Geschwindigkeit

  • Hallo,

    kann mir jemand sagen was so ein Unimog 435 Sanitärfahrzeug an Geschwindigkeit auf der Autobahn macht. Mit Ausblick auf einen wohlmöglichen Kauf möchte ich bei langen Reisen nicht unbedingt nur mit 80Km/h durch die Lande reisen.


    Gibt es Erfahrungswerte was so ein Ding in der Anschaffung kosten muss.


    Beste Grüße

  • Unimog 435 Sanitärfahrzeug an Geschwindigkeit auf der Autobahn macht

    Meiner geht exakt 83. Ist einer mit OM352 (5,7l ohne Turbo mit 136PS). Die fahre ich aber nicht freiwillig. So 70...75 sind ok, das sind dann 2.500 + U/min. Da klingt er rund und zufrieden. Radio hören kannst du eh vergessen. Mit Glück kannst du dich mit dem Beifahrer verständigen.

    BAB ist ... äh... nicht so mein Ding. Auch aus Rücksicht auf andere. Ab und an muss es halt mal.

    Und das Fahrgefühl auf der Landstrasse muss du mal erfahren haben. Nach etwa 4.000km werde ich allmählich etwas mutiger, was das Fahren von Kurven und Kreisverkehren angeht.


    Gibt es Erfahrungswerte was so ein Ding in der Anschaffung kosten muss.

    Ein spannende Frage. Soll er auch direkt fahren? Darf es reinregnen? ...

    Was ist er dir denn wert?


    Scherz beiseite: die sind wohl in den letzten 18 Monaten preislich explodiert. ich habe letztes Jahr im April 26.000 EUR bezahlt (ein Schnäppchen von Privat) und inzwischen mindestens nochmal 4.000 EUR investiert, nur um den Originalzustand einigermaßen wiederherzustellen. Null Luxus, wir nutzen den wie er gebaut wurde.

  • Schneller als 80 darf er doch sowieso nicht fahren, da über 3,5t.

    Eben .... :-D

    Meiner hat ja hinten die offene Pritsche und ist vielleicht daher eine Spur schneller - laut eigenem Tacho schafft er knapp über 90 , ebenfalls mit OM352 .

    Aber wie oben schon erwähnt : oberhalb von ca. 75 wird der Geräuschpegel unerträglich .


    Ein Unimog ist halt nicht für die Autobahn gemacht .....


    Preislich wirst Du für ein halbwegs ordentliches Exemplar schon so 20 K mindestens hinlegen müssen .


    Gruss

    Guido

    Heavy Metal auf Rädern ... :u-1300:

    Einmal editiert, zuletzt von Wido ()

  • Hallo zusammen,

    wenn der Mog geschwindigkeitsmäßig hart ran genommen wird, d.h. jenseits der 80 km/h, dann ist das, zumindest mit der BW-Bereifung, kein entspanntes Fahren mehr! Das waren die Aussagen der San-Soldaten, die letzte Woche bei uns mit, den gleichen Mog`s, im Kreis im Einsatz waren. Auf der BAB "fängst du an zu Rudern um in der Spur zu bleiben!"

    Hat natürlich auch wesentlich mit der Beladung und dem Zustand der Bereifung zu tun.

    Gruß Bernhard

  • Ich habe im zuge meiner Mogsuche auch den 435 im Auge gehabt, Laut Besitzer soll er über 90 fahren.

    Bei der Probefahrt sind schon bei 75 die Ohren stark mitgenommen. Autobahn bin ich garnicht gefahren , ist halt kein BAB Fahrzeug... dafühlt er sich auch nicht wohl. Vorteile du kommst überall durch und ist halt Diesel. Nachteil sieht nicht so besonderst hübsch aus, und ist halt ein Schiff.

    Der den ich gefahren bin sollte 25k kosten,mit verbastelte Hütte und mächtig Tü-Tü im Fahrerhaus .... Gardinen und son Kram.

    Ausserdem hatte sich da ein kompletter Kindergarten am Desing versucht.

    Ich hab mich den doch für einen 404 entschieden und bin glücklich damit.

    Mogfahren hat was entschleunigendes da kannst du auf den Pinn treten soviel du willst kommt nicht mehr.

    Wenn du dich allerdings darauf einläst ist es ein Geiles Fahren.

    Gruss Gunnar:barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • Ich dachte auf längeren Fahrten auf der Autobahn läuft dem Mog das Öl in den Vorgelegen weg?

    Und allein deshalb ist er nicht langstreckentauglich.

