Unvergessliche Erlebnisse vom Bund

  • 92 ,Hammelburg war ich in der Inst,und musste unseren MTW saubermachen.

    Neben mir wurde ein 5tonner repariert.

    Stuffz zu mir:" schau mal ob der blinker geht"

    Ich " geht,geht nicht,geht,geht nicht"

    Er hat's nicht gleich geschnallt,hab ich ihm gesagt "komm her,schau selbst"

    Dann hat er es verstanden=)

    Mach ich heute noch gerne

    Gruß Thomas

  • Hallöle,


    Ausspruch von unserem Herrn Hauptfeldwebel "Warz" Rugi:


    "Wenn sie zu blöde sind sich das zu merken:

    Dann schreiben sie sich das auf!

    Ich schreibe mir auch alles auf"


    Oder: Kopfschüttelnd über eine krasse Fehlleistung eines Zeitgenossen:

    "Der, ähm, der, der Mann der ist nicht blöööde. DER ISS SO"


    Höchstes Lob aus Rugis Munde:

    "So jetzt gefällt mir die Scheiße schon besser"


    Hatte mal auf eine Frage vom Herrn Hauptfeldwebel mit "Jawohl" geantwortet, Kommentar:


    "Mensch B. wissen sie überhaupt was "Jawohl" heißt:?: Pionier B.: "Ja, Jawohl Herr Hauptfeldwebel"

    Warz: "Jawohl heißt "Leck mich am Arsch"" Pionier B.: "Jawooohhl Herr Hauptfeldwebel" Beiderseitiges :-D


    Im U-Raum vermittelt der Warz deutsches Liedgut und trägt die ersten zwei Strophen von "Wildgänse rauschen..." vor.

    Stimmt sich ein, räuspert sich, hebt an.....sieht die "Das Leben des Brian" Grinsenverdrück-Gesichter der Kompanieangehörigen und droht allen:

    "Der erste der lacht, hat heute noch Wache!"


    Nach einem Beinahe-Verkehrsunfall im Kübelwagen über seinen Kübelfahrer:

    "Ich glaube der Gefreite Bl. mag mich nicht. Der wollte mich heute tot fahren"


    Servus der murkser

  • In der Grundi auf dem Standortübungsplatz brüllt der Stuffz beim größten Matschloch plötzlich Fliegeralarm.

    Da ich kein Bock drauf hatte ,stellte ich mich neben einen Baum.

    Stuffz :Funker B.......h Fliegeralarm

    ich stehe hinter einer Hecke

    Stuffz: Ich sehe keine Hecke

    Ich sehe ja auch kein Flieger.



    Das WE war darauf hin etwas kürzer.

  • Hallo Leute,
    1990 , Fahrstunde 1017 Delmenhorst!
    OG schaltet mit Gefühl und Zwischengas hoch!
    OFW : Herr OG, Sie brauchen kein Zwischengas geben, daß Getriebe ist synchronisiert!
    Antwort vom OG : Schauen Sie doch mal die vielen Mädels hier, wenn die das hören, denken die mann ,der kann fahren!!!
    Da konnte sich der OFW das Grinsen nicht verkneifen.
    Gruß TomB:):thumbsup-blue:

  • Wo wir gerade bei der Fahrschule sind.

    1982 Fahrschule Oldenburg.

    Es ging um das ankoppeln von Anhängern. Einige Kameraden sprachen Hauptsächlich vom Hänger.

    Nach einer gewissen Zeit platze dem HFW der Geduldfaden und er wurde Laut.

    "Meine Herren, wir haben hier bei der Luftwaffe nur Anhänger, den Hänger haben sie in der Hose."B:)

  • Ach ja, als SaZ 8 Mannschaften bei der D/F Brigade hatte ich da einiges erlebt. Eingesetzt als VU (Gehilfe) in der Stabsbatterie.

    Anruf aus dem Hohlblock (Stab) ich solle mal kurz antanzen, es gäbe außergewöhnliche Aufträge. Mein TEF war mal wieder auf Lehrgang und ich tapperte dorthin.

    Vor mir ein hochmotivierter, frisch beförderter Leutnant der mir eröffnete das der Verteidigungsminister, damals Scharping, kommt und er tolle Ideen hat die Einheit zu präsentieren. In meinem Kopf sah es etwa so aus:*::T:no:

    Wir fuhren auf unseren StoÜpl und er zeigte mir einen Raum wo er sich wie was vorstellte.

    Eher ein wildes Camp mit hier und da abgespannten Planen, Tarnnetzen und aufgestapelten Munitionskisten und Fässern.

    Dann wünschte er sich noch Strohballen die so verteilt werden sollten als wären diese willkürlich aus der Luft abgeworfen worden.

    Da der Dienstherr leider keine Vers-Nr für Strohballen vorweisen konnte musste ich mal wieder Kontakte spielen lassen.

    Zufällig wusste ich das mein Kamerad in der 2. Bttr Nebenerwerbslandwirt war. Nach einem Anruf war die Quelle klar und via S4 Abteilung wurde der Preis geklärt.

    Abends fuhren wir das Material laden, er zeigte uns den Hof und aus irgendeinem Grund fuhren wir erst morgens zur Kaserne zurück.:bier:

    Nun kamen wir an das verteilen der Ballen, aber irgendwie sah es dem Leutnant nicht willkürlich genug aus.

    Jetzt kannte ich von einem Lehrgang her einige Heeresflieger, ich glaube aus Meßstetten? und rief dort einfach mal an.

    Nach einem Vorgeplänkel kam ich auf den Punkt und fragte ob sie die Tage nicht mal über unserer Gegend mit ihren Hubschraubern kreisen. Er meinte man müsse dazu einige Genehmigungen einholen, Kostenumlage aufs BmVg, Landeerlaubnis mit Sicherungen etc oder 2 Kisten Weißbier. hmmm

    Nachdem die Marke ausgehandelt war machten wir einen Treffpunkt auf dem Stoüpl aus, welcher für diese Zeit für die Vorbereitungen ohnehin gesperrt war, aber man hat ja Zufahrtsberechtigung und Schlüssel.

    Die Ballen und das Bier wurden umgeladen und die Besatzung eingewiesen. Der Hubschrauber setzte sich auf die Baumspitzen und ging seiner Arbeit nach.

    Die meisten Ballen blieben sogar ganz, und nachdem wir die Netze und Planen aufspannten fuhren wir zurück zur Kaserne wo wir anscheinend schon erwartet wurden.

    Am Tor wurde ich direkt angewiesen rechts ran zu fahren und mich sofort ins Stabsgebäude zu begeben.

    Jeder, aber echt jeder grinste mich seltsam an und via Poststelle, Kasernenfeldwebel und S2 landete ich beim Kommandeur.

    Er bot mir einen Stuhl an und sah mich lange und eindringlich an.

    HG H......, wissen Sie irgendwas über einen Hubschrauber welcher auf meinem Platz landete und anschließend Material abgeworfen hat?hmmm Bei ihm war nichts dergleichen angemeldet.

    Ich holte gerade Luft, aber er winkte ab und erklärte mir das Prozedere einer Anforderung für Luftfahrzeuge,wer das machen darf, und warum sowas meist abgeschmettert wird.

    Stille im Raum. Dann erklärte ich kurz meinen erhaltenen Auftrag, er nickte wohlwollend und meinte wir sprechen nach Dienst darüber.

    Kurz vor Dienstschluss kam der Kommandeur dann zu mir ins Büro:kinnlade:

    Er schickte alle raus und bat mich zu bleiben. Es folgte ein langes Gespräch über Dienstwege und die darin erhaltenen Stolpersteine.

    Auf Nachfrage seinerseits bei den Heeresfliegern stellte sich dann heraus das diese nie hier waren.

    Ich erwähnte das ich die Dienstwege kenne, aber auch deren Bearbeitungszeiten und das diese für das geplante Zeitfenster des Vorhabens nicht zuträglich waren.

    Er hörte mir zu und meinte, das die Bundeswehr mehr solcher HG wie mich brauchen könnte. Er würde mich gerne fürs EK vorschlagen, allerdings würde die Begründung unweigerlich übers Truppendienstgericht führen:schulterzuck:


    Aber er wusste was er an mir hatte, es kamen während meiner Dienstzeit immer wieder mal besondere Versorgungsaufträge,

    und ja, ich hatte eine gewisse Narrenfreiheit.:helau:

    Eine von vielen Geschichten meiner Dienstzeit, einige habe ich noch.

  • Ramboduck

    Das Organisationstalent lernte ich als OG bei 4./RakArtLBtl 52 in Kusel bzw Hermeskeil.

    Dort gab es als HVk Einheit nicht viel, außer Mangel an Material und Saz Stellen. Dort war ich einer der 1. W23

    Unsere Mars waren ständig auf Abstellung für die ArtSchule Idar Oberstein und Baumholder wurde eine 2. Heimat.

    Dort hatten wir eine Patenbatterie bei den Amerikanern und wann immer sich die Gelegenheit bot gab es Treffen und Unternehmungen.

    Zur Weihnachtszeit gab es den schönen Brauch dass deutsche Familien junge amerikanische Soldaten die ohne Angehörige hier stationiert sind, zum Weihnachtsfest einzuladen.

    Diesmal erwischten wir einen sehr netten Kerl und wie sich herausstellte war er von unserer Patenbatterie. Naturgemäß kamen wir über Militär ins Gespräch und ich erzählte ihm von der Mangelverwaltung bei uns.

    Jetzt eröffnete er mir das er sinngemäß in der Versorung sitzt und solche Probleme nicht kennt.

    Er meinte mal das wenn wir was brauchen sollen ich ihn anrufen. Eigentlich halte ich nicht viel von solchen Gesprächen, aber ich behielt den Zettel mal.

    Die Urlaubszeit war um, man verabschiedete sich und man hielt tatsächlich Kontakt.

