Beiträge von ironmog

    So, ein Jahr ist rum und der MAN hat ausser der Fahrt zum Tüv und einer kleinen Platzrunde in Garlstedt nur rum gestanden...
    Es fehlt also an Zeit etwas von dem Fahrzeug zu haben.
    Der Wagen soll nun unbedingt verkauft werden!
    Einzige Alternative wäre der Tausch gegen einen Willys oder Nekaf, jedoch keine Bastelbude!


    Am Zustand des MAN hat sich im vergangenen Jahr nicht viel geändert,
    das SEM 35 ist nicht mehr verbaut, funktionierende BV Anlage ist geblieben,
    ansonsten wie oben beschrieben... Tüv im Dezember 2010 neu (ohne Mängel!)


    Der Preis den ich für den MAN erzielen will ist 11.500,- Euro und nach unten hin nicht verhandelbar.
    Zur Erinnerung... der Kaufpreis des "nackten" MAN betrug 12.800,- !!!


    Hier der Link zu Bilder (teilweise ältere der ersten Verkaufsanzeige, einige aktuelle vom letzten Ausflug)
    http://gamma-goat.de/verkauf/


    Gern weise ich noch einmal darauf hin keine Diskussion über Form, Farbe, Zustand und Aussehen führen zu wollen,
    Angebote wie "für 6000 hole ich ihn morgen ab" dürfen auch unterbleiben.
    Ernsthaften Interessenten stehe ich fast jederzeit zur Verfügung,
    werde sachliche Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantworten
    und Besichtigungen und Probefahrten können verabredet werden,
    benötigen allerdings etwas Vorlauf, da das Fahrzeug in einer Kaserne untergestellt ist...

    Tja Frank,



    ich hatte gerade einen Anruf vom Bernd K. aus B.


    Somit wird dein Satz Manuals evtl. doch noch Anwendung finden...


    Die Ziege hat bei "euch" eine neue Heimat gefunden :juhu:
    mit anderen Worten sie ist



    VERKAUFT!


    und ich freue mich über den neuen Stall in den sie kommt!

    Platz- und Zeitmangel zwingen mich zu diesem Schritt...


    Ich biete einen M561 Gama Goat zu Kauf...



    Baujahr 1971, Gesamtlaufleistung ca. 13.000 mls, Gesamtzustand, technisch wie optisch, GUT
    und auf dem Wege zum Original...
    Aktuelle Bilder gibt es hier Goat Pics zu sehen und der größte Teil meiner geleisteten
    Reparaturen und Aufbauarbeiten auf dem Rest der Homepage,
    sowie auch hier im Forum unter "Die Gamma-Ziege, im Norden wieder heimisch"



    Das Fahrzeug stammt ursprünglich aus dem jahrelangen Besitz von "ducpatrick",
    ging dann für einige Monate in die Hände eines "Ahnungslosen" und landete dann,
    Gott sei Dank, bei uns... Ich habe eine Unmenge an Arbeitsstunden in die Ziege gesteckt
    und verkaufe sie aus oben genannten Gründen nur widerwillig.
    Weder der Verkauf meines 8er Munga, noch Unimog, Iltis oder Hercules sind mir
    so schwer gefallen wie der nun anstehende Verlust der Ziege. Der Gama Goat ist das mit
    Abstand interessanteste, geländegängigste und ausgefallenste Fahrzeug das ich je hatte!



    Hier noch ein paar Foodos ...


