Beiträge von mungaist

    Nun ja, André,


    ja, man kann die Personenkennziffer auch "zurechtbasteln", jedenfalls fast:

    • Geburtsdatum nach TTMMJJ
    • Anfangsbuchstabe des Geburtsnamens
    • Ziffer des Wehrbereiches (früher 1 - 6; heute - 7)
    • laufende Nummer Deines Kreiswehrersatzamtes im Wehrbereich (2 Ziffern), oft hilft hier "googeln"
    • ergibt zusammen eine dreistellige Ziffer
    • und schließlich eine Zählnummer (2 Ziffern) für den Tag der Musterung
    • ergibt zusammen immer 10 Ziffern und einen Mittelbuchstaben.

    Gruß, Wolf

    Elmar,


    ohne Rücksprache mit ihm genommen zu haben, kann ich nur an Prospero verweisen. Er hat schon sehr oft bei Threads die notwendigen STAN-Grundlagen hier zur Verfügung gestellt. Ich empfehle einfach mal eine nette Anfrage.


    Gruß und ebenfalls schönen Restsonntag


    Wolf

    Servus Christian und schöne Grüße von Bromisch nach Würzberg,


    Munga 4 gabs im Odenwaldkreis mal ne ganze Hand voll - aber die Zeit bleibt halt nicht stehen.


    Gruß, Wolf

    Handschweiß


    Lieber Jochen,


    das Beschweren in Wolfsburg bringt rein gar nichts. Wir erinnern uns: als das "Amt Blank" für die neu aufzustellende Bundeswehr um 1953 herum bei der deutschen Automobilindustrie eruierte, wer denn ggf. als Hersteller für Kraftfahrzeuge in Frage käme, kam aus Wolfsburg vom zweiten Vorstandsvorsitzenden dieses Herstellers, Heinrich Nordhoff, die bestimmte Absage, dass man dort niemals wieder Rüstungsaufträge annehmen werde. Dasselbe muss übrigens der Bundesgrenzschutz zwei Jahre zuvor ja auch schon erfahren haben. Sowohl der Kurierwagen als auch der VW Iltis waren ausgesprochen ungeliebte Produkte bei VW. Der Iltis war ein erzwungener Staatsauftrag, um VW vor der Pleite Mitte der siebziger Jahre zu retten. Der deutlich bessere "G" von der Konkurrenz war ja schon fertig, durfte aber nicht genommen werden. Nicht ohne Grund hat VW die Fertigung sofort nach Auslaufen der 8000 Stück für die Bundeswehr geschlossen und asap verkauft. Nein, mit gelboliven oder heute tarngefleckten Aufträgen haben die nun wirklich nichts am Hut. Sieht übrigens im AUDI-Museum in Ingolstadt nicht anders aus.


    Gruß, Wolf

    Ich kann Jens' Aussage nur bestätigen. Wir haben einen amerikanischen M16 mit Flak-Vierling 4x12,7mm als ex-Bundeswehr Panzerflak in der Ausstellung. Er steht neben seinem deutschen Pendant, dem Sonder-Kfz 7/2, also der allseits bekannten 8tonnen Zugmaschine von Krauss-Maffei mit dem deutschen Flak-Vierling 4x20mm.


    Gruß, Wolf

    Ich ärgere mich, dass ich darauf nicht gleich gekommen bin: Die Ziffernschreibweise ist englisch, wie man an der "1" gut erkennen kann. Habe gestern im Internet bei der "TWC-Collection" einen alten GMC-Truck in der Restaurierung gesehen. Der hat so einen 60er Tacho. Vielleicht hilft das nun weiter.


    Gruß, Wolf

    takuda


    da fallen mir auf die Schnelle nur zwei Fahrzeuge ein, die eine ähnlich geringe Höchstgeschwindigkeit hatten:

    a) der kleine Haflinger von Steyr, den die Bundeswehr in den Gebirgsjägerbrigaden fuhr, wobei ich da schon fast glaube, dass er einen 8okm/h Tacho gahebt haben müsste oder

    b) der kleine Unimog 411 der Anfangszeiten der Bundeswehr.

    In dieser Richtung solltest Du schauen. Motorräder waren alle schneller und sollten höhere Endgeschwindigkeiten haben.

    Es könnten aber evtl. auch Arbeitsmaschinen sein (FAG, FUG, EAG)


    Gruß, Wolf

    CPT Willard


    gute Güte, kaum hier und schon wird man mit Hinweisen zugeschmissen. Aber da muss man halt durch und darum gibt's von mir auch noch einen:


    Bei der Anmeldung bei der Munga-IG bitte gleich die FIN, Baujahr etc mit übermitteln. Dann gibt's auch die verlässlich geprüften Daten zum Fahrzeug und das Rätselraten welche Farbe war da wohl wo und zuerst drauf hat ein Ende.