    Da unser Stab damals noch in Idar Oberstein saß, waren Fahrten zw den Standorten unumgänglich, und diese führten über Baumholder;-)

    Damals kam man noch mit Truppenausweis bei den Verbündeten rein, und mit grünem Auto meist ohne Kontrolle :engel:

    Ende Januar waren Abstellungen geplant, doch 3 Werfer waren nicht einsatzbereit, bei einem sogar die Kreiselanlage defekt was eigentlich DepotInst bedeutet.

    In der Brusttasche war noch ne Telefonnr.

    Es war wirklich ein kurzer erfolgreicher Anruf. Ich sagte meinem Zugführer Bescheid er möge die Teile ausbauen lassen, ich wüsste da was. Er kannte mich schon etwas länger und fragte nur resigniert ob mein Vorhaben irgendwo im Strafgesetzbuch erwähnt wird. :engel:

    Resigniert ließ er mich losfahren und als ich nach 2 Stunden wieder im T-Bereich ankam und die Plane der Heckklappe öffnete, ernete ich erstaunte Blicke.

    Aber es war keine Zeit um Fragen zu stellen und die Teile wurden eingebaut.

    Einige vorgesetzte Dienstgrade waren brüskiert, weil sie übergangen wurden, doch unser BttrChef schmetterte alles ab. Der Laden muss laufen, Papiere machen wir später war seine Antwort.

    Der Chef machte sich mal die Mühe, die Preise für E-Teile zusammenzufassen.

    Ich fuhr damals mit knapp 1,2 mio DM auf der Vw Pritsche rum:deck:

    Leider gab es keine Möglichkeit bzw freie Stelle um mich als SaZ zu übernehmen. So kam ich dann zum FArtBtl 295 nach Immendingen, einer KRK Einheit wo es zwar alles gab, doch alles am falschen Ort.

    Wie ich dort dann einen inoffiziellen Tauschkreis eröffnete kommt ein andermal.



    Gruß

    Mario

  • Hallöle,


    Einsatz im Westen

    Im Sommer 1983, die PzPi290L befand sich mit dem größten Teil der Funkkaserne mitten in der Sommerdienstbefreiung. Nur zwei Wachgruppen und dazu ein paar Leute welche sich andauerend als Wache, GvD, UvD, Alarmfahrer ablösten und noch ein paar andere Hanseln welche die nötigsten Funktionen der PzPi aufrecht hielten waren präsent.

    Das PzPi eigene Kompaniegebäude aus den 1930ern sollte renoviert werden. So war die noch anwesende Belegschaft damit beschäftigt den Umzug in die behelfsmässige "Kompanie" zu bewerkstelligen.

    Bei einem Morgenantreten holte mich der Zugführer Warz Rugi vor: "Gefr. B. machen sie ihr Auto flott, hol´n sich beim Schirrmeister ´n Fahrbefehl. Nach Mittagsantreten fahren wir zum Bahnhof Milbertshofen und verladen den Panzer".

    Der Panzer war eigentlich soweit marschbereit, weil sich die Kompanie für die nächste Abstellung, die Lehrvorführung "Hamburg" am Wasserübungsplatz Ingolstadt fertig gemacht hatte.


    Nach Mittag setzte sich die Minikolonne bestehend aus Rugis Iltis, einem VW Bus vom Sanbereich und dem TPz Fuchs in Bewegung Richtung Rangierbahnhof München Milbertshofen. Das waren ja nur ein paar innerstädtische Kilometer.

    Angekommen an der Verladerampe war kein Waggon da. Aber da wuchs in der Annäherung ein kleiner Punkt zu einer Rangiergarnitur heran. Die kleine Lok brachte einen einzelnen zweiachsigen Rungenplattformwagen. Meinem Kommandanten/Beifahrer entfuhr ein "Oh mei, so eine Scheiße" und ich dachte im Moment das gleiche. Auf so einen Waggon hatte ich schon einmal verladen jedoch über Stirnrampe, aber hier war keine Stirnrampe. Die Laufflächen der Reifen standen bei diesen Waggons auf jeder Seite ungfähr 1/3 ihrer Breite über. Von der Seite auf so einen kurzen Waggon zu fahren mit nur ein paar Metern vorne und hinten zum Rangieren zu haben, trieb mir schon den Schweiß auf die Stirn, da war der Waggon noch gar nicht abgekoppelt und eingebremst.


    Die Lok verschwand wieder, der Waggon stand da und mußte noch hergerichtet werden. Die Rungen waren schon teilweise entfernt worden, aber alle Bordwände mußten noch abgeklappt werden. Zwischen der Kante der Seitenrampe und der Ladeplattform des Waggons tat sich ein erheblicher Spalt auf. Mein Kommandant und Einweiser wies zwei mitgefahrenen Soldaten v.d. PzPi an weiters die Ketten und Keile aus dem Kampfraum vom TPz Fuchs zu holen und seitlich des Kopfsteinpflasters ab zu legen. Die zwei Verladehelfer sollten sich dann hinter Waggon und Panzer postieren und "aufpassen!". VW Bus und Iltis standen i.d. nähe. Hauptfeldwebel Warz Rugi überwachte das Geschehen, wippte auf den quitschenden Absätzen seiner Knobelbecher und blinzelte in die strahlende Sommersonne.


    Das Verladen sollte dann so von statten gehen wie das fahrschulmässige Einparken in eine Parklücke. Soweit so schön, nur daß in unserem Falle die "Parklücke" ein Fläche schmäler als das Fahrzeug war und an drei Seiten einen Abbruch von gut 1 1/2 m Tiefe darstellte. Der Fahnenjunker-Kommandant baute sich vor dem Panzer auf und fing an "ein zu weisen". Er vollführte fernsehreife Ruderbewegungen, die er dann im Moment des erkannten Irrtums mit heftig abwinkenden Flatterbewegungen "korrigierte". Warz Rugi schaute sich das immer schwerer atmend, die Nüstern blähend an. Die Lockerheit in den wippenden Beinen wich einem festen, v-gespreitzten Stand. Mit immer mehr Vorlage wie ein Schifahrer-Lehrling und die Hände in die Hüfte gestemmt musterte er die Prozedur.


    Mehr nach Ahnung und Gefühl machte ich, die Armweisungen des "Einweisers" interpretierend, ein Rückwärtsfahrmanöver auf die "Parklücke". Als einzige Orientierungshilfe konnte ich nur auf den Boden links von mir schauen. Die Rückspiegel waren keine Hilfe, weil beim Verladen beide Türen geöffnet sein müssen. Also von mir aus quasi Blindflug.

    Der Einweiser, auf eine glückliche Fügung hoffend, ließ den Panzer rollen. Von hinten erscholl ein "Hooooit, Hooooit oooobacht !!!" Einer der Aufpasser hatte angeschlagen und meldete das Hinterrad rechts sei im Begriffe ab zu stürzen.

    Von Warz Rugi kam das erste Donnerwetter. Er stand jetzt direkt auf meiner Höhe ein paar meter entfernt. Aber er hatte den Einweiser gemeint.

    "Der, der (auf mich den Fahrrer deutend und meinend) kann doch nix sehen, der muß sich doch auf sie verlassen können! Jetzt weisen sie doch mal richtig ein!" Der Fahnenjunker schwitzt, grinst vergeblich auf Milde hoffend. Stellt sich in Grundstellung und ruft sich die Dienstvorschrift in´s Gedächtnis die figürlich darstellend die entsprechenden Handzeichen lehrt. Aber das dauert zu lange. Von der Seite schallt´s "ja, ja ich glaub´s ja nicht, ja wird das heute noch was?!!" Die Rugi Alarmsignal-Warzen konnte ich nicht so sehen, ich hatte ja anderes zu tun. Aber sein Tonfall war nicht wirklich empört. Ich hatte den Eindruck, er hatte Genuß dabei den Herrn sonst oft so siebengscheiten Gymnasiasten Altgriechische Fahnenjunker ´mal so richtig zittern zu sehen.

    Inzwischen hatten sich zwei Buben, wohl keine 10 Jahre alt, mit ihren BMX Rädern ein gefunden und beobachteten die Verladeaktion. Nach einem weiteren lautstarken Einwurf vom Hauptfeldwebel richtung Einweiser stellte der eine der Buben fest: "Wenn der Mann da so herumschreit wird der Fahrer und der andere Mann da ja ganz nervös". Der andere Bub lästerte: "Meinst wir haben so viel Zeit bis die da mit ihrer Karre fertig sind?"

    Warz Rugi fährt herum, nimmt die beiden Kritiker mit seinem grimmigsten Gesicht in´s Visier und herrscht: "Wenn du noch einmal zu meinem Panzer "Karre" sagst, dann nehmen ich dir dein Fahrrad weg!" Beide ziehen ab. Der Sani kramt in seinem Rotkreuz Täschchen, Beruhigungsmittel?


    Mit einigem hin und her, vor und zurück, Geplärre, von allen Seiten "jahhh, soooo guat iss, anders, aaaaanders jaaa geht" "JA HALTET IHR DA HINTEN ENDLICH MAL DIE KLAPPE!!!" -- "DA DA VORNE IST DER EINWEISER!!" Ja und der schlotterte und schwitzte, pah "ALTGRIECHISCH"; schaukelte sich der Fuchs dann doch in Position, der Verlademeister konstatierte endlich: "Ja, dann besser wird das nicht mehr, jetzt macht den Panzer endlich fest, sonst wird das hier noch Nacht" Versandfertig verpackt auf dem Waggon und endkontrolliert vom Verlademeister überliessen wir den Fuchs der Deutschen Bundesbahn und rückten ab, zurück in die Funkkaserne.

    Am nächsten Tag sollte ich dann auch erfahren warum der Panzer verreisen sollte und wohin.



    Servus der murkser

  • Tausende Ankedoten aus 12 Jahren.


    EInige nette:

    Bei einem Manöver haben wir recht zügig unsere Azfträge ausgeführt (PiBtl 11). Beim Zugführer nach neuen Befehlen gefunkt. Pause. Dann der Kompaniechef über Funk: "Auftrag III. Zug: Vernichten Sie die Rote Armee oder besetzen Sie 24 Länder Ihrer Wahl!" (frei nach Risiko).


    Auf einer freilaufenden Übung hatten wir als KTF einen schneidigen Oberfähnrich (aber ein guter!). Als ein Feindkommando gemeldet wurde war kein Fz und keine Reserven am KpGefSt. Aber es war ein 17 Sitzer Mercedes vor Ort, der einige Soldaten aus der Kaserne nachgeführt hatte. Er schnappte sich also den Bus und ein paar Mann und verfolgte das Feindkommando. Dann, nach langer Zeit, ein Funkspruch vom SEM35: "Ich benötige umgehend Foxtrott Fünnef Vier für Kilo-Oscar-Mike!"

    Ich saß neben dem Fernmelder im KpGefStd und schrieb Anforderungen (ich war VDF) und konnte nichts mit der Meldung anfangen. Die Sprechtafel hatte kein Kilo-Oscar-Mike. Bis mir der Groschen fiel: Sein KOM (Kraftomnibus) brauchte F-54 (Diesel). Also ein Wolf los mit einem Kanister Diesel, damit der Bus irgendwo zum Tanken konnte. War lange eine gute Geschichte auf den UffzAbenden.


    Sehr nette Geschichte von einer Winterübung: Ich saß im KpGefStd (ein tolles Ferienhaus mit allem Luxus) und machte die Sicherungseinteilung. Bei uns war der I. Zug. Es schneite eftig und es war schweinekalt. Da gab es einen Alarmposten am Ortsrad, wo alle immer freiwillig hinwollten. Sehr komisch. Irgendwann gingen der KTF und ich die Posten ab, abends im Dunkeln. Der sehr gefragte Posten war leer. Wir wunderten uns und plötlzich ging an einem Haus in der Nähe die Tür auf und ein Landser kam angelaufen. Die Lösung: Eine alte Dame in dem Haus machte immer bestes Essen für die Soldaten, die da auf Posten waren, sogar geduscht haben da einige. Weil nichts passiert ist haben wir das Ganze dann vergessen, wir haben den Posten dann mit 3 Mann besetzt, damit sich die Jungs abwechseln konnten, um dort zu essen.


    Noch ein echtes Erlebnis: Bei Active Sword 1997 waren wir mit der D/NL Brigade als Transportkomponente (dann TrspBtl 11). Um 6 Uhr morgens stand eine lange Kolonne an der Grenze, Ziel war der TrÜbPl de Haarskamp, wo wir unterzogen, die Übung an sich fand in Amersfoort statt. Um Punkt 6 Uhr fuhren wir also mit 1 T4 Bus und 2 Wölfen als Vorauskommando los. Stilechg in Flecktarn und mit Ausrüstung. Wir haben den Marschweg ausgeschildert, was bei einigen Niederländern wohl für Verwunderung sorgte, weil deutsche Soldaten da in der Dämmerung irgendwelche Schlder aufstellten. Vor de Haarskamp sollte ich noch Süßigkeiten für den Spieß besorgen. Ich also rein in den Albert Heyn und mit meinen Landsern alles an Mars und Snickers eingesammelt. An der Kasse schaute mich die alte Frau an und ich sagte: "Wir sind hier auf Übung für eine Woche!" Die Kassiererin schaute uns an und sagte dann auf gutem Deutsch: "Na, wenn es diesmal nur für eine Woche ist..."

    (übrigens in 12 Jahren die tollste Übung, mit großartigen niederländischen Kameraden).

    Von Active-Sword noch: Es sollte die Verteidigung einer Kolonne gezeigt werden. Bei der Besprechung sagtealso der deutsche Stationsleiter: Alle Lkw mit MG laffetiert! Die Holländer zuckten mit den Schultern: "Wir haben nur geleaste Zivil-Lkw als Panzertransporter!" Es waren handelsübliche Mercedes mit in grasgrün. Aber die Königin war angemeldet, da musste was gezeigt werden. Die ganze Nacht Krach im T-Beriech, am Morgen ahtte alle Zivil-Lkw eine Drehringlafette. Die haben sie von den Panzern in Amersfoort angebaut und einfach auf das Dach aufgebolzt. Der MG-Schütze musste sich durch ein kleines Dachfenster zwängen. Von den Abenden, den Parties mit den Holländern mit Livemusik, von zollfreien Einkäufen in Büdel, wo zwei 7to voll mit Alkohol und Zigarretten zurückkamen etc muss man ja nicht reden...

  • Ich lese hier vergnügt, die ganze Zeit mit.

    Da ich bei meiner Musterung kurz nach Beginn derselben mit T5 nach Hause geschickt wurde, kann ich keine Erlebnisse beim Bund beisteuern.

    Wenn es gestattet ist aber ein Erlebnis MIT dem Bund.


    Mitte der 80er Jahr lagen wir mit 2 befreundeten Schiffen, nach einer gemütlichen Überquerung des Leitdamms Cuxhaven in Höhe Km 1 bei halber Tiede, in dem kleinen Schlickhafen von Neuwerk. Neben uns lagen noch 3 weitere Boote dort, unter Anderem ein BW Offizier mit seiner Tjalk.

    Während wir uns in stockdunkler Nacht an einem gepflegten Grog wärmten, sahen wir in östlicher Richtung eine rote Fallschimrakete aufsteigen.

    Die Entfernung war bei Nacht nicht abzuschätzen, sodass wir über UKW mit der Seenotrettung Kontakt aufnahmen.

    Nach geraumer Zeit und einigen Telefonaten dererseits stellte sich heraus, da hatte wohl an Land ein unangemeldetes Übungsschiessen stattgefunden.


    Wir wurden mit Dank aus dem Standby entlassen mit dem Hinweis, da würde wohl an Land noch etwas Nachbereitung statt finden.


    Am nächsten frühen Morgen fand die Nacht ein zu frühes Ende durch für unsere Köppe grauslichen Lärm.

    Ein Militärhubschrauber kam übers Watt geflogen und ging neben dem Hafen immer tiefer und liess aus geringer Höhe ein geschnürtes Bündel auf die Wiese fallen, drehte wieder ab und flog davon.

    Der Offizier steckte grinsend seinen Kopf aus dem Schiebeluk seiner Tjalk und forderte mich auf das Paket zu holen und aufzumachen.


    Der Inhalt war frische Brötchen, Neskaffee und Tageszeitungen für alle anwesenden Hafenlieger!


    Schöne Aktion und unvergessen.

  • Hallöle,


    ja auch schön =) So schöne, fetzige Partys hat es in dem Jahr in dem ich bei der PzPi war nicht gegeben. Jedenfalls nicht für die Mannschaften.

    Auf Übungsplatzaufenthalten war der größere Teil der Dienstgrade ungefähr eine Stunde nach Dienstschluß mehr oder weniger (aber meistens mehr) besoffen.

    Auf Übungen und Übungsplatzaufenthalten hatte Herr Hauptfeldwebel Warz Rugi immer eine Flasche "Überkinger" in den Fahrzeugen (je eine in jedem Fahrzeug). Inhalt: Doppelkorn :wacko:


    Aber weiter: Einsatz im Westen


    Am folgenden Morgen nach der nervigen Verladeaktion befahl mich der Spieß zur Meldung zu einem Oberleutnant zur benachbarten Pionierkompanie. Der Olt. wäre der Leitende einer Abstellung für die Pionierschule, an die auch ich für die nächsten Tage, mit meinem Fahrzeug, abgestellt wäre.

    `Wollte mich dann noch bei Warz Rugi abmelden, doch der wußte schon Bescheid und winkte nur ab: "Ja B. gehn sie schon. Bin im Bilde".


    Nach Meldung beim Leitenden Olt. erfuhr ich um was es bei der Abstellung gehen sollte: Die Pionierschule habe einen Lehrfilm zum Thema "Sprengen" in Auftrag gegeben. Seine Leute sollten die Sprengaufträge ausführen. Für das Filmteam würde der TPz Fuchs gebraucht um mit der Filmtechnik möglichst nahe und geschützt an den Sprengstellen zu sein. Die Filmaufnahmen werden auf dem Übungsplatz Baumholder gedreht. Am folgenden Sonntag früh morgens wäre Abmarsch mit dem Radmarsch München - Baumholder. Samstag wäre dienstfrei, aber Alkoholverbot, Samstag Abend 2200 Anwesenheits-Meldung beim UvD der Kompanie. Anzug und Marschgepäck wie so üblich für Übungsplatzaufenthalte, also Grünzeug, Gerödel+ ABC Koffer, Ersatzklamotten, keine Waffen.


    Aha, das war nicht schlecht, weil dann für mich die Wache vom WE ausfiel. Also nicht vor der Prinz-Eugen-Kaserne dumm herum stehen, sondern mit Y-Reisen Richtung Saarland. Okee auch gut.

    Unser PzPi Spieß wies mich noch an wegen, des Umzuges, wegen der anstehenden Renovierung der ganzen Kompanie, meinen "ganzen Spind zu verpacken". Mit dem Kopf schon auf dem Radmarsch nach Baumholder, muß ich ihn ziemlich deppert angeschaut haben. "Ja. Gefreiter die Klammotten sollens gleich verpacken und gleich in die Ausweichkompanie bringen". Weil wenn ich, wieder da wäre, dann könnte es sein, daß dafür keine Zeit mehr währe, weil dann ja schon nach Ingolstadt verlegt würde. Ja so, "Jawohl, Herr Hauptfeldwebel", Hfw: "So ham ma´s jetzt?" "Jawohl Herr...."


