Beiträge von Werlte

    Bei den Pritschenfahrzeugen handelt es sich scheinbar überwiegend um U 421 mit dem 4-Zylinder Diesel OM 616 (52 - 60 PS)






    Die Kofferfahrzeuge könnten ebenfalls U 421 sein (mit Ganzstahlfahrerhaus). Aus der Perspektive ist jedoch kaum erkennbar, ob es das kleine Fahrerhaus oder das große Fahrerhaus vom U 406 / U 416 bzw. U 403 / U 413 ist.

    Wenn´s das große ist, könnte es möglicherweise ein U 406 mit dem 6-Zylinder OM 352 sein (oder ist es doch "nur" ein 403 ? Der U 416 bzw. U 413 hätte jeweils einen längeren Radstand).






    Mich machen diese Bilder traurig… ;(


    Eddi

    Hallo Frank,


    Dein Paket ist heute Mittag (12.01.19) wohlbehalten bei mir angekommen.

    Die acht KFOR-Aufkleber sind sehr schön, herzlichen Dank dafür.


    Wären wir hier in der Bucht, würdest Du von mir eine sehr gute Bewertung mit 5 Sternen bekommen ;-)


    Vielen lieben Dank & beste Grüße aus Münster

    Eddi

    Klar, wird aber im Beladungsplan beim Wolf nicht erwähnt. Ölkännchen und Ölauffangtücher findet man da, aber das Dekontaminierungsset ist nicht aufgeführt.


    Mal ganz ehrlich, was will man denn damit reißen, einen Wolf mit dem Pülverchen aus dem für die Fahrzeuggröße relativ kleinen Behälter abzupudern? Wenn chemische Kampfstoffe zum Einsatz gekommen wären, wäre zum einen die Frage, ob man die betroffenen Bereich am Fahrzeug überhaupt lokalisieren könnte und zum anderen ist dann wahrscheinlich der ganze Karren verseucht. Da reicht das Pulver und ein Päckchen Tempo auf keinen Fall. Ist wohl mehr was Psychologisches!


    Natürlich hast Du Recht. Der halbe Liter, den man mit dem Pülverchen anrührt, reicht nicht einmal um die Motorhaube dünn zu bestreichen.

    Prospero hat es ja bereits geschrieben, es sollen damit ja nur die zu bedienenden Teile des Kfz bestrichen werden, wie die Türgriffe und der Bereich drum herum damit man beim Einsteigen nicht kontaminiert wird. So wurde es uns damals erläutert. Die tatsächliche Dekontaminierung sollten dann die Profis machen.

    Niedlich finde ich den Hinweis zur möglichen Rostbildung an den benetzten Stellen. Wenn ich im Krieg in einem völlig verseuchten Bereich herum stapfe, ist die eventuelle Rostbildung am Fahrzeug nicht unbedingt meine größte Sorge. Man soll das Zeug ohne Handschuhe verarbeiten können... Solch ein Tempo-Taschentuch ist aber nicht so dick, dass es nicht doch durchnässt, dann fährt man ganz einfach mitten im Krieg zum nächsten Rastplatz und wäscht sich ordentlich die Hände (Die Fingernägel nicht vergessen) LOL :lol:



    Ich gebe Dir auch Recht : Der ganze Dekontsatz dient überwiegend zur Gewissensberuhigung, und nicht tatsächlich zur Entseuchung. Der gemeine Soldat soll halt ein wenig den Eindruck haben, dass er nicht völlig schutzlos den C-Kampfstoffen ausgesetzt ist.


    Der gesamte Dekontsatz ist eigentlich über wie eine Karre Mist, gehört aber dazu und wird daher nicht entsorgt. Sonst müssten ja auch alle G3 Halter entfernt werden, da die wenigsten mit einem G3 umherfahren.


    Wie schon Gandalf sehr zutreffend schrieb, gibt es in vielen Fahrzeugen die passende Halterung für den Behälter mit Tragegurt (im 2-Tonner GL, im 1,5 Tonner GL in etlichen handelsüblichen / HÜ, wie dem VW T3 usw.). Eine leere Halterung sähe ja blöd aus.


    Gandalfs Tipp, dort die Notvorräte zu bunkern, finde ich sehr pfiffig, da sie dort vor Nagetieren etwas sicherer sind.


    Bei meinem 1,5 - Tonner GL ( U 404.1 ) sitzt die Halterung hinter dem Beifahrersitz. Ich habe dort ebenfalls einen Notvorrat gebunkert:

    Da die Behälter ölbeständig sind, habe ich dort 1 x Motoröl und 1 x Getriebeöl für den Notfall gebunkert. So erfüllt der Dekontsatz doch noch einen Zweck...


