• Ich nehme die Organisationen der Bundeswehr ja gerne in Schutz, viel Mist ist einfach der Grösse geschuldet (Mist passiert in jeder Firma, bei 200.000 Mitarbeitern ist der Haufen halt grösser) bzw. dem dauerndem hineinregieren der Politik... aber das ist die Lachnummer par excellence.... Seit Jahren werden immer wieder Projekte angeschoben die alte Technik durch moderne digitale Geräte zu ersetzen um mit den Nato-Partnern kommunizieren zu können...aber keins der Projekte kam über die Namensgebung hinaus. Alle sanft entschlafen, einfach flugs ein neues aufgesetzt. Das auch wieder im Zustständigkeitswirrwarr untergeht....


    Jetzt den Zustand einzufrieren ist ein Armutszeugnis....


    Und ja, die Sem 80/90 mögen an der Ahr funktioniert haben. Dann soll man sie den lokalen Feuerwehren geben. Der Auftrag der BW im 21ten Jhdt. ist ein anderer, da tut Kommunikation mit den Natopartnern auf Augenhöhe Not...


    ...und weils so bekloppt ist bleibt es im Mannschaftsheim. Hat nicht zwingend nur was mit Funktechnik alleine zu tun...

    :bumod:

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • Hallöle,


    ja auch mit sehr viel gutem Willen für den Verein, kann man da schon vom Glauben abfallen. :frust:


    Oh käme doch mal wieder ein heiliger Helmut oder der seelige Georg, den Laden aus zu misten :tobt:

    Noch vernünftiger wäre es gleich wieder zurück zu gehen bis zur Röhrentechnik und Tastfunk, das wäre wenigstens EMP sicherer und die Händydaddel-Soldaten hätten etwas für ihre nervösen Finger. :ohhh:

    Aber paßt schon, es ist ja nur konsequent, das wieder Gerät beschafft wird, das die Landesverteidigung 2.0, der Landsturmsoldaten Ü60 bedienen kann X/


    Servus der murkser

  • Hallo,


    ich hab das auch verfolgt und erstmal zur Kenntnis genommen, zumal ich damit ja auch beruflich zu tun habe. Die Konsequenz wird erstmal sein, daß die Geräte, deren Nutzung ja ohnehin bis 2025 geplant war, wohl auch danach vorerst nicht in großen Mengen auf dem Markt auftauchen und entsprechend teuer bleiben.


    Erstmal folgendes:

    Dann soll man sie den lokalen Feuerwehren geben.

    Das ist nicht möglich! Ich habe ja schon mehrfach auf solche schönen Suchbegriffe wie "Bandplan" und "Frequenzzuweisung" hingewiesen. Das SEM 70/80/90 ist nun mal ein militärisches Gerät und arbeitet eben nur auf Frequenzen, die exklusiv für militärische Verwendung zugewiesen sind. Die Feuerwehr o.ä. hat da nichts zu suchen; die haben ihre eigenen Frequenzzuweisungen, z.B. das 2m- bzw. 4m-Band. Diese Bandpläne sind international bindend!


    Daß die Geräte im Ahrtal gut funktioniert haben, zeigt ja erstmal, daß die Geräte für ihren Verwendungszweck grundsätzlich auch geeignet sind. Das kann man von vielen Neuentwicklungen, z.B. vom digitalen BOS-Funk, ja nun nicht unbedingt behaupten. Ich bleibe deshalb auch bei meiner Meinung, daß digital nicht unbedingt immer besser ist als gut funktionierende Analogtechnik (das bezieht sich nicht nur auf die Funktechnik).


    Leider sind beim SEM 70/80/90 die Bandgrenzen auch sehr starr an der Zuteilung ausgerichtet. Im Gegensatz zur unteren Bandgrenze von 30 MHz des SEM 70/80/90 fängt das SEM 25/35 schon bei 26,00 MHz an zu arbeiten. Da in diesem Bereich neben dem CB-Funk bei 27,00 MHz auch das 10m-Amateurfunkband liegt, fällt es unter die Definition nach §2(3) des Gesetzes über den Amateurfunk und ist damit per Definition ein Amateurfunkgerät und darf so durch Funkamateure legal genutzt werden. Das geht mit den neueren Geräten leider nicht (die 50 MHz mal ausgenommen).


