Iltis kurz vorm tüv, stottert aber beim Kaltstart

  • Hallo leute ,

    Hab noch mal ne frage an euch .

    Mein iltis ist soweit fertig für den TÜV.

    Habe aber noch das Problem das er beim Kaltstart mit choke schlecht läuft, wie 3 zylinder und riecht auch nicht nach sauberer Verbrennung. Im warmen läuft er eigentlich super .

    Zur Info Motor komplett überholt, vergaser war im Ultraschallbecken und zündung ist abgeblitzt . Kompression überall 10,8 Bar , ventilescheiben eingestellt. Habt ihr eine Idee oder ist das sogar vllt so . Lg Norman :-)

  • Also ich hab das mal so gelernt:

    Choke ganz rausziehen, Blecheimer anwerfen,;\D wenn der Motor angesprungen ist,

    den Choke immer stückweise soweit reinschieben, bis der olle Kahn "rund" läuft und nicht

    mehr so rumpöttelt.

    Erst dann losfahren. Nach ca. 200m kannste den Choke dann eigentlich ganz reinschieben.

    Vorrausetzung ist natürlich, daß der Vergaser ordentlich eingestellt ist.

    Bei meinem Iltis hat das so immer gut funktioniert.

    Deutsch ist wirklich eine schwere Sprache. :wacko:
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    :saint::lol:

  • Genau das frage ich ja ob das normal ist . Ich ziehe den choke mache an dann läuft der pöppeld vor sich hin ich habe dann versucht nach und nach rein zu schieben bis er warm is und normal läuft. Aber halt im Stand und nicht beim fahren . Wenn ich den Unterdruckschlauch abziehe bei der pulldowndose dann läuft er schlechter . Trotzdem habe ich polo und golf auch älteren Semester , finde das die beim Kaltstart besser laufen und nicht stinken gruss:-)

  • Choke funktioniert. Wenn ich ohne starte ist das standgas sehr tief kurz vorm ausgehen . Mit choke ca 1min dann ohne choke dann läuft der sauber vom standgas her .

    Was willst Du mehr?

    Du fährst ein Auto das in den 70er Jahren entwickelt wurde und mit einem Geländevergaser ohne Schnickschnack ausgerüstet ist.

    Alles was danach kam, lief in allen Betriebszuständen besser. Wobei sich bei den Vergasern mit den Kaltlaufverbesserungen auch größere Probleme einschlichen .

    So beim Solex Zenith 2B2 Vergaser mit elektrisch und Wasser beheitzter Startautomatik, welche gern hinüber war. Von 2EE will ich hier gar nicht anfangen...


    Wenn also alle Komponenten geinstet, geprüft ind richtig eingestellt sind, ist rumpröttern im Kaltbereich in den ersten Momenten normal.


    Allerdings fand ich das auch störend... und gewöhnte mich daran, wie an so vieles im Leben...


    Wenn ich den Iltis starte, ziehe ich den Choke bis zur ersten Raste und zünde mit etwas Gas Nach eingen Sekunden hält er sich (prötternd) im Standgas.

    Dann ziehe ich beim Anfahren den Choke in die Raststufe, so das ich ein erhöhtes Standgas habe. Somit läuft er rund. Nach vielleicht 200 Metern kann ich anfangen den Choke wieder hinein zu schieben. Der Iltis läuft super und hat gute Werte...

    Warm läuft er immer tadellos und das Standgas reicht aus, um ihn im Geländgang bei kleinst möglicher Geschwindigkeit zu bewegen.


    Bernd grüßt

  • Stimmt nicht so ganz. Der Iltis hat einen Thermo-Choke. Wenn der richtig eingestellt ist, pöttert da gar nichts groß rum und man muss mit dem Choke-Zug auch gar nicht rumspielen, von wegen stückweise reinschieben. Ist überhaupt nicht notwendig. Einzig und allein, wenn der Motor warm wird, ist irgendwann das Standgas zu hoch, dann sollte man ihn so langsam aus machen.


    Der Iltis sollte nach dem Starten immer ziemlich rund laufen, es sei denn, der Choke ist zu weit reingeschoben und er läuft zu mager. Zu weit rausziehen kann man ihn beim Kaltstart eigentlich nicht.


    Werft mal einen Blick in Selbststudienprogramm zum Iltis, da war der Vergaser abgebildet.


    Der Choke bewirkt zwei Sachen:

    - durch eine Kurvenscheibe Standgaserhöhung

    - schließen der Drosselklappe, aber nicht starr, sondern über eine Bimetall-Feder -> je wärmer der Motor, desto weiter öffnet die Drosselklappe auch bei voll gezogenen Choke, wenn der Motor warm ist, sollte sie trotz gezogenem Choke komplett offen sein, und so das Gemisch trotzdem nicht überfetten


    Kann man nachstellen, die Feder ermüdet durchaus irgendwann mal. Waren meine ich drei Schrauben am Gehäusedeckel der Feder, einfach lösen, den runden Deckel in die richtige Richtung drehen und wieder festschrauben, dabei mal von oben in den Vergaser kucken, was die Drosselklappe macht. Geht gefühlsmäßig auch ganz gut, einfach mal auszuprobieren. So Pi mal Daumen: Bei kalten Motor sollte sie bei voll gezogenem Choke gerade ganz geschlossen sein (also so etwa bei den Temperaturen jetzt, nicht im Hochsommer ;-)).


    Auch zu dem Folgebeitrag oben: Der Vergaser vom Iltis ist ziemlich gut, und auch in den 70ern gab es natürlich Autos, die kalt rund gelaufen sind. Das ganze Rumgestotter war doch erst richtig gang und gäbe, wenn die zahlreichen Nachrüstsätze zur "Verbesserung" der Abgasnorm (mehr Luft in den Ansaugtrakt bei kaltem Motor...) nachgerüstet wurden.


    Grüße Sirko

  • ...ok, ich ziehe den Choke also ganz heraus und habe damit beim Anlassen die Drosselklappe geschlossen und die Standgaserhöhung über die Kurvenscheibe aktiviert?!


    Der Iltis läuft absolut rund und brüllt im ultrakalten Zustand bei ca. 3000U/min rum?


    Soll das so sein?


    Klar ist, daß die Bimetallfeder (so sie denn ok ist) den Choke mit wärmer werdendem Motor ausser Betrieb setzt. Man könnte ihn also gezogen lassen ohne daß das negative Auswirkungen hätte.


    Mit erhöhtem Standgas starten möchte ich meinem Motor nicht antun.


    Bernd grüßt

  • Und kein Iltis ist wie der andere wie ich feststellen musste und mir alle Iltisfahrer bisher bestätigt haben..


    Das mit dem Thermochoke ist bei meinen Winteriltis #2 (Bombi) auch gut zu spüren -

    Start - Choke voll gezogen - START - dann recht schnell sobald der motor es meldet (spuckt) zurück auf erste Raste ... nach wenigen Sekunden läuft er dann schön rund.

    Ich fahre dann los und bei 80 grad Kühlwasser schieb ich den Choke dann rein - Mache ich das vorher ist das beim Fahren kein problem aber beim Anfahren - er nimmt noch nicht so gut das Gas an, hat er 80 grad ist alles schiko.


    Nummer 1 (mein Franzose) ist anders, Choke ziehen starten und nach ca 20 sek läuft er rund und ich kann den Choke schon reinschieben, insgesamt läuft der diesbezüglich geschmeidiger allerdings kommt der im Winter nicht raus.. der kennt nur ab 10°C plus.


    denke auch das hier die Choke Funktion nicht in Ordnung ist wenn ich das so lese (Drosselklappenspalt o.Ä.) aber das lässt sich ja nachkontrollieren mit ZDV oder Vw leitfaden - Spaltmaß Drosselklappe mit Spiralbohrer prüfen 4mm +-0,15 an Anreicherungsrohrseite, steht ja alles in den Leitfäden


    nee der brüllt überhaupt nicht rum wenn korrekt eingestellt schnurrt er nahezu gleichmässig - etwas erhöht mit choke zu Anfang ja aber nicht wirklich und keine 3000..



    Grüße

    :kepi::barett-ko:

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    Wenn man was verbissen sucht, wird es meiner Erfahrung nach eh nichts. Besondere Autos suchen sich ihre Besitzer.. (c) Frettchen
    So geschehen am 16.10.2020 mit dem Fund von meinem kleinen Franzosen aus Berlin - und das fast direkt vor der Haustür..

  • Moment mal, früher war das immer so üblich mit eine bischen gas zu starten. Wollte er dann immer nicht wurde der Choke gezogen.

    Soweit ich mich erinnern kann hatte mein damaliger Golf1 L auch einen Thermochoke. Selbst den musste man justieren durch verdrehen.

    Außer dem gibts da noch ein Umluftabschaltventil. das sollte auch funktionieren.pröse Schläuche Vergaser /Motor tun ihr übriges.


    In einem anderen Forum findet ihr die Lösung.

    ich denk mal hier gehts weiter


    vielleicht lohnt sich auch der Besuch bei einer Boschvertretung



    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

    Einmal editiert, zuletzt von Friedrich ()

  • Hallo Bernd,

    Also wenn ich den choke komplett ziehe habe ich ein Hauch mehr Standgas. Vieleicht statt 950.....1100 denke das dein mitnehmer/mitnehmergestänge vielleicht falsch eingestellt ist wenn du 3000 hast ? Auf jeden Fall danke schon mal für die Ansätze, ich gehe nachher noch mal auf die piersch . Werde alles noch mal kontrollieren ggf. Justieren. Ansonsten bleibt es erst mal so, beim TÜV ist die Ilse ja warm . Lg Norman :-)

  • ...moin,


    nur so zum Denkanstoss, ich hatte an einem Vergaser mal einen Federbruch dieser Thermofeder , da war die Funktion ähnlich deiner Beschreibung.

    Schau mal auf die Feder.

    Gruß
    Stefan


    www.ig-hmt.de


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  • Bimetallfeder ist okay, habe jetzt das spaltmaß von der Klappe eingestellt und dabei ist mir auch aufgefallen das oben das Anreicherungsrohr verbogen war , es hat nicht genau auf dem Loch in der Starterklappe gestanden . Im warmen ist das ja egal da ist die Klappe ja auf . Gefühlt ist das jetzt eine ganze Ecke besser geworden. Ob das jetzt am Rohr oder am Spaltmaß gelegen hat keine Ahnung. So bin ich zufrieden, vielen Dank an alle . Lg Norman :thumbsup: