Beiträge von Jens64

    Messing würde ich nicht nehmen, weil es zu spröde ist. Wenn dann Lagerbronze, aber wennste Dir die Teile irgendwo machen läßt zahlst wahrscheinlich mehr, als für Austauschbuchsen.
    Jens64

    Die ersten beiden Jahre wurde der Munga serienmäßig mit abschaltbarem Allradantrieb gebaut. Dies hat sich aber in Alltagsbetrieb nicht bewährt und wurde deshalb wieder eingestellt. Vielleicht handelt es sich ja um ein solches Teil, was da bei Ebay angeboten wird?
    Grüße
    Jens64

    Also der original  Munga Anlasser würde sowieso nicht passen, da diese meist in 24 Volt Version ( es sei denn Du hast nen Zivilmunga) geliefert wurden. Umbauten auf Ford V4 Motoren haben ja bekanntlich 12 Volt Bordspannung. Ich würde mich vertrauensvoll an einen Bosch-Dienst in Deiner Nähe wenden, die können meistens weiterhelfen, wenngleich es auch nicht sehr billig sein wird. Am besten wird es sein, wenn Du den alten Anlasser mitbringst, dann gibts oft günstige Austauschmöglichkeiten.
    Grüße
    Jens64

    Hättest Du die Originalmaschine drin, wär das Problem weitaus geringer ;D. Da der Mungamotor keine Wasserpumpe hat, kannste locker bis zum nächsten Parkplatz tuckern ohne größere Schäden am Motor anzurichten. Zum Regulieren der Wassertemperatur schaltet man die Heizung ein ( schwitz) und die Kühlwassertemperatur fällt sofort um 20 Grad ::) Nur zu lange sollte man es nicht machen, weil sonst die Batterien leer sind. ;)
    Grüße
    Jens64

    Du kannst das ganz einfach erkennen, ob die Original-Schwungscheibe verwendet wurde oder nicht. Die Kupplungsscheibe muß dann von Fichtel & Sachs oder Häusermann sein ( steht auf der Kupplungsscheibe).
    Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um die Schwungscheibe von Ford ( Motocraft ). Den dazu passenden Anlasser kriegst bei jedem Fordhändler. Der V4 war z.B. im Capri, Taunus, Consul und im Transit eingebaut. Es gab ihn mit 60 und 75 PS.
    Grüße
    Jens64


    >:(

    Hallo ischmail,
    also das mit den Gurten war das erste was ich gemacht habe, weil wennste irgendwo gegenknallst, wirst von der Lenksäule förmlich aufgespiest. Ich hab mir Hosenträgergurte von "Schroth" montiert und zwar wie folgt: Die Befestigung der Spannrolle erfolgte am Sitzkasten mittig hinter dem jeweiligen Sitz ( der Gurt wird also durch das Sitzgestell nach unten durchgezogen). Das linke Ende ( Fahrerseite, beim Beifahrer natürlich rechts) des Beckenteiles wurde links ( rechts) unten am Sitzkasten befestigt. Das jeweilig andere Ende zwischen den Sitzen auf der Oberseite des Sitzkastens, kurz hinter der Handbremse. Momentan habe ich diese Enden zusammen mit der Waffenhalterung montiert, so daß keine neuen Löcher gebohrt werden mußten. Wenn du keine Waffenhalterung hast, dann bau dir ne Platte, die du an die vorhandenen Bohrungen schraubst und befestige daran die Gurte. Die Befestigungen am Sitzkasten hinten unten und links ( rechts) habe ich einfach durchgebohrt und mit ner Gegenplatte verstärkt. Diese wird einfach mit angeschraubt und ist von außen nicht sichtbar. Wenn man Gurte hat, sollte man auch Kopfstützen haben, oder? Dazu habe ich mir welche vom Schrottplatz geholt und zwar sind es welche vom B-Kadett. Zur Befestigung der ganzen Schose habe ich ein Querrohr kurz vor dem "Haltebügel" für die Fondpassagiere in das Sitzgestell der Vordersitze eingeschweißt. Und darauf stehend die Kopfstützen festgeschweißt.
    Die ganze Konstruktion klingt wohl fürchterlich kompliziert, ist aber stinkeinfach und hat folgende Vorteile: Man braucht keinen Überollbügel und die ganze Sache ist in kurzer Zeit wieder rückgängig zu machen, so daß der Originalzustand für Puristen wieder hergestellt werden kann. Ich fahr seit 1982 mit dem Ding so rum, der TÜV hats klaglos aktzepiert.
    Grüße
    Jens64

    hallo Jay-Dee,
    also beide Mungas der 900er und der 1000er haben drei Töpfe. Beim 900er ist der Vorschalldämpfer rund, beim 1000er trapezförmig. Der Hauptschalldämpfer vom 900er ist schmäler als der beim 1000er und er hat das Wärmeableitblech auf der Oberseite nicht. Beim 900er Nachschalldämpfer geht des Rohr außermittig in den Topf und der Querschnitt des Topfes ist fast dreieckig ( natürlich mit runden Ecken ). Der 1000er Nachschalldämpfer hat das Rohr mittig und ist im Querschnitt oval. Nun zum Sound: Meine Vermutung liegt darin, daß erstens der 900er Motor von Haus etwas leiser ist, da schwächer in der Leistung. Zudem hat die Auspuffanlage beim 1000er ein wesentlich größeres Volumen, als die des 900er, und somit auch eine ganz andere Resoanzwirkung. Ich Hab Dir mal was gemailt, vielleicht wirst du dann schlauer. Mit ner Schnittdarstellung kann ich allerdings nicht dienen :(.
    Grüße
    Jens64

    Hallo Jay_Dee,
    wenn mich mein Auge nicht täuscht hast du nen 900er ( erkennbar am runden Vorschalldämpfer) EX-Feldjäger Munga. Hege ihn gut, denn die Dinger sind selten geworden. Nur den nachträglich raufgepfrimelten Überrollbügel würde ich wieder wegmachen, sowas ist ja Stilbruch. In diesem Sinne....
    Grüße
    Jens64

    Hallo,
    also seitens der Auto Union gab es für den Munga weder eine elektrische noch eine Winde per Zapfwelle. Was es gab und einige BW-Mungas auch hatten, war der sogenannte "Greifzug". Das ist ein Gerät, welches teilweise heute noch bei Feuerwehren, dem THW und auch der Bundeswehr im Einsatz ist. Es funktioniert durch Muskelkraft und per Hebelwirkung kann man damit erstaunlich schwere Lasten bewegen. Verstaut wurde das Dingens beim Munga in der Kiste unter den Vordersitzen. Das dazugehörige Seil war auf einer Trommel aufgewickelt, welche in der Felge des Reserverades verstaut wurde.
    Es gab für den Munga 8 einen Zubehörsatz "Nebenabtrieb" ( Zapfwelle), diese wurde aber nach hinten geführt und kam nur in der Land- und Forstwirtschaft zum Einsatz, ebenso gab es eine Ackerschiene für den Munga 8 und 6, ob man darauf ein Winde befestigen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Ach übrigens, den sich drehenden Stumpf, an welchem der "Nebenabtrieb" am Getriebe montiert wurde, hat jedes Mungagetriebe, auch das vom 4er! Die Getriebe sind ja bekanntlich alle identisch, egal ob 4er, 6 er oder 8er.
    Grüße
    Jens64

    Hm, es dürfte schwer sein jemanden zu finden der einen neuen noch nicht nachlackierten Munga hat. Vielleicht das Audi-Museum in Ingolstadt? Mir ist bekannt, daß die einen Munga haben, aber in welchem Zustand der ist, weiß ich auch nicht. In der Tat ist beim Munga alles olivgrün, in RAL 6014, sofern er aus Bundeswehrbeständen stammt. Das einzige was nicht lackiert ist oder war sind sämtliche Gummiteile und einige Komponenten im Motorraum, wie z.B. Luftfilter und Regler und Hupe ( schwarz ) sowie sämtliche Elektrikteile, die irgendwie mit dem Motor zu tun haben ( schwarz oder wenn aus Alu dann unlackiert ). Alles was mit Wasser zu tun hat ( Absperrhähne der Heizung oder Ablasshähne fürs Kühlwasser z.B.) ist weiß lackiert. Schmiernippel, Öleinfüllöffnungen und Ölablassschrauben sind rot. Sämtliche Schrauben und Muttern, die irgendwie gesichert sind ( durch Splinte, Drahtsicherung, aufgebogene Sicherungsbleche) sind gelb lackiert. Sogar im Innenraum des Fajrzeugs ist nahezu alles Olivgrün, auch die Schalter für Blinker, Heizung, Scheibenwischer. Nicht grün sind das Lenkrad ( nur der Radreif ) der Hupenknopf, der Knauf auf dem Ganghebel, sowie der Druckknopf für den Anlasser, sowie ein ggf. nachgerüstetes Zündlenkschloß ( alles in schwarz). Ansonsten ist wirklich alles grün *gg*
    anders sieht es bei zivilen Mungas aus, dort sind die Hebel für die Blinker ( an der Lenksäule ), die Abdeckungen der Sicherungskästen, sowie sämtliche elektrische Schalter schwarz. Die Überwurfmuttern der Schalter sind sogar verchromt *staun*! Es gab auch zivile Mugas mit verchromten Radkappen und verchromten Tankdeckeln ( teilweise auch bei der Polizei ).
    Viele Grüße
    Jens64

    Hallo ischmail,
    also mit der Typenbezeichnung bist du ein bißchen auf dem Holzweg. Die Mungas 4 und 6 laufen unter der Werksbezeichnung F 91/4. Der Munga 8 ist tatsächlich ein F 91/6. Das resultiert daraus, daß Munga 4 und 6 gleich lang sind, der Munga 8 ist etwa 40 cm länger als die beiden anderen. Das bezieht sich aber nur auf den Aufbau. Das Fahrwerk ist ( bis auf die hintere Blattfeder ) identisch. Was die Maße und Gewichte angeht, werd ich mich mal schlau machen und Dir demnächst enstsprechendes Material zu kommen lassen. Hab dir schon mal vorab ne Typenübersicht gemailt.
    Grüße
    Jens64

    Hallo ischmail,
    hab grad nommel gegrübelt, wieso hat dein Munga nur 450 Kg Anhängelast? Ich hab nen 4er und da sind ungebremst 610 Kg und gebremst 750 Kg eingetragen und das zieht er locker weg, auch ohne Vorgelege.
    Triefende Grüße aus dem Ölsumpf
    Jens64

    hallöle,
    kann mir mal einer sagen, wo in Polen diese Treffen immer sind, wo man Panzerfahren kann? Ich hab mal was von einem Ort namens Darlowo ( irgendwo an der Ostsee ) gehört. Ich würde zu gerne mal wieder mit soner Kiste ne Runde drehen dürfen ( hab die ATN für KPZ Leo 1A1, Bergepanzer II und MTW M113 ). Bin für jede Info dankbar.
    Grüße
    Jens64

    Hallo Pappsi,
    ich hab dir mal die Seite aus dem Ersatzteilkatalog gemalit. Daraus ist ersichtlich, daß das alles eine Einheit ist. Ich hoffe du kannst was damit anfangen.
    Grüße
    Jens64

    Ich geb jetzt einfach auch noch mal meinen Senf dazu,
    es gibt da noch ein paar Möglichkeiten, Starterklappe hängt im Vergaser, d.H. man fährt ständig mit Choke ( die Kiste qualmt aber dann ganz fürchterlich), Kopfdichtung verabschiedet sich langsam, ggf. sind die Schrauben des Kopfes ( oder nur ein paar) locker. Eine oder mehrere Zündkerzen sind locker ( das wars bei mir, schau mal, ob sich um die Kerzen herum am Kopf ölige Ablagerungen gebildet haben.
    Viel Grüße
    Jens64

    hallo,
    hab bei meinem Munga ( EZ 12/60 ) noch nie die Zündung eingestellt ;D, man sollte aber ab und an die Schmierfilze ölen.
    Die findest du, wenn du im vorderern Motorschutzblech das kleine Deckelchen abschraubst. Dahinter befindet sich der Zündverteiler, diesen Deckel ebenfalls lösen ( BW-Version 2 Flügelmuttern, Zivilversion, lediglich ned Gummikappe), dahinter sind die 3 kleinen Filzchen, die sollten mal so jährlich ein Tröpchen Öl bekommen.
    Wenn der Motor knallt oder schlecht anspringt, ist dies ein Indiz dafür, daß die Zündkerzen am Ende sind. Diese wechseln, dann ist wieder Ruhe im Gebälk. Meiner hat mal so geknallt, daß es mir den Hauptschalldämpfer gesprengt hat, ui son neuer Topf is aber teuer :'(
    Grüße
    Jens64

    Hallo erstmal,
    ich denke da hilft nur eins, wechseln! Es gibt aber auf jeder Seite ein inneres und ein äußers Lager, ich würde gleich beide tauschen. Dann wirft sich noch dir Frage auf, ob vorne oder hinten, sowie ob du einen Munga mit Manschettengelenkwellen (Standard) oder einen mit offenen Gelenkwellen hast(sehr selten).
    Falls Interesse besteht, kann ich Dir die Seiten aus dem Ersatzteilkatalog, sowie ne Bezugsadresse mailen.
    Grüße
    Jens64

