Beiträge von Werlte

    Dann bist du ja bald komplett eingekleidet für deinen Besuch bei uns, Eddi B:)

    Da hast Du wohl recht.


    Einige würden mich als "wohlgenährt" bezeichnen, ich bevorzuge aber die Bezeichnung "stattlich". :engel:


    Es ist schwierig, die schönen alten Uniformen der 70er und 80er in einer Größe zu bekommen, die dann auch noch im fortgeschrittenen Alter passt (schließlich bin ich vor wenigen Monaten 50 geworden). =O


    Das meiste, was so angeboten wird, wurde wohl einmal für Kinder hergestellt. Denn welcher erwachsene Mann trägt Konfektionsgröße 48 oder Schuhgröße 41 ??? :/


    Somit freue ich mich, dass unser lieber Jens dafür sorgt, dass mein Wohlstandsbäuchlein nicht zu frieren braucht. :top:


    Liebe Grüße ,:)

    Eddi

    Moin Eddi,


    heul nicht...selbst 750 € für eine LKW-Getriebe (!) sind nicht zu teuer!8]


    Gruss Pit

    Moin Pit,


    Du hast ja recht. Wenn man bedenkt, wieviel Aufwand die Herstellung eines AK 6 - 55 einmal mit sich brachte, sind 750 EUR in der Tat nicht Zuviel.


    Bei einem anderen Thread ging es ursprünglich um die preisgünstige Beschaffung von Peilstangen für den Unimog 404.


    Im weiteren Verlauf des Threads hat ein anderer Forums-Teilnehmer die Sache perfekt auf den Punkt gebracht :

    Wir Besitzer von deutschen Militärfahrzeugen sind gegenüber anderen Oldtimer-Besitzern unendlich verwöhnt (und z.T. auch verdorben), da wir es für selbstverständlich halten, neuwertige Ersatzteile zum Bruchteil der tatsächlichen Beschaffungskosten, jederzeit und wahlweise bei etlichen Militärteilehändlern kaufen zu können. Wir lebten Jahre- oder gar jahrzehntelang im völligen Überfluss.

    Es war billiger (und einfacher) ein Neuteil zu verbauen, als das (noch brauchbare) Altteil aufzuarbeiten. Das Gebrauchtteil hat natürlich kaum jemand aufgehoben.


    Jetzt, nach jahrelangem dekadentem Konsumrausch, werden die Ersatzteile knapper und die Preise steigen naturgemäß (entsprechend dem Wechselspiel von Angebot und Nachfrage). Bei einigen Fahrzeugbesitzern kullern nun die ersten Krokodilstränen.


    Ich könnte es z.B. nicht über´s Herz bringen, ein neues 300 EUR AK 6 - 55 in den Schrott zu werfen, nachdem ich mir die Nebenabtriebe abgeschraubt habe. Auch wenn ich bereits 5 Getriebe in Reserve hätte, würde ich dieses 6. hinzulegen oder zur Not verschenken, damit es noch irgendeinen Nutzen hat. Die Verschrottung ist m.E. immer der allerletzte Schritt. Das hat bei mir auch etwas mit Respekt und Wertschätzung gegenüber den Konstrukteuren und Arbeitern zu tun. Ich bin halt von der Kriegsgeneration erzogen worden, die den Mangel sehr wohl kannte. Da wurde nichts weggeworfen, was noch irgendwie brauchbar ist. Das soll jetzt keine Kritik an TDV sein.


    Ich habe z.B. noch 5 oder 6 gebrauchte Unimog 404 Getriebe rumliegen, obwohl ich noch 2 flammneue, eingeschweißte und in Kisten verpackte habe. Diese ganzen Getriebe werde ich vermutlich meinen Lebtag nicht aufbrauchen können, dennoch kann ich sie nicht einfach wegwerfen.


    Wir leben aktuell immer noch in einer Art spätrömischen Dekadenz. Ich fürchte, das könnte sich irgendwann einmal rächen und dann ist das Heulen und Jammern groß...


