Beiträge von 3=6

    Übersetzung sollte original 11/38 sein.
    Teile gibts dank weitestgehender Gleichheit zur Hercules P1-505 P eigentlich rel. problemlos.


    Grüße

    Guten Abend,


    HIER sind die H-Anforderungen nochmals etwas detailierter aufgeführt. Generell fordert die Richtlinie sogar eine technische Mängelfreiheit - und streng genommen darf das H-Gutachten auch nur dann positiv abgeschlossen werden!


    Die von dir aufgezählten Mängel sind nahezu alles erhebliche Mängel im Sinne der seit Juli letzten Jahres gültigen HU-Richtlinie - da hat der Prüfer leider keinen Ermessensspielraum mehr...! Stehen diese Mängel auch alle auf deinem Prüfbericht?


    Mängelfreiheit stimmt die meisten Prüfer schonmal wesentlich freundlicher - bei der Beurteilung des Zustandes des Fahrzeug für das H-Gutachten ist dann der Ermessensspielraum zum Glück größer wie bei der Hauptuntersuchung.....nur sollte (mit gutem Grund) nicht allein das Alter des Fahrzeugs entscheiden sondern der gute Pflege- und Erhaltungszustand :whistling:


    Grüße

    Morgen,


    ist bekannt, wie lange/oft der Motor in diesem "Fahrzeug" gelaufen ist? Gänzlich ohne Kühlwasser,.......
    Dazu dann noch die nach den Bildern wirklich an den Motorblock "angeschweißten" Halterungen.....


    Auch wenn der Motor jetzt subjektiv vernünftig läuft mache ich mir da doch Gedanken, ob er noch eine sinnvolle Basis darstellt oder doch eher durch seine Verwendung für diesen Jux geopfert wurde.

    Die Reparatur ist - wenn sich nicht noch mehr an der Welle verschoben/verdreht hat - wahrscheinlich recht einfach möglich. Im Prinzip muss nur ein neuer/anderer Hauptlagerstumpf eingesetzt werden - wenn die Presssitze in den Kurbelwangen und die Nut für die Passfeder (bzw. Scheibenfeder) nicht allzu mitgenommen sind kein Problem.

    Bzgl. der Kolben: willst du einen kompletten Satz im nächsten Übermaß? Hast du die Händler schon alle durchtelefoniert? (Kemper, Weiß, Matz, Güldenstein, Hesse,.....)


    Gruß


    PS: Die Kolben haben (wenns Originale sind) einen Pfeil auf dem Kolbenboden (sowie die Angabe Zyl 1 bzw Zyl 2/3) - der Pfeil zeigt zum Auslassschlitz.

    Die Kolben waren den Bildern nach alle korrekt montiert. Jeder Kolben hat 2 Überströmfenster, die um ca. 180° versetzt (entsprechend den Überströmkanälen) angeordnet sind. Kolben 2 und 3 sind baugleich, Kolben 1 (am Schwungrad) unterscheidet sich von den anderen beiden durch die andere Anordnung der Fenster.


    Die Kurbelwellen können sich nur verdrehen, wenn es Varianten ohne Passfedern sind - oder halt, wenn die Passfeder gebrochen ist.

    Feine Sache.... ich hab auch noch ein paar Altwellen, da sind auch solche Exemplare dabei.


    Wenn sich die KW verdreht hat, obwohl es eine Ausführung mit Passfeder war (wie deine) so ist zuvor schon die Passfeder gebrochen. Die Reste der Passfeder verkeilen sich dann i.d.R. in der Nut und sorgen für ordentlich Belastung auf die eh schon hinsichtlich Kerbwirkung suboptimale Passfedernut. Von der Nut gehen dann Risse aus - in der Regel wachsen die dann im laufe der Zeit durch die Belastungen und Schwingungen. an vielen Bruchwellen kann man auch an der Bruchfläche regelrechte Bruchverläufe erkennen und erahnen, dass der Bruch nach und nach erfolgte.


    Aber auch egal - die Welle ist hin!


    Zum Block: Den Zylinderdurchmesser messen wäre schon sinnvoll - dann kannste entscheiden, ob ein neuer Kolbensatz im nächsten Übermaß unumgänglich ist oder nicht. Die billigste (und nicht ganz risikofreie) Lösung wäre ein Ersatz des dritten Kolbens und ein Satz neuer Kolbenringe.....

