Beiträge von mungaist

    Moin Sven,


    das ist aber ein übler Murks! Es gibt haufenweise Beispiele von vermischten Rüstsätzen, leider sogar bei der Munga-IG.


    Hier dürfte das Basisfahrzeug ein RS-Träger "Sanität" sein, wie er halt als Hilfs-Krankenwagen im SanTrp jeder Kompanie zu finden war. Den Stützbügel über der Pritsche hinten kenne ich allerdings nur vom RS-Träger "Leichtgeschütz". Der hat hier ganz sicher nichts zu suchen. Mit dem - hier fehlenden - RS "Sanität" (Krankentragenhalterung) hat der Bügel jedenfalls nichts zu tun.


    Gruß, Wolf

    Micha,


    die Zahl LINKS vor dem Zeichen, die normalerweise die Kompanie/Batterie/Staffel angibt, macht ja nur Sinn, wenn es mehrere davon in einem Verband gibt. Bei selbständigen Kompanien entfällt das. Genau das ist aber hier der Fall, wenn z.B. bei jedem Marinefliegergeschwader genau EINE MSK existiert.


    Die Zahl RECHTS vom Zeichen, das den übergeordneten Verband angibt, entfällt ebenfalls, wenn es den gar nicht gibt. Darum oben im Beispiel einmal mit Angabe des MFG 2 als übergeordnetem Verband und einmal ohne, wenn es nur eine Kompanie gibt oder diese z.B. zum Seebataillon gehört. Kann man dazu schreiben, muss man aber nicht.


    Gruß, Wolf

    Mein Vorschlag:






    Die Kompanie(n) gehörte(n) zu den Marineschutzkräften, die mehrfach in der Geschichte der Bundesmarine ihre Bezeichnung gewechselt haben. Zuletzt bildeten die drei Kompanien des Marineschutzbataillons das Seebataillon. Näheres siehe Tante Wiki.


    Die ZDv 1/11 von 1990 weist in der Nummer 1602 beim taktischen Zeichen für die Marinesicherung darauf hin, dass es nicht NATO standardisiert sei. Es war auch innerhalb der Marine selbst nicht standardisiert. Man findet in den offiziellen Darstellungen das Sicherungszeichen (Schwerter) und das Marinezeichen (Anker) auch vertauscht vor.


    Solange die Marinesicherungskompanien übergeordneten Verbänden zugeordnet waren tauchten diese wie gewohnt rechts mit Ziffer und Größenordnungszeichen auf, also im Beispiel oben das MFG 2 in Regimentsgröße (= drei Striche) mit der arabischen "2".


    Ich hoffe es hilft weiter.


    Gruß, Wolf

    Nun ja,


    es ist nicht immer ratsam, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, darum habe ich mich bisher zurückgehalten. Ich habe seit vorigem Herbst meinen RS FkbTrp 5 zu über 99% vollständig, allerdings für den Lkw 0,25t gl, Munga. Ich sehe schon anhand Deiner wenigen Bilder, dass es da doch größere Abweichungen über die Jahre gegeben hat, obwohl die Bezeichnung "Fkb Trp-5" immer gleich blieb, von Munga, über VW-5 Sitzer, Iltis bis zum Wolf. Beim Munga gab es z.B. überhaupt kein Feldfernkabel. Das hatte bei uns (PzArtBtl) erst der FkbTrp-10 auf Lkw 1,5t gl Unimog.


    Grundsätzlich mag aber die alte Gerätezusammenstellung auch für Deinen Rüstsatz gelten. Natürlich wurden alles Geräte und Rüstsatzteile in den Staukisten verpackt und nichts auf einem Tisch befestigt während der Fahrt. Fernmeldespezifisch sind die 4 FF 54 OB/ZB, die 10er Vermittlung, der Amtszusatz und Blitzschutz, sowie die feldkabelbauteile wie Drahtgabel und 8 Baustangen mit den 4 Verlängerungen und den 6 Kabeltrommeln. Der Rest ist fast alles handelsübliches Verbrauchsmaterial (Isolatoren, Krokodilklemmen, Nägel, Haken usw.).


    Die Drahtgabel gibt's in der Bucht, die Baustangen und die Drahthaken auch.


    Als Bordausstattungssatz gilt für den VW-Bus, wie für alle Pkw und Leicht-Lkw der Bordausstattungssatz "A". Vielleicht hilft es ja etwas weiter.