    VG

    Eddi

    TDV hat es genau erklärt. Zu den beiden Behältern (einer mit Pinsel und einer ohne) gehört aber auch noch ein Päckchen Papiertaschentücher zum abtupfen. Die gebrauchten Tücher kommen dann in den Behälter ohne Pinsel zu Entsorgung. Ich hab den Krempel auch zuhause liegen aber beider Behälter in grün und wie erwähnt einer mit Pinsel und einer ohne. Eventuell sind bei Dir zwei Sätze gemischt worden.


    Das Set ist etwa so hilfreich wie die ABC Schutzdecke oder der NATO-BH!

    "Das Set ist etwa so hilfreich wie die ABC Schutzdecke oder der NATO-BH!"


    ....aber es gehört halt bei jedem BW-Fahrzerug dazu.... ;-)


    VG

    Eddi

    Egal wie sehr jemand über den M180 lästert, der Sound und der Duft gehören einfach dazu.

    Ich habe meine Ausbildung damals in der Kampftruppenschule in Hammelburg zum Mechaniker gemacht und damals schon die Kisten geliebt. Kein Schnickschnack sondern funktionell. Und da ich jetzt euRente anpeile habe ich dann doch mehr Zeit dafür.

    Mir fehlt allerdings noch ein Teil zu meinem Leidwesen.

    Hallo Michael,


    da hast Du Recht, der M180 hat einen schönen Klang und passt m.E. gut zum 404.

    Man darf ja nicht vergessen, dass in der ersten Hälfte der 1950er Jahre kein Dieselmotor verfügbar war, der so leicht und so kompakt war, dass er in den 404 hineinpasst und dennoch 80 bzw. 82 PS abgibt. Die Dieselmotoren, die das konnten, kamen erheblich später (ab den 1970er Jahren). Ich denke da an den OM 616 mit 65 bzw. 72 PS aus 2,4 Liter Hubraum oder den Fünfzylinder OM 617 mit 80, 88, 115 oder gar 125 PS (als Turbo bzw. Turbo Intercooler).

    Der 404 ist ein Fahrzeug seiner Zeit und erfüllt den Zweck, für den er gebaut wurde.


    Weiterhin viel Spaß mit Deinem 404

    Eddi

    Eine Schmidt Schneeschleuder ist hier an der „Urlaubsmaschine“ verbaut. Bilder folgen

    Ahhh, also der Klassiker - eine Schmidt Schneeschleuder ! :newthumbsup:


    Der Hersteller "Beilhack" hatte m.E. eine vergleichbare Schneeschleuder im Programm... :/

    In den 80er Jahren haben wir als Schallmesser mindestens einmal jährlich so 2 - 3 Wochen auf dem TrÜbPl Grafenwöhr geübt. Zum Vorkommando (da war ich immer mit dabei) gehörten im Regelfall ein Kübel, der VW Bus vom Spieß, ein 1,5 to Unimog (404), manchmal auch zwei Mogs.

    Wir fuhren von Stadtallendorf aus über die A5 und A7 Richtung Süden, da wir keinen Marschkredit hatten ging das recht zügig voran und meist kamen wir mit dem letzten Tropfen in Grafenwöhr, an. Dabei wurden unterwegs bei einem technischen Halt die beiden 20 l Kanister des Mogs und der 20 l Kanister vom Moppel (2-Takt) noch in die Tanks eingefüllt. Die MKF hatten aber grundsätzlich Bleifuß und wir mussten den Sprit nicht bezahlen.


    Detlev

    Hallo Detlev,


    "...wir mussten den Sprit nicht bezahlen..." - das war wohl damals der Grund für den Bleifuß :-)


    Wenn man den U 404, den Benzin G, den Iltis, den 181er Kübel und all die anderen mit Bedacht fährt, hält sich der Verbrauch durchaus in Grenzen. Wenn man z.B. im Gelände etwas Spaß haben will, kostet es halt ein wenig. So ist das Leben...


    Eddi

    Hallo Till,


    der U 401 (und natürlich der 2010) als Unimog-Urgestein, machen natürlich RICHTIG Laune 8)


    Viel Spaß damit !!!


    P.S.: Wie heißt den der Hersteller der Schneefräse ?

    Moin Till,


    mir war gar nicht bekannt, dass der "Pöbel" auch zum G mit Benzinmotor ähnlich dumme Sprüche macht.