    Okay - die KW iss kräftig verdreht! Wenn die Perspektive nicht täuscht näherst du dich da mehr den 180° Versatz an als den eigentlichen 120°. Allerdings dürftest du mit dieser Mechanik meiner Einschätzung nach nicht in der Lage gewesen sein, die Zündung "korrekt" einzustellen - mit den Unterbrechern (bzw. den verschiebbaren Unterbrecherträgern) sind wenige einzelne Grad Abweichung zu kompensieren - mehr aber nicht.

    Ein Hilferuf:


    2Taktfreude hat mich eben angerufen - ihm ist der Kupplungszug am Willys gerissen! Er benötigt einen Kupplungszug für einen Willys 201 sowie (eventuell - nicht zwingend) die Gabel für das Ausrücklager.


    Falls einer der noch zur Schmidtenhöhe fahrenden ihm mit Teilen helfen könnte wäre das super - bitte in diesem Fall bei Christian/2Taktfreude telefonisch melden.
    Seine Nummer: 0157 74091080


    Danke und Gruß
    Marius (3=6)

    Guten Morgen,


    über die Suchfunktion solltest du einige Beiträge zum Thema Wartburgmotor im Munga finden, das Thema kommt mit schöner Regelmäßigkeit hier zur Sprache.....


    Letztlich stellt sich auch mir die von Frank angesprochene Frage: Warum auf einen Wartburg umbauen? Du schreibst ja selber im Eingangspost vom Fremdmotor - warum noch einen Munga verbasteln? Wer vom Zweitakter weg will und über Opel, Ford, ... nachdenkt sollte in meinen Augen eigentlich eher das Fahrzeug wechseln - aber vom originalen Zweitakter auf einen Wartburg wechseln??? Dafür das Getriebe verhunzen, die eh schon begrenzt Watttiefe noch weiter reduzieren, Auspuffanlage anpassen, ...... ?


    Ich befürchte auch hier (soll aber keine Unterstellung sein) die Geiz-ist-geil-Mentalität - der Wartburg iss einfach auf den ersten Blick billiger. Wenn man aber mal die Augen aufmacht und die nötigen Umbauarbeiten, die technischen Nachteile, der nicht mehr gegebene Originalzustand ....dass alles mal mit berücksichtigend spricht für mich alles für den Originalmotor!
    Und jetzt bitte kein Gejammer vonwegen der DKW-Motor wäre so selten, so teuer, man bekämme keine.....stimmt alles nicht, regelmäßig gehen Motoren bei ebay über den Tisch, bei genug Munga- bzw. DKW-Fahrern sind Motoren vorhanden und werden auch untereinander veräußert,......! Wer sich ein wenig Zeit nimmt zahlt auch keine Unsummen - wer natürlich heute sucht und nach 3 Tagen den Motor fertig haben will wird auf die Händler und deren Preise zurückkommen "müssen".


    Grüße

    @Jens/Bundesbär:
    ganz ruhig bleiben....! Ich habe zuvor nicht mitbekommen, das Pille die Blöcke entsorgen will. Daher auch von meiner Seite kein Gejammer oder Geschrei - sondern lediglich die BITTE an Pille, falls er nochmal entsprechende Teile zu Entsorgen hat, mich anzusprechen. Empfinde ich als legitim - du nicht?


    Grübelnde Grüße
    Marius

    Es gibt RWDR ("Simmerringe") mit einer primären Laufrichtung. Bei diesen RWDR ist in der Regel auf dem Elastomäreinsatz ein Pfeil vorhanden, der eben diese Laufrichtung markiert. Grund für die Laufrichtungsabhängigkeit dieser RWDR ist, dass auf die Dichtlippe mikroskopisch kleine Drallstrukturen aufgebracht werden, die das Öl bei Drehung der Welle in Richtung der abzudichtenden Ölseite "fördern". Mit bloßem Auge kann man diese Strukturen schwerlich erkennen - daher die Markierungen mit dem Pfeil. Diese RWDR erreichen daher ihre optimale Dichtwirkung nur, wenn die Welle auch in der angedachten Richtung dreht - man bekommt diese RWDR daher tatsächlich mit unterschiedlichen "Laufrichtungen". Die meisten RWDR für normale Anwendungsfälle haben jedoch einen sog. Wechseldrall und sind daher für beide Laufrichtungen der Welle geeignet.