    Es würde mich freuen, wenn die hier angebotenen MAN 630 Getriebe einem sinnvollen Zweck zugeführt werden und NICHT im Hochofen landen... ;,(


    Außerdem sage ich immer : "Leben und leben lassen", man muss nicht alles auf den letzten Euro runterhandeln. Die inzwischen allgegenwärtige "Geiz ist geil" Mentalität mag ich nicht. Die wenigsten sind darauf angewiesen, alles immer unter Preis zu kaufen...


    Viele Grüße in den Kreis Wesel ,:)

    Eddi

    Eddi

    dann komm mahl zu mir

    82 PS bei 220 cm oder 140 PS bei 280 cm

    das ist anders :bier:

    Thorsten, wenn ich mal in oder bei Horstedt bin, komme ich gerne auf Dein Angebot zurück. :-)


    Wie lauten eigentlich die ersten 6 Ziffern der Fahrgestell-Nummer Deiner 404 Doka ? :/


    Viele Grüße ,:)

    Eddi

    Also Thorsten, wenn Du schon so ketzerisch fragst :

    Ich bin mehrfach und ausgiebig mit dem 404.1 mit dem 140 PS PKW - M130 von "Pohli" bei uns im Flachland gefahren. Im Gegensatz zu meinen diversen 404.1, die allesamt einen M180 mit 82 PS haben, bzw. hatten, war ich bitter enttäuscht.

    Entweder hat "Pohli" beim Umbau grundlegende Fehler gemacht, oder der PKW - M130 war bereits am Ende.

    "Pohli" war selbst enttäuscht und hat anschließende den ursprünglichen M180 wieder eingebaut....


    Beim Peter H. in Holland, konnte ich einen originalen 404.0 mit original 110 PS M130 der Niederländischen Armee fahren. Der war allerdings auf Autogas (LPG) umgebaut. In Holland ist bekanntlich ebenfalls alles topfeben, daher war mit Berg- und Talfahrt nicht viel. Der 110 PS M130 gefiel mir aber ganz gut, deshalb habe ich mir ja auch einen gekauft... =)


    Ein guter Freund hat einen 404.1 mit einem 65 PS OM 616 ( 2,4 Liter Vierzylinder ) aus dem PKW ( W115 / "Strich 8" ). Da ist zwar bei etwa 75 km/h Schluss, aber sonst fährt dieser Unimog echt super (auch im Gelände). Ich bin auch damit mehrfach und ausgiebig gefahren. Man mag es kaum glauben, aber dieser 4-Zylinder Diesel ist enorm durchzugsstark. Ich habe im Vergleich auch schon 404 mit dem 3,0 Liter Fünfzylinder (OM 617 mit 80 und 88 PS) gefahren. Der kleine Vierzylinder schlägt sich aber wacker und kommt mit 17 Litern Diesel aus. Auf der Fahrt nach Frankreich machte das Tanken richtig Spaß.


    Zu den Verdieselungen kann man wohl grundsätzlich sagen, dass die OM 616, OM 617 und Co. untenrum genug Drehmoment haben, aber in der Abregeldrehzahl naturgemäß unterhalb der des M180, M130 und Co. liegen. Folglich liegt die Höchstgeschwindigkeit der verdieselten 404, unterhalb der Benziner...


    In den 80ern und 90ern wurden viele Unimog 404 aus wirtschaftlichen Gründen verdieselt.

    Heute scheint wohl eher der Benziner die beliebtere Motorisierung zu sein.


    VG

    Eddi

    Dann habe ich wohl ungünstig eingekauft.... X/

    Hallo Christian,


    das Ganze steht und fällt wohl auch damit, ob bei Deinem Unimog noch alle 82 Pferdchen vorhanden sind.


    Eine schlecht eingestellte Zündung, schlechte Zündkerzen, fehlerhafte Zündkabel, eine schlappe Zündspule, Kriechströme in der Verteilerkappe, können einen mächtigen Leistungsverlust hervorrufen. Das kann man zumeist gut am Peilstab riechen, wenn der Kraftstoff unverbrannt ins Motoröl entweicht. Eine übermäßige Ölverdünnung bringt natürlich auch eine schlechtere Schmierung mit sich (also Thema Verschleiß).


