Beiträge von freddy

    ... .Und dann musste ja das "Abnahmeteam" der damaligen Abteilung V (ASt Koblenz-Lahnstein) des "Amtes Blank" auch noch zu den anderen beiden Mitbewerbern

    Moin Wolf,

    Zum fraglichen Zeitpunkt war das bereits das BMVg mit Herrn Theodor Blank als Minister (Dienstzeit 7. Juni 1955 bis 29.10.1956).
    Die erste Erprobung Anfang 1955 führte hingegen noch das "Amt Blank" durch.
    Es wird als durchführende Erprobungsorganisation aber auch vom BGS berichtet.

    Grüße

    freddy

    Moin Jens, mein lieber,


    in Deinem zweiten Band ist auf Seiten 9 (und 10) mit dem Kennzeichen "FR 78-3036" einer der AUTOUNION-Geländewagen des am 23.12.1955 abgenommenen Loses von 11 Stück der Vorserie zu sehen. Das sind die Autos zu denen auch die auf dem oben dargestellten Foto gehören. Deren amtliche Zulassungen zum Straßenverkehr erfolgten lt. den Hattingern am 29.12.1955 in Ingolstadt. Die 11 Fahrzeuge sind dann bereits am 02.01.1956 in Andernach vorgestellt worden, heisst es dort weiter.


    Auf den Seiten der Hattinger ist ausserdem zu lesen, dass "FR 78-3031" (Fahrgestellnummer 019) zur selben Lieferung dazugehörte und dass dieses Exemplar dann bei der Erprobung an zwei Antriebswellen erhebliche Probleme machte deren Ursache nicht geklärt werden konnte.


    Diese im Januar in Andernach angekommenen Geländewagen hatten als Vorserienfahrzeuge lt.den Hattingern teilweise die sickenlose Kunststoffkarosse mit genieteten Verbindungen (so wie in dem Foto) oder eine Stahlblechkarosse und waren mit den bis vor 1956 gesetzlich vorgeschriebenen eingelassenen Winkern ausgestattet.
    Sie verfügten daher auch nicht über Blink/Positionsleuchten vorn.
    Auch die Tarnscheinwerfer fehlten hier noch.

    Die Vorgänger der 11-Stück-Vorserie für 1956 wiederum waren die Anfang 1955 in Andernach erprobten Einzelstücke der ersten Testreihe.


    Erst nach der zweiten Erprobung 1956 wurde dann die Bestellung durch die Bundeswehr und damit die Serienfertigung in der uns heute als MUNGA bekannten Form beschlossen.


    Grüße

    freddy

    Moinsen.


    Dem lieben Wolfi sei gedankt für das schöne und zuvor nie gesehene Foto, das ich zu Weihnachten von ihm bekam.



    Eine Nachfrage bei Keystone ergab, dass ich das Bild hier zeigen darf, wofür ich mich auch dort sehr herzlich bedanke.


    Das Urheberrecht ist bitte unbedingt zu beachten! :presse:


    Genug der Vorrede, hier kommt das Foto und sein rückseitig angeklebter Erläuterungstext:


    40363110tu.jpg


    40363111zl.jpg


    Was lernen wir daraus: Die Abnahme war lt. dem Fotografen am 23.12.1955 und nicht erst Anfang Januar 1956 (Sprengelmeyer). Im Standardwerk wird eine andere Szene derselben Prozedur gezeigt.


    Grüße

    freddy

    Moinsen,


    Ich habe aus der Info 6/2020 des AUVC einmal die amtlich zugelassenen DKW Nachkriegs-2-Takt-Typen mit vier Rädern (Stichtag 1. Januar 2020) zusammen gezählt.


    1293 zivilen Modellen vom F89P bis zum F12/65 standen vor recht genau einem Jahr 739 MUNGAs gegenüber.


    Das sind fast 36,4% aller zugelassenen DKW Nachkriegs-2-Takt Pkw und Schnelllaster.


    Ich wage auf dieser Basis die Prognose, dass der letzte zugelassene DKW ein MUNGA sein wird. Die Zulassungsquote der zivilen Modelle ist gemessen an ihrer Gesamtproduktionszahl einfach viel zu gering im Vergleich zu unserem Krabbler.


    😉

    Grüße

    freddy

    Hallo Matthias,

    Danke für die interessante Auflistung!

    In der Clubinfo des AUVC las ich neulich eine nur nach Schlüsselnummern organisierte Liste aller zum Straßenverkehr zugelassenen AutoUnion-Typen (wenn ich mich recht erinnere).

    Da fiel mir beim Zusammenzählen auf, dass der Bestand an zugelassenen MUNGAs annähernd ein Drittel aller zugelassenen DKW-Kraftwagen ausmacht. Das ist schon eine überproportionale Präsenz, denn die Produktionszahlen lagen bei den normalen PKW deutlich höher als beim MUNGA.


    Irgendwas ist also dran an unserem kleinen Liebling!