    Oder verwechsel ich da was hmmm

    Nö, Du verwechselst nichts. Das ist so - und die ganzen zum Reisemobil umgebauten 435er sind doch oft mit sowas nachgerüstet :


    http://www.ubelix.de/Ausbau/ausbau-06.htm


    Alternativ kann man auch so alle 700-800 km die Vorgelege kontrollieren und ggf. Öl nachfüllen.

    Irgendwann muss man allerdings auch aus dem Diffgehäuse das überschüssige Öl ablassen , denn da sammelt es sich ja, wenn es seinen Weg zurück ins Vorgelege nicht mehr findet ....;-)


    Gruss

    Guido

  • Das hab ich so noch nicht gesehen, aber was betrachtest du als Langstrecke?

    Auf der Landstrasse fahr ich auch nicht anderst als auf der Autobahn so um die 70 km, Berg hoch na ja ...

    Ich war grade noch draussen und hab mir den Flüllstand angeschaut seit 2000km wie festgenagel.

    Trifft das auch auf den 404 zu?

    Gruss Gunnar:barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • Beim 404 weiß ich das nicht . Auch nicht alle 435er haben das, aber wohl doch viele . Witzigerweise meist nur an der Vorderachse und da oft hauptsächlich auf der Fahrerseite .

    Bei meinem ist das exakt so - alle paar hundert Kilometer kann ich vorne links so 50 bis 100 ml nachfüllen, Rechts kaum was. Hinten gar nicht .

  • Nachteil sieht nicht so besonders hübsch aus...

    Hallo...? :aaarrr: Die Mogs der SBU sind mehr als hübsch, nämlich quasi schon fast Stil-Ikonen :tobt:

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Das hab ich so noch nicht gesehen, aber was betrachtest du als Langstrecke?

    Auf der Landstrasse fahr ich auch nicht anderst als auf der Autobahn so um die 70 km, Berg hoch na ja ...

    Ich war grade noch draussen und hab mir den Flüllstand angeschaut seit 2000km wie festgenagel.

    Trifft das auch auf den 404 zu?

    Gruss Gunnar:barett-gn:


    ...so ähnlich :wacko: , beim 404 isses so dass wenn der Schaumstoff-Pfropf sich alters gemäß verabschiedet das Getriebe öl langsam in die Vorderachse schiebt. Da musste dann an der Vorderachse die Brühe ablassen und ins Getriebe zurück schütten, mach ich über den Geriebeölmessstab.

    Man könnte auch den Dichtpfropf erneuern, aber dafür muss soziemlih alles auseinander gerissen werden, achse alleine reicht nicht.. daher

    lass ich es wie es ict und reguliere mittels ablassen an der vorderachse.

    ,:)

    Gruß
    Stefan


    www.ig-hmt.de


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  • Alle Eure Aussagen möchte ein wenig relativieren. Siesind wie der Mog selbst: nichts richtig Falsch, aber auch nichts die volle Wahrheit.

    Erstmal gibt es die Mogs mit zwei verschiedenen Motoren, OM 352 und OM366. Der 352 ist die Standart Variante und wurde zum Ende der Serie vom OM 366 abgelöst, bei den San Mogs früher. Der hat nominell 6 PS mehr, aber deutlich mehr Drehmoment. Damit konnten längere Achsen Verbaut werden und der Motor dreht auf der Autobahn mit 300 U/min weniger. Hört sich nicht dramatisch an, macht sich aber in Lautstärke und Verschleiß deutlich bemerkbar.

    Wenn man wirklich Langstreckentauglichkeit haben möchte, dann sollte man auf grössere Räder umrüsten. 14,5er bringen nochmal ein paar Umdrehungen, bzw etwas mehr Spitzengeschwindigkeit. Oder weniger Drehzahl.

    Etwas Serienoptimierung an Einspritzpumpe und -düsen bringen nochmal etwas Drehmoment. Leider ist R. Schramm ("Die Pumpe") verstoben. Der war eine Koriphäe in Sachen Einspritzpumpen.

    Die Vorgelegeentlüftung hat Ubelix (glaube ich) bei Franz Murr abgekupfert.

    Es ist so, dass die Vorgelege das Öl aufschäumen. Liks vorn passt dann die Drehrichtung und Entlüfterlage so ungünstig zusammen, dass der Schaum in die Leitung gedrückt wird. Da hilft die Aufwändige Murr/Ubelix Lösung oder, was ich auch schon gesehen habe ein Benzinfilter, der in die Leitung eingesetzt wird. Oder alle paar hundert Kilometer kontrollieren. Das habe ich bisher so gehandhabt.

    Dann ist das Thema Parkinson hier noch gar nicht angesprochen worden. Mogs, die flott bewegt werden neigen dazu sich aufzuschaukeln. Scheinbar aus der Verbindung Gaspedal-Einspritzpumpe.