    Die Gemischaufbereitung wäre die nächste Fehlerquelle. Ein schlecht eingestellter Vergaser, verstopfte Düsen, oder ausgeschlagene Drosselklappenlager lassen ebenfalls einige der 82 Pferdchen verschwinden.

    Wenn im Ansaugtrakt "falsche Luft" angesogen wird (Undichtigkeiten am Vergaserfuß, am Krümmer, usw.), magert das Gemisch soweit ab, dass sogar Löcher in den Kolben brennen können. Das kann man aber ganz gut im Standgas mit Spiritus o.ä. in einem Zerstäuber lokalisieren.


    Der nächste Punkt wäre die Kompression der 6 Zylinder. Haben alle Zylinder oder auch nur einzelne Zylinder zu wenig Kompression, liegt es im besten Fall an den Ventilen, die nicht vollständig schließen (Thema : Ventile einstellen).

    Im ungünstigsten Fall, sind Kolben, Zylinder oder auch nur die Kolbenringe verschlissen. Ab da wird es aufwändig...


    Mein Tipp : Bevor Du nach zusätzlichen Pferdchen suchst, stelle sicher, dass die 82 festangestellten Pferdchen auch tatsächlich alle zur Arbeit antreten... ;-)


    Viel Spaß beim tüfteln

    Eddi

    ...der 404 erkennt Steigungen, die kannst DU nicht mal sehen !!!:-D....im Ernst , im Siegerland wirste vermtl. zu 80% im 5. mit 60 kmh und Höchstdrehzahl rumeiern mit dem M 180.... war bei mir genau so, und in einem Heissen Sommer wars dem Motor dann zu viel mit 55- 60 Berg auf zu röhren....peng, danach hat er am 3. Zylinder Öl verbrannt.

    Am Niederrhein oder oben an der Küste wäre es vermtl. wurscht welchen Motor man fährt, im Mittelgebirge sieht das anders aus :THC:.

    Hallo Stefan,


    bei uns im Münsterland ist es so topfeben, dass man mittwochs schon sehen kann, wer am Sonntag zu Besuch kommt.


    Somit hast Du wohl Recht, dass wir Flachlandtiroler ganz gut mit den 82 PS des M180 zurechtkommen. Mit Fahrten im Siegerland oder im Mittelgebirge habe ich keinerlei Erfahrungen, da wirst Du besser Bescheid wissen. :-)


    Viele Grüße

    Eddi

    Lieber Mathias,


    das hast Du perfekt erläutert - kurz und knapp - besser geht es nicht ( Lob und Anerkennung !!! ) :daumenhoch:


    Man kann den Unimog ganz allgemein nur bedingt mit anderen Geländefahrzeugen vergleichen, egal ob 404, 406 oder 435 usw.


    Das Schaltgetriebe und das Verteilergetriebe befinden sich beim Unimog gemeinsam in einem Gehäuse vereint. Daher ist das Unimog-Getriebe auch solch ein riesiger Trümmer, das recht hoch baut (geschätzt, mehr als 40 / 45 cm hoch). Dennoch befinden sich nur ca. 6 Liter Getriebeöl darin, die bei langer Standzeit komplett nach unten laufen und sich dann außerhalb der Reichweite, der sich drehenden Teile befindet.

    Bei einem klassischem PKW-Schaltgetriebe vom Hecktriebler befindet sich das Lager der Ausgangswelle zumeist zur Hälfte im Ölbad. (Ab)- Schleppen stellt dann kein Problem dar, weil genügend Schmierstoff anliegt.


    Die lange Standzeit ist für einen Unimog nicht unbedingt das Problem. Die Art und Weise, wie man ihn behutsam wachküsst, ist ausschlaggebend.


    Ich habe in etlichen Feuerwehr 404 S (TLF und TroLF) Postkartengroße offizielle Daimler-Aufkleber gesehen (silberfarben mit schwarzer Schrift) auf denen sinngemäß steht : "Beim Schleppen 2. Gang einlegen und Vorwärts-/Rückwärtshebel auf Neutral, maximal 40 km/h"


    Wenn dieser Hinweis nicht enorm wichtig wäre, würde man wohl kaum solche auffälligen Aufkleber innen an die Fahrertür kleben, oder ?