    Den Vergleich mit den ausländischen Funkanlagen ("Kommunikation mit den NATO-Partnern auf Augenhöhe") vom Der BundesBär würde ich nicht so eng sehen.

    Glaubt mir - die anderen kochen auch nur mit Wasser...

    Da ich (mit Ausnahme der russischen) so ziemlich sämtliche Marinefunkräume der Ostsee kenne, kann ich guten Gewissens sagen, daß wir im Vergleich dazu gar nicht so schlecht aufgestellt sind.


    @Admins/Mods

    Aufgrund dieses Threads Funkgruppe gesucht. und da das Thema Funk ja für viele hier nicht so ganz uninteressant ist und die Beiträge hierzu meist irgendwo in den Fahrzeuggruppen (insbesondere Kübel, Iltis und Wolf) verschwinden, schlage ich vor, wie oben schon erwähnt im Bereich "Militärfahrzeugtechnik" ein entsprechendes Unterforum für Funk- und Fernmeldetechnik einzurichten.

  • dd1lm: Das die Feuerwehren so mit den Geräten nichts anfangen können ist mir auch klar. Ging mir drum auszudrücken, dass der erfolgreiche Einsatz in der Katastrophe an der Ahr kein Grund dafür sein sollte von einer Modernisierung des BW Funk abzusehen...


    Und klar sind nicht alle Armeen 100% digital unterwegs - sie haben aber richtig angefangen.


    Jens

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  • Es gibt ja auch gute Gründe selbst den Acker-Schnacker oder den Melder zu Fuss/Krad im Portfolio der Möglichkeiten zu behalten, die Kommunikatiinswege haben auch in einer Armee des 21ten Jhdt. ihre Berechtigung... aber ohne "C4" gehts halt auch nicht mehr...


    Jens

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  • Hallöle,


    ja Jens, auch Meldereiter und Brieftauben könnte man wieder einsetzen. Das käme auch noch der Traditonspflege zu gute.


    https://www.rbb-online.de/kont…gespraechsbereit-ist.html

    https://www.zeit.de/politik/de…3A%2F%2Fwww.google.com%2F


    Na so toll können die alten SEM 80/90 auch nicht mehr sein, für die heutigen Anforderungen hmmm

    Wenn man sich dann noch zu Gemüte führt, daß die neu beschaffte alte Funktechnik bis 2035 betrieben werden soll, kann man sich ausmalen, daß es auch 2050 noch keine neue Funktechnik geben wird. Weil mehr als eine 1/2 Milliarde Euros für Opas Funkbude ausgegeben worden war und die kann man doch nicht schon nach nicht einmal 15 Jahren wieder aussondern.

    Und wer weiß ob es dann noch eine NATO gibt, dann bräuchte es das Gedöns, von wegen mit anderen Kollegen sich verständigen können gar nicht mehr.

    :bye:



    Servus der murkser

  • Aber paßt schon, es ist ja nur konsequent, das wieder Gerät beschafft wird, das die Landesverteidigung 2.0, der Landsturmsoldaten Ü60 bedienen kann

    Jupp Landsturm passt scho. Die mußen ihre Ausrüstungen auch selber besorgen, wie es die Resis die letzten 30 Jahre gemacht haben.

    Ausserdem sind warscheinlich mehr alte Geräte in den Kamaratschaften vorhanden als die Bundeswehr im Einsatz.

    Die alten Geräte hatten einen endscheidenen Vorteil ... man konnte sie dem Feind an den Kopf werfen.

    Gruss Gunnar:barett-gn:

    Der Herrgott schuf in seinem Zorn , den Sennesand bei Paderborn,

    doch der Grenadier der wollte mehr,

    nun schaufelt er in Grafenwöhr:barett-gn:


    :pump:MACHEN IST WIE WOLLEN, NUR KRASSER!:pump: