Deutsches Kochgeschirr ohne Bodendelle?

  • Hallo allerseits!


    Ich bin der Neue aus Berlin, M 70, graumeliert, ohne Herstellerstempel aber Top Zustand!


    Ich hab da mal ne Frage:


    Ich habe mir gerade einen neuen Rucksack gekauft, Berghaus Atlas 4, und versuche die für mich zweckmäßigste Weise zu ertüfteln, das Ding für Monate lange Touren zu packen.


    Gegenwärtig erscheint es mir am sinnvollsten in eine der großen Außentaschen ein Deutsches Kochgeschirr zu stecken und eine Französische Kunststoff Feldflasche mit Stahlbecher oben drauf. Das passt nämlich optimal. Und daneben sogar noch BW Essbesteck, Fahrtenmesser und ein Stück Isomatte als Sitzmatte und Polster zur Materialschonung der Außentasche.


    Ich möchte den Pott allerdings auch mit einem modernen zivilen kleinen Gaskocher nutzen und weiß, dass man dabei erhebliche Probleme bekommt, wenn man das übliche Bundeswehr Kochgeschirr mit Bodendelle auf so einen Kocher zu stellen versucht.


    Ich vermute, dass ältere deutsche Modelle einen flachen Boden haben.


    Am liebsten wäre mir ein erschwingliches westdeutsches Markenfabrikat. Ich will das Teil ja benutzen und auch mal auf einem Campingplatz vor dem Zelt stehen lassen können. Andererseits vermute ich mal, dass die verschiedenen Ostblockdinger alle nicht perfekt gemacht sind. Wenn ich mich irre, kommen die jedoch auch in Frage für mich.


    Aber ich möchte eben eines, dass qualitativ so gut ist wie die üblichen BW Kochgeschirre. Ich will das notfalls auch mal ins Lagerfeuer stellen können ohne das es weg schmilzt, und nicht mit der Zahnbürste in irgendwelchen Spalten schrubben.


    Aber zunächst steht mir der Sinn nach einem "Wehrmachts" - Nachkriegskoschi, nem Österreicher oder so was halt.


    Und optimal wäre der höhere modernere Deckel aber ein flacher Boden. Gibt's vermutlich nicht, oder?


    Auf Fotos sind die Dinger nie von unten abgebildet. Daher hier meine Frage and die Koschiologen und Pickpottwissenschaftler unter Euch: Was könnte ich da nehmen, bzw wonach sollte ich suchen?

  • Also, der Boden des deutschen Koschi ist eigentlich glatt.



    Er weist lediglich eine Sicke für den Verschlusshaken des Deckels auf, der sich innen bei der Reinigung aber nicht als besonders hinderlich erweist.



    Mit einem Scheuerschwamm lässt sich das gut reinigen. Hätte man diese Sicke weggelassen, würde das Kochgeschirr im geschlossenen Zustand immer kippeln beim Abstellen.

    Im Deckel ist die umlaufende Sicke eigentlich genau so wenig ein Problem. Sie wurde dort aus Stabilitätsgründen platziert.

    Mir hat das noch nie Probleme bereitet.

    Dieses System hat sich über Jahrzehnte hinweg bewährt und sollte kein Problem darstellen.


    In wie weit es Kochgeschirre gibt, die diese Sicken nicht haben, ist mir allerdings nicht bekannt.

    Mir fällt da auf Anhieb nur das schwedische Modell ein:

     


    Hier ist der Boden komplett glatt und die Sicke im Deckel sitzt deutlich höher. Es ist aber auch größer als das deutsche Modell.



    Die gibte es auch in Alu- und Edelstahlausführung.


    Vielleicht liege ich ja auch völlig falsch mit meiner Problemansprache.

    Deshalb habe ich mal Bilder mit eingestellt, um dein "Problem" besser erörtern zu können.

    Bin gespannt ....

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)

  • Also nach einer Dekade der geselligen Nährstoffzufuhr aus dem Ding sage ich: "Nie wieder!"


    Das Aluteil hat (solange man nicht für 10 Leute Essen unter Beschuss in die Stellung tragen muss) nur Nachteile:


    - es ist reinigungsunfreundlich (von der Form und vom Material her)

    - es ist unergonomisch, man kommt mit Gabel, Löffel, Messer (und ggf. einem Stücken Brot zum Tunken) schlecht an den Inhalt

    - Aluminium ist inzwischen bezüglich seiner Aufnahme mit der Nahrung etwas in die Kritik geraten (ok, mit 70 kann man Langzeitfolgen wohl etwas gelassener sehen...)