    Von Freitag nach Dienst bis zum Samstag abends konnte ich dann mein freies Kurzwochenende geniessen beim Stroheinbringen am elterlichen Nebenerwerbsbauernhof.


    Sonntag am frühen Morgen war dann Antreten für die "Abstellung Baumholder". Die Fahrzeuge standen schon da: Ein Iltis, eine VW Doka, 5to, ohne und ein 7to KAT mit Einachsanhänger. Für den Radmarsch war ich als Beifahrer für den 5to KAT eingeteilt. Die Doka war das Mun.-Fahrzeug. Beladen mit Sprengschnur, Sprengkapseln, und ein paar Schneidladungen 9kg. Besatzung Bewaffnet, teilgeladen.

    Der Leitende begrüßte alle Mann, das war ein schwacher Pionierzug, etwas mehr Leute wie normalerweise zwei Gruppen stark und zwei Unteroffiziere. "Haben alle Frühstück gehabt? Sind alle fit, insbesondere die Kraftfahrer?" alles nickt, einer der Unteroffiziere: "muß noch wer aufs Klo?" Ginsen, nö alles erledigt. "Dann kann´s ja los geh´n, AUFSITZEN!"


    Unser Radmarsch kam gut und zügig voran und hätte nicht das Radio von meinem Chaffeur so grausam geplärrt, hätte ich den größten Teil der Reise verpennt. Ich erinnere noch einen längeren Halt auf einem Autobahnrastplatz nicht mehr so weit von unserm Ziel entfernt am Nachmittag. Ein teil der Leute holte sich irgendwas im Shop und wollten evtl. etwas los werden. Der Rastplatz war belebt, viel Volks war unterwegs. Nicht weit von unseren Fahrzeugen stand ein "James Cook" Womo. Da kamen immer wieder ältere Kerle heraus, grinsten blöde, waren scheinbar angetrunken. Wir wunderten uns noch: soviele Leute können doch nicht in einem Womo zusammen unterwegs sein. Das war ja kein Reisebus.


    Erst kam einer der Womo-Ausflügler zu uns herüber, dann noch einer, bald stand eine Traube älterer Männer mit Bierflaschen in den Händen an unserer Doka. Löcherten uns mit Fragen und ihren Bundeswehrschoten, wollten uns Bierchen aufdrängen. Einer bemerkte die P1 vom Unteroffizier, lallt: "ist die äächt? Boa, ne Knarre..kuckt ma Jungs der hat ne Kniffte bei... geil wa... hab´ich auch schon ma geschoßen mit.. bla bla bla"

    Bald standen um den Uffz. angetrunkene Männer herum. die auf ihn einredeten, er solle doch mal das Dings da raus holen, wollten mal sehen ob die echt scharf wäre...." eine echt blöde Situation. Hoffentlich kapieren die nicht, daß auf der Doka Sprengstoff ist. Der Leitende kommt vom Shop, orientiert sich kurz: Sammeln--Marschbereitschaft herstellen- Aufsitzen- Maaarsch-Marsch---Nix wie weg.....


    Später hat ein Kamerad erzählt, das wäre der "Männerausflug" von einem Kegelclub gewesen. Das Womo war gemietet und zwei Damen die in dem Womo waren auch.


    Ausser diesem kleinen, eher im nachhinein etwas unappetitlichen Vorkommnis, war alles glatt gegangen. Der Leitende war zufrieden, der Radmarsch kam wie geplant, ohne Ausfälle in einer Kaserne auf einem Hügel, irgendwo bei Idar Oberstein an.

    Jetzt nur noch TD und Quartier beziehen, einen Happen essen, Feierabendbierchen......schlaaaafffen,chhchh.


    Die Kaserne hatte anscheinend keine Stammeinheit, sondern wurde immer von wechselnden Territorialeinheiten bezogen.

    Auf einer Abstellfläche vielen uns offene Jeeps mit aufgebauten Leichtgeschützen auf. Beim näherkommen konnte man sehen, daß es sich um Mungas handelte. Einer meinte: "Die PLO ist auch da". Verpflegt wurden wir sehr gepflegt und ungewohnt liebenwürdig in einer kleinen Truppenküche, die eher den Charakter eines Speiseraums eines Feriendomizils hatte. Beinahe mütterlich umsorgt von den Küchendamen.


    Der kleinen Truppe wurden vom Olt. Aufträge zugeteilt. Weitere Munition aus einem Depot holen, den ersten Einsatz, resp. Drehort auf dem Schießplatz erkunden, den Tpz Fuchs vom Bahnhof Idar Oberstein abholen und er selbst nahm mit dem separat an gereisten Filmteam der Pionierschule Kontakt auf.
    Der vier Mann starke Panzerabholtrupp war mit dem kleinen KAT unterwegs. Der Leitende hatte an alles gedacht. Mit einem passenden Kartenausschnitt konnten wir den Bahnhof ohne weiteres finden. Abseits vom eigentlichen Bahnhof war der Verladebereich. Da stand auf einem Gleis, ohne Stirnrampe, ein kurzer Militärzug, bestehend aus ein paar SPz. Marder und einem TPz 1.

    Die Marder-Leute waren schon da. Der KAT-Fahrer stellte in Höhe vom Fuchs, mit Abstand ab. Kaum abgesessen, sahen wir die Bescherung. Das mittlere Rad auf unserer Seite war platt. Kopfkratzen, schiffchenschiebend standen wir davor, da kamen schon ein paar Grennis daher.

    Tja, "Gummipanzer" halt. Sie hätten leider kein passendes Ersatzrad dabei. "Geh´hol´doch mal den Luftschlauch" "Was für´n Luftschlauch?" "Ja klar, hamm´wir ja nicht, brauch´n wir ja auch nicht. Hahaha-hohoho" sehr witzig, echt sehr witzig...

    Mit maximalen Lenkeinschlag und walkendem Plattfuß, weil die hineingepresste Luft (Luftschlauch hatte ich selber) recht schnell wieder weg war, habe ich den Panzer vom Waggon geholt. "Mein" KAT Chaffeur hat sehr kameradschaftlich gleich sein Ersatzrad angeboten und ich habe dankend angenommen. Mit vereinten Kräften war der Radwechsel schnell gemacht. Im kaputten Reifen steckte ein fetter Zimmermannsnagel.


    Der Leitende lobte unsere Initiative und versprach er würde sich im Heimatstandort um das beschädigte Rad kümmern.

    Die Dreh- und Sprengarbeiten sollten erst am nächsten Tag angegangen werden, so hat der Olt. für den Rest des Tages noch "Erkundung und Fühlungsaufnahme" angesetzt. Das Wetter war angenehm warm und trocken. Die Wege auf dem Schießplatz gut befahrbar. Zu nächst führte uns der Iltis zum Drehort der ersten Sprengung. Der Platz lag nicht weit abseits der Panzerstraße die durch den Schießplatz führte, auf einem Hügel mit kümmerlichem Bewuchs.

    Danach statteten wir den Panzergrennadieren einen Besuch ab. Die waren mit ihren Mardern in einer anderen Ecke des Schießplatzes in einem krüppeligen Wäldchen unter gezogen und biwakierten dort. Empfangen mit "Ja noh, hast´dein Gummipanzer wieder g´flickt?" "Ja, ja passt schon." Und dachte für mich, daß wir es doch besser getroffen hatten mit unserem Quartier.

    Die Panzergrennadier sollten auch ihre Rolle in dem Streifen spielen.



    Servus der murkser

  • Hallöle,


    Einsatz im Westen


    Auf dem Hin- und Rückweg vom Biwakplatz der Panzergrenadiere waren wir an eínem beeindruckenden Schrottplatz vorbei gekommen. Ich meine es war am Rande des Übungsplatzes. Dort waren haushohe Berge von zusammengerollten Panzerketten aufgestapelt und Panzerwannen so wie auf dem Bild. Allerdings keine Bren-Carrier, sondern hauptsächlich US- und Bundeswehr Panzerwraks. Dabei stand noch ein Verladekran der an die Binnenschifffahrt erinnerte und es gab Bahngleise. Ein paar französische Achtrad Spähwagen, die mit den Stahlrädern in der mitte, waren auch dabei.

    42876000kn.jpg


    Nächsten Tags, am Sprengplatz angelangt, wurde eingewiesen. Nahe der geplanten Sprengstelle war eine alte Stellungsgrube in die der Fuchs gerade recht hinein passte. Die Stellung war mit der Frontseite ungefähr 50m westlich der Sprengung.

    Der Ablauf und die Darstellung sollte so sein, daß abgesessene Panzergrenadiere mit Schanzarbeiten beginnen sollten. Bald nach entfernen der dünnen Grasnarbe stossen die Grenadiere auf harten Widerstand im Boden, sprich gewachsenen, kompakten Fels. Die Bemühungen werden eingestellt, die Grenadiere ziehen ab und dafür kommen Pioniere und legen eine Bodenlockerungssprengung an in Form von in Reihe aufgebauter 9kg Schneidladungen. Danach kommen wieder die Panzergrenis und schippen den Eisenbahnschotter aus der Sprengstelle.


    Alle Leute und Gerät mußten sich nach Fertigstellung der Sprengvorbereitungen aus dem Sicherheitsbereich entfernen. Nur das Filmteam verblieb im Tpz 1 Fuchs. Mikrofon und Kamera sind auf dem Panzer , bzw. daneben auf der Aufschüttung der Stellung montiert worden. Der Sicherheitsbereich wurde von Posten gesichert. Die Montage der Schneidladungen bzw. die ganze Sprengvorbereitung, die einzelnen Handgriffe und Tätigkeiten der Pioniere sind auch gefilmt worden.

    Nachdem gesprengt war, überprüfte der Leitende die Sicherheit, ob auch alles gesprengt worden war. Dann war wieder Auftritt Panzergrenadiere, abgesessen: Hacke, Schippe, schaufeln.


