Beiträge von mungaist

    @Fall63 und rammigani ,


    ich wäre etwas vorsichtiger mit Behauptungen und Verdächtigungen. Wie alle Großkunden erhält selbstverständlich auch die Bundeswehr Postkisten für den täglichen Postverkehr. Von "klauen" kann da keine Rede sein. Sollte man vielleicht doch besser löschen.


    Gruß, Wolf

    Hallo Johann,


    gemäß TDv Teil 50, also der ET-Liste findet sich auf Seite 689 unter Position 30 die Angabe: "Hülle, Windschutzscheibe" mit der Versorgungsnummer 2540 - 12 - 127 - 4402. Das korrespondiert mit der ET-Nummer von Auto Union: 3035 569 01 00 002,


    Es folgt die Position 30.1: "Hülle, Windschutzscheibe" mit der Versorgungsnummer 2540 - 12 - 140 - 7436, jedoch ohne Et-Nummer von Auto Union. Gemeinhin ist dies als Ersatzartikel zu verstehen, d.h. die Bundeswehr hat dann irgendwann diese Zubehörartikel von einem anderen Hersteller direkt bezogen, ohne über AU zu gehen.


    Gleiches gilt für die beiden "Schlafmützen" für die Scheinwerfer: Position 31: "Hülle, Scheinwerfer" mit der Versorgungsnummer 2540 - 12 - 127 - 4401. Hierzu gilt die Et-Nr. von Auto Union: 3035 569 20 00 002.


    Es folgen hier die Positionen 31.1 "Hülle, Scheinwerfer" mit der Versorgungsnummer 2540 - 12 - 140 - 7445, wieder wie oben zu verstehen und 31.2 "Tasche, Aufbewahrungs, Scheinwerfer" mit der Versorgungsnummer: 2540 - 12 - 140 - 7446.


    Es muss natürlich heißen: "Tasche, Aufbewahrungs, HÜLLE, Scheinwerfer", auch wenn diese Tasche nicht abgebildet ist. Ich weiß,nicht, welche Tasche hier gemeint sein soll und verwende dafür eine "Tasche, Schutz, Begleitpapiere" (Vers.-Nr. 7520 - 12 - 120 - 3977). Alle drei Hüllen für Windschutzscheibe und die Scheinwerfer haben locker darin Platz.


    Ich hoffe, bei der "Entwirrung" weitergeholfen zu haben.


    Gruß, Wolf

    Pit ,


    dem kann ich mich nur Wort für Wort anschließen. Die Kordel mag abgeschafft sein, bei mir bleibt sie dran! Ich bin heilfroh, dass mich heute mit Anfang 60 nicht mehr jeder für einen aktiven Soldaten hält, der über jedes Detail in der Armee von Berufs wegen Bescheid wissen muss. Auch wenn wir uns dank immer längerer Dienstzeit so langsam den Blücherschen Verhältnissen des frühen 19. Jahrhunderts annähern, ist es für mich okay als Ehemaliger erkennbar zu sein. Anders herum hätte es für mich mehr Sinn gemacht: Wer in einer RDL zeitlich befristet aktiv ist, nimmt die Kordel eben ab (oder das "R") und sonst, also "a.D." oder "d.R." ist sie eben dran.


    Gruß, Wolf

    Nur zur Ergänzung:


    Das Sanitätsregiment 1 wurde erst 2015 in Weißenfels (Stab, Einsatz- und Ausbildungskompanien) und Berlin (Einsatzkompanien, Simulator) aufgestellt durch die Fusion des Sanitätsregiments 32 (Weißenfels) und des Lazarettregiemnts 31 (Berlin).


    Der Wagen wird daher mit einiger Sicherheit schon vorher im Standort Berlin (Kladow, Blücher-Kaserne), Bezirk Spandau beim Lazarettregiment 31 stationiert gewesen sein. Dieses wiederum wurde 2005 aufgestellt.


    Vielleicht ganz interessant:


    Die Wurzel des LazRgt 31 liegen im Sanitätsbataillon 3, das als erstes Sanitätsbataillon der Bundeswehr überhaupt am 3. September 1956 (Bückeburg), ab 1967 Hildesheim, aufgestellt wurde.


    Gruß, Wolf

    Servus Frank,


    es ist schon erstaunlich, wie viele Forumsmitglieder sich mit genau Deiner Frage beschäftigen. Hier ist deshalb schon etliche Male darauf geantwortet worden. Einfach mal im Forum "schnüffeln".


    Aber so aus der Koblenzer Nachbarschaft fasse ich mal den aktuellen Sachstand zusammen:


    1. Ja, man kann das erfragen.
      Zuständig ist die seit 2018 (wieder) eingerichtete Kraftfahrstaelle der Bundeswehr, die nun unter der Bezeichnung
      "Zentrum Kraftfahrwesen der Bundeswehr" firmiert.
      Hardter Straße 9
      41179 Mönchengladbach-Rheindahlen
      siehe dazu auch im Internet: Kommando Streitkäftebasis
      und dort: LogKdoBw (Logistikkommando der Bundeswehr)

      Innerhalb des ZKfWBw ist es die Abteilung "Zulassung Fahrzeuge" und dort das Dezernat "Zulassung".
    2. Nein, es besteht überhaupt kein Anspruch darauf, den militärischen Werdegang seines Fahrzeuges zu erfahren, auch wenn dieser noch einige Jahre nach der Aussonderung elektronisch abrufbar ist.
      Es handelt sich daher um eine reine Gefälligkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gewünschten Daten herauszusuchen.

      In der Vergangenheit, d.h. unter der alten (bis 2012) existierenden "Zentralen Militärkraftfahrstelle" (ZMK) am selben Standort in Mönchengladbach gab es eine Reihe von Außenstellen, so auch hier "nebenan" in Lahnstein. Vermutlich waren diese Ausßenstellen den jeweiligen Kraftfahrausbildungszentren angegliedert, denn eine weitere Aufgabe der ZMK war (und ist) die Ausstellung sämtlicher Dienst-Führerscheine der Bundeswehr. Ob das noch so ist nach der Umgliederung entzieht sich meiner Kenntnis.
    3. Aus diesem Grunde kann man nur dringend empfehlen mit Verständnis für diese "Nicht-Aufgabe" anzufragen, am besten natürlich alt hergebracht schriftlich und die notwendigen Daten mitzuliefern. Hier denke ich macht der Ton die Musik.
    4. Hast Du denn noch irgendwelche taktische Zeichen an Deinem Wolf gefunden, aus denen man etwas rückschließen kann?

    In der Hoffnung, Dir etwas weitergeholfen zu haben,


    Gruß, Wolf

    Überhaupt nicht "marinelastig", Till.


    Man geht auf Deinen Link "Bundeswehrfahrzeuge" und klickt sich rechts einfach mit der Pfeiltaste weiter durch die Sammlung. Viele viele Heeresfilmchen.


    Danke Dir!


    Wolf

    Mensch TDV , was habe ich also für ein Glück gehabt, dem 48. OAJ anzugehören!


    Fahrschule war 8 Wochen nach der AGA geblockt (B,C,E,F2), darum habe ich auch - leider - nie eine Wachausbildung erhalten. FS hatte Vorrang!


    Und ja, natürlich hatten S3-StOffz, T-StOffz und BttrChef 1./- die drei VW 181 eines Artilleriebataillons, die ich aber im Leben nie als "Jeeps" bezeichnet hätte. Selbst der "Sandkasten" Munster-Süd konnte für die Dinger eine unüberwindbare Hürde darstellen.


    Gruß, Wolf

    Servus Wolfgang,


    nun ja, ohne hier ausufern zu wollen, heißt es ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern, wenn ich auf Deine Frage antworten will. Und ja, bei der Bundeswehr war es ähnlich. Nicht alle TrÜbPl sind gleich, wie ihr alle aus eigener Erfahrung wisst. F+r uns Artilleristen unterscheiden sie sich in geschlossene und offene TrÜbPl. Letztere haben Außenfeuerstellungen und meist keine Platzfeuerstellungen. Dann kann man auch mal üben, weil man zwischen den Feuerstellungen z.T. größere Entfernungen überwinden muss, d.h. Material und Personal sind in Bewegung. Bei geschlossenen Plätzen bekommt man las BttrChef für den genzen Tag i.d.R. zwei, vielleicht mal 3 Feuerstellungen zugewiesen und muss dann sehen, wie man die sinnvoll nutzt. Auf unseren TrÜbPl herrschte aber vor 1990 ein grauenvolles Gedränge. Alle Nationen wollten schießen und mussten mit den wenigen Feuerstellungen klar kommen. Dann kommt die deutsche unsägliche Munitionsverknappung hinzu, d.h. als Batterie vielleicht 10 - 15 Schuss für den ganzen Tag!! Da würde man am liebsten jeden Schuss zurückholen und nochmal verschießen, damit bei den Kanonieren mal ein Hauch von "Geschütz-Stress" aufkam.


