Stossfänger sanieren

  • An meinen Stoßstangen sind wahrscheinlich an den Ecken die Überlappungen unterrostet und heben sich ab. Ist es möglich, die Teile zu trennen, wenn die Schweisspunkte ausgebohrt werden? Danach dann die Teile entrosten, planen und wieder neu verschweissen. Letztendlich dann neu lackieren. Hat das schon mal jemand mit Erfolg hier gemacht?

    Gruß aus Ostfriesland


    Nimm die Menschen wie sie sind, es gibt keine anderen.

  • Mit Erfolg genau genommen noch nicht, aber abgetrennt und beiseite gelegt habe ich die Ecken und Aufnahmen schon Mal. Das geht, ist allerdings etwas Schleifarbeit. Vielleicht muß man danach ein paar Bleche einsetzen, wenn sie allzu dünn gerostet sind, aber das sollte mit etwas Einsatz gehen :schweißen:. Bei mir war das U-Profil dermaßen verbogen, es war nicht mehr zu retten. Nur ein neues Profil habe ich mir bis heute nicht biegen lassen…

    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

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  • Wie weit kommt man mit Fertan an der Stelle?

    Soweit den Rost vorher entfernen.

    Und dann gib ihm!!

    Habe ich selber noch nicht probiert aber ein Kollege hatte letztens eine ähnliche Stelle.

    Seitdem rostet es nicht mehr (so dolle)

    Erstmal den einfachen Weg gehn, schwierig wird es dann von alleine.


    Gruß Rudi

    Oldtimer fahren ist wie fliegen.
    Nur nicht so schnell, aber genauso laut. 8)


    Das Glas ist nie halbleer sondern immer halbvoll. (Denke immer Positiv)

  • Hallöle,


    Rostumwandler ist da nur ein untaugliches Placebo. Die Suppe bekommst ja erst garnicht an die gammeligen Stellen.

    Würde der Rostumwandler auch an die richtigen Stellen gelangen und seine Arbeit tun, dann wären die Teile aber immer noch verformt.

    Hier helfen nur Flex und Dremmel. Die Teile voneinander trennen mechanisch entrosten und wieder zusammen braten.


    Eine hintere Stossstange habe ich gerade nicht zur Hand. Aber da sind die Teile auch in dieser Art verschweißt.

    Eine Mischung aus Schweißpunkten und Raupen.

    42418699qz.jpg


    42418700hy.jpg



    Servus der murkser

  • Hallöle,


    Kann man das nicht einfach verzinken lassen ?

    Da wird ja zur Vorbereitung auch geätzt und Chem. entrostet.

    das mag schon möglich sein, aber unter den überlappenden Stellen wird das Material auch mit dieser Methode nicht saniert. Und buckelig ist es dann immer noch. Aber schön verzinkt buckelig ;-)


    Servus der murkser

  • Vielleicht bloed gefragt aber ausser Original - was sprich dagegen de Ecke abschraubar zu machen? Innerhalb des Ecke 2 Gewinden zu schweissen, Traverse bohren und zusammen bauen :deck::/

    Beim gescheide Positionnierung von Gewinden zollte es perfekt passen und nicht klappern 8]

    Kostet auch weniger als verzinken uvm.....

  • Moin,

    ich würde die Ecke vorsichtig abtrennen, das Eckstück passend machen um es anschließend (ohne Überlappung) auf Stoß anzuschweißen. Danach die Stoßstange sandstrahlen und feuerverzinken lassen.

    Dann hat man eine zeitlang Ruhe vor'm Rost.


    Galvanisch verzinken ist totaler Mist und rausgeworfenes Geld wenn die Teile der Umwelt ausgesetzt sind. Im Innenbereich ist das aber in Ordnung.


    Die Ecken schraubbar machen (;-) wie beim G-Modell hinten, da sind die Ecken aber in Kunststoff) wäre ein Option. Nur muß man dann mit Zwischenlagen, wie z.B. Gummi, arbeiten. Sonst vibriert sich die Oberflächenbeschichtung durch und der Gammel geht weiter.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Hallöle,

    ich meine aber mehr galvanisch verzinken.

    Früher wurde das beim Feuerverzinken schon mal buckelig. Das ist aber jahrzehnte Her.

    war vielleicht missverständlich von mir ausgedrückt:

    Ich meinte nicht, daß es vom verzinken buckelig wird, sondern, daß die Rostbeulen von der Vorbehandlung, ohne die Teile zu trennen, nicht verschwinden.


    Na direkt auf Stoß würde ich die Teile nicht wieder zusammenschweißen. Geht ja auch eigentlich nicht, weil es da ja einen Unterschied von den Maßen her gibt. Damit es nach der Rostbehandlung wieder wie original aussieht muß vom Stossstangenprofil schon noch ein kleiner Überstand von ein paar mm in das Eckstück hineinragen.