    - es steht schlecht auf unebenen Flächen (weil hoch und schmal)

    - der Lack außen sieht unmittelbar nach der ersten Benutzung auf offener Flamme bescheiden aus


    Form und Material der Holländer halte ich für praktischer: Kochgeschirr Edelstahl (rostfreier Stahl) niederländische Armee - Bundeswehr Shop | X Military Store


    Das Essbesteck kann man benutzen, ein Set aus normalerer Gabel, Messer und Löffel ist aber auch geschickter.

  • Wehrmacht- und NVA KG s haben diese Hakeneinbuchtung gar nicht, die ist ja auch schwachsinn !!

    Gibts doch beide Sorten noch , NVA in Neu, Wehrmacht auf dem Flohmarkt, oder ebay. Bei original WH hält die Farbe besser.


    Ansonsten würde ich mich dem Vorredner anschließen, es gibt wirklich bessere Sachen, als ein deutsches Kochgeschirr. Da ist ja das tschechische Pfadfindertöpfchen besser, da kriegt man sogar 2 Töpfe ineinander.

    Es ist dem Untertanen untersagt,den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.

  • Danke für die Antworten!


    Zur Klarstellung:


    1.) Ich bin nicht männlich und 70 sondern Modell / Baujahr 1970


    2.) Sofern eine vorsätzlich angebrachte Delle korrekter Weise als Sicke bezeichnet wird, so meine ich die Sicke, in die der Klappgriff des BW Kochgeschirr Deckels eingreift.

    Stellt man ein solches Kochgeschirr auf einen modernen leichten Gaskocher, dann liegt auf 2 oder 3 der Ärmchen der Kochgeschirr Boden auf, das 3. oder 4. Ärmchen trifft mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch auf die Sicke, mit der Folge, dass das abgesetzte Kochgeschirr einen Salto Mortale vom Kocher macht.

    Mag sein, dass das Problem nicht oder weniger mit Kocherkonstruktionen der 60er bis 80er Jahre besteht. Ab Modellen der 90er, die einen Bruchteil der alten wiegen, und daher von mir bevorzugt werden, ist das Problem derart übel, dass man mit der Kombination kein zweites mal freiwillig auf Tour geht.


    3.) Das BW Kochgeschirr oben abgebildeten Typs ist mir bekannt. Ich weiß, dass das in die Außentaschen passt, weil ich es besitze.

    Ich hab daraus auch mehrere Kubikmeter Nudelsuppe gefuttert, auf Tour, nicht zuhause. Ich bevorzuge aus verschiedenen Gründen in diesem Falle den deutschen Kochgeschirr Typ und keine Alternativen Bauformen völlig anderer Konstruktion wie zivile Campingtöpfe, das alte tschechische Kochgeschirr oder sonst was.

    Ich bedanke mich für die Einschätzung der Praktikabilität des deutschen Modells, bin mir aber durchaus über dessen Vor- und Nachteile bewusst und habe was zivile Campingtöpfe anbelangt eine sehr gute Marktübersicht und einiges an Erfahrung.

    Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile der deutschen Militärkonstruktion. Darum haben das ja auch fast alle Europäischen Armeen früher oder später mehr oder weniger konstruktiv übernommen.

    Zumindest für meinen Gebrauch ist dieses Muster immer noch eines der besten.


    4.) Die alten Schweden kenne ich auch und das ist durchaus eine vorstellbare Alternative. Allerdings liegt das Kochgeschirr in der Außentasche dieses Rucksacks so am Hauptsack des Rucksackes an, wie ehemals am Tornisterdeckel außen oder am Mann bei anderer Montage.

    Die Nierenform lässt sich weit besser aus der Tasche ziehen, wenn der Rucksack voll gestopft ist und da scheuert es auch weniger. Unter anderem darum ist solches Zeug ja Nieren förmig gemacht.


    Ich höre durchaus die Flöhe husten, da ich dieses Material extrem viel zu benutzen gedenke. Ich gehöre zu den wenigen Leuten, die Outdoor Ausrüstung in zivilem Gebrauch zügig verschleißen und setze daher inzwischen wieder weitgehend auf Militärausrüstung. Die ist eben für den Dauereinsatz konzipiert.


    5.) Das NVA Kochgeschirr mag ich nicht.

    Habe sicherlich vergessen warum genau, erinnere mich aber das das Sch... ist.

    Vor allem kann man das nicht vernünftig außen fest schnallen. Das ist jetzt hier zwar nicht vorgesehen, aber ich besitze noch etliche andere Rucksäcke verschiedensten Alters und unterschiedlichster Herkunft und da hat das übliche BW Kochgeschirr immer wesentlich besser dran gehalten als die technisch abgespeckte NVA Version, die durchaus mal aus dem Riemen rutschen kann.

    Darum habe ich nach einem Westdeutschen Markenfabrikat gefragt. Aber keine Ahnung, vielleicht ist ja auch ein Norweger gut, sofern erhältlich, oder sonstwas. Mir geht es nur um die Funktion, nicht um irgendwelche historischen Überlegungen.


    Sind Wehrmacht Kochgeschirre noch billig erhältlich? Das Zeug ist ja meistens preislich durch die Decke gegangen.

  • 2min ebay gucken, und man weiß eigentlich alles !!

    hmmm


    das geht ausführlicher und freundlicher. ;-)


    ich finde wenn sich jemand so ausführlich darstellt dann kann man das auch beantworten, oder man läßt es eben einen Kommentar abzugeben.


    Ich kann leider zu dem Thema nix erhellendes beitragen, bin aber gespannt ob noch was kommt

    Gruß
    der
    Benzschrauber



    Quod licet Jovi, non licet bovi

  • Hallo zusammen,


    also die Ausgangsfrage nach dem ebenen Boden scheint ja nun geklärt. Die Delle im Boden ermöglicht es, den Klapphebel nicht übermäßig im verpackten Zustand überstehen zu lassen.

    Ich selbst bin mit diesem BW-Kochgeschirr immer mit dem Motorrad auf Tour gewesen, und daher mein Hauptaugenmerk auf Gewicht und Packvolumen.

    Andererseits stört mich inzwischen doch der Alu-Beigeschmack und der Abrieb.

    Gleiche Form jedoch in Edelstahl fände ich optimal.


    Desweiteren kennst du bestimmt den Ausdruck: ein Tisch mit drei Beinen wackelt nicht ;-)

    Also hat mein Kocher drei Auflagearme für den Topf. Musst halt drauf achten, dass nicht die Beule im Topfboden genau auf einem Arm des Kochers zu stehen kommt.


    Grüße, Jürgen

  • Es ist so das andere Bundesorgane auch diesen Henkelmann bekommen haben.

    Und ausser den Schwedenmodell, zu dem es auch einen Kocher gibt der genau passend

    ist, fällt mir auch nix anderes ein.Aber vielleicht zäumst du das Pferd von hinten auf,

    nicht der Rucksack, sondern dein Kochpott ist enscheidend.Es wäre ja nun kein Problem

    sich ne kleine Kampftasche mit dem Kochpott deiner Wahl zu besorgen und an den Rucksack

    anzubammeln oder wo du den gerne tragen möchtest.Eine Wasserflasche im Rucksack ist

    zb auch hinderlich,da man die lieber gut erreichbar haben sollte.Wenn du die am gürtel

    trägst, dann ist nach deiner Erzählung auch noch mehr Platz für nen Schweden.

    mfg

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Nee, mein Problem ist nicht die Frage wie man nen Rucksack für Sommerreisen packt. Das hat bei mir eine etwas andere Dimension, nämlich 110 Liter notwendiger Ausrüstung.


    Leute, es gibt doch westdeutsche Nachkriegskochgeschirre die anders aussehen als das aktuelle BW Koschi.

    Kennt sich denn niemand von Euch damit aus?

  • Also ... statistisch auf die Schnelle belegte Aussage ohne Literaturstudium: Die in der BRD gefertigten KoSchis stammen von recht wenigen Herstellern und wurden sicherlich für alle institutionellen Einkäufer nach einer einheitlichen TL gefertigt. Von daher ist es egal, ob man ein BW, BGS, DRK oder KatSchutz (...) Geschirr vor sich hat, alle ab ca. 1960 haben m.E. die Delle im Boden in die das Eck vom Stiel des Deckels eingreift. Die Delle man doof auf dem Kocher sein, dafür steht es gerade auf dem Tisch...:verrueckt:


    Keine Delle fand sich an Geschirren von 1960 ...


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • modernen zivilen kleinen Gaskocher

    Vielleicht wäre es hilfreich, wenn du deinen Kocher näher bezeichnen würdest.

    Mit konkreter Bezeichnung und am Besten auch ein oder zwei Bildern.

    Soweit ich herausgelsen habe, hat dein Kocher vier "Ärmnchen".


