Beiträge von hgzip

    Ich verstehe den Spott nicht ganz. Die U.S. Air Force hat ja auch Tarn-Uniformen, und auch da kann man mit Recht fragen, was die im Cockpit nützen sollen. Natürlich sind die für den Fall da, dass man 'abgesessen' kämpfen muss. Die Space Force hat sich immerhin vernünftiger gezeigt als die Air Force, und einfach die Multicam-Uniformen der Army beschafft, nur mit anderen Abzeichen. Die Air Force hat sich ein eigenes Tarnmuster und einen eigenen Uniform-Schnitt beschafft, nur um sich von der Army abzuheben - wohl aus Dünkel (merke: Flieger, Flak und Feuerwehr - gehören nicht zum Militär).


    Die Spötter sollen doch froh sein, dass die Space Force nicht für jeden Mann ein Darth-Vader-Kostüm beschafft hat :-P

    Interessanter wäre für mich, warum manche den Schriftzug 'Bundeswehr' links und manche rechts haben. Selbst bei privat beschafften Shirts sollte es doch eine gewisse Einheitlichkeit geben?


    Oder, anders gesagt: wenn sich die Damen und Herren Shirts von z.B. Pikeur anziehen, soll es mir egal sein, wo der Schriftzug sitzt. Wenn sie aber Shirts mit dem Logo des Dienstherrn und Arbeitgebers anziehen - achtet da keiner darauf, wie sie 'rumlaufen? Schon gar bei einem Foto mit dem Minister?

    Nekropost: Ich habe mir neulich bey ebay einen Ärmelschlafsack gekauft:


    https://www.ebay.de/itm/Origin…Passau-Gr-3-/143427947888


    Ich dachte, das sei der Innenschlafsack vom 2teiligen BW-Ärmelschlafsack. Er hat auch die Druckknöpfe zum Befestigen der Gummihülle.


    Nun hat er aber im Nacken einen Packsack und einen Tragegriff angenäht, und das wundert mich. Ich meine, beim BW-Ärmelschlafsack war der Packsack in die Gummihülle integriert. An einen zweiten Packsack am Innenschlafsack kann ich mich nicht erinnern - der wäre ja im Weg beim Zusammenpacken? Ist das die Norm? Bisher hatte ich nur den einteiligen, wo man die Hülle nicht abnehmen konnte.

    Hab im Keller gesucht - mein Exemplar sieht genau gleich aus. Dünne grüne Längsstreifen (vielleicht als Hilfe bim Falten?) und ein dicker grüner Querstreifen. RV von OPTI. Keine Herstellerangabe :noe: Das Schildchen 'EULAN' fehlt bei mir, die Decke ist an dieser Stelle etwas löchrig... entweder waren doch die Motten dran (und haben sich über das Schildchen kaputtgelacht), oder angekokelt?


    Im Schlafsack-Thread hatte ich schon mal geschrieben, daß ich die Decke über ebay, angeblich aus dem DRK-Depot Ahrweiler, gekauft habe.

    [...]

    Hat zufällig noch jemand die passende Isomatte dafür abzugeben?

    Wenn Du die Iso-Matte nicht wirklich brauchst, sondern 'nur' ein passendes Rückenpolster, kannst Du Dir in einem Geschäft für Schaumstoffzuschnitte (sofern Du sowas in der Nähe hast) ein passendes Stück 'geschlossenzelligen Schaumstoff' zuschneiden lassen. Auch gibt es beim Outdoor-Ausrüster Larca ein Stizkissen in Grösse 37x27 cm aus EVA-Schaum für 4.95 EUR, das passt gut für die kurze Version der Innentasche. Alternativ bein Outdoor-Ausrüster Globetrotter ein Evazote Sitzkissen in 44x23 cm für die lange Version der Innentasche - kostet aber schon 8.95 EUR.

    Richtig, die Tasche wird umgehängt, und es gibt einen schmalen Gurt mit Karabinerhaken, der um die Wampe gelegt wird, damit die Tasche nicht so schlenkert beim Laufen (das hätte sich die BW ruhig abgucken können...). Die Tasche ist für die Schutzmaske SchM-41M, mit Filterbüchse am Schlauch. Das angenähte Holzplättchen ist für den Namen.

    >Die normalen 8x30 Hensold laufen ja eigentlich unter D12.


    Nein, das Fero D12 war von Steiner aus den 70er Jahren, und sieht wieder anders aus:


    steiner8x30a_small.jpg


    Von denen sollte man die Finger lassen, die haben die Zeit nicht gut überstanden, und sind nicht reparierbar.