    Gruß, Wolf

    Was mir daran auffällt:


    1. Farbliche Unterlagen gab es an Bundeswehr Heeres-Uniformröcken NUR an den Schulterklappen, jedoch NIE an den Kragen. Dort gibt es goldfarbene Kordeln (Generale), silberfarbene Kordeln (Offiziere) und altgoldfarbene Kordeln (Unteroffiziere mit Portepee). Das hier sieht nach weißen Vorstößen (= MilMus) aus und wäre auf der Schulter noch nachvollziehbar, aber nicht am Kragen.
    2. Die zweite Jacke eines ABC-Abwehr- oder Pionierleutnants wäre okay, jedoch nur OHNE diese lustlos und falsch drapierte Fangschnur. Sie gehört auf die LINKE Seite, wird anders befestigt und kann in diesem Dienstgrad nur von einem Fahnenbegleitoffizier getragen werden.

    Fazit: Hier hatte mal wieder jemand so gar keine Ahnung von Heeresuniformen. Dabei gibt es die doch nun schon seit demnächst 65 Jahren.


    Gruß, Wolf

    Nicht vergessen: bei der Bundeswehr lief der Munga als "Lkw 0,25t gl" und das heißt, dass er wie alle Lkw der ersten Fahrzeuggeneration über den Hauptschalter, den Zündschalter und den Anlasserdruckknopf gestartet wurde. Was sollte da bei einem -zugegeben eher kleinen - "Lkw" auf einmal ein Lenkzündschloss?


    Deswegen sah die Bundeswehr auch keinerlei Veranlassung, ein solches Zündschloss nachzurüsten. Erst der zivile TÜV verlangte ja nach einer Diebstahlsicherung und machte es deswegen zur Auflage, das aus dem zivilen Munga bekannte Neiman-Schloss nachzurüsten. Hierfür reichte aber die mechanische Sperrfunktion des Lenkrades. Weder musste der Batteriehauptschalter an das Lenkzündschloss verlegt werden, noch musste der Anlasserknopf abgeklemmt werden.


    Gruß, Wolf

    Egal, wie der "Laden" heute auch heißt, ich kenne in Gerolstein noch das BMVg eigene Fernmeldebataillon 930 aus der Führungsunterstützungsbrogade 900. Deren Verbandsabzeichen war dieses hier.



    Das Abzeichen des heutigen ITBtl 281 sieht genauso aus. Vorsicht, hier "drohen" Ansätze von Tradition!


    Gruß, Wolf

    Die Frage kann ich verstehen, Heiko,


    "wir" haben ein scheinbares Problem: Im Heer gibt es Truppengattungen, in der Luftwaffe gibt es Dienstbereiche, in der Marine auch. Was aber tun, wenn wir "teilstreitkraft-gemeinsame Verbände bilden (müssen)? Hier versucht man nun - verzweifelt - neue Bezeichnungen zu erfinden, seit die Streitkräftebasis (SKB) im Jahr 2000 erfunden wurde.


    Die Fernmeldebataillone des Heeres und der Luftwaffe durften nicht mehr so heißen und wurden zu Führungsunterstützungsbataillonen. Als Truppengattungsfarbe hatten sie natürlich weiterhin zutronengelb. Es dienten ja nun auf einmal auch keinen soldatinnen und Soldaten dort, sondern man musste ja eine begriffliche Unterscheidung einführen für Heeres- bzw. Luftwaffensoldaten und erfand flugs die "UTBs", die "Uniformträgerbereiche". Ein solches Bataillon bestand also folglich aus einer Mischung von HUTs und LUTs (beim ZOpKomBw) kommen auch noch MUTs dazu: Heeres- bzw. Luftwaffen- oder Marineuniformträger und -trägerinnen.


    2017 erfand man den neuen militärischen Organisationsbereich CIR für die Cyber-Abwehr. Aber mehr Bundeswehr gibt wes ja nicht, man muss irgendwoher Truppe "klauen": und so werden aus den ehemaligen Fernmeldebataillonen, jetzigen Führungsunterstützungsbataillonen neuerdings "Informationstechnikbataillone".


    Ach ja, zu Deiner Frage: Die Truppengattungsfarbe für die HUTs ist immer noch zitronengelb. Es gab schon in den neunziger Jahren mal einen Versuch, die OpInfo-Soldaten ganz offiziell in türkis umzufärben. Scheiterte natürlich daran, dass sich die Inspekteure nicht einigen konnten, obwohl es doch die Marie und die Luftwaffe gar nicht betroffen hat, denn die haben ja keine Farbe an der Uniform. Aber Hauptsache, man kann mal seinen Senfe dazu abgeben. Eine neue Truppenfarbe einzuführen, war angeblich zu teuer (für ganze 2000 Soldaten damals!


    Also, egal wie der "Verein" Deines ehemaligen Wolfes heute heißt, Dein Auto hat überhaupt nur gelbe Stander gesehen.