    Du hast aber Recht, über dieses dumme Gelaber sollte man sich nicht ärgern und sich seinen Teil denken.


    Die wenigsten MIL-Fahrzeugbesitzer fahren 50.000 km im Jahr damit umher. Da fällt der Mehrverbrauch übers Jahr gesehen überhaupt nichts ins Gewicht.


    Aber selbst die aktuelle (irrsinnige) Dieseldiskussion, schützt den U 404, den G oder die vielen anderen MIL-Fahrzeuge mit Benzinmotor nicht vor dummen Sprüchen.


    Dann fahr man viel mit Deinem schönen Fahrzeug, damit das Benzin nicht alt wird ;-)


    VG

    Eddi

    Guten Morgen und herzlich willkommen.

    Schönen Gruß aus der Rhön

    Gruß Michael


    Guten Morgen Michael,


    Dankeschön! :-)


    Wie ich sehe, hast auch Du einen der unbeliebtesten Unimogs - den Unimog 404


    Ich stelle fest, wenn man irgendwo erwähnt, dass man einen Unimog hat, wird einem grundsätzlich erst einmal Sympathie entgegengebracht.

    Erläutert man, dass es ein U 404 mit Benzinmotor ist, kippt das Ganze in Ablehnung als auch in Entsetzen und mein Gegenüber zweifelt an meinem Geisteszustand. "Waaaas ein Benziner ??? Der säuft doch, wie ein Loch, das kann doch keiner bezahlen. Warum hast Du Dir denn keinen "richtigen" Unimog gekauft ? Hat das Geld nicht gereicht ?"

    Gerade Landwirte sind geneigt, 404-Fahrer auf ihren Geisteszustand überprüfen zu lassen. Für die gibt es kein Fahrzeug, das nicht von einem Dieselmotor angetrieben wird.

    Seit 25 Jahren kenne ich bereits diese sinnlosen Diskussionen bzgl. Unimogs mit Benzinmotor und empfinde sie als ausgesprochen nervig. Denn : Nur Kenner wissen, dass der U 404 (egal ob 404.1 oder 404.0) ein hervorragendes Fahrzeug ist !

    Ich fürchte, es wird uns 404-Fans noch eine Menge Mühe kosten, den Rest der Welt davon zu überzeugen. ;-)


    In dem Sinne viel Spaß mit Deinem 404 und herzliche Grüße nach Motten

    Eddi


    Hallo Frank,


    diese acht BW Fahrzeugaufklebern „KFOR“ hätte ich gerne (sofern noch vorhanden).

    D.h. ich nehme verbindlich ALLE 8 Aufkleber.

    Das wären dann 4 große KFOR Aufkleber (20 x 50 cm) zu jeweils 10,00 EUR und 4 kleine KFOR Aufkleber (10 x 30 cm) zu jeweils 5,00 EUR.


    Bitte die Aufkleber auf KEINEN FALL knicken.


    Danke & VG

    Eddi

    Moin,


    Ja hier im Forum gibt es eifrige „aktive“ Schreiber - das ist in jedem Fall sehr gut!

    In der Tat !

    Auch ich werde mich bemühen, meinen Beitrag zu leisten. :dev:

    Allerdings muss ich zugeben, dass ich das inzwischen auch beruflich mache. Ich bin Referent bei Europas größtem zivilen Flottenbetreiber, komme aber ursprünglich aus der Technik. Zwischendurch war ich 12 Jahre lang Kaufmann. Man wird dabei aber auch nicht dümmer. :-)


    Bis zum Spätsommer 2012 hat mein Brötchengeber zusätzlich für die Bundeswehr die "Heeres Instandsetzungsleistung" erbracht. Unsere Obrigkeit hat damals jedoch entschieden, diese Sache nicht zu verlängern X( (die Entscheider haben übrigens allesamt nicht gedient... :rolleyes: ).


    Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. :thumbsup:


    Bis dahin, beste Grüße

    Eddi

    Hallo Eddi,


    herzlich willkommen im Forum, ich bin mir sicher wir können alle wechselseitig von Deinen / unseren Kenntnissen profitieren.


    Detlev


    Hallo Detlev,


    Dankeschön !


    Ich bin da ganz bei Dir. Der wechselseitige Erfahrungsaustausch ist ganz klar eine "win-win" - Situation :thumbsup:


    Viele Grüße ins Rheinland

    Eddi

    Hallo Gerd,


    Danke für die freundliche Begrüßung


    Ja genau, ich habe einen 1964er U 404.1 (M180 mit 82 PS) mit Funkkoffer inkl. SEM 25.

