Beiträge von hgzip

    [...]

    Hat zufällig noch jemand die passende Isomatte dafür abzugeben?

    Wenn Du die Iso-Matte nicht wirklich brauchst, sondern 'nur' ein passendes Rückenpolster, kannst Du Dir in einem Geschäft für Schaumstoffzuschnitte (sofern Du sowas in der Nähe hast) ein passendes Stück 'geschlossenzelligen Schaumstoff' zuschneiden lassen. Auch gibt es beim Outdoor-Ausrüster Larca ein Stizkissen in Grösse 37x27 cm aus EVA-Schaum für 4.95 EUR, das passt gut für die kurze Version der Innentasche. Alternativ bein Outdoor-Ausrüster Globetrotter ein Evazote Sitzkissen in 44x23 cm für die lange Version der Innentasche - kostet aber schon 8.95 EUR.

    Richtig, die Tasche wird umgehängt, und es gibt einen schmalen Gurt mit Karabinerhaken, der um die Wampe gelegt wird, damit die Tasche nicht so schlenkert beim Laufen (das hätte sich die BW ruhig abgucken können...). Die Tasche ist für die Schutzmaske SchM-41M, mit Filterbüchse am Schlauch. Das angenähte Holzplättchen ist für den Namen.

    >Die normalen 8x30 Hensold laufen ja eigentlich unter D12.


    Nein, das Fero D12 war von Steiner aus den 70er Jahren, und sieht wieder anders aus:


    steiner8x30a_small.jpg


    Von denen sollte man die Finger lassen, die haben die Zeit nicht gut überstanden, und sind nicht reparierbar.


    Die Hensoldt aus den 60er Jahren hatten gar keine andere Bezeichnung, als eben Dienstglas Hensoldt 8x30 (bzw. 6x30).

    Es gibt eben 2 Arten von Hensoldt 8x30 Ferngläsern für die Bundeswehr: die aus den 60er Jahren, und die D16 aus den 80er Jahren. Viele ebay-Anbieter kennen den Unterschied nicht (oder eher - wollen ihn nicht kennen). Wenn also einer ein 'Hensoldt Fernglas' anbietet, sollte man rein äusserlich selbst anhand mieser Fotos erkennen können, um welches es sich handelt.


    Beim Hensoldt aus den 60er Jahren ist das Gehäuse oben plan:

    df_a_small.jpg


    beim D16 hat es einen charakteristischen Knick aussen:

    fero-d16_s.jpg


    Die Farbe der Gummiarmierung gibt nicht unbedingt Aufschluss über das Alter, denn die Armierung wird in der Praxis immer wieder erneuert - manchmal auch nur partiell, so dass dann mehrfarbig gescheckte Gläser herumschwirren. Irgendwann wurde von olivgrün auf bronzegrün gewechselt; aber wann, weiss ich auch nicht. (Interessanterweise wurden auch für die alten Hensoldt-Gläser noch Gummiarmierungen in bronzegrün gefertigt, die wurden offenbar noch recht lange im Bestand behalten. Mein Hensoldt 6x30 (!) ist so ein Chamäleon in 3 verschiedenen Grüntönen. Ja, es gab auch eine 6x30 Variante bei der Bundeswehr.)


    > Wo wird das Lederteil 'eingehängt'


    Ich nehme an, Du meinst die 'Knopflasche' zum Anknöpfen an die Feldjacke... das wird an der unteren Brücke, rechts und links von der Mittelachse, eingehängt, so daß die Zunge mit dem Knopfloch zum Benutzer zeigt. Das gilt für die BW-Ferngläser, bei den NVA-Ferngläsern wurde die Knopflasche (die ein bisschen anders aussieht) an der Mittelachse befestigt. Im Zivilleben braucht man das Ding eher selten, zumal man meist keinen passenden Knopf an der Jacke hat - wenn man nicht gerade mit Bundeswehr-Parka rumläuft.


    (Die Bilder sind übrigens von der Website von Holger Merlitz, die ich sehr empfehlen kann, er hat eine Menge Testberichte über Ferngläser.)

    woran erkennt man überhaupt den Laserschutz, oder gab es den ab einer bestimmten Seriennummer ?

    Meines Wissens haben grundsätzlich alle D16 (also die mit der geknickten Schulter am Gehäuse) den Laserschutz, ausser der Vorbesitzer hat ihn ausbauen lassen (womit m. E. der Sammlerwert dahin ist, und zum Benutzen gibt es genug andere 8x30 Ferngläser).