    Deine Beobachtung des amerikanischen Geschützzuges traf also durchaus zu, die konnten einfach nicht früher aus ihren Löchern, weil "nebenan" noch besetzt war. Taktisch völlig blödsinnig, aber nicht zu ändern. Deswegen entstand auch Dein Eindruck von der geringen Wirkung im Ziel bei den wenigen Schuss. Zum Schulschießen reichte es, weil die Beobachter ja mit so wenigen Schuss wie möglich im Ziel liegen wollen. Ein Wirkungsschießen ist das freilich nicht.


    TDV : ja, das alte Problem mit der korrekten Ausdrucksweise. "Jeeps" hatte die Bundeswehr außer zur Erprobung überhaupt nie. Aber wir wissen ja was gemeint war: geländegängige Führungsfahrzeuge. Und die gab es natürlich auch in einer Artilleriebatterie: 1x BttrChef und 2x Richtkreistrupp (plus der abgestellte SanTrp der 1. Bttr). Kein "Jeep", aber zuerst DKW Munga und dann VW Iltis, abgelöst vom MB Wolf bis zum Erreichen der vollautonomen Geschützzüge (2x pro Bttr) mit den selbstvermessenden Haubitzen.


    Gruß, Wolf

    Da kommen einem ja fast die Tränen! Einmal aus Sentimentalität, aber auch aus Verärgerung über den Text. Scheint geradezu eine Geheimwissenschaft zu sein, einen lockeren Text mit korrektem Fachwissen zu kombinieren, denn beides zusammen geht offenbar nicht.


    Was man sieht ist die deutsche (oder amerikanische, französische, ....) Artilleriebatterie in alter "napoleonisch-preußischer" Aufstellung: sechs Rohre neben einander, brav mit 20 Metern Abstand in einem leichten Halbkreis. Da wir noch analog vermessen und gerechnet haben, gibt es auch nur EIN Feuerkommando für das 3. Geschütz (= Grundgeschütz). Das galt für alle sechs Geschütze, die Streuung der Rohre machte die einzelnen Unterschiede wieder wett.


    Aber natürlich hat ein Bataillon schon 1970 (und davor/danach) 18 Rohre, denn das war die Feuereinheit, um Wirkung auf 300 mal 300 Metern (= Feuerraum) zu erzielen. Dafür brauchts dann aber eben DREI Batterien und nicht nur zwei. Nur diese drei Batterien hatte das deutsche Heer in den 70er Jahren eben erst nach und nach. Die Reichweite der deutschen (und norwegischen oder schweizerischen) G-Version betrug 18 km und mit der neuen Munitionsfamilie der FH70 ab den 80er Jahren sogar noch weiter.

    Eine dieser Batterien war die Ausbildungsbatterie ("AGA-Bttr") für alle drei PzArtBtl eines Regiments. Aber dadurch war die AGA-Bttr in der Regel halt nicht mit auf dem TrÜbPl, deswegen stimmen die 12 Rohre schon in der Praxis, aber nicht für alle Bataillone.


    Ja, die M109G-Geschütze hatten in der Tat Funkgeräte (= FSE 38/58), aber die schafften in der Regel nicht mehr als das, was sie sollten: den Feuerstellungskreis abzudecken, d.h. 50 METER nicht KILOMETER!! Der Texter hatte hellseherische Fähigkeiten, wenn er von "fixen Beobachtungspanzern" schreibt. Er meint natürlich den SPZ kurz "Hotchkiss", der im Vergleich zum völlig überladenen BeobPz1 "Optronic" tatsächlich flink war.


    Eine vielseitige und anspruchsvolle Truppe mit völlig antiquierter Ausstattung und das über Jahrzehnte hinweg. Die deutsche Armee war eine "Panzer-Armee", alles andere kam erst mit weitem Abstand dahinter und seit diesem Jahrhundert ist unsere Artillerie weitgehend marginalisiert, also fast nicht mehr wahrnehmbar.