    Die ganze Zeit über teilten alle diejenigen, die zu den Dreharbeiten und Sprengvorbereitungen nicht gebraucht wurden das harte Los der Zeittotschläger. Warten bis es endlich kracht und alles im "Kasten" wäre. Es war aber auch für Unterhaltung gesorgt. Die Artillerie der US Army schickte uns zur Kurzweil auf einen benachbarten Hang eine Batterie Panzerhaubitzen M 109. In Stellung gehen, tarnen und aus den sich teilenden Tarnnetzen Salven feuern. Alles wieder einpacken- Stellungswechsel. Das alles ging, für meine Begriffe recht flott, ungefähr 45Min. Wenn ich überlegte, für das Tarnen vom Fuchs alleine hatte ich schon einmal so lange gebraucht. Vom Zusammenpacken ganz zu schweigen. Schuld waren die tausend Teile die außen am Panzer angebracht waren und die alle das verflixte Tarnnetz fest hielten. Tarnen war mit Gleitschutzketten aufziehen so ziemlich Höchststrafe für die Besatzung vom Fuchs.


    Sehr beeindruckend war, daß unsere Position von der M 109 Batterie überschossen worden war. Nach den metallisch, harten Abschüssen der Geschütze, war direkt über uns ein Säuseln und Zirpen zu vernehmen. Jede einzelne Granate ließ sich vernehmen. Geraume Zeit verging und in einem Moment, da man schon gar nicht mehr mir einem Einschlag rechnete, war ein dumpfes Donnergrollen zu hören. Die weit entfernten Einschläge haben mich an dem sonnig, warmen Tag erschauern lassen. Auf dem uns zugewiesenen Areal lagen versteut Splitter und Sprengststücke die von den Einschlägen der Übungsgranaten herrührten. Die Fetzen der Geschoßhüllen waren oft handtellergroß. Also war auch unsere Position Zielgebiet. Hoffentlich nicht gerade an diesem Tage.


    Das war ein guter Tag gewesen, alles war wie geplant und gewünscht abgelaufen. Die Sprengung und das Drumherum, was geflimt werden sollte war alles auf dem Punkt und jeweils mit dem ersten Take aufgenommen worden. Zufriedenheit allenthalben, bei den Häuptlingen und auch bei den Indianern.

    Besonders schön für die Indianer: Y-Reisen hat ein interessantes Programm geboten, der Dienst war nicht schwer, der Leitende tiefenentspannt und man konnte Grenis beim Dreckschippen sehen. Was ja sonst meistens den "Pios" ihre Disziplin war.

    Jedenfalls besser als zwei oder drei Wachen in München zu schieben.


    Für den nächsten Tag hatte der Muntrupp vorsorglich, nach dem alten Motto der Metzgereifachverkäuferin "darf´s auch ein bisserl mehr sein?", 2x 50 kg TNT und eine Kiste a 40kg Nitropenta besorgt.


    Servus der murkser

  • Dann hau ich auch mal einen raus.

    Grundausbildung 98 in Bayreuth. Wir waren zu fünft auf einer Sechser Stube, der sechste Spind dementsprechend leer. Bei den Stubendurchgängen hat sich auch keiner für diesen Spind interessiert, die Türen waren halt zu und gut. Da einer von uns exzellente Beziehungen zu einer Brauerei hatte, organisierte er einen Durchlaufkühler, CO2 Flasche, 30l Fass, Bierkrüge, gängige Spirituosen, Ghettoblaster usw. Das ganze Zeugs wurde ordentlich in den Spind eingebaut und verstaut, von außen her nichts zu sehen. Bis zu einem Stubendurchgang durch den Oberfähnrich. Der war zwar leicht cholerisch veranlagt, aber sonst ganz Ok. Die Äußerung "Was ist denn eigentlich in dem Spind?" ließ uns kurz das Blut in den Adern gefrieren, mein Gedanke war, es wird gleich richtig laut. Das Gesicht des Oberfähnrichs wurde ziemlich lang, der Ausdruck wechselte von fragend auf fassungslos und er verließ wortlos den Raum. Wir haben uns schon mit dem Gedanken an ein langes Wochenende in der Wache abgefunden und auf eine lautstarke Ansprache im Kreise der Kompanie. Aber nichts dergleichen! Es hat sich bei den Ausbildern und dem Spieß herumgesprochen, daß wir eine hervorragend ausgestattete Hausbar auf der Stube haben, und haben mal auf ein Bier vorbeigeschaut. So ging die Grundausbildung dann auch recht zügig und auch recht entspannt vorbei.

  • ok, noch einen.

    Mittagspause in der Schwabstadelkasernene. Auf dem Formalausbildungsplatz hat sich die Polizei eingefunden, um mit schrottigen Bullenschleudern Fahrübungen zu machen. Da standen da halt so ca. 10 ranzige BMW, darunter auch ein paar Erlkönige, nicht abgesperrt, Schlüssel steckt. Die Übenden in der Kantine. Wir waren zu dritt und haben uns die Dinger mal so angeschaut. Mal ein wenig überlegt, Schlüssel abgezogen, Disco und Musik eingeschaltet, abgesperrt und die Schlüssel in die Wiese geworfen. Dann aus sicherer Entfernung das folgende Spektakel beobachtet. Die Jungs sind natürlich sehr fix aus der Kantine gerannt gekommen, und haben versucht, Ruhe in ihre 3 vor sich hinplärrenden und blinkenden Karren zu bringen. Es dauerte auch nicht lange, und es bildete sich ein größerer Menschenauflauf, um die allmählich schlapper klingenden Fahrzeuge und die leicht verzweifelten Polizisten. Schlussendlich wurden die Schlüssel gefunden und es kehrte wieder Ruhe ein. Zurück blieb eine größere Menge amüsierter Personen, 3 BMW mit leerer Batterie, ca. 20 angepisste Polizisten und wir 3, die einen Anschiss bekommen haben, da wir verspätet zum Unterricht erschienen sind. War es aber wert, finde ich...... 8]

    Gruß, Schmiddla !
    :T Wer tieferlegt, hat Höhenangst!:D

    Einmal editiert, zuletzt von Schmiddla ()

  • Hallöle,

    Dann hau ich auch mal einen raus.

    Grundausbildung 98 in Bayreuth. Wir waren zu fünft auf einer Sechser Stube, der sechste Spind dementsprechend leer. Bei den Stubendurchgängen hat sich auch keiner für diesen Spind interessiert, die Türen waren halt zu und gut. Da einer von uns exzellente Beziehungen zu einer Brauerei hatte, organisierte er einen Durchlaufkühler, CO2 Flasche, 30l Fass, Bierkrüge, gängige Spirituosen, Ghettoblaster usw. Das ganze Zeugs wurde ordentlich in den Spind eingebaut und verstaut, von außen her nichts zu sehen. Bis zu einem Stubendurchgang durch den Oberfähnrich. Der war zwar leicht cholerisch veranlagt, aber sonst ganz Ok. Die Äußerung "Was ist denn eigentlich in dem Spind?" ließ uns kurz das Blut in den Adern gefrieren, mein Gedanke war, es wird gleich richtig laut. Das Gesicht des Oberfähnrichs wurde ziemlich lang, der Ausdruck wechselte von fragend auf fassungslos und er verließ wortlos den Raum. Wir haben uns schon mit dem Gedanken an ein langes Wochenende in der Wache abgefunden und auf eine lautstarke Ansprache im Kreise der Kompanie. Aber nichts dergleichen! Es hat sich bei den Ausbildern und dem Spieß herumgesprochen, daß wir eine hervorragend ausgestattete Hausbar auf der Stube haben, und haben mal auf ein Bier vorbeigeschaut. So ging die Grundausbildung dann auch recht zügig und auch recht entspannt vorbei.

    soetwas wäre bei der Grundausbildung 1983 bei der 4.PiBtl.10 in Ingolstadt undenkbar gewesen. Beim ersten Stubendurchgang wäre das ganze Zeug raus geflogen. Ausserdem war die Zeit dort mit Ausbildung so reichlich ausgefüllt, daß für solche Scherze niemand genug Freizeit gehabt hätte.

    In den mit sieben Leuten belegten Stuben gab es auch kein freies Plätzchen für Sondermöbel.

    Dienstgrade pflegten keinen Umgang mit den Mannschaften, im Dienst nur dienstlich, nach Dienst ausgeschlossen.

    In der Stammeinheit in München wäre die Schankanlage wahrscheinlich bald geklaut worden.


    Servus der murkser

  • Andere Zeit, andere Waffengattung. B:) Der Spieß beispielsweise hatte seine Bude direkt über unserer. Auch gab es schon während der AGA schon Teambildende Maßnahmen, wie mit den Ausbildern zum Bowling gehen oder mal ein "Ausflug " nach Nürnberg zwecks politischer Bildung. Klar war das bei uns schon recht entspannt. Wir hatten in Bayreuth auch mal ein paar Tage Panzergrenis zum Schießen auf dem Übungsplatz. Die hatten Laufschrittpflicht in der Kaserne. Also eine komplett andere Welt.

  • Bei uns in der Stammeinheit hatte ich einen Teil meiner Eisenbahn auf einer Platte auf einem freien Bett aufgebaut. Das hatte sich natürlich irgendwann rumgesprochen und da kamen dann auch einige PUOs, um damit zu spielen. Zumindest in der Stammeinheit gab es relativ viele Kontakte über die Dienstgradgruppen hinweg, insbesondere, wenn man gemeinsame Hobbys festgestellt hatte.

  • Hallöle,

    Bei uns in der Stammeinheit hatte ich einen Teil meiner Eisenbahn auf einer Platte auf einem freien Bett aufgebaut. Das hatte sich natürlich irgendwann rumgesprochen und da kamen dann auch einige PUOs, um damit zu spielen. Zumindest in der Stammeinheit gab es relativ viele Kontakte über die Dienstgradgruppen hinweg, insbesondere, wenn man gemeinsame Hobbys festgestellt hatte.

    Modelleisenbahn, das wäre ´was gewesen :daumenhoch: Da hätte ja auch der Eisenbahnmarsch, sprich Bahnverladen, geübt werden können :pfeif:

    Dafür haben unsere Dienstgrade gelegentlich am Sandkasten gespielt:-D


    Teambuilding, hatten wir auch: Zusammen schwere Balken schultern, oder feste Sturmboote mit Aubo dran ´nen 1/2 km bis ans Wasser tragen,große Schlauchboot mit zwei Blasebälgen in 5 Min. aufpumpen, ach das ist´n alter Hut pfrtz Dafür durften wir dann auch paddelnder weise die Isar stromauf schippern, glaub mir das ist echtes Teambuilding :P'

    Zu historischen Stätten brauchten wir nicht hin zu fahren. Wir haben in einer gewohnt und Dienst getan;-)

    Namenszug am Tor am Frankfurter Ring:

    42893755hd.jpg

    PzPi Kompaniegebäude, Eingang beim Abriss:

    42893756fh.jpg

    Tor am Frankfurter Ring mit dem alten Stabgebäude, immerhin geschütztes Baudenkmal:

    42893757wn.jpg



    Ein bei den Mannschaften beliebter Fähnrich, den das Betriebsklima unter den Dienstgraden angekotzt hatte, ging manchmal in´s Mannschaftsheim.

    Aber auch nur weil er Ausscheider war und nicht mehr lange hatte. Bei seinen Unter- und Offiziers-"Kameraden" war der durch.


    Das war immer dann sehr interessant, wenn von den "länger dienenden Kameraden" Kompetenz abgefordet werden sollte. Mancher so stramme Herr Unteroffizier merkte dann, daß er doch auf "seine Soldaten" angewiesen war. Es gab solche SaZ-Talente, die konnte nach vier, sechs, acht Jahren Dienst nicht die Kompetenzen aus der Pi.-Grundausbildung abrufen. Da konnte es schon einmal bei einer Vorführung für Panzergrenadiere vorkommen, daß ein gestandener Stabsunteroffizier seinen W15 Gefreiten anflehte für ihn die Station Minenkampf zu organisieren. Der Gefreite klopfte dem Stuffz. auf die Schulter und meinte: Ah ja des krieg´mer schon. Pass auf Stuffz. Soundso. jetzt nimmst halt mal die Panzerminen da und dann zeig´ich dir wo du die ablegen mußt. Also eine da hin, die andere da hin, ja hol´gleich noch ein paar, und dann noch eine da hin....und so fort....:lachuh:

    Und der Kamerad mit Dienstgrad war so froh, daß ihm jemand geholfen hat. Bei seinen "Standeskollegen" war er abgeblitzt. :*:



    Servus der murkser

  • Hallöle,


    Einsatz im Westen


    Die zweite, große Sprengung die für den Film der Pionierschule aufgenommen werden sollte, war das Sprengen einer Baumsperre.

    Dafür wurden dem Leitenden vom Standort-Förster 28 Bäume beidseitig entlang einer Forststraße zugewiesen.


    Die zu sprengenden Bäume waren keine Baumkrüppel, die schon von selbst umgefallen wären. Es handelte sich um Nadelholz, kein Baum in Brusthöhe weniger als 40cm stark. Fast alle dicker. Verteilt auf ungefähr alle acht bis zehn Meter sollten die Bäume v-förmig, mit Spitze gegen die Feindrichtung fallen.

    Es wurde darauf geachtet, daß auch die Stämme satt Grün hatten und nicht nur nackte Stämme mit ein bisserl Krone.


    Der Tpz- Fuchs wurde auf der Freundseite der Forststraße mit Front zum Feind und gleich der Fallrichtung der Stämme, im ungefähr dreifacher Entfernung einer Bäumlänge platziert.

    Die TNT-Ladungen sind von den Pionieren auf etwa Brusthöhe mit Kerbe entsprechend der beabsichtigten Fallrichtung angebracht worden. Verdämmt mit Holzbrettchen und mit Rödeldraht befestigt. Die einzelnen Ladungen waren von Stamm zu Stamm mit Sprengschnur verbunden.

    Auch hier sind die Vorbereitungen gefilmt worden.

    Am frühen Nachmittag war dann alles soweit fertig zum Sprengen. Die Aufnahmetechnik war an und im Tpz montiert. Dieses mal wurde aber mit einer weiteren Kamera gefilmt um noch Eindrücke aus einem anderen Blickwinkel erfassen zu können.

    Der Leitende war an der Zündstelle im Gelände und wir konnten über Bordverbindung mit dem Panzerfunk den Countdown mithören. Bei dieser Sprengung wollte ich "vorne" mit dabei sein und blieb zusammen mit einem Pionier-Kameraden im Führerhaus des Fuchs. Die Beschussklappen vor den Glasscheiben, spähten wir durch die Winkelspiegel.

    Im Moment da die Zündung erfolgt war, zuckten grelle Blitze aus den Ladungen die sogleich in einer Qualmwolke verschwanden. Die sich von den Stümpfen lösenden Baumstämme hoben sich ein Stück und wurden ein paar Meter gegen die Fallrichtung weg gewuchtet. Manche Stämme legten sich quer über die Forststraße bevor die Stämme mit den gesplitterten Trennstellen auf dem Waldboden auf kamen. Andere rammten sich hinter den Stümpfen in den Boden und fielen sehr langsam.

    Letztere Baumstämme die sich nicht recht entscheiden konnten ob sie nun umfallen wollten, oder sich vom benachbarten Geäst noch stützen lassen wollten veranlassten uns vorne im Panzer zu Anfeuerungsrufen: Ah ja komm, komm, komm na fall schon (oder so ähnlich).

    Später wurden wir dafür gerügt: Der Ton-Mann hinten im Kampfraum hatte uns gehört und hoffte von dem Gejohle nichts auf seinen Aufzeichnungen zu hören.

    Die Druckwelle der Sprengung erfaßte spürbahr das Fahrzeug und hob es etwas aus den Federn.

    Nachdem sich nichts mehr im Gebälk bewegte, sich Rauch und Sprengstücke verzogen bzw. beruhigt hatten ließ die Regie noch ein paar Momente verstreichen und der "Sprenggarten" wurde nach Feststellung der Sicherheit zur Besichtigung frei gegeben.


    Die Ladungen hatten ganze Arbeit geleistet, kein Baumstamm war mehr auf dem Stumpf geblieben. Alle Stämme waren in die richtige Richtung gefallen und haben recht vorbildlich überlappt. Laut Vorschrift sollten ja die Stämme noch mit den Stümpfen in Verbindung bleiben, damit ein Räumen der Sperre erschwert wird. In diesem Falle wurde aber Wert darauf gelegt, daß die Stämme auch wirklich fallen. Darum waren die Ladungen ein wenig stärker als eigentlich erforderlich.


    Danach wurden noch Fahrversuche mit Radfahrzeugen und Spz. Marder gemacht. Mit Lkw Kat war es nicht möglich die Sperre zu überwinden.

    Der Marder hatte durchaus Mühe darin vorwärts zu kommen. Alles hängt davon ab ob die Ketten die Stämme überklettern können. Wenn der Panzer mit dem Bug bzw. dem Laufwerk vorne unter einen starken Stamm gerät kann das Fahrzeug diesen auch nicht ohne Weiteres weg schieben, oder überwinden.

    Der Sperreffekt würde noch verstärkt, wenn noch große Laubbäume dazu gesprengt würden und zusätzlich schneidender Bandstahl, S-Drahtrollen und versteckte Ladungen/Minen mit eingebaut worden wäre.


    Besonders schön war auch, daß wir mit der Baumsperre ein schönes Chaos im Wald angerichtet hatten, aber nicht zuständig waren für das Aufräumen.

    Die ineinander verkeilten Bäume mit den bizarr zersplitterten Stümpfen und Stämmen würden von Forstarbeitern beseitigt werden.


    Nachdem klar war, daß auf den Tonaufnahmen nur Vogelgezwitscher, Explosionslärm, splitterndes Holz und der Widerhall von allem in der Landschaft zu hören war, war auch der Leitende erleichtert, daß die Sprengung nicht wiederholt werden musste, weil da zwei Deppen nicht die Klappe halten konnten.


    Auf dem Weg zum Feierabend und der Kaserne kamen wir an einem Areal vorbei das nach den Fahrspuren zu schließen öfters für Fahrübungen genutzt worden war. Der Olt. stand bei mir im Panzer in der Kommandantenluke und bedeutete mir ich solle doch mal in das Übungsgelände fahren und zeigen was der Tpz 1 so drauf hat. Da habe ich dann, die Geländemöglichkeiten nutzend vorgeführt, was an Steigungen mit Schwung und aus dem Stand heraus zu überwinden möglich waren. Durch tiefe, schlammige Wasserpfützen durch brettern. daß es nur so spritzt. Scharfe, steile Abbruchkanten herunterfahren. All sowas halt fahren was sich vom Gelände her anbot.


    So waren die zwei wichtigsten Vorhaben "im Kasten". Ein paar kleinere Sprengungen waren wie beiläufig noch aufgenommen worden, aber da war ich nicht vor Ort, bzw. da wurde der Tpz nicht gebraucht. Diese Aufnahmen sind noch z.T. am folgenden Tag gemacht worden.


    Das war dann schon am Donnerstag. Für Vormittag waren noch Aufnahmen angesetzt. Für den Nachmittag war geplant allgemein TD, Aufräumen, quasi "Nachkommando", Tpz. Fuchs verladen, etc.

    Über Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte es einen ordentlichen Regenguss gegeben. Die unbefestigten Wege und das Gelände waren zu rot- lehmiger Schmierseife geworden. Was die Tage zuvor noch unproblematisch befahrbar war, war jetzt zu einer schlüpfrigen Rutschpartie geworden.