    Gruß, Wolf

    Guten Morgen, Sven,


    aber bitte Vorsicht! Lass Dich nicht in eine falsche Richtung verleiten. Genau deshalb habe ich diese Bilder nicht gebracht. Es ist ein Munga 4 aus der Truppenerprobung des "Rüstsatzes Sanität". Natürlich hätte der in jedem Falle als "Behelfskrankenwagen" auch eine Verkehrswarnanlage gehabt. Doch Du suchst ja genau nicht diese Fahrzeuge sondern die Munga 4 OHNE Tragenhalterung, aber mit Verkehrsawarnanlage.


    Der M4 hat diesen Rüstsatz ja nie serienmäßig bekommen, aber erprobt wurde er. Eingeführt wurde der RS dann gleich auf dem Munga 8. So erging es meinem.


    Mein Ansatz ist nun der, zu überlegen, wo denn ggf. Munga 4 - außerhalb der Feldjägertruppe, dazu hat Prospero dankenswerterweise alles gesagt - mit Verkehrswarnanlage und Rot-Kreuzmarkierungen im Einsatz gewesen sein können. Und da fällt mir nur die Sanitätstruppe selbst ein mit den Krankenkraftwagenzügen der Krankentransportkompanien oder Sanitätsbataillone. Aber das ist nur logisch gedacht von mir. Vielleicht hatten sie in der Realität dann doch nur handelsübliche Auto Union 1000 oder VW Käfer.


    Das zu meinen Überlegungen.


    Gruß, Wolf

    Guten Abend, Sven,


    Du darfst bei dieser Frage nicht vergessen, dass (d)ein Auto ja nicht die ganze Dienst-Zeit über nur bei einem einzigen Verband geblieben sein muss. Bei mir war es zwar ein Munga 8, aber der Anfang war immer der gleiche: Rüstsatz-Varianten wurden parallel zur Nutzung der Munga 4 und 8 ja erst entwickelt, waren also ab Werk gar nicht bestell bzw. lieferbar. Ist auch bis heute noch so. Lediglich die Vorrüstungen bestimmter Baugruppen (vor allem Elektrik) wurden/werden irgendwann in die Produktion übernommen. Den Rest rüstet die Truppe später in dafür bestimmten Instandsetzungspunkten selbst ein bzw. um.


    Dann kamen also diejenigen Kfz, die als Rüstsatzträger ausersehen waren, in die Versorgungsbataillone (der Brigaden) - wir sprechen von der Heeresstruktur II - und bekamen dort in den 3. (le Inst) Kp'n ihre vorgesehenen Rüstsätze. In Deinem Fall wird es eine Verkehrswarnanlage gewesen sein, so wie bei mir auch. Das heißt aber natürlich nicht, dass das Auto dann auch im VersBtl 226 geblieben ist, sondern dass es, nun mit Rüstsatz, zu seinem vorgesehenen Truppenteil in derselben Brigade überführt wurde. So war das in meinem Fall, beim VersBtl 366 auch.


    Zu der Frage nach den Rotkreuz-Kennzeichen in Verbindung mit der Verkehrswarnanlage am Munga 4 nur mal folgende Überlegung. Ich gebe Dir Recht, dass es so gut wie kein Bildmaterial dazu gibt.

    ABER: Der Munga 4 war das erste und lange Zeit einzige geländegängige Führungsfahrzeug der Bundeswehr. Damit waren also auch die Zugführer bzw. Kompaniechefs der zugegeben wenigen Krankentransportbataillone in den drei Korps und den Krankenkraftwagenzügen der Divisionen ausgerüstet. Alleine in meiner Grundausbildungs-Kaserne in Wetzlar lagen zwei komplette solche Bataillone mit Lkw FORD 3t gl Krkw eingelagert. Wenn alle diese Lkw mit Blaulichtern und Sondersignalanlagen ausgerüstet waren, nur das vorne weg fahrende Führungsfahrzeug nicht, käme das bei einer Kolonnenfahrt schon sehr unglaubwürdig rüber. Führungsfahrzeuge gab es immer und überall grundsätzlich zu wenige. Also wurden diese nicht eingelagert sondern im "V-Vall" - hoffentlich !! - "beigestellt".


    Glücklich schätzen kann sich hier wohl der, der seine taktischen Zeichen Stück für Stück so abtragen kann, dass er die Versetzungen seines Fahrzeugs zwar nicht vom Datuj her, aber vom Standort her nachvollziehen kann.Die Munga-IG kann hier immer nur den Startpunkt liefern.


    Gruß, Wolf

    Gefällt mir gut, Andreas,


    was Du da schreibst. Auf den Teil 80 "Prüfanweisung" bist Du zum Schluss ja noch selbst gekommen.