    Danach dann von mir aus verzinken, pulverbeschichten. einbrennlackieren, vergolden, mit Weihwasser besprengen, oder einfach nur vernünftig grundieren und Lackieren. Sollte dann die nächst fünfzig Jahre ok sein. :&:-O:%


    Servus der murkser

  • Der Murkser hats gesagt, dem ist nichts hinzuzufügen.


    Eine Feuerverzinkung hat an einem Fahrzeug nichts zu suchen, da sie zum Einen die Materialeigenschaften verändert und die denkbar schlechteste Basis für nachfolgende Lackierungen bietet.


    Sofern das ordentlich verschweißt, grundiert und lackiert wird, braucht man sich um Korrosion da überhaupt keine Gedanken mehr machen.


    Überschweißbare Grundierungen sind zwar ein tolles Verkaufsargument aber in der Realität auch totaler Mist (nicht das Produkt an sich, sondern das Schweißen auf dem Primer). Es lässt sich weder gut schweißen, noch bleibt die Grundierung an der Randzone erhalten.

    Da finde ich die Vorgehensweise mit dem reinlaufen lassen von verdünntem Lack wesentlich besser, was auch gut funktioniert.

    Wichtig ist dass der Bereich später gut abgeschlossen ist.

    Bei einer meiner Stoßstangen ist eine hauchdünne Raupe Sikaflex auf den Übergängen. Die hat dafür gesorgt dass da keine Luft dazwischen kommt.

    Hat bestens funktioniert.


    Die Frage ist wie groß der Aufwand ist die Teile zu trennen und aufzuarbeiten.

    Aktuell gibt es sie ja noch als Repro für viel Geld zu kaufen.

  • Eine Feuerverzinkung hat an einem Fahrzeug nichts zu suchen, da sie zum Einen die Materialeigenschaften verändert und die denkbar schlechteste Basis für nachfolgende Lackierungen bietet.

    Moin,

    das ist fachlich nicht richtig.


    Bei einer Feuerverzinkung im Tauchbad richten sich die Moleküle, die beim Schweißvorgang durcheinander geraten sind, wieder aus. Deshalb gibt es auch eine sog. Schweißfolge bei Konstruktionen die im Anschluß feuerverzinkt werden sollen. Wenn die Schweißfolge nicht eingehalten wird hat man nach der Verzinkung Verzug und das Werkstück ist ggf. zu entsorgen...


    Merkwürdig, daß fast alle Anhängerkonstruktionen heute feuerverzinkt sind.hmmm


    Eine ordentliche Nachbehandlung des verzinkten Werkstücks und eine sorgfältige Reinigung mit geeigneten Mitteln lassen eine problemlose Lackierung oder (Kunstoff-)Beschichtung zu. Manchmal setzen die Verzinkereien auch kein reines Zink ein, bei einem Anteil von Aluminium im Tauchbad macht eine Lackierung genau so viel Probleme wie bei reinem Alu.

    Aber auch dafür gibt es geeignete Mittel.

    Wikipedia schreibt zur Nachbehandlung/Vorbehandlung:

    Vorteilhaft sind chromfreie an der Luft trocknende, wasserlösliche Tauchlacke, die in einer Tauchapplikation aufgebracht werden können. Meist sind die Nachbehandlungen auch ein ausgezeichneter Haftgrund für eine anschließende Pulverbeschichtung bzw. Nasslackierung.

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Meine bescheidene Meinung:


    - Der Rost zwischen den Blechen ist einen Zentimeter dick. Nichts außer mechanischer Bearbeitung nach dem Zerlegen bringt den da raus.

    - Die Teile auf Stoß zu schweißen bringt nichts, außer daß es danach nicht mehr aussieht wie Original.

    - Verzinken ist rausgeschmissenes Geld, weil es keinen Vorteil bringt, denn:

    - Wenn man die Teile entrostet =>Sandstrahlen, zusammenschweißt, Lack in den Spalt laufen lässt und alles rundherum abdichtet und dann ordentlich lackiert rostet die Stelle nie wieder.

    - Schraubbar wäre eine gute Lösung, ist aber auch unnötiger Aufwand.

    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

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  • Natürlich werden speziell dafür vorgesehene Feuerverzinkungen im Fahrzeugbau verwendet, ich ergänze meinen Hinweis daher gerne um die Bemerkung "..hat nichts zu suchen, sofern nicht werkseitig feuerverzinkt", danke für den Hinweis.



    Hier geht es allerdings auch nicht um feuerverzinkte Anhänger, oder zu lackierendes Aluminium, sondern um eine Kübelwagenstoßstange.



    Den genannten Grund der Veränderung des Materialgefüges mal außer Acht gelassen, würde ich dieses Teil allerdings niemals feuerverzinken.