    Auf die Frage, was bei Rückwärtsfahrt wäre: So ein RWDR mit einer gegebenen Drallrichtung ist ja kein Ventil, das bei "verkehrter Drehrichtung" schlagartig seine kompletten Abdichtungseigenschaften verliert. Wenn man "laufrichtungsgebundene" RWDR verbauen will, sollte man es korrekt tun - Rückwärtsfahren macht prozentual einen geringen Anteil eines Autolebens aus - das schafft der Dichtring schon...!


    Grüße
    3=6 (Marius)


    PS: Falls es jemanden genauer interessiert, dem seien die technischen Handbücher der entsprechenden Hersteller - z.B. Freudenberg - Simrit ans Herz gelegt...

    ...und wenn du nochmals Blöcke und Deckel (auch wenn nicht nummerngleich) zum entsorgen hast melde dich BITTE vorher mal bei mir!


    Grüße Marius

    Hallo,


    das folgende Video hatte ich vor einiger Zeit schonmal verlinkt - da es an dieser Stelle allerdings recht gut passt hier nocheinmal:


    Video - defekter Kondensator


    Das Video zeigt die Unterbrecherplatte in meinem 3=6. Welches der Unterbrecherkontakt mit dem defekten Kondensator ist brauche ich wohl nicht näher zu erläutern...man sieht es ja! Im Fahrbetrieb äußerte sich der defekte Kondensator durch "Ruckeln" unter Last (insbesondere beim Beschleunigen). Das "Ruckeln" kommt von Zündaussetzern und wurde zunehmend stärker - letztlich habe ich, weil ich an diesem Tag noch 300km Autobahn vor mir hatte, den Kondensator getauscht - seitdem ist Ruhe.
    Wie man sieht, sind die beiden Unterbrecherkontakte mit intakten Kondensatoren annähernd funkenfrei - so sollte es bei den DKW-Motoren sein. Eine leichte Funkenbildung muss nicht immer im Betrieb fühlbar sein - erst, wenn durch den Funken am Unterbrecher der Funken an der Zündkerze derart geschwächt wird, dass keine ordentliche Verbrennung erfolgt, treten Aussetzer auf.


    Baue den Kondensator mit der Funkenbildung aus und ersetze ihn durch einen deiner "angebrauchten" Kondensatoren.


    Grüße
    Marius


    www.dkw-autos.de

    Hallo Frank,


    angebrauchte Kondensatoren....können ja problemlos funktionieren! Vorsicht aber bei "alten Originalteilen" - auch ungebraucht kann/wird ein 50 Jahre alter Kondensator hinüber sein.
    Wirklich testen ist bei Kondensatoren so eine Sache - eigentlich nur unter Last und bei wechselnden Frequenzen (und das bitte noch bei unterschiedlichen Temperaturen)....also im Endeffekt nicht realistisch machbar.


    Wie lange brauchst du beim Munga zum wechseln der Kondensatoren? Beim 3=6 brauch ich 5-10 Minuten - daher hab ich bei einer ähnlichen Symptomatik bei mir einfach nacheinander Kondensatoren ausgetauscht. Waren auch alles Gebrauchtteile - hab dann bei der Gelegenheit gleich meine ganze Kondensatorenkiste durchprobiert und zumindest die ganz "kaputten" zur Seite gelegt.


    Wünsch dir - obs nun an den Kondensatoren liegt oder nicht viel Erfolg bei der Fehlersuche.


    Grüße
    Marius

    Hallo Frank,


    mein Tipp:
    ein sterbender Kondensator.


    Leider fallen die nicht von jetzt auf gleich komplett aus, sind dann wenn du Pech hast auch noch temperaturempfindlich (und funktionieren dann wieder einigermassen bei hohen oder niedrigen Temperaturen,....) und und und.
    Wenn der Kondensator komplett hinüber ist erkennst du es auch schön an der verstärkten Funkenbildung am Unterbrecherkontakt - wenn der Kondensator jedoch am sterben ist sieht man zumindest im Leerlauf nicht immer wirklich was aussagekräftiges....!


    Ich würde vor allen weiteren Zerlege- und Sucharbeiten erstmal die Kondensatoren tauschen - geht schnell und wirkt nicht selten Wunder! (eigene leidvolle Erfahrung).


    Grüße
    Marius


    www.dkw-autos.de

    Hallo Markus,


    ich habe zwar das "Thema" mit meinem Beiträgen forciert - wollte und habe dies aber nicht auf dich persönlich bezogen.
    Mir ging es darum aufzuzeigen, dass es mit "da tauschen wir mal schnell einen Kolben aus" in aller Regel nicht getan ist. Es wird - auch hier im Forum - zum Teil recht viel und wild gebastelt....vieles davon funktioniert: manches länger, anderes kürzer und von vielen Basteleien hört man nur deshalb nichts mehr weil die Fahrzeuge in den 3 Jahren danach nur 500 km bewegt wurden (warum wohl...). Nach einem Klemmer einfach einen anderen Kolben mit gleichem Nennmaß einbauen ist "Pfusch" - daran ändert auch die Tatsache nix, dass manche hier dies (zum Teil auch mit mittelfristigem Erfolg) praktiziert haben. Letztlich steckst du sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit Zeit und Geld in den Motor und wirst in absehbarer Zeit wieder Ärger haben.


    Ich würde an deiner Stelle den Munga auch erstmal in die Ecke stellen - und ganz in Ruhe schauen, wie man den Motor kostengünstig aber ordentlich repariert bekommt! Im Detail und ohne deinen Schaden genau angeschaut zu haben kann (zumindest ich) das alles nicht wirklich beurteilen. Wenn die Kurbelwelle soweit in Ordnung ist wäre eine Überprüfung bzw. ein Auswinkeln der Pleuel sinnvoll. Den Zylinder mit Klemmspuren sollte man vorsichtig honen bis die Klemmspuren soweit möglich egalisiert sind - anschließendes Vermessen des Zylinders wäre auch sinnvoll (denn weder in einem zu ovalem oder zu großem Zylinder überleben Kolben und Kolbenringe lange). Mit einem gebrauchten Kolben, neuen Kolbenringen (oder guten gebrauchten) und anschließendem vorsichtigem Einfahren sollte der Motor wieder laufen. Natürlich ist dies am Ende teurer als "nur" der Austausch eines Kolbens....aber billger als in 500km nochmal "nur" den Kolben zu tauschen!


    Ich versteh dich und auch deinen Frust sehr gut - Geld ist bei mir genau wie Zeit auch Mangelware. Meine Motoren sind zum allergrößten Teil aus Altteilen aufgebaut, vieles kann ich zum Glück selber machen, manches Werkzeug hab ich mir über Bekannte geliehen oder auch mal in den sauren Apfel gebissen und Geld bei Motorenbauer ausgegeben. Das alles hat zur Folge, dass der Aufbau eines Motors sich laaange hinzieht - aber letztlich gar nicht einmal so teuer sein muss. Lass den Kopf nicht hängen und lass dich nicht ärgern.


    Grüße Marius


    www.dkw-autos.de

    Nur lagen die zur damaligen Zeit noch in jedem zweiten Keller und man bekam sie für `nen Appel und `nen Ei.


    Was der (nachvollziehbare) Grund war, dass niemand früher die Motoren ordentlich überholt hat. Man hat halt entweder einen anderen Motor eingebaut oder aus mehreren kaputten Motoren einen laufenden zusammengebastelt - und wenn der dann nach 500km gestorben ist, hat man dann halt doch nen anderen genommen!


    Bis heute geblieben ist bei vielen Leuten die Meinung, es iss ja nur ein oller Zweitakter; da bastelt man mal irgendwie dran rum und dann wird er schon laufen....! Tut er ja meistens auch - aber dann halt nicht sonderlich lange und damit zufriedenstellend. Ordentlich aufgebaut (auch mit Gebrauchtteilen) und mit Verstand gefahren kann ein DKW-Motor durchaus beachtliche Laufleistungen erreichen.....auf jedenfall mehr Kilometer als der Durchschnittsmunga wohl in den nächsten Jahrzehnten zurücklegt.


    Allerdings isses dafür mit einfachem "Zusammenstecken" nicht getan - Kolben und Borungen müssen vermessen (oder neu gebohrt/gehont) werden, die Pleul müssen ausgewinkelt werden (wenn nötig), die Pleullager müssen "spielfrei" sein,......letztlich kostet das alles Geld und übersteigt die Möglichkeiten der meisten Hobbyschrauber.


    Das mag sich für manche jetzt alles übertrieben und hochtrabend anhören ...das Ergebnis, wenn man es jedoch nicht tut kennen wir alle: Motoren mit sehr begrenzter Haltbarkeit und infolge dessen viele Fahrzeuge, die von ihren Besitzern kaum gefahren werden.......schade ums Material!


    Grüße Marius


    www.dkw-autos.de

    Hallo Markus,


    kurze Nachfrage: war der 76er Block "neu" gebohrt und gehont? Neue Kolben oder Gebrauchtteile? Oder handelt es sich um einen "originalen" Altmotor, der genau so jahrelang gelaufen ist?
    Ansonsten: Bei Klemmstellen, die sich in einer Flucht mit den Kolbenbolzen feststellen lassen, sollte man immer die Winkligkeit der Pleuel prüfen. Wenn das Pleul einen leichten seitlichen Verzug hat (hier geht es um Bruchteile eines Winkelgrades - das sieht man nicht mit dem bloßen Auge......die Auto Union hatte nicht umsonst eine Prüfvorrichtung dafür für die Werkstätten) sitzt der Kolben "schief" im Zylinder. An der einen Seite drückt der Kolben dann mit der oberen Kante gegen die Zylinderwand, auf der anderen Seite entsteht ein "Spalt" (der halt - insbesondere bei Verwendung von Gebrauchtteilen ohne Vermessung von Zylindern und Kolben - auch mal etwas größer ausfällt als es sein sollte). Beides kann letztlich zu Klemmern führen - und ein blindes Tauschen des betroffenen Kolbens bringt mittelfristig dann nur noch mehr Altmetall.


    Anbei mal ein Bild der AU-Prüfvorrichtung - vergleichbares (oder besseres) hat auch jeder ordentliche Motoreninstandsetzer zur Verfügung.


    Grüße
    Marius


    www.dkw-autos.de




    .

    Hallo Mungamike,


    was die Bremskraftregelung angeht magst du recht haben - und aus diesem Grund ging man "früher" die Sache konstruktiv an! Drosselung der Drücke auf der Hinterachse, Simplex- statt Duplex-Bremsen hinten, kleinere Trommeldurchmesser hinten....! Das war zu Mungas Zeiten Stand der Technik (schau dir die Konstruktionen der nicht-Allrad-DKW an - die Vorderachsbremsen entsprechen den Duplex-Trommeln des Mungas - auf der Hinterachse wurden dann aber stets in ihrer Wirkung weitaus schwächere Simplex-Trommeln verbaut).


    Es ist allerdings egal, aus welcher Epoche ein Auto stammt - die Bremsanlage muss korrekt funktionieren! Und das ist hier einfach nicht mehr der Fall. Man mag in den meisten Fällen den "Unterschied" nicht merken - im Falle einer Vollbremsung ist er nicht zu bestreiten, oder?

    ...mal zwei ernstgemeinte Fragen (auch wenn manche sie nicht hören wollen und andere sie nicht verstehen werden):


    Bremsverhalten: Wie schaut es mit dem Bremsverhalten des Munga aus? Ich meine nicht sanftes Bremsen beim Mitschwimmen im Verkehr sondern bei einer Gefahrbremsung! Beispiel: das Kind, dass einem vors Auto läuft (hatte ich grad diese Woche - da tritt man einfach nur ohne Nachzudenken mit allem was geht aufs Pedal)! Der Munga hat KEINE Bremskraftbegrenzung auf der Hinterachse und auch konstruktiv keine geringere Bremskraft auf der Hinterachse! Bedenkt man jetzt noch die dynamische Achslastverlagerung beim Bremsen ist offensichtlich, dass in solchen Fällen beim Munga zuerst die Hinterachse stehen bleibt - das ist fatal, gefährlich und darf/sollte nicht sein! Mit permanenten Allrad ist dieses Problem entschärft - denn der Allrad sorgt für ein gleichzeitiges Blockieren beider Achsen...somit rutscht die Fuhre wenigstens halbwegs gradeaus!


    Zulässigkeit: Das Erlöschen der Betriebserlaubnis ist hier unausweichlich! Ich zweifel auch stark an, dass es vor 40 oder 50 Jahren für die Umbausätze Genehmigungen, Teilegutachten o.ä. gab....! (Sollte da jemand entsprechende Unterlagen zu haben bitte bei mir melden)


    Wer will darf mich Spielverderber nennen - wer aber schonmal erlebt hat was eine blockierende Hinterachse mit einem Auto anstellt wird es sich zweimal überlegen....!


    Grüße
    Marius

    Guten Abend,


    habe den größten Teil meiner Unterlagen nicht zur Hand - auf die Schnelle würde ich die Nummern aber auch dem Junior zuordnen und daher 6V sagen.


    Grüße
    Marius