    Die Hensoldt aus den 60er Jahren hatten gar keine andere Bezeichnung, als eben Dienstglas Hensoldt 8x30 (bzw. 6x30).

    Es gibt eben 2 Arten von Hensoldt 8x30 Ferngläsern für die Bundeswehr: die aus den 60er Jahren, und die D16 aus den 80er Jahren. Viele ebay-Anbieter kennen den Unterschied nicht (oder eher - wollen ihn nicht kennen). Wenn also einer ein 'Hensoldt Fernglas' anbietet, sollte man rein äusserlich selbst anhand mieser Fotos erkennen können, um welches es sich handelt.


    Beim Hensoldt aus den 60er Jahren ist das Gehäuse oben plan:

    df_a_small.jpg


    beim D16 hat es einen charakteristischen Knick aussen:

    fero-d16_s.jpg


    Die Farbe der Gummiarmierung gibt nicht unbedingt Aufschluss über das Alter, denn die Armierung wird in der Praxis immer wieder erneuert - manchmal auch nur partiell, so dass dann mehrfarbig gescheckte Gläser herumschwirren. Irgendwann wurde von olivgrün auf bronzegrün gewechselt; aber wann, weiss ich auch nicht. (Interessanterweise wurden auch für die alten Hensoldt-Gläser noch Gummiarmierungen in bronzegrün gefertigt, die wurden offenbar noch recht lange im Bestand behalten. Mein Hensoldt 6x30 (!) ist so ein Chamäleon in 3 verschiedenen Grüntönen. Ja, es gab auch eine 6x30 Variante bei der Bundeswehr.)


    > Wo wird das Lederteil 'eingehängt'


    Ich nehme an, Du meinst die 'Knopflasche' zum Anknöpfen an die Feldjacke... das wird an der unteren Brücke, rechts und links von der Mittelachse, eingehängt, so daß die Zunge mit dem Knopfloch zum Benutzer zeigt. Das gilt für die BW-Ferngläser, bei den NVA-Ferngläsern wurde die Knopflasche (die ein bisschen anders aussieht) an der Mittelachse befestigt. Im Zivilleben braucht man das Ding eher selten, zumal man meist keinen passenden Knopf an der Jacke hat - wenn man nicht gerade mit Bundeswehr-Parka rumläuft.


    (Die Bilder sind übrigens von der Website von Holger Merlitz, die ich sehr empfehlen kann, er hat eine Menge Testberichte über Ferngläser.)

    woran erkennt man überhaupt den Laserschutz, oder gab es den ab einer bestimmten Seriennummer ?

    Meines Wissens haben grundsätzlich alle D16 (also die mit der geknickten Schulter am Gehäuse) den Laserschutz, ausser der Vorbesitzer hat ihn ausbauen lassen (womit m. E. der Sammlerwert dahin ist, und zum Benutzen gibt es genug andere 8x30 Ferngläser).


    Beim Durchschauen erscheint das Bild leicht grünlich oder bläulich verfärbt (kalt, nicht farbneutral).
    Oder: von vorne (ins Objektiv) reinschauen, da sieht man eine reflektierende grüne Schicht.

    Wenn es nicht genau um ein Fero D16 geht, sondern allgemein um ein Mil. Fernglas mit Strichplatte und Laserschutz, dann kannst Du auch das Schweizer Kern / Leica 8x30 und das US 7x28 M24 Fernglas in Betracht ziehen. Allerdings wirst Du auch da Schwierigkeiten haben, für 150.- ein ordentliches Exemplar zu finden... Bei dem Schweizer zahlt man für den Namen 'Leica' mit, obwohl das Glas von Kern gefertigt wurde.

    Zum post #9: dieses


    42797-image218-jpg


    ist ziemlich sicher keine BW-Zeltplane, sondern ein Einweg-Schutzumhang gegen chemische und radiologische Kontamination von der NVA (SBU67 = Schutzbekleidungsumhang 67). 5 Euronen ist aber trotzdem ein fairer Preis...

    Mhm... ich stell mir das gerade vor, ich müßte auf einen Panzer zuspringen und diesem
    dann Farbe auf die Winkelspiegel pinseln oder einen Kanister mit Sprit in die Lüftung kippen...