    Gruß, Wolf

    Stefan,


    laut Betriebsanleitung werden unterschieden:


    • zivil: BOSCH M 175 T 1 oder BERU 175/18
    • militärisch: BOSCH MC 175 ERT oder BERU 175/18 m 5

    also, je nachdem, ob Du die normale Variante oder die zusätzlich entstörte Militär-Variante suchst.


    Gruß, Wolf

    Habe dasselbe Thema vor 5 Monaten auch gehabt. Die Unterdruckdose ist nicht das Problem, aber darin ist eine Stößelstange, die man nicht herausbekommt. Diese hat eine Nummer. Nicht jede Unterdruckdose passt deshalb zu jedem FORD-Motor, nur weil sie alle an den Verteiler passen.


    Meine Lösung: einfach bei "Motomobil" in Zorneding anrufen und sich beraten lassen. Meine Nummer gab es auch nicht, aber zumindest eine, die zum Motor passte. Aber als P4-Betreiber wird Dein Bekannter diese Adresse ja sowieso kennen. Ich fühlte mich sehr gut beraten. Ich habe dann aber den Verteiler gleich mit erneuer, weil es die Unterdruckdose nicht mehr einzeln gab. Nun habe ich wieder Ruhe.


    Gruß, Wolf

    Servus Rudi,


    bei taktischen Zeichen deutscher Anteile in NATO-Stäben geraten wir unweigerlich an die Grenze des "deutschen Sprachraumes". Ich hatte etwas von "deutscher Stabskompanie" geschrieben. Das ist zwar richtig, hilft aber im internationalen Vergleich nicht weiter. In diesem unserem Fall mit AFCENT in BRUNSSUM (NL) wird diese StKp sofort zum nationalen Unterstützungselement oder auf englisch zum "National Support Element" (NSE). Deswegen kann kein NATO-Soldat an der Wache etwas mit dem "DDO/DTANT" im taktischen Zeichen anfangen und man hat rechts neben dem Zeichen das "GE" für Deutschland hinzugefügt. Es gibt im internen Schriftverkehr multinational auch nur den Absender "GE NSE" und nur national wird "DDO/DtAnt" verwendet.


    Gruß, Wolf

    Lars,


    Du bist schon auf dem richtigen Weg. Nur musst Du hier die nationalen Grenzen verlassen. Je nach Größe des Kommandos stellt natürlich nicht nur eine Nation eine Stabs- und Versorgungskompanie oder -staffel. Es kann durchaus mehrere geben, je nachdem wie groß das jeweilige nationale Element eben ist.


    Zu AFCENT, um das es hier ja mal ging, findet man vieles bei "Tante Wiki". Im Endergebnis hat so ein Stab eine monströse Größe von mehreren Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bewusst neutral ausgedrückt, weil die Anzahl der Zivilbeschäftigten auch nicht unerheblich ist. Natürlich gibt es jede Menge militärisches Personal, aber letztlich ist so ein Stab eine Großbehörde, die an sich auch überhaupt nicht verlegbar ist. Für den operativen Einsatz (von taktischer Ebene kann man bei einer Ebene über der Heeresgruppe nicht mehr sprechen, in der deutschen Sprache gibt es gar keinen Begriff mehr dafür.) gibt es dann einen Einsatzstab, der den Einsatz auch nicht aus Brunssum heraus führen würde, sondern im Falle der Landesverteidigung eine verbunkerte Anlage beziehen würde. Bei m ISAF-Einsatz, den die NATO an das heutige "Allied Joint Forces Command BRUNSSUM" (JFC BRUNSSUM) deligiert hat, wird das Kommando selbst z. B. weiter an ein Multinationales Korps gegeben.


    Allgemeine Aufgaben, und zu denen gehört z.B. auch der Wach- und Sicherungsdienst, wird bei der NATO auch weiterhin militärisch gelöst. Dafür melden sich dann eben einzelne Nationen, die eine bestimmte Aufgabe übernehmen wollen und das muss in den Niederlanden eben nicht die niederländische Armee sein.


    Gruß, Wolf

    Nun ja, Lars,


    die Bezeichnung "Deutscher Anteil" verschleiert natürlich so ein bisschen die Größenordnung, die hier dahinter steht. Eine Ebene unter dem HQ AFCENT, also bei der "Heeresgruppe Europa Mitte" (HQ CENTAG) in Heidelberg war es noch eine ordentliche Stabs- und Versorgungskompanie. Da Stäbe naturgemäß die Eigenschaft haben, nach oben hin immer größer zu werden, wird das beim deutschen Anteil im HQ AFCENT also nicht anders gewesen sein.