    Beste Grüße

    Eddi

    Hallo Theo,


    vermutlich hast Du es schon längst selbst gesehen, sonst schau Dir mal hier im MFF den Beitrag von

    URAL-375D

    an.


    unter :

    Kraftfahrzeuge

    Militärfahrzeuge

    Fahrzeug & Teilebörse

    Militärfahrzeuge


    Unimog 404.1 Funkkoffer - wegen Todesfall abzugeben


    Von den 8 nachträglich angebrachten Reflektoren einmal abgesehen, scheint dieses Fahrzeug noch nahezu unverbastelt zu sein. Besonders der Funk-Koffer sieht noch sehr schön aus. Dieses Fahrzeug sollte gerettet werden.

    Und URAL-375D schreibt ja, dass die 6.000 EUR nicht in Stein gemeißelt sind...


    Liebe Grüße

    Eddi

    Hallo ich habe M130 mit 230 er 250 er und 280 er

    der 280 er mit 140 PS fährt am besten

    Hallo Thorsten,


    dann hast Du offensichtlich beim Umbau alles richtig gemacht und trägst das Prädikat "Profi" zu Recht. ;-)


    Beste Grüße

    Eddi

    Hallo beisammen,


    auf einem Foto kann man sehen, wie das Objekt der Begierde mit einem Traktor geschleppt wird.


    Ich hoffe, dabei wurde die (Ab-) Schlepp-Vorgabe von Daimler beachtet :

    Hauptschalthebel auf 2. Gang ( also 2. Gang einlegen ) und den Vorwärts-/Rückwärts-Schalthebel auf Neutral (Mittelstellung / Leerlauf) stellen. Das tiefliegende Zahnrad-Paar vom 2. Gang sorg so für eine Notschmierung des Getriebes (Schleuderschmierung).

    Maximal 40 km/h schnell, maximal 40 km weit....


    Das gilt aber nur für Fahrzeuge die "kurz zuvor" noch aus eigener Kraft fuhren, so dass noch eine Restmenge an Öl in den Lagern vorhanden ist.


    Unimog 404, die bereits Jahre herumgestanden haben, sollten maximal auf den Tieflader geschleppt werden, da das 404 Getriebe sonst im Handumdrehen bleibende Schäden erleidet, die sich allerdings z.T. erst Jahre Später auswirken (also nach der abgeschlossenen Restaurierung).

    Man bedenke, dass das Getriebeöl im Laufe der Zeit komplett nach unten gelaufen ist. Die entscheidenden Lager liegen oberhalb des Ölspiegels und sind nach Jahren nahezu ölfrei, werden beim Schleppen aber durchaus belastet (und das dann ohne jegliche Schmierung).

    Ein Unimog 404 mit defektem Getriebe ist ein wirtschaftlicher Totalschaden, da zur Getriebe-Reparatur das Fahrerhaus und der Koffer-Aufbau abgehoben werden müssen.


    Ich habe schon einige solcher "Standuhren" wachgeküsst. Hierzu habe ich vor dem Schleppen immer den linken Getriebe-Blinddeckel bzw. den Nebenantrieb (hinter dem Reserverad) abgeschraubt und alle Zahnräder und Lager ausgiebig mit der Hilfe einer Ölkanne mit Getriebeöl bespritzt. So ist zumindest etwas Öl an allen Stellen vorhanden.


    Dass auch Achsen und Vorgelege nach Jahren trocken gelaufen sein können, erklärt sich von selbst. Auch hier empfiehlt sich eine Ölstandkontrolle vor dem Schleppen.


    Es sind leider schon etliche Unimog 404 aus Unkenntnis kaputtgeschleppt worden...


    Das beste hoffend :-)

    Eddi

    Hallo Christian,


    die niederländische Armee hatte damals etliche 404.0 als Doppelkabine (feste Hütte) mit dem auf 110 PS gedrosseltem M130 beschafft.


    Nicht-militärische Unimog 404 wurden bei Mercedes-Benz im Rahmen der Instandsetzung auf diesen M130 mit 110 PS umgebaut, sofern der vorhandene M180 unrettbar verloren war.