    Im offenen Feld geht das eher nicht... Ich war zwar nicht bei der NVA, aber soweit ich weiss, wurde bei der NVA geübt, im Häuserkampf auf einen Panzer zu springen und eine Decke oder Zeltbahn über die Winkelspiegel / Zieloptik zu werfen. Bei der BW gab es doch die Handflammpatrone, mit der man u. a. feindliche Fahrzeuge blenden können sollte?


    Der 'Kanister mit Sprit' ist letztlich eine Version des Molotov-Cocktails, also benzingefüllte Flasche mit brennendem Lappen als Verschluss. Die bessere Lösung wäre vielleicht, eine Handgranate an den Kanister zu binden, und das ganze aus dem 1. Stock eines Hauses auf den unten vorbeifahrenden Panzer zu werfen?


    Ebenfalls bei der NVA und der Sowjetarmee gab es noch die Panzerhandgranate - eine Hohlladung, die per Hand auf Turmdach oder Motorraumabdeckung geworfen wird. Diese Stellen sind ja schwach gepanzert. Auch das scheint mir im offenen Gelände eher selbstmörderisch zu sein, im Strassen-/Häuserkampf hingegen ganz brauchbar.


    Damit sind wir aber ziemlich vom Thema weg, denn die Leos wurden ja wohl auf Entfernung mit PALR abgeschossen...


    Wie bereits geschrieben hat man irgendwann wohl festgestellt, dass niemand die Mütze des M-65-Parkas an der Jacke befestigt.


    Offenbar gab's aber auch Leute, die sowas wollten, und auf dem Dienstweg nicht bekamen.


    In einem Army-Shop, der (auch) gebrauchte Kleidung von US-Soldaten ankauft (also nicht nur Miltec-Replikas hat), habe ich mal eine Kapuze gekauft, die wohl vom Schneider angefertigt wurde. Sie ist aussen aus Woodland-Stoff, innen mit schwarzem Kunstpelz gefüttert, und hat 2 Knöpfe und 2 Klettflächen zum Anschluß an den Kragen der M65 Feldjacke. Die Knöpfe sind flach und schwarz, entsprechen also nicht den US-Army Knöpfen. Die Kapuze hat keinen Drahtring, und auch nicht den Ring aus weissem Kunstpelz um das Gesicht. (Den fand ich sowieso immer affig - damit sieht man aus wie Captain Cold.)


    Ganz merkwürdig ist, dass die Kapuze sich durch einen Reißverschluss teilen lässt, der vom Scheitel bis zum Nacken läuft. Wenn man den RV öffnet, fällt die Kapuze rechts und links auf die Schultern wie ein grosser Pelzkragen. Keinerlei Label oder Stempel, und es gab auch nur ein Exemplar in dem Shop. Offenbar also eine Anfertigung für einen bestimmten Herrn, der eine Woodland-Kapuze zur M65-Jacke haben wollte...

    Zu den Bildern von Pi-Jay auf Seite 1:


    Medaillen an Ärmel und Hose in Nordkorea: so gern man sich über den Medaillen-Fimmel mancher Armeen lustig macht, muss doch anstandshalber gesagt werden, dass das ein Fake ist (Photoshop), der schon seit Jahren im Netz kursiert.


    Das zweite Bild zeigt einen Veteranen des 2. WK im Gespräch mit einem Fallschirmjäger der post-sowjetischen russischen Streitkräfte. Der Veteran dürfte sich mit allerlei Glitzerkram behängt haben im Stil der 'dembel' = 'Entlasskandidaten' oder 'Ausscheider' zum Ende des Wehrdienstes. ('Dembel' kommt von 'demobilisiert' und ist der russische Begriff für EKs. Die schmücken ihre Uniformen operetten-ähnlich mit Litzen und Anhängern.)

    Ein Blick in das 'Handbuch militärisches Grundwissen' der NVA (wo die Dienstgradabzeichen aller Warschauer Vertragspartner abgebildet sind) zeigt, dass die Marine der Volksrepublik Polen auch so einen Bogen bei den Kolbenringen aufweist... und die hatten bestimmt keinen König :-)


    Übrigens konnte der Abgebildete schon deshalb nicht aus dem Ostblock sein, weil seine Interimspange viel zu dünn ist. Die Genossen trugen viel mehr Lametta. (Einer der Generale der NVA - ich glaube, H. Hoffmann, der später Verteidigungsminister der DDR wurde - liess sich eine Uniformjacke schneidern, die nur eine Brusttasche hatte, statt der üblichen zwei. Auf der freien Fläche trug er seine Interimspange mit rund 10 Reihen Auszeichnungen...)