    Da dem Leitenden Olt. die Rückgabe der nicht verbrauchten Munition zu umständlich war, hatte er den Entschluss gefasst,"die paar Kilo" (beinahe das ganze Nitropenta, knapp 40 kg und eine ganze Kiste TNT) zu "verbrauchen".

    Dafür sind wir wieder auf den Hügel gefahren, auf dem wir schon für das Bodenlockerungssprengen gewesen waren. Die zwei - drei scharfen Kehren auf dem, für den Fuchs eigentlich zu schmalen Weg, mit den eingeschnittenen Fahrspuren hinauf zu der alten Stellung, waren mit allen Sperren noch zu bewältigen. Auch der kleine Kat hatte sich hinan gequält. Aber es wurde mit jedem Fahrzeug das sich auf dem Weg bewegte ausgefahrener, schmieriger und damit schwieriger.


    Ein Stück neben der Grube die von den Grenis geschaufelt worden war stapelten die Pioniere die TNT-Päckchen auf. Dieses mal war die Zündstelle hinten im Panzer. Zündung! Es tat einen ordentlichen Rums, die Sprengung sah aus wie der Einschlag einer Fliegerbombe im Kriegsfilm. Die Druckwelle war kräftiger als bei der Baumsperre. Sprengstücke gab es kaum weil das TNT nur auf der felsigen Oberfläche aufgeschichtet war, ohne Verdämmung.

    Danach wurde das Nitropenta entsorgt. Nahe eines Wacholderstrauches wurden die aufgestapelten Sprengstoffpakete zur Explosion gebracht.

    Man merkte gleich, in der Sprengmasse - formbar war viel mehr Wumms als im TNT. Die Wanne vom Fuchs wurde von der Druckwelle erheblich an gelupft und der nur aufgelegte Sprengstoff machte einen gut 50cm tiefen Krater. Entsprechend war Marterial in der Luft! Der Wacholderstrauch drei-vier Meter entfernt und ungefähr ebenso hoch gewachsen, war nicht nur entlaubt worden, sondern war entwurzelt.





    Servus der murkser

  • Hallöle,


    Einsatz im Westen


    Nachdem diese beiden großen "Böller" weg geknallt waren, hieß es "abrücken" ins Quartier. Die Pioniere packten ihr Werkzeug zusammen und enterten ihre Plätze hinten auf dem 5-Tonner. Mit dem Fuchs wartete ich noch kurz und ließ dem Kat einen Vorsprung. In der ersten Spitzkehre abwärts fahrende, rutschte die Vorderachse aus der Schlammspur in´s abschüssige Gelände. Der Lkw geriet in eine grenzwertige Schräglage. Wie es aussah, verhinderte nur ein nicht besonders stämmiges Apfelbäumchen talseits, in Höhe der Hinterachse den Absturz.

    Die Fahrgäste waren von der Sitzbank gerutscht, rappelten sich auf und erklommen die Bergseite der Pritsche. Die Besatzung vom voraus fahrenden Iltis hatte wohl bemerkt, daß da etwas schief gelaufen war und kam wieder herauf. Die Heckbordwand flog auf und die bisserl blass gewordenen Kameraden sprangen von der Pritsche.


    Im Werkzeugsatz vom Pionier-Tpz war ein ungefähr 10m langes Drahtseil, damit wollte ich versuchen an den Havaristen heran zu fahren und erst einmal zu sichern. Es war mir aber nicht möglich den Fuchs in eine hilfreiche Position zu bringen. Der Untergrund war zu aufgeweicht und schmierig, das Gelände, die Böschung am Fahrweg vom Lkw zu steil. Um nicht selbst noch mit dem Fuchs ein Problem zu bekommen, suchte ich mir einen anderen Weg durchs Gelände um in´s Tal zu kommen. Was dann auch gelang.

    Fahrer und Beifahrer vom 5to. Kat hatten das Fahrzeug auch verlassen, so daß es nur noch darum ging den Lkw möglichst unbeschädigt zu bergen.


    Mit dem Tpz stand ich unten an der Abzweigung von der Panzerstraße, wo auch Platz war um einige Fahrzeuge abstellen zu können. Der Iltis stand auch dort. Der Olt. beriet die Situation mit seinen Unteroffizieren und den Fahrern. Ein Uffz. wurde mit dem Iltis los geschickt um Hilfe zu holen. Der Iltis musste zurück setzten und fuhr mit Karacho auf einen Felsbrocken der Fahrbahnbegrenzung. Leider konnte das eine Vorderrad das jetzt noch Bodenkontakt hatte nicht mehr für Vortrieb sorgen. Zweiter Ausfall.


    Und als ob das nicht genug Kalamitäten gewesen wären, kam auch noch die Besatzung vom 7to. Kat an gewatschelt. Auf die Frage wo sie denn ihren Lkw gelassen hätten, erzählten sie, der stünde fest gefahren i.d. Nähe in einem sumpfigen Hohlweg. Wie das so ist, eine "Abkürzung" zu nehmen bedeutet manchmal nicht unbedingt schneller an´s Ziel zu kommen.


    Selbst der so ausgeglichene Olt. war jetzt ein wenig konsterniert, waren doch innerhalb von gerade einmal knapp 30 Minuten drei Fahrzeuge aus gefallen. Die VW Doka stand in der Kaserne, das einzige noch fahrtüchtige Fahrzeug vor Ort war der Tpz Fuchs. Aber dem 5to. Kat oben am Hügel war damit nicht zu helfen. Gerade als der Entschluss gefallen war erst einmal zu versuchen ob per Vorspann der 7to. Kat wieder flott gemacht werden könnte und danach ein geeignetes Bergemittel für das andere Fahrzeug zu organisieren, rumpelte Hilfe heran.


    Unverhofft näherte sich eine Fahrschule der Panzerartillerie, ein geradezu ideales Bergefahrzeug.

    In unserem Falle ohne Geschützattrappe.

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    Schnell war die Lage erklärt und die Kameraden setzten sich mit ihrem Kettenfahrzeug zum ersten Havaristen in Bewegung.

    Weil absehbar war, daß es für das M 109 Fahrgestell auch ein leichtes sein würde den 7to. inkl. Anhänger aus dem Dreck zu ziehen, haben wir uns dann der Bergung des aufgebockten Iltis gewidmet.

    Nach McGuyver Art wurde der Iltis, ohne Beschädigungen unter zu Hilfenahme von einem Wagenheber, einem weiteren Felsbrocken, einem Holzbalken, man power, einem Drahtseil und dem Tpz Fuchs, aus seiner misslichen Lage befreit. Wie das bewerkstelligt wurde, überlasse ich der Fantasie der geneigten Leserschaft.


    Ungefähr 1 1/2 Stunden nach der letzten Sprengung, einem Beinaheunfall und dem Ausfall von drei Fahrzeugen, anschließender Bergung aller Fahrzeuge, war der Klarstand wieder hergestellt.

    Mit einem ordentlich eingesauten Fuhrpark ging es zurück in die Kaserne. Also musste noch eine wenigstens grobe Reinigung der Fahrzeuge angesetzt werden. Das bedeutete, daß der Panzer erst am nächsten Tag, wenn der Radmarsch zurück nach München fahren würde, verladen werden konnte.


    Bei Ankunft im Quartier war auf dem benachbarten Antreteplatz gerade eine übende Einheit mit Pauken und Trompeten verabschiedet worden.

    Die Musiker waren Angehörige einer Luftwaffenblaskapelle und packten gerade wieder ihre Instrumente ein als wir mit den Fahrzeugen vor der Unterkunft vor gefahren waren.

    Die Musiker interessierten sich für den Tpz 1 Fuchs und fragten ob sie damit "mal eine Runde drehen" dürften. Der Olt. ließ sich überreden, fragte mich ob es denn möglich wäre noch einmal zum Übungsgelände zu fahren, unter Berücksichtigung des noch anstehenden TD, Fahrzeugreinigen und Dieselvorrat. Ich gab eine positiven Bescheid und die Musikanten stiegen in den Kampfraum. Der Olt. machte den Kommandanten und wir fuhren noch einmal den schon gewohnten Weg hinaus zum Übungsplatz.

    Ein paar hundert Meter waren auf einer öffentliche Straße zurück zu legen, dann in einer rechts-links Kombination abbiegen auf den asphaltierten Fahrweg Richtung Übungsgelände. Der nicht besonders verschmutzten, abschüssigen Straße einen knappen Kilometer folgend, kam die 90° Abzweigung ins Übungsgelände. Den schon einige male zurückgelegten, an sich trockenen Weg fahrend, bemerkte ich vereinzelte dicke Wassertropfen

    die aus aufziehenden Gewitterwolken auf die Windschutzscheibe und den Boden platschten.

    Zur Abzweigung mit angemessen verringerter Geschwindigkeit einlenkend schob das Fahrzeug jedoch nicht ganz in die gewünschte Richtung. Die Vorderräder gerieten schon ins Bankett, danach käme ein mit dichtem Buschwerk bewachsener Abgrund!

    Zum Agieren verblieb nur der Moment eines Wimpernschlages. Mit VOLLGAS und maximalen Lenkeinschlag sprang der Fuchs aus der Schräglage der Böschung, um sogleich auf den bergseitigen Straßengraben zu zu hechten. Das Lenkrad herum reißend, immer noch auf dem Gas gewann ich wieder Kontrolle und nach einem guten Stück Weges pendelte das Fahrzeug die gewünschte Richtung ein.

    Der Weg ging bergab, das Gas zurück nehmend, fuhr ich zu dem Fahrübungsgelände. Alle losen Gegenstände vorne im Führerhaus waren wild herum geflogen. Der Olt. und die Musiker in ihren geöffneten Luken stehend, mußte es ziemlich gebeutelt haben. Hoffentlich war niemand verloren gegangen oder verletzt worden.

    Vom Olt. war nichts zu vernehmen, aber er stand noch in der Luke. Das als gutes Omen nehmend, setzte ich die Fahrt fort ohne dem Ausrutscher für den Moment weitere Beachtung zu schenken. Im Übungsgelände spulte ich ein kleines Fahrprogramm ab. Anscheinend hatten die Fahrgäste Spaß dabei. Darauf bedacht möglichst nicht in dem auch hier vom Regen der letzten Nacht aufgeweichten Untergrund hängen zu bleiben kehrte ich dann bald wieder zurück in die Kaserne.

    Beim Absitzen der gut gelaunten Musiker vor der Unterkunft stellte sich heraus, daß diese von der Katastrophe, an der wir gerade noch so vorbei geschliddert waren gar nichts bemerkt hatten. Jedenfalls waren anscheinend alle lustig und froh gestimmt, bedankten sich für das "Erlebnis". Manche schauten sich das Auto noch eine Weile an und fragten noch dies und das. Aber dann verschwanden sie mit ihrem oliv grünen Reisebus.


    Das war knapp gewesen......



    Servus der murkser

  • Hallöle,


    letzter Teil: Einsatz im Westen


    Die anderen Fahrzeuge waren schon vor dem Tpz Fuchs am Waschplatz gewesen. So wurde meinem Beifahrer und mir die Ehre zu teil den Waschplatz zu reinigen nachdem der Panzer vom gröbsten Dreck befreit war.

    Der nächste Anlaufpunkt war die Küche, Abendessen und dann herzliche Verabschiedung der "Bayern-Buben" durch unsere Küchendamen.

    Dann noch letzte dienstliche Veranstaltung des Tages: Der Leitende gab die Anweisungen und Planung für den nächsten Tag aus und dann: Dienstschluss.


    Am Abmarschtag war früher Wecken als an den anderen Tagen. Die Frühstücksbrote waren schon am Vorabend hergerichtet worden, der Kaffee war frisch. Für jeden gab es noch eine Tüte mit Proviant für den Radmarsch. Der Olt. kümmerte sich recht gut um seine Leute.

    Wegen der Bahnverladung vom Fuchs teilte der Olt. den Radmarsch auf. Nach dem morgendlichen Antreten schickte er uns mit dem Fuchs und der Doka zum Bahnverladen. Die Besatzungen der anderen drei Fahrzeuge räumten noch das Quartier und marschierten ab Richtung München. Nachdem der Radpanzer verladen war sollten wir mit der Doka nach kommen und auf die Kolonne aufschließen.

    Das Verladen vom TPz war während der Woche ´mal angesprochen worden und ich hatte darum gebeten, daß die DB den Transportwaggon doch möglichst an eine Stirnrampe platzieren sollte. Und tatsächlich der Waggon stand einzig und alleine auf dem ziemlich verwaisten Bahngelände an einer Stirnrampe. DANKE Bundesbahn!


    Beim ersten Technischen Halt auf einem Autobahnrastplatz konnten wir wie geplant aufschließen. Nur unterbrochen von ein paar planmäßigen Stopps

    kamen wir am Abend gut wieder in der Funkkaserne in München an.

    Die letzte TD, persönliche Ausrüstung aufräumen und dann Abschlussgespräch und Dank durch den Leitenden. "Schicksalhaft" der letzte Satz, bzw. die Frage vor dem "Wegtreten: Dienstschluss": "Wer ist mit dem eigenen Kfz. hier in der Kaserne und wer fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause?" Die entsprechenden Handzeichen..... Ich hatte die Flosse bei der zweiten Kategorie oben. "Nach dem langen Tag und dem anstrengenden Radmarsch kann ich (Olt.) es nicht verantworten die Soldaten mit dem eigenen Kfz. heim fahren zu lassen. Sie werden verstehen, daß sie sich jetzt beim UvD melden, die Nacht auf der Stube schlafen und sich morgen Früh frisch und ausgeruht abmelden in´s Wochenende". Lange Gesichter, Unmutsbekundungen, aber es half nichts....


    Frohgemut schulterte ich meine alte Sporttasche mit der schmutzigen Wäsche darin, den anderen, auch nicht mehr so frischen und schon gleich gar nicht mehr sauberen Satz Grünzeug noch am Leibe machte ich mich durch den Freitagabendverkehr mit der U-Bahn auf Richtung München Hauptbahnhof. Das war zwar verboten, aber jetzt nach 2200 rechnete ich nicht mehr damit von "Schülerlotsen" aufgehalten zu werden.

    An einem anderen Freitag am Nachmittag hatte mich schon einmal eine Feldjägerstreife in Zivil geschnappt. Zum Glück hatte ich zivile Klamotten in der Tasche, so begleitete mich ein Feldpolizist mit zum Bahnhofsklo und ich musste mich unter Aufsicht auf Zivil umtarnen.


    Der einzige um diese Zeit noch für mich erreichbare Zug nach Ingolstadt war ausgerechnet der IC-"Rheingold-Express". Das hieß IC-Zuschlag löhnen.

    Soweit ich erinnere wären da DM6.- fällig gewesen. Irgendwann so gegen Mitternacht sollte der Zug abfahren. so ungefähr eine 1/2 Std. vor der Abfahrt stieg ich gleich in den ersten Wagen hinter der Lokomotive, durchwankte den ganzen Zug Wagen für Wagen und konnte nicht einen freien Platz finden. Der "Rheingold-Express" hatte nicht damit gerechnet einen stinkenden, übermüdeten Wehrpflichtigen noch zusätzlich zum anscheinend ausgebuchten Fahrgastaufkommen zusätzlich zu transportieren.

    Auf dem Rückweg durch den Zug hatte ich mich eigentlich schon damit abgefunden auf dem Gang einen Klappnotsitz zu belegen. Da erspähte ich doch noch einen freien Platz in einem Abteil. Adrett gekleidete, seriöse Erster Klasse Reisende blickten teils erschrocken, teils missmutig auf als ich die Abteiltür auf riss und mein "´n Abend, ist da noch frei" absonderte. Ein wohl wahrheitsgemäßes, nicht zu ekstatisches, mehrstimmig gemurmeltes: "Ja ist noch frei", bot mir einen regulären Sitzplatz, zeugte aber von noch ausbaufähiger Willkommens-Kultur.


    Es war mir wurscht, ich bemerkte gar nicht mehr das Anfahren des Zuges. Einziger Halt vor, weiß nicht mehr genau Nürnberg oder Würzburg, war Ingolstadt. Der Zugbegleiter hatte mich nicht behelligt, keine Ahnung wie lange ich schon geschlafen hatte, da muß der Zug wohl über Weichen gerumpelt sein, bin ich auf gewacht. Wie ich die Augen auf tat, bemerkte ich im Moment, wie sich Gesichter gegenüber von mir abwandten. Da hatte ich wohl einige Wälder zersägt. Im Augenwinkel konnte ich noch vorbeihuschender weißer Tafeln gewahr werden. Aha ein Bahnhof "Reichert...." kriegte ich noch mit. Also Reichertshausen, oder Reichertshofen, beide Orte sind noch vor Ingolstadt. Ich hatte meinen Bahnhof nicht verschlafen.

    Der Zug wurde langsamer und mein "Wiederschaug´n" beim Abschied aus dem Zugabteil wurde nur schwach erwidert. Ziemlich alleine auf dem heimatlichen Bahnhof, wollte ich mitten in der Nacht niemanden an telefonieren, mich ab zu holen.


    Eigentlich wieder erfrischt und wach ging ich die paar km vom Hauptbahnhof Ingolstadt nach Hause zum Bauernhof. Dort holte ich mein Radl aus dem Schuppen und radelte noch ein paar km in den Nachbarort zu meiner Freundin.


    Einsatz im Westen beendet......


    In der folgenden Woche hatte ich wieder einen Wachblock in der Funkkaserne. Zwei Wachen und ein UvD. Dann war die PzPi290L am Wasserübungsplatz Ingolstadt zur zweiten Lehrvorführung für den Generalstabslehrgang Hamburg diesen Jahres. "Mein" Panzer wurde von der Bahn gleich nach Ingolstadt geliefert.

    Nach diesem Übungsplatzaufenthalt, zurück in der Funkkaserne richtete mir der GvD aus, ich sollte mal zu der Nachbarkompanie gehen zu dem Leitenden Olt. von der Baumholder Abstellung.

    Nach Meldung beim Olt. fragte er mich nach einem Teil seiner Ausrüstung, das er seither vermissen würde. Ich versprach noch einmal nach zu sehen ob im Panzer etwas zu finden wäre. Er bedankte sich noch einmal bei mir für die gute Zusammenarbeit und wie ich mich militärisch abmeldete meinte er:

    "Gefreiter "da " haben sie gut reagiert", und ich: "Herr Oberleutnant, da ham´mer nur ein Mords-Glück g´habt". Er nickte lächelnd, grüßte...



    Servus der murkser

  • Den wohl aus Nummer entstandenen Lehrfilm gab es mal in der "Röhre" > mal sehen ob der bei WINI500 mal wieder auftaucht...

    Ansonsten coole Nummer :top:

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

    :schweiz:

    88148-fahrrad-52-gif

  • Zum Glück hatte ich zivile Klamotten in der Tasche, so begleitete mich ein Feldpolizist mit zum Bahnhofsklo und ich musste mich unter Aufsicht auf Zivil umtarnen.

    Moin,

    wann war das? Ich habe meine Dienstzeit Sommer 91 - Sommer 92 gehabt, ich kann mich nicht erinnern das man nur zivil nach Hause durfte.

    Gut, ich bin auch mit dem eigenen Auto nach Hause gefahren. Aber an Kameraden in oliv am Bahnhof kann ich mich erinnern.