    Ich habe mir Mitte der 90er einen M130 mit 110 PS aus einer militärischen 404 DoKa in Holland für 1.000 DM gekauft. Für das Geld gab es damals aber auch schon ganze (fahrbereite) Unimog 404.1 mit M180


    Der M130 wurde eigentlich für die damalige S-Klasse als 280 S konstruiert (ab 1968 für den W108). Als Vergaser-Version hatte der PKW dann 140 PS. Als Einspritzer (280 SE) sogar 160 PS. Der Einspritzmotor passt aber wegen des ausladenden Saugschwingrohrs nicht in den Unimog 404 hinein.


    Der M130 mit 110 PS für den Unimog 404 hat auf dem Zylinderkopf die erhabene Beschriftung 280 S NV (Vergaser-Variante, nieder-verdichtet).

    Der Unimog M130 weicht in sehr vielen Details vom PKW M130 ab (nicht nur bzgl. der Befestigungspunkte).

    Da ich einen PKW M130 mit 140PS und einen Unimog M130 mit 110 PS (jeweils auf Palette) direkt nebeneinanderstehen habe, sind die Unterschiede recht gut zu erkennen.


    Die PKW-Baureihe W108 (280 S und Co.) wurde 1972 eingestellt. Der M130 wurde aber noch im W114 ("Strich 8") nach 1972 weiter verbaut.

    Der Vorgänger-Motor M129 mit 2,5 Liter Hubraum war wärmetechnisch wohl etwas empfindlich (angeblich nicht vollgasfest) und drohte den Ruf der Baureihe W108 vollends zu versauen. Der 2,5 Liter M129 wurde daher 1968 im W108 durch den 2,8 Liter M130 ersetzt. aus 250 S wurde 280 S bzw. aus 250 SE wurde 280 SE.

    Im W114 wurde die alte Hubraumbezeichnung beibehalten, um genügend Abstand zur S-Klasse zu wahren.

    Die W114 Limousine hieß nach 1972 immer noch 250 bzw. 250 E und das W114 Coupé hieß weiterhin 250 C bzw. 250 CE obwohl alle diese Varianten den 2,8 Liter M130 hatten. Den Finanzminister wird es gefreut haben, da er ja jeweils für 300 ccm an Mehr-Hubraum auch Kfz-Steuern berechnen durfte.


    Die meisten Unimog 404 Fahrer wünschen sich etwas mehr "Bums" auf der Kurbelwelle. Zum Teil werden am 2,2 Liter M180 nicht nur PKW-Zylinderköpfe zur Leistungssteigerung verbaut, sondern auch zivile PKW-Zündverteiler mit der Unterdruckdose für die dynamische Zündzeitverstellung (dann wird eine zusätzliche Bohrung am militärischen 404-Vergaser für das Unterdruck-Schläuchlein notwendig).

    Andere bauen nicht nur den zivilen PKW Zündverteiler ein, sondern auch den zivilen PKW-Vergaser. Das soll den Durst lindern, verhindert aber auch extreme Geländefahrten mit starker Schräglage, da PKW-Vergaser dafür nicht gebaut wurden.


    Der Einbau eines PKW M130 mit 140 PS in den Unimog 404 geht zumeist mit dem Umbau der Schwungscheibe einher. Hier können Probleme mit der Wuchtung auftreten, wenn die Schwungscheibe vom M180 an den M130 angebaut wird.

    Der PKW- Motor wird seitlich an den Motorlagern (Armen) abgestützt. Im Unimog 404 muss man da aus Flachstahl o.ä. etwas Hübsches basteln, um den Motor abzustützen. Der Unimog M130 wird nur an der Getriebe-Glocke und vorne abgestützt.


    Der PKW M130 hat einen Ölkühler, der unbedingt mit übernommen werden muss, da er sonst den Hitzetod stirbt.


    Ich kenne 404 Piloten, die mit dem recht aufwendigen Umbau im Nachhinein sehr unzufrieden waren, da die erhoffte Leistungssteigerung nicht oder nur zum Teil eingetreten sei. Möglicherweise hatte der PKW M130 auch nicht mehr seine vollen 140 PS, wer weiß das schon...