    Beim Durchschauen erscheint das Bild leicht grünlich oder bläulich verfärbt (kalt, nicht farbneutral).
    Oder: von vorne (ins Objektiv) reinschauen, da sieht man eine reflektierende grüne Schicht.

    Wenn es nicht genau um ein Fero D16 geht, sondern allgemein um ein Mil. Fernglas mit Strichplatte und Laserschutz, dann kannst Du auch das Schweizer Kern / Leica 8x30 und das US 7x28 M24 Fernglas in Betracht ziehen. Allerdings wirst Du auch da Schwierigkeiten haben, für 150.- ein ordentliches Exemplar zu finden... Bei dem Schweizer zahlt man für den Namen 'Leica' mit, obwohl das Glas von Kern gefertigt wurde.

    Zum post #9: dieses


    42797-image218-jpg


    ist ziemlich sicher keine BW-Zeltplane, sondern ein Einweg-Schutzumhang gegen chemische und radiologische Kontamination von der NVA (SBU67 = Schutzbekleidungsumhang 67). 5 Euronen ist aber trotzdem ein fairer Preis...

    Mhm... ich stell mir das gerade vor, ich müßte auf einen Panzer zuspringen und diesem
    dann Farbe auf die Winkelspiegel pinseln oder einen Kanister mit Sprit in die Lüftung kippen...


    Im offenen Feld geht das eher nicht... Ich war zwar nicht bei der NVA, aber soweit ich weiss, wurde bei der NVA geübt, im Häuserkampf auf einen Panzer zu springen und eine Decke oder Zeltbahn über die Winkelspiegel / Zieloptik zu werfen. Bei der BW gab es doch die Handflammpatrone, mit der man u. a. feindliche Fahrzeuge blenden können sollte?


    Der 'Kanister mit Sprit' ist letztlich eine Version des Molotov-Cocktails, also benzingefüllte Flasche mit brennendem Lappen als Verschluss. Die bessere Lösung wäre vielleicht, eine Handgranate an den Kanister zu binden, und das ganze aus dem 1. Stock eines Hauses auf den unten vorbeifahrenden Panzer zu werfen?


    Ebenfalls bei der NVA und der Sowjetarmee gab es noch die Panzerhandgranate - eine Hohlladung, die per Hand auf Turmdach oder Motorraumabdeckung geworfen wird. Diese Stellen sind ja schwach gepanzert. Auch das scheint mir im offenen Gelände eher selbstmörderisch zu sein, im Strassen-/Häuserkampf hingegen ganz brauchbar.


    Damit sind wir aber ziemlich vom Thema weg, denn die Leos wurden ja wohl auf Entfernung mit PALR abgeschossen...


    Wie bereits geschrieben hat man irgendwann wohl festgestellt, dass niemand die Mütze des M-65-Parkas an der Jacke befestigt.


    Offenbar gab's aber auch Leute, die sowas wollten, und auf dem Dienstweg nicht bekamen.


    In einem Army-Shop, der (auch) gebrauchte Kleidung von US-Soldaten ankauft (also nicht nur Miltec-Replikas hat), habe ich mal eine Kapuze gekauft, die wohl vom Schneider angefertigt wurde. Sie ist aussen aus Woodland-Stoff, innen mit schwarzem Kunstpelz gefüttert, und hat 2 Knöpfe und 2 Klettflächen zum Anschluß an den Kragen der M65 Feldjacke. Die Knöpfe sind flach und schwarz, entsprechen also nicht den US-Army Knöpfen. Die Kapuze hat keinen Drahtring, und auch nicht den Ring aus weissem Kunstpelz um das Gesicht. (Den fand ich sowieso immer affig - damit sieht man aus wie Captain Cold.)


    Ganz merkwürdig ist, dass die Kapuze sich durch einen Reißverschluss teilen lässt, der vom Scheitel bis zum Nacken läuft. Wenn man den RV öffnet, fällt die Kapuze rechts und links auf die Schultern wie ein grosser Pelzkragen. Keinerlei Label oder Stempel, und es gab auch nur ein Exemplar in dem Shop. Offenbar also eine Anfertigung für einen bestimmten Herrn, der eine Woodland-Kapuze zur M65-Jacke haben wollte...

    Zu den Bildern von Pi-Jay auf Seite 1:


    Medaillen an Ärmel und Hose in Nordkorea: so gern man sich über den Medaillen-Fimmel mancher Armeen lustig macht, muss doch anstandshalber gesagt werden, dass das ein Fake ist (Photoshop), der schon seit Jahren im Netz kursiert.


    Das zweite Bild zeigt einen Veteranen des 2. WK im Gespräch mit einem Fallschirmjäger der post-sowjetischen russischen Streitkräfte. Der Veteran dürfte sich mit allerlei Glitzerkram behängt haben im Stil der 'dembel' = 'Entlasskandidaten' oder 'Ausscheider' zum Ende des Wehrdienstes. ('Dembel' kommt von 'demobilisiert' und ist der russische Begriff für EKs. Die schmücken ihre Uniformen operetten-ähnlich mit Litzen und Anhängern.)

    Ein Blick in das 'Handbuch militärisches Grundwissen' der NVA (wo die Dienstgradabzeichen aller Warschauer Vertragspartner abgebildet sind) zeigt, dass die Marine der Volksrepublik Polen auch so einen Bogen bei den Kolbenringen aufweist... und die hatten bestimmt keinen König :-)


    Übrigens konnte der Abgebildete schon deshalb nicht aus dem Ostblock sein, weil seine Interimspange viel zu dünn ist. Die Genossen trugen viel mehr Lametta. (Einer der Generale der NVA - ich glaube, H. Hoffmann, der später Verteidigungsminister der DDR wurde - liess sich eine Uniformjacke schneidern, die nur eine Brusttasche hatte, statt der üblichen zwei. Auf der freien Fläche trug er seine Interimspange mit rund 10 Reihen Auszeichnungen...)

    Ehrlich, ich würde kein altes Originalstück schlachten wegen des RV. Solange der Schieber selber noch funktioniert und nur der Griff abgebrochen, ist meine Methode: beim Schlüssel-Schnelldienst einen kleinen Schlüsselring (10mm Durchmesser) kaufen, und in den Druchbruch am Schieber einfädeln. Aus Paracord, Nylonschnur oder dergl. eine kurze Schlaufe knoten und in den Schlüsselring einhängen, damit man was zum Anfassen hat. Problem gelöst.


    Wenn der Schieber kaputt ist, sieht es übler aus. Es gibt jedoch unter dem Namen 'ZlideOn' RV-Schieber, die sich öffnen lassen, zur Reparatur von bereits eingebauten RV. Diese konnte ich allerdings nur übers Internet bekommen, nicht in Outdoor-Läden. (Die sind natürlich nicht daran interessiert, dass die Kunden für ein paar Euro ihre defekten RVs reparieren können, sondern wollen neue Ware verkaufen...) Mit so einem ZlideOn-Schieber konnte ich z. B. den kaputten RV in der Deckeltasche eines Rucksacks wieder halbwegs gängig machen.

    ...ja, aber ich konnte unter "firma" keine Hinweis auf Sturm finden...?!


    Ich denke nicht, dass 'Spekon' etwas mit Sturm/Miltec zu tun hat. Spekon ist das ehemalige VEB Spezialkonfektion Seifhennersdorf, das für die NVA Fallschirme und Fallschirmjäger-Bekleidung und Ausrüstung produziert hat. Das ist eine seriöse Firma, die Mil-Qualität produziert. Bitte nicht mit Miltec verwechseln.

    naja, wenn der Verkäufer dutzende gebrauchte hat, dann spricht das natürlich gegen eine Fälschung... was aber z. B. sein kann, dass ein Soldat bei Entlassung das dienstlich gelieferte Besteck behalten hat und ein privat erstandenes billiges abgegeben hat... das merkt keiner, und dann kreist das billige Besteck durch die Bw bis zur Aussonderung. (Soll z. B. beim Taschenmesser gern passiert sein.)


    Oder es stammt von einer sonstigen Organisation, wie Rotes Kreuz, die vielleicht andere Regeln bezgl. der Stempelung hatten.

    Ja, das habe ich hier [...] auch schon so gelesen, konnte es aber nicht ganz glauben, da die Riemenöse am Rohr ja nur 1,5 cm breit ist.


    Doch, das stimmt schon. Frühe Versionen der AK47 haben zwei Riemenbügel mit 25mm Breite. Später gab es dann das System mit dem Karabinerhaken und 30mm breiten Trageriemen.

    Halte ich auch für China-Ware. Der originale US-Kompass hat 1) keine Flüssigkeitsdämpfung (!) und 2) sind nur Ost und West beschriftet, nicht aber Nord und Süd - was bei den China-Dingern immer der Fall ist. Anbei ein Bild vom US-Kompass der Firma Cammenga: