Beiträge von 230 GE Rolf

    Hallo Gunder,

    mein Motorenbauer empfiehlt AKI Zündungen. Er hat da wohl sehr gute Erfahrungen mit gemacht. Ich habs noch nicht gemacht. Wenn ich aber sehe, was die Bosch Teile für die KE-Jetronic kosten, wenn sie zu bekommen sind, dürfte ich das lohnen.

    AKI liefert auch Einspritzungen und ganze Motorensteuerungen dazu. Alles aus Deutschland, in D entwickelt und im deutschsprachiger Software.

    Wie gesagt selbst noch nicht gemacht, nur aus zuverlässiger Quelle.

    Halt uns auf dem Laufenden, wenn du es machst.


    R

    Mir ist insbesondere eine Sache klar geworfen.......

    Leider wird immer so viel von "Europa etc." geredet, statt genau mit der Erfahrung verschiedenster Länder mal einen Standarf zusammenzubringen.....

    Als Grenzgänger - bin Deutscher, wohne in den NL, arbeite in D - kann ich dir da aus vollem Herzen nur beipflichten.

    Wenn auch im Großen, für die Konzerne durch die EU vieles erleichtert wurde, gilt das im Kleinen für die Bürger noch lange nicht.

    Viel, viel, viel zu viel Bürokratie :-(:-(:-(

    Wie du es sagst, es gibt viel Gutes in vielen Mitgliedsstaaten. Das müsste einfach überall Standard werden.

    Wo wir einmal dabei sind, hier kurz auch ein kleiner Unterschied beim TÜV. Der wird hier von zertifizierten Werkstätten gemacht und vom RDW (Zulassungsbehörde) stichprobenartig überprüft. Diese Überprüfung erfolgt auch im Sinne des Kunden (ob dir keine unnötigen Reparaturen aufgeschwatzt wurden). Jede APK (so heißt die Untersuchung hier) muss elektronisch gemeldet werden. Innerhalb von 30 Min bekommt die Werksatt Bescheid ob eine Überprüfung erfolgt. Die Prüfer sind ständig unterwegs und werden per GPS koordiniert. Innerhalb von 5 Min ist der dann da. Alle Teile müssen liegen bleiben bis der Prüfer da war. Werkstätten, die bei der Überprüfung auffallen bekommen die Zulassung entzogen, was einen empfindlichen Verlust, auch an Vertrauen, bedeutet. Wenn du die APK gemeinsam mit der großen Inspektion machst, ist gesetzlich festgelegt, dass diese nichts zusätzlich kosten darf, sehr kundenfreundlich.

    Dafür darfst du aber nicht einen einzigen Tag überziehen. Du bekommst ein paar Wochen vor der Fälligkeit einen Erinnerungsbrief, überschreitest du das Datum - alles ist zentral und elektronisch registriert - kommt direkt der Strafbescheid und der Entzug der Zulassung. Wie gesagt, alles erfolgt elektronisch, da ist man hier weiter als in D. Binnen Sekunden weiß jeder Polizist, der dich kontrolliert, dass dein Auto nicht mehr zugelassen ist.

    Die Zulassung geht genauso schnell. Als ich meinen G übernahm, war es Abends gegen 19:00 Uhr. Mit dem Verkäufer ab zur nächsten Poststelle (im Baumarkt). Führerschein des Verkäufers scannen lassen, Fahrzeugschein scannen lassen, Führerschein des Käufers scannen lassen... aus der Kasse kommt ein Kassenzettel mit einem vierstelligen Zahlencode, dieser ist der vorläufige Fahrzeugschein. Das alles ist in 15 Min geregelt!!! Niemand kann mit deinem Kennzeichen Mist bauen!

    Drei Tage später kommt der richtige Fahrzeugschein (im Scheckkartenformat mit der Post). Wieder drei Tage später kommt der Fahrzeugbrief, ein DIN A 4 Schrieb mit den Fahrzeugdaten und einem fünfstelligen Zahlencode, in den du von dem Kassenzettel den vierstelligen Code überträgst. Fertig! Jedes Fahrezug wird über einen neunstelligen Code identifiziert. Mehr nicht.

    Andere Länder, andere Sitten. Manches ist einfacher, manches schwieriger.

    Rolf, Frage,

    hier wurde doch schon mal kundgetan, dass, wenn, eine ordentliche Zulassung innerhalb der EU passiert ist, wäre das dann doch gar kein Problem den dann in der BRD zuzulassen. Ist das eine Falschinformation? Schorsch

    Ich bin kein Spezialist, was das angeht. Kann da nur aus eigener Erfahrung sprechen. Habe 4 Fahrzeuge hier in die NL eingeführt und eines ausgeführt. Die Niederländer achten bei der Einfuhr sehr streng darauf, dass das Fahrzeug nicht gestohlen ist. Die hier im Forum schonmal erwähnten Praktiken mit nachträglich eingeschweißten FIN werden, wenn sie entdeckt werden, sehr streng bestraft. Zweites Kriterium ist die Verkehrssicherheit, auch die wird streng überprüft. Ansonsten ist aber viel mehr möglich. Wie bei dem o.g. Landrover. Der Umbau funktioniert und ist verkehrssicher. Abgaswerte werden erreicht (egal ob der Motor im Landy oder im MB hängt), also alles ok.

    Der Käufer meines Fahrzeugs hingegen musste bei der Einfuhr nach D einiges mehr über sich ergehen lassen. Bei ihm wurde auch überprüft, ob alles zueinander passt und nichts zusammengewürfelt ist.

    Die europäische Zulassungsbescheinigung (EU Fahrzeugbrief) macht in dem Zusammenhang natürlich vieles einfacher. Den gibt es aber erst seit etwa Mitte der 90er.

    Die oben beschriebene Gesetzgebung hat Lücken, die z.B. wie folgt genutzt wird.


    Man kaufe im Ausland zwei G's. Einen, der mindestens 40 Jahre alt ist. Zustand ist sch...egal. Dazu einen zweiten, guten, vielleicht drei Jahre alt.

    Beides wird in die Werkstatt hier in die NL gebracht. Alles ganz legal, dank der EU. Oben genannte Steuern werden erst bei Anmeldung fällig, es könnte ja sein, dass alles wieder zurück ind Ursprungsland geht. Vom alten werden alle Teile, die man nicht braucht demontiert und verkauft. Beim Neuen wird die Karosserie vom Rahmen genommen. Der alte Rahmen wird wo nötig angepasst (hier in den NL problemlos möglich) und, wenn es sich um eine gute Werkstatt handelt, generalüberholt. Dann wird der 463 mit allem drum und dran auf den angepassten 461er Leiterrahmen montiert.

    All das ist möglich, weil nach niederländischer Gesetzgebung nur etwa 50% des Fahrzeugs im Originalzustand sein müssen, um die Oldtimerzulassung bekommen zu können. Und wenn der Prüfer sich nicht auskennt, können es auch mehr sein. Danach ab zur Zulassungsstelle. Und schon hat man einen neunen G, den man komplett steuerfrei fährt. Das einzige Problem, dass man jetzt noch hat, ist das Versicherungsrecht. Aber hier gibt es einige Zeitgenossen, die sehen das sehr locker, nach dem Motto: "Wie oft hat man denn statistisch einen Unfall?" Und da das Problem dann hauptsächlich beim Unfallgegner liegt, der schauen muss, wie er an sein Geld kommt, leben diese Typen recht gut mit ihrer Einstellung.

    Und jetzt schaut mit diesem Wissen nochmal auf die niederländischen Seiten, die G anbieten. Hier findet ihr Kombinationen, die so nie gebaut wurden. Bitte nicht falsch verstehen, es gibt hier Werkstätten, die im Rahmen des zulässigen, sehr gute Arbeit leisten. Aber leider auch andere. Deshalb muss man gut aufpassen, wenn man einen G aus den NL nach D holen will. Vor allem, wenn man das "H" haben möchte.

    Ein Kollege hatte in NL einen Mil. Landrover mit Krankenwagen Aufbau entdeckt, der als Camper ausgebaut war. Er hat sich das Teil angeschaut. Alles wirklich tiptop gemacht. Auch der Umbau auf einen OM 603 Turbo. Das Auto lief einfach klasse. Er hatte schon fast gekauft, dann zum Glück auf mein Anraten beim TÜV angefragt. Zulassung in D nur mit exorbitanten Kosten möglich. In den NL überhaupt kein Problem.

    So gibt es hier auch keine wirklichen Probleme, was z.B. die Reifenfrage angeht. Alles was ins Radhaus passt ist gar kein Problem. Für Tacho usw. bist du als Halter selbst verantwortlich. 15% der Reifenlauffläche dürfen überstehen, bevor jemand meckert.