    Gruß, Wolf

    Nun ja, dkwpit ,


    diese Abbildung zeigt - vermutlich vollkommen ungewollt - unsere katastrophale Mischausstattung der Friedens-Bundeswehr der achtziger und neunziger Jahre. Der oft zitierte Vergleich vom "Rückzug 1945" hinkt sicher an mehreren Stellen, doch davon hat es etwas. Viele bewährte Fahrzeuge, die man problemlos hätte modernisieren können (Lkw 0,25t gl "Munga", Lkw 0,75t gl Borgward, usw.) gab es nicht mehr und von den Nachfolgern viel zu wenige. Das Drama eines Brigadegefechtsstandes (H + R) besteht ja nicht nur in dem einzigen Lkw 1,5t gl geschl (weil es für den bereits seit 10 Jahren eingeführten Lkw 2t gl einfach keine Koffer-/Shelter-/Kabinenlösung gab). Alleine einen Pkw 8-Sitze zusammen mit einem M 577 abzubilden spottet ja jeder Realität. Um das Armutszeugnis dann noch komplett zu machen "vergewaltigt" man die "Gemüselaster", in dem man ihnen auch noch einen Anhänger dran hängt, wahrscheinlich um zu verhindern, dass sie der Marschkolonne vorne weg fahren, weil zu schnell wären. Je länger ich dieses Bild betrachte, desto mehr Bitterniss kommt einem hoch, weil wir ja so in den "kleinen vaterländischen Krieg" geschickt worden wären.


    Gruß, Wolf

    küchenbulle


    da hast Du recht, lieber Holger. Man hätte vielleicht im Layout darauf hinweisen sollen, dass es auf der nächsten Seite weitergeht. Es fehlte ja auch der FmZg, der SpZg, der InstTrp, MunTrp, BstffTrp und VpflTrp, FküTrp usw.


    Gruß, Wolf

    Schwarzeradler90


    Hallo Sven, mir fiel gestern am Zeitschriftenstand das neueste Heft der Reihe "Fahrzeug Profile" (Nr. 97) in die Hände. Kein Soldat keiner Armee vergisst jemals seine Grundausbildung. Und so geht es mir auch, weshalb ich auf das Verbandabzeichen der ehemaligen Wetzlarer Panzergrenadierbrigade 13 geradezu magisch reagiert habe und an meine Grundausbildung 1978 im dortigen Panzerartilleriebataillon 135.



    Ich erwähne das deshalb, weil ich zwar in dem Heft immer noch kein Bild eines MUNGA F 91/4 San mit RKL gefunden habe, aber zumindest ist er in der Gliederung der Stabskompanie ausdrücklich so aufgeführt und zwar als Auto des Brigadearztes. Du findest das in der unten folgenden Grafik rechts unter "Arztgruppe". Und es ist ja auch mehr als sinnvoll: Der Arzt einer Brigade (ca. 3500 - 3900 Mann, sorry keine Frau) in der Heeresstruktur 4 (oder davor) war mit eigenem Klein-Kfz beweglich gemacht. Dies hatte in jedem Falle auch Funk und damit keinen RS "Sanitätstransport".



    Also, ein Bild ist es nicht, aber ich denke schon ein verdammt starkes Indiz dafür, dass es zumindest für die Truppenärzte ab Brigade aufwärts (also auch bei Division und Korps) ein geländegängiges Führungsfahrzeug mit RKL gab, hier eben ein Munga 4, aber ganz sicher keinen VW 181, sonst wäre der in der Grafik abgebildet. Ich denke, Du kannst Deine RKL ruhigen Gewissens wieder montieren.


    Schönen Sonntagabend wünsche!


    Gruß, Wolf

    Aber Heini,


    doch nicht in Wasser! Da Lederfett nicht durch den Lacküberzug dringen kann und man sich schwer tut, von innen das Fett ins Leder zu walken, mag das gute alte "Ballistol" Waffen- und Mehrzwecköl ein Tipp sein. Ist flüssig und als als Sprühöl erhältlich und insofern einfachst anzuwenden. Wird man vielleicht zweimal anwenden müssen.


    Gruß, Wolf

    Genau das meine ich ja, Seba,


    diese Diskussion wird in der Tat nie enden.

    Mr. Munga hat ja mit seinem Fachwissen "nebenan" im anderen Forum auch schon geantwortet. Und ja, Matthias, das hast Du genau so richtig verstanden. Egal, was irgendwo veröffentlicht wird, wir müssen unterscheiden zwischen dem allgemeinen Sprachgebrauch von "8er", "Munga 8" und sämtlichen "Wunscheintragungen" bei der Zulassungsstelle, wo das Auto heute vollkommen unbekannt ist und der offiziellen Typisierung vom Hersteller. Und da ist es einfach ein F 91/6 mit langer Pritsche und 8 Sitzplätzen. Aber weil eben jüngere Munga-Fahrer hier mangels Unterlagen in erster Linie den allgemeinen Sprachgebrauch hören und lesen, wird der "F 91/8" nie aussterben.