    Ich habe ein aufschraubbares Kochgestell für Gaskartuschen von Coleman mit vier "Ärmchen" und darauf passt das Kochgeschirr der BW recht gut. Auch mit Sicke.

    Ich habe damit schon sehr, sehr oft das Kochgeschirr der BW verwendet. Pas de probleme.:kepi:


    Alle vier "Ärmchen" treffen den Boden des Kochhgeschirrs. Die Sicke hat keinen Einfluss.


    Der Klappkocher


    Dass man bei solchen "Provisorien" immer ein wenig Abstriche, auch in der Stabilität, machen muss ist unumstritten.

    Das Wackeln und Verrutschen muss man eben mit Sorgfalt und Obacht ausgleichen. Das geht.

    Das Kochen im freien Feld hat eben wenig mit dem Kochen auf der Herdplatte zu Hause zu tun. Aber das weißt du sicherlich schon, wie du schreibst.


    Gruß

    Carsten

  • Passt dein Coleman in den Henkelmann, zum platzsparend verstauen?

    Das Teil ist zusammengefaltet recht klein.

    Hier zusammengefaltet im Deckel des "Pickpotts":



    Dazu muss man verpackungsmäßig natürlich noch die Gaskartusche zurechnen. Die passt aber nicht mehr ins Kochgeschirr.


    Beispiel Gaskartusche:


    Die Gaskartusche. Gibt es von diversen Anbietern.


    Die Gaskartusche mit dem Faltkocher


    Alles zusammen. Gaskartusche, Faltkocher, BW-Kochgeschirr



    Ich hoffe, geholfen zu haben.


    Gruß

    Carsten

  • Denkt bitte daran das die Kochgeschirre auch dafür vorgesehen waren das Essen mit einen ESBIT- Taschenkocher zu erwärmen.

    Die Kombination Gaskocher/ Kochgeschirr war nicht vorgesehen. Wobei, wenn man auf Platz und Gewicht achten will bietet sich doch der alte Gute Esbitkocher an. Ich packe den immer mit ins Geschirr!

    Dieser Alu hype und die Angst man könne Material mitessen ist fraglich. Das kann bei Edelstahl und Plaste auch passieren. Ich würde nicht mit einem Topfschwamm das Geschirr schrubben, dadurch löst sich Material.

  • Es gelingt mir nicht hier eigene Bilder einzustellen. Daher das Video hier.


    Der Kocher wiegt nur 45 g und ist unter verschiedenen Marken erhältlich.

    Bei uns bei McTreck erhältlich von LACD.


    Mein Kocher ist wesentlich kleiner als die bekannten Dinger von CampingGAZ aber völlig ausreichen für 1 bis 2 Personen.



    Ich hab noch einen ähnlichen vierarmigen etwas größeren Kocher, den aufgrund von Qualitätsmängeln nicht empfehlenswerten Snow Peak Giga Power.

    Da tritt das Problem ebenfalls auf. Ich denke mal, das ist bei fast allen modernen Trekking Kochern so.

  • Der BundesBär


    Verstehe ich also richtig, dass bis 1960 in Westdeutschland nochmal Wehrmacht Kochgeschirre unverändert gebaut wurden, ab etwa 1960 dann alle Hersteller direkt auf das aktuelle BW Kochgeschirr mit Sicke umgestiegen sind?


    Alles was vor 1960 in Deutschland gebaut wurde hat den flacheren Deckel, offene einfache Ösen zur Henkelbefestigung und einen glatten Boden, alles was danach kam im Westen ist das übliche BW Koschi, Zwischenschritte der Entwicklung sind nicht oder nicht in größeren Mengen hergestellt worden?

  • Wie geschrieben keine "aktentechnisch belegte" Aussage, nur ein kurzer Blick ins Regal. Und der sagt, das es wohl ab 1960 die besagte Firmänderung gab. Den Rest kann ich so auf die Schnelle nicht bestätigen - stehen voanders....


    Jens

    Das mach ich übern Winter (altes Schraubermotto, generell ohne Nennung einer Jahreszahl) :D



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  • Du suchst also nen Kochgeschirr was nicht umkippt auf deinen Kocher,

    für wahrscheinlich Tagestouren und wir sollen dir jetzt alle möglichen

    Dinger vorschlagen,nachdem deine annahme mitBundeswehrdingern

    ohne Beule nicht aufgegangen ist.Gut das ist ein verständlicher Wunsch.

    Da aber noch genug Zeit bis zum Sommer ist und es Youtube und

    Outdoorhändler gibt,nix was du nun überstürzen musst.

    Ich heisse Thomas,bin aber an die Anrede Tc gewöhnt und möchte das so weiterführen

  • Zum Borde-System gehört der inzwischen unfassbar teure Benzin-Brenner und stabil stehen klappt auch nur in der Fels-Nische. Mit dem orginalen Inhalt der Not-Kocher bekommt man alles schwarz > wenn leer mit Brennpaste aus der Gastronomie auffüllen. Und mehr als Wasser kann man damit nicht erwärmen >für die Bockwurst = :feuer:

    Ach ja, auch komplett aus Alu..

    Bullitreiber / Robert


    kostengünstiger Hersteller von CO2 und Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Millenniumbugs und der Klimakatastrophe.

    :schweiz:

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  • Hallöle,

    Denkt bitte daran das die Kochgeschirre auch dafür vorgesehen waren das Essen mit einen ESBIT- Taschenkocher zu erwärmen.

    Die Kombination Gaskocher/ Kochgeschirr war nicht vorgesehen. Wobei, wenn man auf Platz und Gewicht achten will bietet sich doch der alte Gute Esbitkocher an. Ich packe den immer mit ins Geschirr!

    Dieser Alu hype und die Angst man könne Material mitessen ist fraglich. Das kann bei Edelstahl und Plaste auch passieren. Ich würde nicht mit einem Topfschwamm das Geschirr schrubben, dadurch löst sich Material.

    die Kochgeschirre in dieser Bauform aus Alu gibt es seit 1910 bei den deutschen Heeren. Ungefähr zur gleichen Zeit sind auch Feldküchen eingeführt worden. Die typische Nierenform ist auch dadurch begründet, daß es in Unterkünften, Festungsanlagen, ortsfesten Artilleriestellungen spezielle Öfen gab, eine Art "Kanonenofen" um deren runde Ofenplatten Halterungen und Einbuchtungen vorgesehen waren, an denen ringsherum Kochgeschirre an dern Ofen gehängt werden konnten.


    Bei der Reichswehr und Wehrmacht gab es für die Nutzung im Frieden Benzinkocher, den Barthel Juwel 34. Für den Einsatz im Kriege wurde der Esbit Kocher aus gegeben. Die Benzinkocher verblieben in den heimatlichen Depots.


    Ich würde es begrüßen wenn das Kochgeschirr noch lange beim Deutschen Heer im Gebrauch bleiben würde. Schon alleine weil es wohl das Teil der Ausrüstung ist mit der längsten Kontinuität und somit Tradition in den deutschen Heeren. Ich finde das Kochgeschirr wäre ein gutes Stück für eine positive Traditionspflege.

    Ausserdem ist das Kochgeschirr immer noch praktisch. Am Material könnte man ja noch arbeiten. Stichwort V2A. Der Grundgedanke ist, daß der Soldat nicht nur einen Teller haben sollte, sondern selbst "Abkochen" mußte. Das ist besonders bei unsicherer Trinkwasserversorgung wichtig für die Einsatzfähigkeit des Soldaten. Die Verpflegung aus der Feldküche konnte im Kochgeschirr transportiert und für mehrere Mahlzeiten bevorratet werden. Das war auch besonders wichtig in der Kriegsgefangenschaft, oft überlebenswichtig.


    Okee, war jetzt ein bisserl Klugscheissermodus :engel: und eigentlich :offtop:

    Kann jetzt sein ich habe nicht alle Beiträge ganz aufmerksam durch gelesen, aber warum muß es denn jetzt eigentlich ein Kochgeschirr bundesrepublikanischer Herkunft sein:?: Wie wäre es mit einem Koschi aus russicher Fertigung? Das ist in der Form dem WH Standartmodell ähnlich und sieht vom Material her besser aus als so ein altes Model, oder das von der NVA.



    Servus der murkser

  • Die Russen haben da auch eine ganz interessante Ausführung, die Feldflasche und Kochgeschirr verbindet:



    Hat auch die Nierenform und ist alles zusammen kleiner als die westdeutsche Pickpottvariante ...



    ... und es hat einen glatten Boden ...


    Schrubben von Alu ist übrigens nicht das Problem, wenn man danach gut spült. Aber Oxid, welches bei mangelnder Pflege entsteht, kann sich beim Kochen lösen und mit aufgenommen werden.

    Deshalb haben die Ausbilder auch immer auf peinlich saubere Koschis geachtet.

    Gruß - Kai


    BUNDESGRENZSCHUTZ - GSK Küste - BGS See - KüEH (KüstenEinsatzHundertschaft)