    also ich hab unser Mungalein seit nunmehr 20 Jahren und fahre mit stinknormalem 2-Taktöl von der Esso Tanke. Das hat nur den Nachteil, daß es nicht grad billig ist und wenn das Fahrzeug länger steht entmischt es sich.
    Hab auch schon mal das 2-Taktöl von Stihl ( eigentlich für Motorsägen gedacht ) probiert. Irgendwelche Veränderungen habe ich nicht feststellen können, es hat aber den Vorteil, daß es sich nicht so schnell entmischt, allerdings ist es schweineteuer. Ich denke mal, daß moderne 2-Taktöle alle geeignet sind, denn so gute Schmierstoffe wie heute, gabs zu der Zeit, als der Munga gebaut wurde ja noch gar nicht.
    Als Batterien sollte man versuchen, solche in Originalabmessung zu bekommen ( z.B. bei matz-Autoteile, zur Bleiche 51, in Flensburg) die Originalartikelnummer ist: 3035 401 01 01 000. Es waren früher 2 Stück mit je 12 Volt und 45 Ah drin, Hersteller entweder Varta oder Hoppecke. Ich hab mir ein paar von Hoppecke in den Originalabmessungen aber mit 60 Ah geleistet ( auch von matz), die reißen einfach besser durch *gg*
    Jens64

    Hallo nochmals,
    dazu darf ich anmerken, daß von Seiten der Bundeswehr keine Mungas auf andere Motoren umgerüstet wurden. Es gibt oder gab Umbausätze auf Opel-Kadett und Ford V4 Motoren, diese wurden aber nie bei der Bundeswehr verwendet und zwar aus folgenden Gründen: Bei alle Nato-LKWs ( auch der Munga gehört dazu, als LKW 0,25 to gl.) muß die elektrische Anlage 24 Volt haben, wasserdicht und funkenstört sein. Nahezu alle Teile sind identisch mit denen des Unimog 404.1 S, KHD Jupiter, MAN und DB-LKWs der 50er und 60er Jahre, das beginnt bei Lichtmaschinen, Regler, Schalter, Rücklichter, Schweinwerfer, Signalhorn, Tarnlichter, Kolonnenkreuz, sämtliche elektrischen Instrumente inkl. Tacho, Instrumentenbeleuchtung, Wischermotoren, usw...... Diese Teile sind unter veschiedenen Fahrzeugen austauschbar. Nur bei der Zündanlage ist dies nicht der Fall.
    12 Volt Mungas gab es nur in Zivil und niemals bei irgendwelchen Behörden.
    Der Originalmotor des Munga wird plan auf das Getriebe aufgeflanscht und verschraubt und ist somit dicht. Sollten an den Dichtflächen leichte Unebenheiten aufteten, kann man sich damit behelfen, daß man vor dem zusammenflanschen das Dichtmittel "Hylomar" auftägt. Aber Vorsicht, nicht zu viel! Sollte es auf die Kupplung tropfen, kann diese verkleben.
    Bei den mir bekannten Umbausätzen auf andere Motoren wird eine Zwischenplatte zur Verbindung zwischen Motor und Getriebe verwendet, da die Lochkreise der beiden Aggregate nicht übereinstimmen. Diese Zwischenplatte muß ebenfalls plan und somit dicht sein.
    Sollte Ihre Zwischenplatte nicht plan sein, oder nicht den ganzen Lochkreis umfassen, dann hat man ihnen eine "Bastlerarbeit" untergejubelt.
    Auch kann ich mir nicht vorstellen, daß Sie einen Original Auto-Union 12 Volt Anlasser haben ( obwohls den sehr wohl gibt), weil die Verzahnung der Opel-Schwungscheibe nicht mit der des DKW-Motors identisch ist.
    Oder hat man die DKW-Schwungscheibe auf den Opel-Motor angepasst?
    Wenn Sie also wie offensichtlich beschrieben keine dichte Verbindung zwischen Motor und dem Getriebe haben, würde ich mit dem Fahrzeug keine Wasserdurchfahrten machen. Sie haben sonst immer Wasser und Schmutz im Anlasser, in der Kupplung und im Ausrücklager.
    Alle diese Angaben sind ohne Gewähr, ich hab das nur mal in meiner Zeit als Instler beim Bund gelernt.
    Viele Grüße
    Jens64

    Sollte das Wasser wirklich über die Kupplungsglocke eingedrungen sein, dann ist das auch nicht normal. Die Verbindung zwischen Motor und Getriebe muß ebenfalls wasserdicht sein. Vielleicht wurd da bei der Montage gemurkst? Wenn Wassser in der Kupplungsglocke ist, kannste die Kupplung auch bald vergessen. Ich würde mal den Motor ausbauen und reinschauen, obs da wirklich feucht ist.
    Grüße
    Jens64