    Ich möchte daher ergänzen, dass die laufende Nummer 6 oder 7 nicht belegt ist, soweit ich weiß, aber eine der beiden, also Teil 60 oder 70 betrifft die "Unbrauchbarmachung", wie wir sie zum Beispiel seit je her bei Waffensystemen finden.


    Gruß, Wolf

    Um den Tipp von Jens aufzugreifen: vielleicht kann ja auch das Panzermuseum in Münster mit einer Auskunft weiterhelfen. Die sollten ja auch hin und wieder Bedarf an sowas haben, wenn sie ihre Kettenfahrzeuge fahrbereit halten wollen.


    Grüß, Wolf

    Kai,


    der Verwendungszweck für die "Bundesdienstflagge in Bannerform" sollte klar sein:


    Es handelt sich um eine sogenannte "Sargflagge", die zumindest in Hessen bei einem BwDLZ zentral bevorratet wird und Teil des Ausstattungssatzes "Trauerfeier" ist. Bei der Verwendung einer normalen Bundesdienstflagge liegt das Bundeswappen quer über dem Sarg und ist nicht vollständig zu sehen. Darum wurde diese Version, vor allem aufgrund der zurückkehrenden Särge aus den Einsätzen, extra in Auftrag gegeben. Kann aber auch für jede private Beerdigung eines ehemaligen Soldaten leihweise angefordert werden. Mit dabei im Ausstattungssatz ist ein Gefechtshelm und ein Ordenskissen. Anzumelden über das zuständige Kreisverbindungskommando oder direkt beim Landeskommando - S3 Abt.


    Gruß, Wolf

    Zitat

    KaiserJeep schrieb: "ganz einfach, weil die meisten Kasernen, die ich kenne, sind Regelbau 1935. Das, was dann ab 19565/56 neu gebaut wurde, baute auf dem bewährten Konzept des Modelles 1935 auf, nur eben nicht mehr 4-Stöckig, sondern meist Erdgeschoss plus 2 Stockwerke drauf."



    Mein lieber Wolf,


    von ganzem Herzen möchte ich Dir hier widersprechen. Das, was dann ab 1956/58 gebaut wurde, war eine einzige Katastrophe! Aber was sollte man machen, man baute mit dem Material, das zur Verfügung stand. Nur brauchte man an Halbmeter dicke Wände nicht mal im Ansatz zu denken. Insbesondere, wenn Du nach Deiner AGA an eine nicht näher benannte Walldürner Kaserne von 1958 denken solltest. Es war alles moderner, klar, und auch mit Schutzbauten unten drunter, aber von großer Haltbarkeit brauchte man nicht zu träumen. Das fing entweder in den Kellern oder bei den Dächern an.


    Ich war "verwöhnt" durch meine AGA in der Wetzlarer Spilburg, Baujahr 1913/1914, die eher den Charakter einer kleinen Parkanlage hatte. Klar musste man das mögen so mit 10-Mann-Stuben und viele schreckte schon das Alter des Gemäuers ab. Dann dachte ich schon der "neue" Bw-Standardbau á la Walldürn wäre nicht mehr zu unterbieten - und landete in Ober-Wildflecken. Auch hier wurde ab 1958 mal schnell was in die Landschaft geworfen. Es reichte nur noch zu einer zweistöckigen Bauweise mit Faserasbest-Verkleidung (sog. "Eternit"-Platten). Taugte keinen Schuss Pulver und verfällt heute zu Recht.


    Ja, wenn sie 1956 mal auf "dem bewährten Konzept des Modells 1935" aufgebaut hätten. Allein hier in Koblenz hatte man 1936 ff insgesamt NEUN neue Wehrmachtskasernen gebaut, die alle heute noch stehen, auch wenn sie nicht mehr alle als Kasernen genutzt werden. Nicht eine davon hat man abgerissen, auch wenn man sie als Wohnanlage umgenutzt hat. Warum wohl?


    Das nur als meine Meinung zu den baulichen Errungenschaften, mit denen die Staatsbauämter die Bundeswehr teilweise beglückten. Klar, die meisten Wehrmachtsbauten waren ja auch durch alliierte Truppen oder ein paar Grenzschutzeinheiten belegt.


    Gruß, Wolf

    Seba, ist völlig egal was wir im einzelnen meinen, ich bin vollkommen Deiner Auffassung. Nicht nur dass komplette Fahrzeuge, die für mich völlig unauffällig wirken, inzwischen fünfstellig werden, nein auch Einzelteile drehen offenbar hohl. Die nachgefertigte Bodenplatte hat vor drei Jahren halt nur 300 Euro gekostet. Heute 900 Euro dafür zu verlangen heißt ja wohl, dass Edelmetall dabei ist, oder?


    Gruß, Wolf