Kann wer was zu diesen Taktischen Zeichen sagen?

  • Hallo

    An Einer Borgwardpritsche habe ich diese Reste gefunden...

    Felix würde das gerne wieder rekonstruiert haben. Kann wer helfen?

    Ich erkenn deutlich MP

    Ein rotes umgedrehtes V ?

    Unten rechts 290


    Danke im voraus...

    Fettige Grüße Frank


    Wer Borgward fährt, fährt nie verkehrt, da Borgward einfach prima fährt!

  • Moin moin ...

    MP für Militär Polizei

    Das rote Dreieck müßte für WBK II stehen ...Taktische Zeichen der Bundeswehr bis 1967, mit sitz in Bremen

    Das seht ich einen Strich das Dürfte Kompanie/Staffel /Batterie sein

    Dann 290 als Zahl

    Was mich stuzig macht ist das das Rote Dreieck in dem Kasten von nach 67 steht.

    Vor 67 mßte es ein Robus sein, danach ein Rechteck, etweder ist es ein Übergangszeichen oder jemand hat Stumpf drübergemalt.

    Das MP ist definitiv über das Drerieck gemalt


    das Wäre meinew Interpretation,

    Gruss Gunnar:barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump:

  • Ja, das rote Dreieck ist das alte Zugehörigkeitsabzeichen des II Korps, über das das Takische Zeichen drüber gepinselt wurde. Spricht dafür, dass die Pritsche länger als üblich bein der BW lief...


    Für die genaue Bestimmung der Teileinheit müsste man denn das Zeichen im Dreieck erkennen können...


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



    26830070ux.jpg,:) 26830071zt.jpg

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  • Zu dem "moderneren" taktischen Zeichen etwas aus " geschichtsspuren.de " :

    ULM
    Hindenburg-Kaserne, Wilhelmsburg-Kaserne
    1961 bis 1967, Feldjägerzug 290
    1967 bis 1979, 2./FJgBtl 290
    1980 bis 2001, 4./FJgBtl 750
    2002 bis 2014, 4./FJgBtl 452
    2014 bis heute, 7./FJgRgt 3


    und ergänzend noch dazu:


    LANDSHUT
    1972 bis 1979, 3./FJgBtl 290 (das FJgBtl 290 war in Ulm (Baden-Württemberg) stationiert, ein Btl des II. Korps)
    1979 Auflösung FJgDstKdo Landshut


    geschichtsspuren.de/Feldjäger

    Deutsch ist wirklich eine schwere Sprache. :wacko:
    -Tagsüber: ...................... - Abends:
    Der Weizen. ------------------ Das Weizen.
    Das Korn. --------------------- Der Korn.
    :saint::lol:

  • Lieber Frank,


    natürlich kann man Dir helfen, ich musste nur ein wenig recherchieren, wobei sich die Feldjägertruppe im Internet mit Angaben zu ihren früheren Verbänden nicht gerade überschwenglich darstellt.


    Gunnar hat ja schon mal einen Erstversuch gestartet. Das Grundzeichen war hier das rote Dreieck, das nach der ersten Vorschrift von 1959 über die "Zugehörigkeitszeichen an Kraftfahrzeugen der Bundeswehr" - gemeint ist hier allerdings nur das Heer - für das II. Korps steht. Dies war in Ulm beheimatet. Auch wenn ich bei Deinen Fotos nicht erkennen kann, ob das "MP" auch schon in einer frühen Form innerhalb des roten Dreiecks zu finden ist, habe ich das mal so angenommen. Es besteht mithin eine schwache Möglichkeit, dass der Borgward zunächst bei einer anderen Einheit des Ii. Korps gedient hat und später zu den Feldjägern versetzt wurde. Aber das spielt letztlich keine große Rolle, denke ich.


    Das alte Zugehörigkeitszeichen sah dann einfach so aus:



    Wichtig hierbei: Die Nummer des Verbandes geht aus den alten Zeichen nur indirekt hervor. Es gab nur das eine Feldjägerbataillon beim Korps und das hatte die Nummer 290.


    Als dann 1965 die erste ZDv 1/11 "Taktische Zeichen" eingeführt wurde, änderten sich die Zeichen grundlegend und vor allem die Farben verschwanden. Jetzt wurde alles cremeweiß auf gelbolivem Untergrund aufgebracht.