    Da es ein Depot-Fahrzeug ist, wurde er im Rahmen von MES 3 von RAL 6014 auf RAL 6031 bzw. Flecktarn umlackiert.


    Umzugsbedingt, steht er derzeit noch stark zugeparkt in einer Ecke.

    Wenn es wärmer wird, werde ich da etwas aufräumen bzw. umstrukturieren. Dann gibt´s auch "frische" Fotos :-)


    Zu Spitzenzeiten hatte ich zeitgleich bis zu 20 Fahrzeuge (diverse U 404, LKWs, PKWs , Zweiräder und Anhänger). Etliches wurde inzwischen "aus Zeitgründen" verkauft (auch die beiden 5 Tonner GL). Binnen von gut 2 Jahren hatte ich 2 Herzinfarkte. Wenn man dann nicht reagiert und sein Leben anpasst, könnte der 3. Infarkt der letzte sein. =O


    Ich habe auch noch eine "stark gebrauchte" 404.1 Pritsche, die ich auch noch restaurieren möchte. Das habe ich aber in die Zeit gesetzt und mache mir da keinen Stress. Schließlich bin ich ja "erst" 50 und habe noch viiiiel Zeit. ;-)


    Herzliche Grüße nach Unterfranken

    Eddi

    Moin,


    Ich meine der hat auch noch welche die er nicht verkauft und die sind schöner. Die in eBay vom VK angebotenen Fahrzeuge sind die Resterampe...



    Hallo Till,


    dann trägt der Knabe den Pelz wohl gerne nach innen, oder wie ?;-)


    Sind das dann alles U 406 oder sind auch U 404 dabei ?


    VG

    Eddi


    Hallo Werner,


    das hast Du schön zusammengefasst.


    Ich finde die Geschichte solcher "Ringeltauben" immer hoch interessant. Somit freue ich mich, dass Du das so schön aufklären konntest.


    Natürlich ist jeder einzelne Unimog auf seine Art erhaltenswert. Dieser aktuell bei eBay angebotene Diesel-404 ist aber nichts Besonderes. Er wurde m.E. durch die Umbauten eher "verschlimmbessert". Natürlich hat auch er seine Daseinsberechtigung und verdient es, "gerettet zu werde", aber das verschollene "Bernsteinzimmer" ist es ganz bestimmt nicht.

    Ich denke nicht, dass irgendjemand diese "Bastelbude" zum Preis von 11.900 EUR kaufen wird. Ich bin es ganz bestimmt nicht. ;-)


    Dieser eBay Diesel-404 soll ja mit "frischem TÜV" und fahrtüchtig übergeben werden. Wenn ich mir die bedauernswerte Behelfspritsche anschaue, ist das wohl ein anspruchsvolles Ziel, aber eher das Problem des Verkäufers...


    Ich freue mich, dass es Menschen wie Dich gibt, die auch solche Rätsel auflösen können.


    Herzlichen Dank & beste Grüße aus dem eher flachen Münsterland

    Eddi

    Will kommen aus dem Hamburger Umland!

    Beim TrspBtl120 in Werlte bzw im Lager Lahn habe ich 2001 die Vorausbildungen für die Auslandseinsätze mitgemacht!

    Moin Hauke,


    die Hümmlingkaserne in Werlte wurde bekanntlich im Sommer 1968 erstmalig vom Transportbataillon bezogen.

    Mitte 2003 fand dann leider der Abschlussappell statt... :-(


    Im Lager Lahn gingen bereits Anfang der 1990er die Lichter aus.


    Schon in meiner aktiven Zeit (1989 / 1990) hatten wir in der Tat häufig Besuch von anderen Truppenteilen. Somit wurde es nie langweilig. ;-)


    Viele Grüße nach Gülzow

    Eddi

    Moin Eddi,

    auch aus Unterfranken ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum.

    Das Münsterland hab ich sehr gut in Erinnerung, war sehr oft in WAF und in Ahlen auf der Schießbahn.

    Viele Grüße aus Uheim

    Uwe


    Moin Uwe,


    Dankeschön, ich fühle mich auch schon sehr wohl hier !


    Da sieht man mal wieder, die Welt ist ein Dorf und die Leute in olivgrün sind eine große Familie ;-)


    Viele Grüße nach Uheim

    Eddi

    Hallo Birgit (Mungalady), Till, Oli, Thomas und Gunnar,


    Dankeschön für die herzliche Begrüßung !