    Grüße

    freddy

    Hast ja Recht, Patrick.
    Aber aufs Fertigmass gebohrt wird zweckmäßig erst nach dem Tempern und Vermessen der Kolben.
    Das Honen stellt am Ende nur die Oberflächenrauhigkeit zur Ölfilmsteuerung her. Das dient nicht zur Anpassung an die Kolbenabmessungen.

    Es ist also eher ein schrittweises Vorgehen erforderlich.

    Nochmal Grüße

    freddy

    Danke für euren Input!


    Da ist ja eine ganze Menge an nützlichen Informationen zusammengekommen.


    Habe ich schon mal gesagt, dass ich dieses Forum liebe?


    Ich werde auf jeden Fall mal die Aceton/ATF Mischung probieren. Metaflux Torsion-Speay hatte ich in der Vergangenheit. Stimmt, das war ziemlich toll!

    Owatrol hatte ich neulich in anderem Zusammenhang (Lackauffrischer Polytrol. Sehr bemerkenswert!). Owatrol Kriechöl probiere ich aus. Und Caramba ist der Klassiker aus Vaters Werkstatt. Ich hatte immer den Eindruck, dass WD40 nicht mehr bietet.


    Wir haben in der Werkstatt Bremsenreiniger im Pumpsprüher. Das fände ich auch für Rostlöser erstrebenswert. Ausgerechnet von Metaflux scheint es aber leider keine drucklosen Gebinde zu geben.

    Also setzen wir jetzt erstmal auf Aceton/ATF und sehen dann mal weiter.


    Dank und Grüße

    freddy

    Moinsen.


    es ist an der Zeit die Bestände in der Werkstatt aufzufüllen.

    Welchen Rostlöser zur Vorbehandlung festgegammelter Bolzen sollte ich beschaffen?

    Was ist Eure persönliche Empfehlung?


    Gleiche Frage zu Kriechöl. Hier geht es mir um die konservierende Wirkung in Fugen und Spalten wo es sich selbsttätig hineinziehen und Feuchte unterwandern soll (wenn das überhaupt so geht). Ich hatte vor langer Zeit mal ein Seilspray das diesbezüglich schön war. Das finde ich aber nicht mehr auf dem Markt.


    Danke für jeden input!


    Grüße

    freddy

    Moin Max.

    Das Widerlager für den Zug liegt am Rahmen, der Hebel am Differentialgehäuse.
    Das ist bei niedrigen Drehzahlen, wenn die Kreiselkräfte noch wenig Stabilität der Längsachse erzeugen, ein konstruktiver Fauxpas, würde ich sagen.
    Insbesondere wenn Trommel und Beläge neu und noch hübsch griffig sind kennen das hier viele Mungafahrer, würde ich sagen.


    BTW: Die Handbremse wird sicher auch deshalb als „Feststellbremse“ bezeichnet.

    Als Verzögerungsbremse ist sie m.E. zudem unterdimensioniert.

    Lediglich beim Rückwärtsfahren und da insbesondere mit Anhänger mildert sie den Puckerfaktor erheblich. Aber auch das ist nur ein weiterer Beleg gewisser konstruktiver Schwächen unseres geliebten kleinen Krabblers.



    Grüsse

    freddY

    Moinsen,

    Die Varioden-Regler stellen wohl auch nur die so ziemlich letzte Entwicklungsstufe der elektromechaniscgen Regler vor den vollelektronischen Typen dar. Der Durchbruch der Elektronik in der Massenproduktion dürfte sich recht schnell abgespielt haben, weswegen die Varioden-Regler heute einen gewissen Seltenheitswert zu haben scheinen.

    Viel Konjunktiv, ich weiß, aber ich äussere mangels fundierter Kenntnisse hier eben nur Vermutungen.

    Grüße

    freddy

    Moin Holger.

    Das würde ich für eine Bauform des BOSCH „Varioden Reglers“ halten.

    Hast Du des legendären Carl Hertwecks „Der Kupferwurn“?

    Da geht es im reprint von 1989 auf den Seiten 127 bis 131 um diese Bauform.

    Parallel zum „Steuerwiderstand“ wird eine Steuerwicklung in der Spannungsreglereinheit mit vorgeschalteter Sperrdiode verbaut, die unter Ausnutzung der „Anlaufspannung“ der Diode den Spannungsabfall bei zu stark steigendem Strom herbeiführt.

    Zudem macht man sich noch die Erwärmung der Diode im Betrieb zunutze, so dass eine kalte Lichtmaschine weniger stark belastet wird als eine betriebswarme.

    Man braucht für die Instandsetzung wohl eine Diode mit einer Anlaufspannung von 0,30 bis 0,35 Volt, sagt Hertweck.

    Grüße

    freddy

    Moinsen.

    Meine kleine Schwester will unbedingt wieder einen /8er.

    Und sie liebt Feuerwehrautos.

    Also hab ich Ihr empfohlen den hier zu kaufen und, für den Fall dass Sie das tut und ihn rot lackiert, versprochen von mir die Tonfolgesteuerung und die RKL geschenkt zu bekommen.

    Allein, sie will nicht anbeissen.

    :dev:

    Grüße

    freddy