    Das sah dann so aus:



    Kleine Korrektur zu Deinem Foto: da der Strich/die Striche immer symmetrisch über dem Rechteck stehen, sieht man, dass es bei Deinem Zeichen zwei Striche gewesen sein müssen. Das Bataillon betrieb mehrere Feldjägerdienstkommandos, so u.a. in Landshut und in Füssen. Die Kompanieziffer links vom Recheck kannst Du daher frei wählen, den Lkw 0,75t gl Pritsche gab es in jeder Kompanie.


    Gefunden habe ich noch ein Bild im Internet, das eine Reihe von Borgwards des Feldjägerbataillons 290 in Ulm vor der Kienlesberg-Kaserne zeigt.


    https://scontent-frt3-1.xx.fbc…01fefa370a928&oe=614890F7


    Viel Spaß bei der Rekonstruktion!


    Gruß, Wolf

  • Sehr schick was da noch aufgetaucht ist, dass halte ich für eindeutig! Da läßt sich ja tatsächlich ein grosser Abschnitt der Fahrzeuggeschichte ablesen...


    Jens


    P.S.: Schön, dass so ein Zeichen nicht nur hinten angebracht war... 8)

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • Zum Feldjägerbataillon 290 ein paar Ergänzungen:


    1961 wurde in Ulm ein „Feldjägerzug 290“ aufgestellt, der auch das Feldjägerdienstkommando Ulm betrieb.

    Das Feldjägerbataillon 290 entstand erst 1964 als Geräteeinheit mit
    - Stabszug (Geräteeinheit in Ulm)
    - 2. Kompanie (gekadert, nur 1 aktiver Zug – Feldjägerzug 290 in Ulm), der Zug wurde 1967 zur Kompanie umgetauft.
    - 3. und 4. Kompanie (Geräteeinheiten in Ulm)

    1972 wurde das Bataillon als gekadertes Bataillon durch Abgaben diverser Divisionsfeldjägerkompanien aufgestellt:
    - Stab und Stabszug (gekadert), Ulm
    - 2. Kp gekadert (nur 1 FJgZug und geringe Teile der Kompanieführung) Ulm
    - 3. Kp gekadert (nur 1 FJgZug und geringe Teile der Kompanieführung) Landshut.
    Die 3. Kp war aus dem III. Zug der Feldjägerkompanie 4 entstanden.
    - 4. Kp gekadert (nur 1 FJgZug und geringe Teile der Kompanieführung) Füssen, Die
    4. Kp war aus dem III. Zug der (Gebirgs-) Feldjägerkompanie 8 entstanden.

    1979/1980 wurden bei der Zusammenfassung sämtlicher Feldjäger beim Territorialheer die Dienstkommandos in Landshut und Füssen aufgelöst. Landshut kam zum Feldjägerdienstkommando München (3./FJgBtl 760), Füssen zum Feldjägerdienstkommando Landsberg/Lech (7./FJgBtl 760). Ulm blieb als Feldjägerdienstkommando und wurde zur 4./Feldjägerbataillon 750.


    Weiter gab es beim II. Korps von 1972 bis 1980 das Feldjägerbataillon 291 als Geräteeinheit mit dem MobStützpunkt in Nersingen/Strass. Daraus wurde 1980 das FJgBtl 762 des WBK VI.

    In der Heeresstruktur 4 wäre im V-Fall dem II. Korps das Feldjägerbataillon 762 (WBK VI) als Korpsfeldjägerbataillon zugeteilt worden. Diesem Bataillon wären die vier für die Divisionen vorgesehenen Feldjägerkompanien (4./FJgBtl 760 bei 4./PzGrenDiv, 5./FJgBtl 760 bei 1. GebDiv, 2./FJgBtl 750 bei 1. LLDiv und 5./FJgBtl 750 bei 10. PzDiv), die 1./762 als Stabs- und Versorgungskompanie sowie zwei mobilzumachende Kompanien des FJgBtl 762 unterstellt worden.

    Grüße
    Jörg

  • Hallo Leute,

    Ihr seid ja klasse! Da kommt einfach so in kürzester Zeit die ganze Frühzeit meines Vehikels zutage...

    Unglaublich was Ihr alles wisst und für Unterlagen vorhanden sind- vielen Dank dafür, ich weiß es zu schätzen!

    Bin natürlich schon gespannt wie er denn in Original wieder aussehen wird- das Bild links ist dann Geschichte.

    Wir werden selbstverständlich, sobald fertiggestellt, Bilder nachreichen.

    Beste Grüße Felix