    Es würde mich sehr freuen, wenn man sich auf dem einen oder anderen Treffen sieht.

    Bis dahin quälen wir einstweilen fleißig die Tasten... ;-)


    Beste Grüße aus dem Münsterland

    Eddi

    Hi,


    Ist bei mir um die Ecke - der VK hat sonst auch noch schöne Fahrzeuge ;)



    Hallo Till,


    tatsächlich !


    Der frühe orangefarbene offene U 406 mit Kommunal-Ausstattung für 5.900 EUR ist nicht uninteressant. Aber wegen der demontierten Windschutzscheibe, der defekten Bremse und der Kupplung, ist nur ein Transport auf einem Tieflader möglich.


    Auch die 150 ccm Puch von 1952 ist irgendwie ganz nett :thumbsup:


    VG

    Eddi



    Hallo Werner,


    vielen Dank für Dein hochinteressantes Recherche-Ergebnis !


    Also handelt es sich zwar um einen Versuchsträger aus dem Werk in Gaggenau, dieser wurde aber scheinbar etliche Male umgebaut.


    Wenn dieser 404 am 22.05.1968 als Baumuster 404.113 mit dem Benziner M180.927 vom Band lief, müsste er ursprünglich das „alte“ (frühe) 404.1 - Fahrerhaus mit Klappverdeck gehabt haben. Also ein „schnödes“ Standart-Fahrzeug mit Pritsche, wie es seit den 1950er Jahren zu tausenden an die Bundeswehr geliefert wurde. Man hat es möglicherweise 1968 einfach aus der laufenden Produktion entnommen und dann „veredelt“.


    Aufgrund der zugestellten Zwangslage, sind die Fotos in der eBay-Anzeige von der Perspektive her, eher ungünstig gewählt. Dennoch dürfte dort das „kleine“ Fahrerhaus des 421 zu erkennen sein (so steht es ja auch im eBay-Anzeigen-Text: „Unimog 421 Cabrio auf 404 Fahrgestell original MB Diesel OM 615 Oldtimer Allrad“)


    Der „originale Angola-404“ wurde m.E. nur mit dem „großen“ Fahrerhaus gefertigt, wie es auch auf dem 406 / 416 bzw. 403 / 413 verbaut wurde.


    Der Unimog vom Baumuster 421 wurde 1964 als Prototyp gefertigt und ging 1966 in Serie. D.h. das auf den Fotos gezeigte „kleine“ 421er Fahrerhaus gab es 1968 bereits und könnte daher durchaus irgendwann nach dem 22.05.1968 in der Unimogversuchswerkstatt auf den aktuell angebotenen 404 aufgesetzt worden sein (also ein „originaler Werksumbau“). Dieser 404 hat dann aber m.E. nichts mit den „originalen Angola-404“ zu tun. Der Preis von 11.900 EUR ist somit m.E. nicht unbedingt gerechtfertigt.



    Lieber Werner, Du hast das Rätsel um diesen aktuell bei eBay angebotenen Diesel-404 mit Deiner ausführlichen Recherche ja ausführlich gelöst.


    Ein Punkt ist für mich immer noch offen : Der verbaute Dieselmotor !


    Gemäß der Motornummer OM 615.914-000018 handelt es sich hier um einen ganz frühen OM 615.

    Angeblich hat dieser eBay- OM 615 60 PS bei 4000 U/min aus 2440 ccm Hubraum. So ist es ja auch auf den eBay-Fotos vom Brief zu lesen.


    Der Unimog 421 hatte z.B. ab 1970 einen OM 616 mit bis zu 60 PS bei 3500 U/min aus 2456 ccm Hubraum.


    Der PKW W115 („Strich-Acht“) hatte ab 12/1967 einen OM 615.912 mit 60 PS aus 2197 ccm Hubraum. Der OM 616.916 mit 65 PS aus 2404 ccm Hubraum ging im W115 erst 08/1973 in Serie, also 1 Jahr und 3 Monate, nachdem der nun angebotene Diesel-404 an die Stadtwerke Neustadt verkauft wurde…


    Sind das nun einfache Tippfehler im Fahrzeug-Brief, oder hat der OM 615 im eBay - 404 tatsächlich 60 PS aus 2440 ccm Hubraum? (die Hubraum-Angabe irritiert mich am meisten)

    Hast Du die Möglichkeit, auch das noch zu recherchieren ?


    Danke & viele Grüße ins Schwabenländle

    Eddi