    Ich habe meinen (Pritschen) Mog in der Vergangenheit mit Shelter und 14,5er Bereifung bewegt und der lief 88. In der Ebene Ausreichend um die Standart Sattelzüge zu überholen, die mich dann am nächsten Hügel wieder eingeholt haben. Beim LKW Überholverbot fahre ich gerne mal raus und ohne anzuhalten dann wieder auf die Bahn. Meine Boxendurchfahrt können die gewerblichen Fahrer dann zum Überholen nutzen.

    Als Fazit möchte ich sagen: der Mog ist Langstreckentauglich! Wenn Du aber uneingeschränkt mit modernen LKW mithalten oder gar vorwegfahren möchtest, ist es das falsche Auto

    Gruß Dirk

  • Hallo Zusammen,


    jetzt mal mein Senf.


    Sie sind wie der Mog selbst: nichts richtig Falsch, aber auch nichts die volle Wahrheit


    Der hat nominell 6 PS mehr, aber deutlich mehr Drehmoment. Damit konnten längere Achsen Verbaut werden und der Motor dreht auf der Autobahn mit 300 U/min weniger

    Interessant diese Kombination. ;\D


    Die schnellen Achsen waren keinen Zugabe nach dem Motto, dann könnt Ihr mit dem Unimog (OM366) schneller fahren. Der OM366 dreht eben bei Vollgas nicht so schnell. Wenn beim OM 366 die Achsen mit der Konfiguration aus dem Unimog mit OM352 verbaut worden wären, so hätte dieser, wenn man beim OM352 von einer Vmax von 85km/h ausgeht gerade mal 73km/h erreicht.


    Und ja, mit dem OM366 ist das Ganze dann für die Ohren sehr viel besser ertragbar.



    Schneller als 80 darf er doch sowieso nicht fahren, da über 3,5t.

    Solltest Du das Fahrzeug als "Sonstiges Kraftfahrzeug - Wohnmobil" zulassen, so darf bis 7,5t auf bestimmten Straßen 100km/h gefahren werden.


    cam-23-wohnmobile-ab-3-5-t-2017-02.pdf (caravaning-info.de)


    Allerdings:

    "Durch den Umbau des Fahrzeugs entsteht eine neue Fahrzeugart, die Betriebserlaubnis ist nicht mehr gültig."(Quelle: TÜV-Nord)


    Mal sehen, was ich jetzt für Fehler gemacht habe. :engel:

  • ....Allerdings erfordert die Zulassung als Wohnmobil wiederum einige Umbauten. Bin da nicht mehr so auf dem laufenden - ich habe in den 80er/90er Jahren mehrere Wohnmobile ausgebaut . Diese Umbauten machen dann aber wieder eine H-Zulassung unmöglich .

    Mit den Abgaswerten des OM 352 oder OM 366 wäre das ein Wohnmobil, mit dem du so gut wie nirgends fahren darfst .

  • Wido, da faßt Du die Vorschriften unnötig Eng. Es geht um die Grundserie Unimog. Die wurden in den 80ern/90ern schon zum Wohnobil umgebaut. Da braucht man nur einen Unicat Prospekt auf den Tisch legen.

    Ob der Mog zu Beginn seines Lebens beim Stromerversorger, Wasserversorger oder zufällig bei der Bundeswehr genutzt wurde spielt (derzeit noch) keine Rolle.

    Da geht es dem Tread Eröffner aber gar nicht drum, der sich übrigens auch gar icht wieder gemeldet hat. :/


    Gruß Dirk

  • Klar. Aber da die Bundeswehr keine 435er als Wohnmobil ausgestattet hatte, schließt sich das wohl aus .

    Ich war just vor zwei Wochen beim Amt für Zeitdiebstahl, und in dem KFZ-Brief

    (aka Zulassungsbescheinigung Teil 1), den ich da bekommen habe, steht

    genau das Gegenteil ;}

    Si vis pacem para bellum! - oder für Tolkien-Fans:
    "Es braucht nur einen Feind, um einen Krieg herbeizuführen, nicht deren zwei.
    Und jene, die keine Schwerter haben, können doch durch sie sterben" (Éowyn)


    I am not going to let some clowns tell me what guns I can have! (Joe Foss, President NRA 1988-1990)



  • Ich war just vor zwei Wochen beim Amt für Zeitdiebstahl, und in dem KFZ-Brief

    (aka Zulassungsbescheinigung Teil 1), den ich da bekommen habe, steht

    genau das Gegenteil ;}

    Nur damit es richtig verstehe : Du hast einen U1300L, Ex-Bundeswehr - und der hatte während seiner Dienstzeit eine Zulassung als Sonder KFZ Wohnmobil ???hmmm:kinnlade:


    Gruss

    Guido