    Da so ein Stab jedoch weit im rückwärtigen Gefechtsraum disloziert sein würde, brauchte es nach dem typischen deutschen spitzen Bleistift, wie Pit schon schrieb, dort keine geländegängigen Gefechtsfahrzeuge. Darum hatten der Spieß und der VU (vielleicht auch VersDstFw) in diesem (und ähnlichen) Falle nur eine handelsübliche Pritsche.


    Gruß, Wolf

    Hallo Rudi,


    ich danke Dir sehr für Dein "Sommerrätsel", besser als jedes Sudoku.


    Dann wollen wir mal, nachdem ich nun Stunden Zeit hatte immer wieder darauf rumzudenken.


    Grundsätzlich vorweg:

    1. ich kenn keine taktischen Zeichen mit einer dreizeiligen Beschriftung. Eben nochmal in der ZDv 1/11 geprüft (Ausgabe 1990, die für Dein Fahrzeug maßgeblich gewesen sein muss). Maximal zwei Zeilen waren (und sind) möglich.
    2. Es sind bei Dir definitiv zwei taktische Zeichen über einander gemalt, also vermutlich zwei verschiedene Dienststellen. Beiden gemein ist aber das Grundzeichen für "zentrale militärische Dienststellen" gem. Ziffer 1701 der Vorschrift, also "Rechteck mit Dach".
    3. Ich kann nur ein taktisches Zeichen rauslesen, was auch Sinn ergibt.
    4. Danach war dein Auto aber in jedem Fall für einige Jahre in den Niederlanden eingesetzt. Die Dienststelle nannte sich von 1967 bis 2001 "Headqurters Allied Forces Central Europe" und war von Fontainebleu in Frankreich umgezogen, nachdem Frankreich 1966 aus der militärischen NATO-Allianz ausgeschieden war. Frei übersetzt also: "Hauptquartier der Alliiereten Streitkräfte in Mitteleuropa". Das HQ führte zwei Heeresgruppenstäbe (NORTHAG in Mönchengladbach und CENTAG in Heidelberg) und dazu zwei alliierte Luftflottenstäbe (4. ATAF und 2. ATAF).

    Das Ergebnis sieht dann so aus:


    HQ AFCENT DDO.pdf


    Sorry, Rudi, mehr ging nicht, da ich hier am Bildschirm nicht zielsicher unterscheiden kann, welches Zeichen unten und welches oben war. In jedem Fall hast Du also ein echtes "NATO-Fahrzeug".


    Gruß, Wolf

    Naja, Benedikt,


    jetzt wird's ein wenig spekulativ fürchte ich. Und wo anfangen? Als der BGS 1951 ad hoc gegründet wurde, gab's überhaupt nichts außer altem alliiertem Wehrmaterial. Eine Anfrage an die deutsche Kfz-Industrie wäre wohl ergebnislos geblieben. So entschied man sich dort (in Lübeck) also für die Landrover-Lizenzfertigung bei Tempo in Hamburg, bevor dann der MUNGA kam und ihn ablöste.


    Keine Ahnung welchen Gesamtbedarf die Schweiz damals hatte. Heute haben sie mehr Leo II im Dienst als die Bundeswehr. Nach Deutschland war die Schweiz der zweitgrößte Betreiber von M 109-Haubitzen. Alles nur Indizien, aber da wäre vermutlich an Führungsfahrzeugen einiges zusammen gekommen. Vielleicht hätte dies die deutsche Industrie überfordert, wenn die Produktion nicht über Jahre hätte gestreckt werden sollen. Willys Jeeps waren en masse und für minimales Geld auf dem Markt verfügbar. Also warum nicht zugreifen, auch wenn es sich konstruktiv um 30er/40er Jahre handelt.


    Gruß, Wolf

    ... und reichlich Fehlteile gibt's ja auch:


    Motorschutzblech, Getriebeschutzblech und vlt. auch noch das vom Hinterachsdifferential, Tarnlichtanlage, Unterlegkeil, Außenspiegel usw. Warum gibt's denn keine Bilder vom Innenraum?


    Gruß, Wolf