    Zu der Ziege gibt es einen Berg von Ersatzteilen:
    2 Sätze Tanks
    1 PTO mit Welle und weitere Windeneinzelteile
    1 kompletten Truss Kit plus weitere doppelte Teile
    div. Radnarben / Ankerplatten
    div. linke/rechte vordere und hintere
    Kotflügel z. T. mit Scheinwerfern und Blinkern
    div. Sitzgestelle
    div. Antriebswellen und Kreuzgelenke
    div. Schalt-, Gas- und andere Gestänge
    2 Lenkgetriebe für Carrier (müssen neu abgedichtet werden)
    1 Umlenkbock für Lenkgestänge
    8 Reifen auf Felge
    div. Bremstrommeln
    div. Bremsbacken mit Belägen
    1-2 neue Radbremszylinder
    div. neue und gebrauchte Lager
    2 Auspuffrohre (Edelstahl)
    diverse Brems- und Luftleitungen
    1-2 NEUE Radbremszylinder, div. gebrauchte
    3-4 NEUE Bremsschläuche (Restbestand aus USA!)
    2 komplette Querlenkereinheiten für Center Axle
    1 GFK Tunnel
    2 Kupplungsdruckplatten / 1 Mitnehmerscheibe (gebr. aber OK)
    1 Center Differenzial!
    1 Front Differenzial!
    1 Kabelbaum (alt)
    div. Batterieabdeckungen
    div. Gummi Kotflügel / Schmutzfänger (am Tractor hinten)
    div. Alublechteile (z. B. Fussraum und unter Armaturenbrett)
    div. Kugelköpfe für Radaufhängung
    einige gebr. Stoßdämpfer
    div. Zentralelektrikplatten (mit Sicherungen, Regler und Blinkgeber etc.)
    div. Elektrikteile wie Positionsleuchten, Blinker, Rücklichter etc.)
    Leitungen, Bleche, Halterungen, Gestänge und Kleinscheiß ohne Ende.


    Zum Zustand der Ziege sei gesagt dass ich im Laufe der Zeit jedes Teil bereits in der Hand
    und falls nötig erneuert oder gegen vorhandenes, besseres Material ausgetauscht habe.
    Der Motor hat seit der Überholung (neue Laufbuchsen, Kolben, Ringe, Ventile)
    ca. 800 mls gelaufen. Vor ca. 300 mls habe ich die Injektoren erneuert und alles
    bestmöglich eingestellt. Die Ziege lässt sich sauber schalten und läuft 95 km/h.


    Videos von und mit meinem Gama Goat gibt es bei youtube
    und hier noch weitere ...


    Gleich als ich den Gama Goat bekam habe ich alle Bremse auf gehabt und reinigt,
    einige Bremszylinder aufgearbeitet, einen erneuert, die besten Beläge eingebaut,
    Bremsflüssigkeit beim Entlüften komplett erneuert. Die Ziege bremst also auch!


    Die Lenkung vorn wurde zum Teil neu angefertigt, teils mit Original, teils mit DIN
    Spurstangenendstücken. Beide Lenkgetriebe wurden zerlegt, gereinigt,
    eingestellt und mit neuen DIN Wellendichtringen ausgestattet und sind nun DICHT!


    In der Zwischenzeit hat die Ziege alle Filter neu bekommen, das Motoröl wurde gewechselt
    (Shell Rotella DD40!, 20 Liter gibt´s noch mit)
    Alle Öle in den Lenkgetrieben, Schalt- und Vorgelege und Differenzialen wurden erneuert!
    Die Batterien sind noch fit, zwei weitere NATO-Blöcke habe ich noch hier und gebe sie mit.



    Die Ziege ist mit Originalheizung und Bedienteil ausgestattet.
    Originalwinde mit PTO, ca. 30 Meter Seil und neuem Kettengehänge...
    Tacho wurde erneuert...
    Auf dem Carrier sind teilweise Sitze montiert (kein Original, aus dem BW KTW)
    Spriegel für Carrier wurden angefertigt um die Plane (vom BW 1,5t Anhänger, neu) anpassen zu können
    Spriegel für Softtop auf Tractor sind fast komplett, Softtop ist montiert, Hardtop gibts natürlich dazu.


    In Ermangelung eines Original Wagenheber habe ich einen 1,5t High Jack (160cm) auf dem Carrier montiert
    den gibts auch mit. Ebensio den 20 Kg Pulverlöscher und das Schanzwerkzeug am Heck.


    Hinter dem Fahrersitz befindet sich die Orig. Fahrzeugpapieretasche, darin die Origianl Bedienungsanleitung


    Weitere Manuals habe ich in gedruckter Form, die gesamte Dokumentation zu der Ziege auf CDs


    Um die Ziege mit 100% Antrieb im Gelände auszustatten muß lediglich ein Kardanwellenmittellager erneurt
    werden.





    Originalteile konnte ich bislang nicht auftreiben, ausserdem bin ich ein Freund von DIN Lösungen
    da sie langfristig den Fortbestand der Ziege sichern und so ein Lager kostet fast nix. Im Zuge
    dieser Instandsetzung muß auch ein Kreuzgelenk erneurt werden, gibt es auch für wenig Geld im
    Fachhandel oder über eine USA Connection. Die Ziege läuft z. Z. ohne hintere Antriebswelle mit 6x4 Antrieb im
    Gelände, bzw. normalem Antrieb der mittleren Achse.


    Wenn euch sonst noch irgendwas spezielles interessiert meldet euch, ich bin mir nicht sicher
    ob ich alles erwähnt habe was für euch relevant sein könnte.


    Ernst gemeintes Interesse wird belohnt und ich stehe mit jeder Art Info zur Verfügung.
    Besichtigung und Probefahrt ist nach Absprache möglich, rechtzeitiges Anmelden ist nötig,
    da die Ziege vorher von mir aus dem Quartier geholt werden muß.



    Der Preis ist für eine Ziege in diesem Zustand und dem umfangreichen Ersatzteilpaket heiß,
    beträgt EUR 12.000, ist allerdings verhandlungsfähig, da ich mir darüber im klaren bin,
    dass Interessenten nicht wie Sand am Meer rumliegen, ich die Ziege aber in jedem Fall
    in gute Hände abgeben will!!!


    Um Missverständnissen vorzubeugen...
    der Kaufpreis wird in jedem Fall 5-stellig sein...
    und zwar vor dem Komma!


    Von Mitleidsbekundungen bitte ich abzusehen, Stillstand ist Rückschritt...
    oder wie wir Norddeutschen sagen... Watt mutt, datt mutt...



    Munter bleiben,

    Nun habe ich mich daran gemacht das vordere Lenkgestänge zu überholen, bzw. zu erneuern...
    Auf dem deutsche Markt habe ich Kugelköpfe bekommen die in den Konus der Ziege passen,
    allerdings habe die Gewinde einen Durchmesser von 24 mm, während die originale Kugelköpfe wesentlich kleiner sind.


    Wir haben also ein Rohr mit hoher Festigkeit genommen und es so aufgebohrt das die neuen, metrischen Kugelköpfe


    passgenau hineinzustecken gehen. Am Ende haben wir eine Mutter aufgeschweißt. Die Kugelköpfe sind nun einstellbar
    und werden mit einer Kontermutter gesichert. Am anderen Ende kommen die originalen Spurstangenendstücke zum Einsatz.
    Hier haben wir den Gewindeteil der originalen Spurstange abgesägt und abgedreht.
    Diese Gewindehülsen wurden dann in das neue Lenkrohr geschlagen.
    Einige Bohrungen haben wir gesetzt und so die innenliegende Hülse mit dem Lenkrohr verschweißt.
    Auch hier wird der Kugelkopf mit einer Kontermutter gesichert.








    Da das Lenkgetrieb massiv Öl verlor musste auch hier etwas passieren.
    Der Ölverlust war eindeutig am Abtrieb der Carrierlenkung und somit musste (Gott sei Dank) nicht das gesamte Lenkgetriebe ausgebaut werden!


    Dies ist die Ansicht von vorn (unten der Winkeltrieb für die Lenkwelle zum Carrier)



    Hier die Ansicht von hinten...



    Oben die Ausgangswelle, mittig auf dem Hebel die Verbindungstange zur anderen Seite.
    Sie geht dort ebenfalls auf einen an einem Umlenkbock liegenden Hebel.
    Unten die Spurstange zum linken Rad, verdeckt im Hintergrund die Welle zum Carrier
    und am Rahmen der einstellbare Lenkeinschlag.


    Hier zu sehen der Winkeltrieb der Carrier-Lenkwelle...





    Fast nicht mit dicken Fingern zu erreichen, die Klemme der Lenkwelle, welche mit dem Winketrieb verbunden wird...



    Bleibt noch zu erwähnen dass für das Abdichten der Welle im Winkeltrieb keine Umbauten nötig waren,
    es gibt einen metrischen Wellendichtring der bestens passt...


    Auf bald,
    Ulf


    Kann der Anhänger auch abgenommen werden..?