    Selbst nach Anwendung der Netzmittelwäsche und einer für Zinkoberflächen geeigneten Grundierung, würde ich das Risiko dass die Zinkschicht weiterhin ausgast (was die Beschichtung abhebt - gerade wenn diese noch erst kürzlich verzinkt wurde), bzw. dass Osmose entsteht (was die Schichtstärke der Beschichtung verringert und letztendlich wieder zum Entstehen von Zinksalzen und Abheben der Beschichtung führt) als sehr groß beurteilen. Zumindest an den Überlappungen ist mit der Netzmittelwäsche (welche vorrangig die adhäsionshemmenden Salze entfernt) oder auch dem Sweepen (hiermit wird die Zinkschicht aufgerauht, bzw. durchlöchert und das Ausgasen kompensiert) nichts zu holen.

    An diesen Stellen wird die Beschichtung sich nach einiger Zeit ablösen. Sofern noch jemand oxidativ härtende Lacke (z.B. 1K Kunstharz) ohne speziellen Haftgrund verwendet, sogar in recht kurzer Zeit.


    Auch wenn diese Problematik nicht bestünde, würde ich schon aufgrund der geometrischen Form die fachgerechte Durchführung der Netzmittelwäsche anzweifeln.



    Ich stehe dem lackieren von feuerverzinkten Oberflächen grundsätzlich ablehnend gegenüber, das liegt an den gemachten negativen Erfahrungen und Beobachtungen diverser Projekte die ich begleitete.

  • :offtop:

    Wir beschichten und lackieren seit etlichen Jahren feuerverzinkte Konstruktionen in Schleswig-H. (salzhaltige Luft) mit durchweg positivem Ergebnis.

    Das Pritschen-Untergestell eines MB100 war das 1. verzinkte Objekt im KFZ-Bereich das sich im Streusalzbereich über Jahre bewährt hat.

    Die Stoßstangenecken hinten an meinem G sind verzinkt und waren problemlos (mit deinen Komponenten :daumenhoch:) haltbar & problemlos zu lackieren. Die Salzprobe kommt noch...


    Daher kann ich lediglich dem Einhalten der Originalität in deiner Argumentation zustimmen.

    :offtop:ENDE

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Hallöle,


    weil ich Kübel und Käfer sowieso nicht der winterlichen Salzlaake aussetze halte ich einen herkömmlichen Lackaufbau für die Stossstangen für vollkommen ausreichend. An den Innenseiten noch Wachskonservierung dran und gut iss.


    Die Stossstangen Innenseiten am Jubikäfer habe ich damals gleich nach der Übernahme bei Auslieferung demontiert, mit Zinkgrund gestrichen und hellgrau lackiert. Die Teile sind immer noch tadellos am über ca. 25 Jahre ganzjährig betriebenen Fahrzeug. Nur der Chrom hat etwas gelitten.

    An den entsprechenden Teilen vom ´62er Export, (original VW Stossstangen aus den 1960er Jahren) bin ich ebenso verfahren. Thema kannst vergessen, weil da nichts mehr dran zu machen ist.


    Denke mal es kommt auch darauf an ob die Verzinkerei vor Ort die Kompetenz für solche Fälle wie eine Autostosstange hat.

    Ein Auto ist kein Gartenzaun.

    Bevor die herkömmlich aufgearbeiteten Stossstangen weggerostet sind, bricht wohl eher der Kübel auseinander.


    Servus der murkser

  • Diese Grundsatzbeiträge führen nach /dev/null (für Laien: in's Abseits)

    Wer eine dauerhafte Konservierung für seine Mühe der Restaurierung erzielen möchte kommt an Kosten nicht vorbei.

    Wer absolut original will kann das Objekt seines Interesses auf Bildern genießen.

    Nur war bei Militärfahrzeugen allgmein die Haltbarkeit von untergeordnetem Interesse.


    Das war's für mich in diesem Beitrag. ,:)

    Gruß Jens


    „Wenn du weißt wo du bist kannst du sein wo du willst“

  • Hallöle,


    oha, kann da jemand eine andere Meinung nicht aushaltenhmmm


    Weißt du mein Lieber, ich murkse jetzt auch schon ein paar Jährchen an meinen Kisten herum. Und einer meiner Erfahrungswerte ist halt, daß solche Aufgabstellungen wie oben auch mit relativ herkömmlichen Mitteln bei ausreichender Sorgfalt gut gelöst werden können.

    Eine gute Arbeit mit einem zielführenden Ergebnis muß nicht zwangsläufig teuer sein.



    Servus der murkser

  • Also die neuen Verzinkungsverfahren sind so perfekt, da muss nix mehr grossartig entfettet werden oder überschuss abgekopft werden.

    Den gibts allein aus Kostengründen nicht .


    Verzinken ist ja nicht so teuer, extrem langlebig und wartungsfrei

    Kosten_Preise_Feuerverzinken.jpg

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • Hallöle,


    wie gesagt:


    Danach dann von mir aus verzinken, pulverbeschichten. einbrennlackieren, vergolden, mit Weihwasser besprengen.....


    Verzinkt von mir aus was ihr wollt......


    Die Kübelstossstangen sind ja nicht verchromt, die Käferstossstangen schon. Wie würde der Verzinker hier verfahren:?:



    Servus der murkser