    Ein mir bekannter Unimog 404 mit PKW M130 hatte anschließend stets Probleme mit dem Wärmehaushalt.


    Bei der ganzen Umbauerei darf man nicht vergessen, dass das Unimog 404 Getriebe eigentlich aus dem Boehringer 2010 bzw. U 25 (Unimog 401) mit seinen wenig aufregenden 25 PS hervorgeht.


    In Gaggenau wurde die maximale Leistung für den Unimog 404 wohl nicht ohne Grund mit 110 PS festgeschrieben um die Langlebigkeit zu gewährleisten.


    Den Punkt Originalität schneide ich hier absichtlich nicht an, das können gerne andere tun... ;-)


    Viel Spaß bei der Optimierung

    Eddi

    Theo, jetzt mal im Ernst :


    Crowfish


    hatte doch kürzlich einen Unimog 404 S mit Funkkoffer für 13.000 EUR im Angebot. Auf den Fotos bei eBay-Kleinanzeigen sah der ganz passabel aus ( einfarbig, in RAL 6014 )


    Möglicherweise wäre das ja etwas für Dich und fragen kostet ja nichts...


    Quakfrosch und StefanH haben schon recht, die Zeit der guten, billigen Unimog 404 S ist schon etliche Jahre vorbei. Die guten und unverbastelten Unimog 404 S sind mittlerweile in Sammlerhand. Jetzt gibt es schlechte 404 S zum Preis eines Guten von Ende der 1990er bzw. von Anfang der 2000er...


    Dennoch viel Erfolg bei der Suche

    Eddi

    Hallo,

    seit einiger Zeit ist nichts mehr im Originalzustand mit Funkausstattung im Netz zum Verkauf aufgetaucht. Um 2000 gab es noch relativ viele voll eingerichtete. Ich frage mich, wo die alle geblieben sind? Hoffentlich nicht in Afrika oder total umgebastelt.

    Gruß Stefan

    Hallo Stefan,


    ich kann Dich beruhigen, viele dieser Fahrzeuge sind noch da und stehen in irgendwelchen Scheunen und Hallen. Als der Unimog 404 S noch für kleines Geld zu bekommen war, haben sich etliche Sammler einen zugelegt. Keine Sorge, der Unimog 404 S stirbt nicht aus.


    In den 1980er Jahren gab es fahrbereite Exemplare für 500 DM bei der VEBEG. Die Zeiten sind halt vorbei. Gute Unimog 404 S kosten inzwischen gutes Geld. So ist der Markt - ein Spiel zwischen Angebot und Nachfrage...


    Viele Grüße

    Eddi

    Hallo Theo,


    ich war früher Funker im Unimog 404 und meine Substanz ist noch relativ gut.


    Aber eigentlich ist Menschenhandel doch verboten ? ;-)


    ( Dieser Scherz musste sein, bei der Steilvorlage ) :lol:


    Nichts für ungut

    Eddi

    Hallo Eddi, der Puch ist mit mir bisher erst 115 km/h gefahren, es ginge wahrscheinlich noch etwas schneller. der Verbrauch liegt bei 15 Litern, das Fahrgeräusch ist sehr angenehm und hat sich nach dem Ausbau mit vielen Polstern und einem Teppich sehr verbessert, fast PKW Niveau. Die größeren Reifen tragen ebenfalls zum Fahrkomfort bei, sofern bei einem solchen Fahrzeug davon sprechen kann.

    Hallo Bodo,


    115 km/h als Vmax ist doch eine schöne Geschwindigkeit. Damit kann man prima auf der Bundesstraße mitschwimmen und stört niemanden.


    Einen Verbrauch von 15 Litern finde ich für ein 2-Tonnen-Fahrzeug mit Stehhöhe völlig O.K. :daumenhoch:


    Das ist ein sehr schönes Reisemobil, welches Du da hast. Meinen Glückwunsch ! :H:


    Weiterhin viel Spaß damit & VG

    Eddi

    ...ach ja, mich würde noch interessieren, was verbraucht so ein Puch 230 GE mit dem hohen Aufbau und wie hoch ist die tatsächliche Höchstgeschwindigkeit...


    :/


    VG

    Eddi