    Gruß, Wolf

    Matthias,


    da gebe ich Dir völlig recht. Die Fehlteile fallen jedem auf, der merkwürdig abgewinkelte Auspuff hinten auch. Nur in einem Punkt liegst Du nicht richtig: die alte Typen-Diskussion. Es gab niemals einen F91/8. Im "Verkaufssprech" von Auto Union hatte sich "Munga 4", "Munga 6" und eben "Munga 8" eingebürgert und stand so auch in den Prospekten. Typentechnisch blieb es aber beim F 91/4 (Viersitzer, Wanne) oder dem F 91/6 (Pritsche kurz und Pritsche lang). In den Papieren sollte auch nichts anderes stehen, auch wenn der F 91/6 mit der langen Pritsche eben offiziell 8 Sitzplätze hat. Anders im "Bundeswehrsprech", da gab es Typisierungen "F91/5" usw. Aber wie gesagt, da sind wir schon im philosophischen Bereich.


    Das KBA wird im Übrigen genau das ausspucken, was man oben als Frage reinsteckt. Will heißen, es kommt wahrscheinlich auf die Schlüsselnummer an, nach der man sucht. Und da mag man bei geschickter Kombination auch mal als Ergebnis nur noch 2 zugelassene Kfz herausbekommen.


    Gruß, Wolf

    Bernd,


    das muss so! Es gab noch keine Unterlagen in Truppengattungsfarbe. Nach der ersten Reinigung sind die Schulterklappen also völlig gewellt oder verdreht. Die Steppnähte geben den Teilen die Steifigkeit, die sie brauchen, um in Form zu bleiben. Reines Knowhow!


    Gruß, Wolf

    Nun ja, Gerald,


    zunächst danke ich Dir für die Korrekturen. sie dürfen aber nicht zur "Verschlimmbesserung" werden. Da, das BrigVersBtl - wie ich schrieb - Sanitätsdienst, Nachschub und Instandsetzung zusammenfasste und wir aus dem STAN-Auszug von Prospero wissen, wie die Sanitätskompanie gegliedert war, gab es in der Stabskompanie des Btl eben gerade keine Verbandplatzgruppe. Insofern wäre hier die Änderung auf die 1. Kompanie absolut falsch. Ich hatte mir bei dem Beispiel schon was gedacht. Die Sanitätselemente waren in der 2. Kompanie zusammengefasst.


    Gruß, Wolf

    Prospero,


    da hast Du allerdings recht, Jörg, wobei es letztlich einerlei ist, welchen Rüstsatz die 4./GebVersBtl 226 dem Munga verpasst hat. Aber es muss natürlich nicht zwingend der Sanitätsrüstsatz gewesen sein. Andererseits kann der Rüstsatz Funk Fu A1 auch in der späteren Dienstzeit eingerüstet worden sein.


    Ich ging vom Begriff "San-Munga" aus, den Sven gewählt hatte und ganz sicher kam der Wagen in die 4./226, WEIL er einen Rüstsatz bekommen sollte. Er trug rote Kreuze und war damit im Sanitätsdienst im weitesten Sinne eingesetzt. Natürlich bleibt auch die Möglichkeit "Arzt Trp" in einem der anderen vier Brigadebataillone.


    Gruß, Wolf

    Okay Sven,


    ich habe aus Deinen Angaben zunächst die beiden taktischen Zeichen gebastelt. Ich packe Dein Auto (genau wie meines auch Baujahr 1966) in eine Übergangsphase , in der durch die Ablösung der alten "Zugehörigkeitszeichen" durch die neuen "taktischen Zeichen" theoretisch ja auch noch die alten Zeichen im Verband gewesen sein können.


    Das sieht dann so aus: Hier zunächst die 2. Kompanie Gebirgsversorgungsbataillon 226 mit dem frühen Zeichen bis 1965



    Ab 1966 wurde dann schrittweise auf die neuen taktischen Zeichen umgestellt. Dann wäre das Zeichen folgendes gewesen:



    Das unterstellt freilich, dass Dein Munga auch weiterhin im GebVersBtl 226 geblieben ist. Das Datenblatt der Munga-IG gibt freilich wie bei mir nur an, wohin der Wagen ausgeliefert wurde. Denn nur in der 4. (Feldzeug-)Kp des VersBtl bekam der Munga ja schließlich seinen Rüstsatz, bei Dir also Variante "Sanitätstransport". Bei welchem Bataillon innerhalb der Brigade 22 er als San-DKW dann Dienst tat, ergibt sich daraus nicht. Aber immerhin hast Du hiermit einen Anhalt für die Kennzeichnung des Munga.


    Gruß, Wolf