    Der Anhänger, der ja eigentlich kein Anhänger ist, da fest mit dem Tractor verbunden
    und vor allem mit angetrieben, kann demontiert werden.


    Nicht so komfortabel wie das Abkoppeln eines Anhänger, aber möglich.
    Die Bremsleitung verfügt extra dafür über eine Art Bajonettverschluss,
    also ein Ventil welches beim Lösen der der Leitung den Bremskreislauf im Tractor geschlossen hält.
    Im Carrier verliert man nach Demontage allerdings die Bremsflüssigkeit.
    Die Lenkungswelle und die Antriebswelle müssen getrennt werden und ein paar Bolzen ausgeschlagen oder gezogen werden.
    Die Beschleunigung die der nackte Tractor dann an den Tag legt ist schon ganz nett, es fehlt dann eine knappe Tonne Gewicht...
    ABER im Gelände verzichtet nach auf alle was die enorme Geländegängigkeit aus macht,
    nämlich ein Drittel des Antriebs, also die dritte Antriebsachse, welche fast nie den Kontakt zum Boden verliert...
    UND... der Stauraum ist wech...
    Im Tractor kriegste grad mal 2 Packungen Kippen, ein Zippo und ein Fahrtenbuch unter...

    Das "Osterbiwak" kam und war, abgesehen vom Wetter, ein voller Erfolg...
    Die Ziege wurde endlich ausgiebig im Gelände getestet!






    Mittlerweile haben sich ein paar Mängel eingestellt. So sind alle Kugelköpfe der vorderen Lenkung ausgeschlagen
    und beide Lenkgetriebe verlieren massiv Öl!
    Während ich auf dem deutschen Markt direkt von einem Hersteller metrische Kugelköpfe bekommen habe die genau in den Konus passen
    musste ich mich um die beiden am Rad sitzenden in den USA bemühen. Diese beiden sind abgewinkelt und nicht so leicht zu bekommen.







    2 Stück konnte ich als Restbestand erwerben und bin nun komplett. Die US Kugelköpfe konnte ich für $ 30,- per Stück inkl. Fracht erwerben, die metrischen kosten mich nur $ 25,- / Stk. Jetzt werden aus einem dickwandigem, zölligem Rohr neue Spurstangen gefertigt...


    Bei den Lenkgetrieben bin ich auch im metrischen Sektor fündig geworden. Im hinteren Lenkgetriebe sitzen 2 Radialwellendichtringe. Beide habe ich mit passendem Innendurchmesser bekommen, den Aussendurchmesser habe wir durch auffräsen angeglichen. Ab jetzt ist also auch hier eine kostengünstige Reparatur möglich...











    Das vordere Lenkgetriebe wird nun mit den gleichen Simmeringen ausgestattet, leider habe ich da kein komplettes Ersatzgetriebe welches ich nebenbei herrichten kann. Ausserdem ist dort ein Simmering mehr drin, nämlich auf der Welle für den Abtrieb zum hinteren Getriebe...





    Neben der Instandhaltung arbeite ich weiterhin daran die Ziege in einen nahezu original Zustand zu versetzen.
    Dazu fehlte bislang u.a. die Plane des Carrier. Als Basis dient mir jetzt die Plane eines BW 1,5t Einachser...
    Die Spriegel haben wir anhand eines original Muster angefertigt.
    Soweit schon ganz gut, muss nur noch etwas geändert werden. Ich werde jetzt anzeichnen wo die Plane gekürzt und die Verschlüsse und Ösen gesetzt werden müssen, der Sattler steht schon im Startloch...










    Passend zum schönen Wetter habe ich nun auch angefangen das alternative Softtop aufzubauen. Hier mussten wir auch die komplette Verdeckschere anfertigen. Dank guter Dokumentation im Manual war das aber kein Problem...










    Um einem Kollegen in England weiter zu helfen habe ich mich von meinem Ersatz-Transfer Case getrennt. Ihm ist seines durch den Ausfall der Ölpumpe komplett zerrissen...
    Da das Transfer Case hochkant aufgebaut ist müssen die oberen Zahnradpaare über eine Ölpumpe mit Öl versorgt werden. Es ist eine mechanische Zahnradpumpe. Stirbt diese - stirbt das Getriebe...
    Um das Getrieb nach England zu bekommen (DHL < 31 Kg) musste ich alles überflüssige wie z. B. Feststellbremse und Wellenflansche, abbauen und konnte dann unter Ausnutzung der Waagentoleranz die wichtigen Teile in 2 Paketen versenden.
    So sah das Schlachtfeld aus...











    So weit, so gut...
    Demnächst mehr von mir und der Ziege.

    Eigentlich ist ja zu den immer merkwürdiger werdenden Geschäftspraktiken der Veranstalter alles gesagt...
    aber ich will´s auch nochmal los werden:
    Oldtimermärkte und Oldtimertreffen leben von den Exponaten,
    in diesem Fall also von Oldtimerteilen und Oldtimern.
    Anbietern und Besitzern für die Bildung des Rahmens und des Ambiente dieser Veranstaltung in die Tasche zu greifen
    und auf jede erdenkliche Art und Weise aus allem Kapital zu schlagen ist schlichtweg zum Kotzen!
    Teilehändlern eine angemessen Standgebühr abzuknöpfen kann ich ja noch verstehen,
    die haben ja auch Einnahmen und viele potenzielle Kunden...
    Aber wenn jemand mit seinem Oldie quer durch Deutschland fährt und das nicht nur für ein paar Stunden
    sondern Tage macht, soll er doch wohl gratis sein Zelt auf den unendlichen Wiesen in Bockhorn aufstellen dürfen!!!
    Die Einnahmen des Veranstalter mit meiner Teilnahme zu fördern ist OK,
    aber nicht auch dafür bezahlen müssen...
    Da ich auf der Ziege nicht komfortabel schlafen kann, ergo ein Zelt bräuchte, bin ich nicht dabei...
    und zwar auf lange Sicht, wenn nicht sogar endgültig!
    Da eier ich doch lieber zu Landmaschinen Wulfers oder so..., seh mir alte Trecker und Unimog an, häng rum, snack´n beten platt mit de anneren, vertell de watt von denn Detroit Diesel Mootooor und wenn das nicht gleich um die Ecke wäre könnte ich gaaaaanz umsonst ein, zwei oder drei Zelte aufbauen...
    Kleine, nette Treffen gibt´s noch wie Sand am Meer...
    Uuuuund... wenn die Sonne scheint werd ich auch nich von blitzenden Chromteilen geblendet :lach:







    Ich bin kein Bremer!!!
    Erst nen Spitzen-Mopped von mir bekommen und mich dann beleidigen... 8o 


    Ick bin ut Scheessel :]




    Ich freu mich das die Mühle in gute Hände gekommen ist!


    Noch mit Lederkoffer und kompletten Inhalt und der lückenlosen Bundeswehr Historie ein wirklich schönes, seltenes Stück!

    Frag mal Ulf (IRONMOG).
    Der hat zumindest noch Sitze...
    Und selber einen funkigen Bulli...

    2 Stk. Funkersitze mit dem Staukasten drunter hab ich noch, müssen dringend weg!
    Einer hat sogar noch die Kopfstütze dran und die Automatik-Hosenträgergurte...


    Abholung in / bei Bremen... Wo kommste denn her? Hab noch Kleinscheiß rumliegen und könnte mich sogar vom Dachträger trennen...


    Eile ist geboten, ziehe um und bin in Geberlaune :thumbup:

    Nachdem ich nun 3 gleiche Injectoren verbaut habe (N45) wollte ich sicher gehen dass die Einstellung des Motor dem Optimum möglichst nahe kommt.
    Die Ziege rannte zwar gut 95 Km/h, jedoch an Steigungen verlor sie unverhältnismässig viel an Kraft.
    Was tun war ist das sogenannte "Engine-Tune-Up"

    • Einstellen des Ventilspiel
    • Einstellen des Injector timing
    • Einstellen des governor
    • Einstellen des Rack Control Lever
    • Einstellen des max. No-Load-Speed
    • Einstellen des Idle-Speed
    • Einstellen der Buffer Screw


    Ventilspiel ist recht schnell und komfortabel eingestellt.
    Gemessen wird mit der Fühlerlehre nur auf einer Seite des Doppelkipphebel. Eingestellt werden die im Kipphebel verschraubten und gekonterten Stößel, die Kipphebel werden als nicht nur "aufgedrückt", sondern auch "zugezogen"...


    Das Injector timing entspricht dem Einstellen des Ventilspiel. Die Injectoren werden ja ebenfalls mechanisch über einen Kipphebel betätigt. Es wird jedoch keine Spiel eingestellt, sondern eine bei allen 3 Injectoren gleich große Vorspannung (37mm), gemessen vom Injectorfuß bis zur Oberkannte des Federteller...


    Dann wird es allerdings spannend! Da mir immer noch nicht ganz klar ist was genau im Governor passiert war ich bei dieser Arbeit sehr sensibel und habe sie mit zwischenzeitlichen Probefahrten mehrere mal ausgeführt bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.
    Mein Verständnis für den Governor geht dahin dass dieser das Gasgeben über das Gasgestänge stabilisiert, die Welle mit Fliehgewichten die im Governor den Hebel bedient der die Injectoren mehr oder weniger auf und zu macht soll nur eine gleichmässige Gasannahme gewährleisten, ähnlich einem Poti in der Tankanzeige, welches verhindert das die Anzeige bei jedem Schlagloch durch das man fährt hin und her zuckt...


    Der Blick in den Governor...
    Links unten ist die Buffer Screw zu sehen, diese wird so eingestellt dass das Gestänge im Leerlauf leicht anliegt und nicht vibriert (ruhiger, nicht sägender Leerlauf)
    Nach oben weg geht das Gestänge zu den Injectoren
    Die dicke Feder ist die High-Speed-Spring, über die Unterlegscheiben wird die Höchstdrehzahl eingestellt (2800 - 2900 U/min)
    Darin ist die Low-Speed-Spring, am rechten Ende ein Kolben der auf diese Feder drückt. Hier muss über die Einstellschraube mit Kontermutter der Kolben so eingestellt werden das er bei ca. 900 U/min ganz eingedrückt wird, nicht zu früh und nicht zu spät. Die Schwierigkeit liegt darin den hart am Gas hängenden Motor auf 900 U/min zu halten, dabei die Riemenscheibe abzublitzen, die Drehzahl abzulesen und die Einstellschraube zu verdrehen :rolleyes:
    Vier Hände reichen gerade aus...
    http://www.youtube.com/watch?v=tnZpr41b2W0


    Links, aussen am Gehäuse des Governor befindet sich die Einstellschraube für das Standgas, sie wirkt auf die Low-Speed-Spring...



    Um die Einstellung der High-Speed-Spring brauchte ich mich nicht kümmern, die max. Drehzahl war in Ordnung.


    Dann wird der Deckel wieder auf den Governor gesetzt und mit einem Gummiband das Gestänge in Vollgas-Position gezogen. Es folgt die Einstellung des Rack Control Lever, soll heissen alle 3 Injectoren müssen nun gleichmässig voll auf sein.
    Dann nochmal das Standgas einstellen und die Buffer Screw einstellen...



    Nun folgt die Probefahrt um festzustellen dass die Ziege

    • rund läuft
    • 85 - 90 km/h schnell ist (schneller geht mit den kleinen Injectoren nicht)
    • die Ziege auch bei Steigungen den Galopp hält...


    Alles in Butter soweit :]
    Das Osterbiwak im Gelände kann kommen... :thumbsup:

    Bei den Temperaturen die wir sogar hier im sonnigen Norden hatten kam mir der Gedanke doch mal ne Heizung in die Ziege zu bauen.
    Nachdem ich fast so weit war völlig dekadent ne HMMWV Heizung reinzubasteln wurde mir ne original M561 Heizung mit neuem Kabelbaum und Controlpanel angeboten :thumbsup:
    Her damit... so stellt sich der Okolüt dann dar...







    Montiert wird die Kiste unter dem Beifahrersitz (deshalb nennt man den auch den "heissen Sitz)


    Natürlich funktioniert das Teil auf Anhieb... nicht...


    das Teil hat lange gelegen und der Diesel daran hatte wieder den Urzustand des Rohöl angenommen.
    Die Heizung lässt sich in zwei Stufen betreiben, HI und LOW, also 10 Kw und 5 Kw (ein Saunaofen hat 8,5 Kw :rolleyes: )
    In einem Ventil welches die Kraftstoffzufuhr steuert befindet sich ein dünnens Plättchen mit drei Bohrungen, eine die den Kraftstoff zu dem Brenner leitet und zwei verschieden dünne Bohrungen als Zuleitung (HI und LOW eben).
    Gesteuert wird der Kraftstofffluss durch zwei Elektromagnete, die den Kraftstoff eben durch die eine oder die andere Bohrung leiten.







    Aus dem Ventil heraus geht dann eine Leitung in die Brennkammer. Dort wird der Sprit durch ein Lüfterrad verwirbel / zerstäubt und entzündet.
    Zum Zünden wird (im Ende des kleinen Rörhrchen) ein Glühfaden, ähnlich dem Kopf eines Zigarettenanzünder, verwendet.




    Der Lüfter besteht aus zwei Schaufelrädern, eines läuft in der Brennkammer, das andere bläst aussen rum die Warmluft ab...




    Zum Starten betätigt man dann einen Schalter (START), setzt damit die Kraftstoffpumpe, das Gebläse und den Heizwendel in Betrieb.
    Erfolgt die Zündung des Gemisch schaltet man um auf RUN, Pumpe und Gebläse laufen dann weiter...


    Um das wie ein Auspuffkrümmer heiss werdende Abgasrohr zu verlegen kamen mir die Baumkaken aus dem Feldkabelbau gerade recht.




    Und das Beste kommt wie immer zum Schluss...
    So sieht es dann aus wenn die Heizung ihren Dienst aufnimmt :] Den Feuerlöscher hatte ich natürlich in Reuichweite :thumbup:






    Nach knapp einer Minute ist diese Schauspiel allerdings schon wieder vorbei ;( dann qualmt nix mehr, nur noch schön warme Luft im Fahrerhaus!


    Ich liebe das!!! :]

    Der Saisonanfang rückt näher und alle vorbereitenden Arbeiten gehen dem Ende zu.
    Bei einer der letzten Fahrten fing allerdings der Motor an schwarz zu qualmen.
    Eigentlich für einen Diesel nix ungewöhnliches, für den Detroit Diesel 2-Takter aber bedenklich!
    Die deutschen DD Schrauber waren der Meinung er bekommt zuwenig Luft,
    die amerikanischen goat-Fahrer pochten auf zuviel Sprit...


    Nicht so schön...


    Da eine Seite der Airbox leichten Ölnebel aufwiese habe ich also erstmal die "zuwenig Luft" Theorie verfolgt
    und den Blower abgebaut.













    Der Blower ist absolut in Ordnung, keine Spiel in den Walzen, alles dicht, Airbox sehr sauber...


    Die Airbox auf der gegenüberliegenden Seite (man könnte den Blower auch dort anbauen, der DD Motor ist sozusagen symetrisch konzipiert)
    sah das schon etwas anders aus. Der genannte Ölnebel liess leichte Undichtigkeit vermuten, jedoch nicht so schlimm als das der Blower nicht genug Druck aufbauen könnte...






    Um die Airbox hier öffnen zu können musste erstmal die Spritpumpe und der Governor abgebaut werden...






    Schön schlammig die Airbox, aber nicht bedenklich...






    Ich habwe dann neue Dichtungen für das Airbox Cover und den Blower angefertigt und alles wieder montiert.
    Der schwarze Qualm blieb natürlich


    Also ging es jetzt daran die "zuviel Diesel" Theorie zu verfolgen.
    Um zu sehen welcher Zylinder die Wurzel des Übels ist habe ich dann den Auspuffkrümmer demontiert und den Motor laufen lassen,
    deutlich kann man erkennen dass der mittlere Zylinder nicht sauber läuft...


    Der mittlere Zylinder...



    Es konnte sich also nur um einen defekten Injector handeln... Also raus mit dem Teil...




    Beim Zerlegen war dann auch schnell klar dass der nicht mehr funktionieren konnte...








    Unter dieser Ölkohle befinden sich mehrer winzige Bohrungen durch die der Sprit eingespritzt wird.
    So wie dieser Spray tip aussieht war kein kontrolliertes Einspritzen mehr möglich...


    So sieht der zum Teil zerlegte Injector dann aus...




    Ich habe nun also den Injektor erneuert und die filigrane Einstellaktion gestartet...
    Als erstes werden die Auslassventile eingestellt, dann der Hub des Injektor, dann die gleichmässige BVetätigung aller drei Injectoren
    und die Krönung des ganzen... die Einstellung des Governor :rolleyes:








    Das "Gasgeben" erfolgt bei den DD Motoren nicht linear, sondern wird über zwei Federn (low speed spring & high speed spring) und einer Welle mit Fliehgewichten gesteuert. Das Zusammenspiel der beiden Federn, also der Übergang von low auf highspeed ist ganz entscheidend für die Leistungsentfaltung und das Erreichen der Höchstleistung unter Last.





    Die Einstellungen werden bei laufendem Motor und permanentem Abgreifen und Einhalten einer bestimmten Motordrehzahl vorgenommen.
    Zum Glück habe ich von einem amerikanischen Goat Fahrer eine bebilderte Anleitung bekommen. :thumbup:


    Jetzt läuft die Ziege wieder :thumbsup:


    Ich kann von mir nun auch behaupten mich mit diesem Motor auszukennen, noch nie hat mich eine funktionsweise so sehr interessiert wie der 2-T Detroit Diesel.
    Was die Amerikaner als stören empfanden und was entscheidend für das kurze Leben der Ziege in der US Army war, nämlich der Sound,
    ist für mich Musik in meinen Ohren. :D


    Und weil ich so begeistert von der abrupten Gasannahme, der Kraftentfaltung und vor allem von dem Sound bin,
    will ich noch mal schnell mein absolutes Lieblingsvideo zeigen...
    Dieser Truck wird immer nur zur Maisernte aus der Scheune geholt und ist mit ca. 13t Mais beladen... :thumbup:


    The Return of the Grain Truck



    So muss sich eine Diesel anhören...


    Inside the Grain Truck



    Ich liebe das... :]

    Hallo Leute,


    ich habe bei ebay eine komplette BV-Anlage inseriert...
    Für MFF-ler € 80,- zzgl. Versand


    BV-Anlage (Bordverständigungs-Anlage),
    also eine Gegensprechanlage aus BW Teilen mit der Möglichkeit zur Erweiterung und Kopplung mit einem SEM 25 / SEM 35.
    Die Anlage besteht aus

    • einem BV-Verstärker,
    • einem Kabel zur Spannungsversorgung,
    • einem Kabel (4m lang) als Verbindung zum BV-Umschaltkasten
    • 2 aus den Hörerteilen mit Schwanenhalsmikro der Panzerfahrerhauben und den Bügeln der älteren Headsets zusammenbauten Headsets
    • BV Umschaltkasten


    Sie erhalten die Anlage so wie auf den Bildern zu sehen.
    Die Anlage wird mit 24 Volt betrieben und eignet sich somit für jedes entsprechende Fahrzeug.
    Ich setze die Anlage in einem Unimog 404 ein, wo sie über einen 2. und 3. Umschaltkasten ebenfalls den Kofferaufbau mit 3 weiteren Sprechstellen
    und einer Aussenboardsprechstelle einbezogen hat und mit einem SEM 25 verbunden ist.
    Die Anlage läßt sich beliebig erweitern und auch mit anderen Geräten bestücken.
    Statt der Panzerfahrerhauben-Umbauten kann auch die Kopfhörer / Kehlkopfmikrofongarnitur
    oder die Panzerfahrerhaube angeschlossen werden.
    Oder auch ein Hörer oder ein Lautsprecher.
    Alle denkbaren Paarungen sind möglich.
    Ebenso die Kopplung mit einem Funkgerät (SEM25/35).
    Die BV-Anlage ermöglicht eine gräuscharmes Fahren unter der Haube/Kopfhörer und eine gute Verständigung mit dem Fahrer/Beifahrer.
    Es besteht auch die Möglichkeit Musik in die BV-Anlage einzuspeisen, wenn man denn etwas bastelt.
    Die Komponenten sind robust und "idiotensicher" zu installieren...