    Vielleicht kann ich mit meinem Beitrag dazu beitragen, die Sachlage besser zu verstehen und den ein oder anderen vor einem Fehlkauf zu bewahren.

    Mehr ist garnicht beabsichtigt.

    einen guten Morgen ins Forum,


    hier ein paar Informationen zur Situation in den Niederlanden, von einem in den Niederlanden wohnenden und somit direkt Betroffenen, um zu verstehen warum so gehandelt wird, wie gehandelt wird.

    Wenn der deutsche Autofahrer über die Kosten des Autos klagt, kann der Niederländer nur müde lächeln. Nicht nur das die Spritpreise höher sind, auch der Anschaffungspreis und die KFZ Steuer sind wesentlich höher. Bei der Anschaffung muss neben der Mehrwertsteuer auch die sogenannte BPM (eine Steuer auf Fahrzeuge aller Art) gezahlt werden. Die berechnet sich nach Antriebsart, Nettoneuwert, Schadstoffausstoß und ein paar anderen Kleinigkeiten. Allein breitere Reifen z.B., die den Verbrauch erhöhen, erhöhen die Steuer schon! Da kommen z.B. bei einer MB C Klasse ohne Probleme je nach Ausstattung und Motorisierung um die € 20.000,- zusammen. Diese Steuer wird auch bei Einfuhr von Fahrzeugen fällig, anteilmäßig auch bei Gebrauchten. Trotzdem kann sich die Einfuhr eines guten Gebrauchten lohnen. Dann kommt die KFZ Steuer. Auch nach einer Formel berechnet, die alles mögliche einschließt. Für eine E Klasse, BJ 2013, Diesel, erste Hybridgeneration, werden hier fast € 170,- fällig. IM MONAT!!!  :-(X(

    Bis vor ca. 15 Jahren waren alle Fahrzeuge ab einem Alter von 25 Jahre von all diesen Steuern befreit. Keine BPM, keine KFZ Steuer. Die Niederländer sind ein pfiffiges, geschäftstüchtiges Völkchen (habe ich gelernt in den fast 30 Jahren in denen ich jetzt hier lebe). Natürlich entdeckten viele, dass z.B. ein guter gebrauchter Benz-Diesel mit 25 Jahren "gerade mal eingefahren" ist. Also kauften viele solche Autos, führten diese ein und fuhren fortan Steuerfrei. Dies war dem Fiskus natürlich ein Dorn im Auge und wurde dann wie gesagt vor ca 15 Jahren abgestellt. Seither gibt es die komplette Steuerbefreiung erst nach 40 Jahren. Die Oldtimerverbände liefen Sturm. Danach gab es eine Ergänzung: Fahrzeuge zw. 25 und 40 Jahren können als Youngtimer zugelassen werden. Diese dürfen dann aber im Dezember, Januar und Februar nicht auf die Straße. Fester Steuersatz ist dann knapp € 140,-. Eine ordentliche Ersparnis gegenüber den fast € 1.400,-, die ich bei Vollanmeldung meines 230 GE zahlen müsste. Ein voll angemeldeter Diesel G älteren Baujahrs kommt übrigens locker auf k€ 2 bis 2,5 an KFZ Steuer.

    Dazu kam noch eine Änderung in der Versicherungsgesetzgebung: Young- und Oldtimer dürfen nicht für den Weg zur Arbeit eingesetzt werden. diese Fahrten sind im Versicherungsvertrag ausdrücklich vom Versicherungsschutz ausgenommen!


    Gleich mehr dazu, wie pfiffige Geschäftsleute trotzdem Lücken in der Gesetzgebung gefunden haben... eben ein Kaffee...

    Hallo Thomas,

    es gibt ja zwei Koni Dämpfer für den G, die Heavy Track und die Heavy Track RAID. Ich habe letztere und fahre sie auf Anraten des Verkäufers in der Werkseinstellung. Kann allerdings nur von den ersten 500km berichten. Bin sehr zufrieden, was aber beim vorherigen Zustand des Fahrwerks (siehe Bericht Überholung gesamtes Fahrwerk) kein Wunder ist. Interessant ist halt, dass man sie entweder wenn sie nachlassen, je nach Einsatzzweck oder an die Federn anpassen kann, die man verbaut (hat). so zumindest die Werbung. Auf Erfahrung kann ich halt noch nicht zurückblicken.


    Gruß Rolf

    Natürlich gibt es verschiedene Temperaturzonen, die man mit einer Pumpe nicht hätte. Aber, wenn die Heizung länger läuft, stellt sich die Schwerkraftzirkulation bedingt durch den Dichteunterschied ein. Früher hat man ganze Häuser ohne Pumpen beheizt, nur nach diesem Prinzip. Ein Wärmestau entsteht denke ich nicht.

    So wie es ist, ist es schon gut. Es ist natürlich fast immer möglich, ein System zu verbessern.

    Beim offen fahren kann ich nicht mitreden... aber bei der Begeisterung der Kinder.

    Bei mir waren es nicht die Enkel, sondern die Kinder. Unsere Tochter hat die ersten Fahrversuch mit 11 gemacht, damals noch auf dem Pinzgauer.

    Sie war nicht mehr weg zu bekommen. Von da an oft am frühen Sonntagmorgen auf Feldwegen unterwegs gewesen. Der Fahrlehrer hat blöd geguckt, als sie zum Rückwärtsfahren nicht umdrehte, sondern sie Spiegel nutze ;-)

    Später mit dem Sohn den gleichen Weg gegangen...

    vielleicht kann ich das ja mit den Enkeln noch wiederholen...


    Passt nicht zur Überschrift ich weiß, aber du Ramboduck hast mich animiert, dass mal eben los zu werden. Kann dich und alle aus eigener Erfahrung nur animieren, den Nachwuchs auf richtigen Autos das Fahren zu lehren... Es lohnt sich :-):-):-)

    Ich habe die Achsen mit eingebaut. Zuerst die Federn, dann die Stoßdämpfer. Heißt mit anderen Worten, die Achsen hingen quasi frei, die Federn ließen sich mit geringer Kraft einsetzten, danach die Stoßdämpfer. Allerdings war bei mir auch keine Antriebswelle drin. Weiß nicht, wie weit die die Achse noch höher hält.

    Ergänzung:

    Hier im Forum wurde an anderer Stelle, weiß nicht mehr wo, die Gefahr beschrieben, die entsteht, wenn man ein 230 V Kabel ins Auto einführt. Bin zwar kein Elektriker, aber weiß, dass die natürlich da ist. Bei einer blank gescheuerten Phase steht, wenn diese an die Karosserie kommt, dieselbe natürlich unter Strom. Hat der Hersteller aber sehr einfach gelöst, die Zuleitung hat einen frei liegenden Schutzleiter, der auf die Karosse gelegt wird. So löst der FI direkt aus und wartet nicht auf den Menschen, der die Karosse durch seine Berührung mit der Erde verbindet.

    Die Steckdose habe ich übrigens, um die Karosse nicht anbohren zu müssen, in die linke Kunsstoffecke der vorderen Steckdose gelegt..

    Hallo,


    bin beim Stöbern im Forum auf diesen Beitrag gestoßen.

    Auch ich habe meinem Motor eine Vorwärmung gegönnt. Mit dem Einbau war es recht einfach, ist direkt bei der Motorrevision mit eingebaut worden.

    Froststopfen waren sowieso raus. Mein "Tauchsieder", was anderes ist es nicht, stammt von Calix aus Schweden:

    https://www.calix.se/de/produk…ails&vehicleId=-108415110

    Der "Beipackzettel" ist aus meiner Sicht sehr verständlich, die pdf Dokumente listen alle Motoren auf, wo dieser Typ passt, bei der Suche auf der Seite nach dem richtigen Typ muss man ggf. auf den PKW mit dem entsprechenden Motor gehen.

    Habe mich für die Motorvorwärmung ohne zusätzlichen Heizlüfter entschieden. Da die Ausfahrten mit dem G im Normalfall geplant sind, arbeite ich manuell, heißt ohne Zeitschaltuhr oder andere Geräte. Einfach, je nach Außentemperatur, ein bis zwei Stunden vorher den Stecker in die Steckdose. Dadurch, das das Kühlwasser im Block erwärmt wird, erwärmt sich auch der Gußblock.

    Meine Erfahrung: es braucht noch keine 500m Fahrt und die Temperaturanzeige reagiert. Nach zwei km spürt man es an der Heizung. Also wirklich viel schneller, als ein Kaltstart. Die 550 W Leistung sind nicht viel, womit klar ist, dass es je tiefer die Außentemperatur (der G steht im Carport) um so länger die Aufheizzeit.

    Auf jeden Fall wird aber der absolute Kaltstart, der ja fast 90% des Verschleißes ausmacht, vermieden wird.

    Kosten: 2019 noch keine € 200,-, gefühlter Nutzen: groß bis sehr groß

    Hier zwei Fotos. Sitzt beim M 102 auf der Ansaugseite



    Gruß aus den NL

    Rolf

    Weil der Kühler teilweise ziemlich zu saß, haben wir uns den auch angeschaut. Bei der Recherche haben alle, aber wirklich ohne Ausnahme alle, die ich gefragt habe, und die Kommentare im Netz davon abgeraten einen heutigen Kühler neu zu kaufen. Also ist der Kühler zur Begutachtung erstmal zum Kühlerbauer nach MG gegangen. Rückruf: "Das ist ja mal noch ein richtiger Kühler mit Messingkasten! Reparatur überhaupt kein Problem." Dann kam noch der Vorschlag ein dreireihiges Kühlernetz einzubauen, das der Kasten groß genug war. Wir haben uns dann auf das dreireihige, gerade Netz geeinigt, ähnlich bi bei Hans Hehl beschrieben. Zum Abschluss noch verzinnt. Jetzt soll er sich, ohne Schaden zu nehmen, auch mit dem Hochdruckreiniger reinigen lassen. Was ja bei einem Fahrzeug wie dem G bestimmt nicht schlecht ist.



    Damit sollten einige Baustellen beseitigt sein und erstmal wieder der Spaß im Vordergrund stehen.

    Für den Sommer ist eine Alpentour geplant.

    Da die Achsen einmal raus waren, waren natürlich auch die Antriebswellen raus. Also ab damit nach Köln, zur Firma Elbe. Kreuzgelenke neu. Leider war ein Längsausgleich defekt, ich meine von der hinteren Welle. Gut das wir es hier festgestellt haben und nicht während der Fahrt. Zum Abschluss wuchten und denn auch wieder mit rein.



    Das metallische klacken im Antriebsstrang beim Anfahren ist jetzt auch weg :-)

    @ ramigani: Ich habe einen "Halbzivilen", sag ich immer. Leider kann ich die Geschichte meines G sehr schlecht verfolgen. Es ist auf jeden Fall ein Puch, Fahrgestellnummer beginnt mit VAG 461.239... Er ist in orange ausgeliefert worden, hatte wohl ein gelbes Rundumlicht und hat irgendwo in öffentlichen Diensten gestanden. Am vordersten Querrohr hat er Flansche, die nach Aussage meines MB Stammhauses nur bei Fahrzeugen angebracht sind, die einen Schneepflug aufnehmen sollen. Dazu passt, dass der vordere rechte Innenkotflügel Löcher hatte (starker Rostbefall) durch die wohl die Hydraulikschläuche gingen. Irgendwann ist er in den NL gelandet. Er ist dann silbermetallic gespritzt worden und man hat versucht ihm das Gesicht eines 463 zu geben. Habe ich korrigiert, heute ist er rot, RAL 3002, so wie es ihn original gab. Aber ich schweife ab...

    Zurück zur eigentlichen Frage. Könnte natürlich an der Belastung im Einsatzdienst liegen, dass die Lager so verschlissen waren. Ich muss aber sagen, dass er dafür immer noch gut lief. Wie oben geschrieben, ich habe 4 Werkstätten incl. TÜV befragt, niemand hielt das Tauschen der Buchsen für unbedingt erforderlich, auch nicht die, die es gemacht haben. Im eingebauten Zustand war kaum etwas zu sehen. Als die Achsen draußen waren, konnte man den Längslenker, bei dem die Buchsen am meisten verschlissen waren, am äußersten Ende gute 10cm hin und her bewegen. :-(

    Bin auf jeden Fall froh, dass ich es gemacht habe.

    Erster Eindruck nach 200km:

    Ich habe ein neues Auto! Er liegt auf der Straße wie ein Brett. Bodenwellen werden sehr gut weggebügelt. Keine schwammige Lenkung mehr! Sehr präzises Lenkverhalten. Die hier in den Niederlanden so beliebten "Drempels" (Verkehrsberuhigungshügel) nimmt er souverän. Feldwege mit 60? Kein Problem.

    Sicher sind 200km noch nichts, aber es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    ich bin froh, dass ich mich habe beraten lassen. Ich hatte abgesprochen, dass ich einen recht komfortablen Reise-G haben wollte, mit dem es aber auch möglich ist, raueres Gelände zu meistern. Trial habe ich ausgeschlossen. Darauf hat man mir Federn und Dämpfer zusammengestellt. Mein erster Eindruck ist, dass ich mein Ziel erreicht habe. Alles weitere wird sich aber erst mit der Zeit zeigen. Hoffe, dass ich nicht zu früh zu euphorisch bin.

    Hallo,

    @ Ramboduck: das sind die Infos, die mich dazu bewogen haben, etwas mehr für die Dämpfer auszugeben. Hörte von Leuten die sie schon 19 Jahre fahren. zum Rost hatte ich den Tipp bekommen, dass die Lackschicht recht dünn ist und man sie am besten nochmal lackiert. Habe ich getan. Mal schauen wie meine in 13 Jahren aussehen. ;-)

    @ Jottka: Danke auch für diesen Tipp. Habe die ersten 200km gefahren, jetzt scheint alles in Ordnung.

    Die Achsen wurden entrostet und neu lackiert. Sperren- und Bremsleitung hinten erneuert. Diverse Kleinigkeiten in einem mit genommen...

    Und dann wieder zusammengesetzt. Schön ist, dass ich in der Werkstatt mitarbeiten darf, wenn es meine Zeit zulässt. Spart ein wenig und ermöglicht mir, meinen G besser kennen zu lernen. Die Entrostung der Achsen habe ich selbst übernommen und beim Einbau der Achsen war ich der zweite Mann.



    eingebaut haben wir Koni Heavy Track RAID. Sind nicht die billigsten, habe aber soviel gutes darüber gelesen, dass ich mich für diese entschieden habe.

    Machen mit ihren 70mm Durchmesser auch optisch was her. Hinten passte alles ohne Anpassungen. Vorne mussten wir den Getriebehalter umsetzen, da lag die Antriebswelle zur VA auf, weil die Konis ein weiteres ausfedern zulassen. Ansonsten passte aber alles, sie federn nicht so weit aus, dass Leitungen verlängert werden mussten.



    ...

    ...wie immer bei solchen Operationen, kommen auch andere Baustellen ans Licht.



    hinten rechst brach beim herausdrehen der Schraube des Gummipuffers das Blech raus und die Stoßdämpferaufnahme war auch hin. Federaufnahme konnte gerettet werden, Stoßdämpferaufnahme musste neu eingeschweißt werden.

    Hallo ins Forum,

    hier ein kleiner Bericht zur Überholung des Fahrwerks und einiger anderer "Kleinigkeiten".

    Seitdem ich ihn habe (2017), plagte mich mein G mit Schlagen im Lenkrad. Nicht immer, leider. Von daher bei Probefahrten nicht immer reproduzierbar. Bei Geschwindigkeiten jenseits 90 reichte oft eine Bodenwelle und das Lenkrad schlug. Langgezogene Kurve ein paar Minuten später und es war wieder ruhig. Wir haben viel versucht, Reifen Wuchten, andere Felgen, wieder wuchten, Luftdruck verändern, Werkstattwechsel usw. Leider kann ich größere Sachen nicht selbst, mir fehlen einfach die Möglichkeiten und die Zeit. Immer wieder habe ich einen Wechsel der Längslenkerbuchsen vorgeschlagen. Alle Werkstätten, einschl. TÜV meinten aber keinen Schaden zu erkennen. Das ich, um geradeaus zu fahren ständig ein wenig korrigieren musste, wurde von allen beim G für normal erklärt. Hab leider keinen Vergleich... Ende 2020 war ich es satt. Die Winterpause stand an (wohne in den NL, hier gilt ein Fahrzeug erst ab 40 Jahren als Oldtimer, zw. 25 und 40 kann es als Youngtimer zugelassen werden, spart in meinem Fall über € 1.000,- an KFZ-steuer, darf dann aber Dez. Jan. und Feb. nicht auf die Straße), also für die Zeit ab in die Werkstatt meines Vertrauens und große Baustelle aufgemacht. Ziel: alle Buchsen neu (Längslenker, Querlenker, Stabi, Federn, Stoßdämpfer), der große Rundumschlag. Vorher habe ich mich von der G Manufaktur beraten lassen und dort auch die nötigen Teile gekauft. Achsen raus und dann stellte sich heraus, dass mein Gefühl besser war als das Wissen der Werkstätten. Die Buchsen waren so was von auf...



    Fortsetzung folgt...

    Möchte euch kurz meine Erfahrungen mitteilen.

    Ich habe zwei Fahrzeuge mit MS behandelt, vor vielen Jahren einen Pinzgauer, 2017 den G. Aus meiner Sicht sehe ich keine Probleme mit der Verarbeitung. Das Fett kochen, in die Pistole und spritzen. Natürlich dicke Handschuhe tragen. Wenn nicht direkt neues Fett flüssig ist, muss der Spritzschlauch in ein "Überrohr", in dem die Luft mittels Fön oder ähnlichem warm gehalten wird. Gleiches gilt, wenn das Fett im Schlauch aushärtet. Wenn man es mit zwei Mann macht, kocht einer das Fett, der andere spritzt. Der Riesenvorteil aus meiner Sicht ist, dass MS ohne Lösemittel auskommt. Kein langes ausdampfen, keine unangenehmen Gerüche über lange Zeit (MS riecht aus meiner Sicht ganz angenehm, ist natürlich Geschmacksache ;-)). MS gibt es inzwischen in drei verschiedenen Härten, so dass man es auf die vornehmlichen Umgebungstemperaturen anpassen kann. Vorher eine sauber Folie unterlegen, dann kann man das was danebengeht wieder mit in die Schmelze geben. Der Kessel von Sander wird nicht unbedingt benötigt, ich erwärme es mit einer elektr. Kochplatte aus dem Baumarkt. Campingkocher ist eher nicht zu empfehlen, das zeug brennt gut. Man kann es auch mit dem Pinsel auftragen, wenn man Stellen hat, wo man besser nicht spritzt. Auch mit dem Kriechverhalten habe ich gute Erfahrungen gemacht. Eineinhalb Jahre nach der Anwendung zog es sich selbst durch überlappende, punktgeschweißte und lackierte! Bleche. Ein leichter Fettfilm entstand auf der Außenseite. Das können andere Mittel natürlich auch. Bekommt man was auf die Haut, ist das Verhalten ähnlich flüssigem Kerzenwachs, es brennt kurz, härtet aus und von einer Rötung abgesehen ist alles gut. Also nur mit langen Ärmeln verarbeiten. Vergisst man die Schutzbrille und es kommt ins Auge, ist es lange nicht so schlimm wie Mittel mit Lösemittel. Ich habe die Version genutzt, die eigentlich für unsere Breitengrade gedacht ist. Ja, bei den extrem heißen Sommern der letzten Jahre hatte ich hier und da auch mal Fettflecken, da wo ich gestanden hatte. Habe mir dies aber zunutze gemacht und das Fahrzeug abwechselnd so geparkt, dass jede Leite mal in der prallen Sonne stand. Irgendwann wars gut. Waren die Flecken zu groß, habe ich sie aufgenommen, wie andere Hundehaufen. Ich sehe dieses Fließverhalten aber positiv, es zeigt, dass das Fett immer wieder unterwegs ist und nicht aushärtet. Wer das nicht möchte, nimmt die härtere Variante. Bisher habe ich keinerlei negativen Erfahrungen gemacht, wenn das Zeug mit Gummi oder Kunststoff in Kontakt kommt. Eher im Gegenteil, wenn du es abwischst, sehen die Teile aus wie neu (Schutzleisten z.B.).

    Es gibt einige gute Mittel, aber leider viel Schrott. Aus meiner Sicht gehört MS zu den besseren. Ob das so ist, sieht man natürlich erst nach Jahren. Großer Nachteil von Ms ist, das es brennt. Habe mehrere Storys gehört, wo Fahrzeuge bei Schweißarbeiten Feuer gefangen haben. Weiß allerdings nicht, wie das bei anderen Mitteln ist. Beim Pinzgauer hatte ich (ohne Vorahnung und vernünftige Marktforschung) erst ein Mittel aus der Sprühdose. Hier entstanden schon nach wenigen Wochen, als das Lösemittel herausgedampft war, Risse. Gestunken hat es ein halbes Jahr lang, wenn es warm wurde.

    Das ist nur ein kurzer Erfahrungsbericht und zwei Fahrzeuge sind sicher nicht repräsentativ. Vielleicht hilft es aber bei der Entscheidungsfindung.