatz dürfte im Bereich weniger Zehntelmillimeter liegen, was Du mit dem Messschieber normalerweise ausmessen kannst.


    Gruß


    Hermann