Beiträge von Kle

    Kurz vorweg: Ein sehr guter Freund hat sich ein sehr günstiges SEM52A aus der "Bucht" gefischt.

    Leider nicht voll funktionsfähig, wie sich bei der ersten Inbetriebnahme herrausstellte.

    Dann kam der Hilferuf "Kannste mir das reparieren?":engel:



    Der häufigste Schaden an den Sprechsetzen vom SEM52A ist ja die zerbröselte schwarze Kabelummantelung.

    Die einzelnen Litzen werden einfach mit Isolierband umwickelt und der Sprechsatz weiter verwendet.


    Bei diesem Sprechsatz war das auch der Fall.


    Vom Kasten der Sendetaste bis zum NF7-Stecker ist die Ummantelung in einwandfreiem Zustand, das Kabel zum Hörergehäuse war komplett mit Isolierband umwickelt. Einschließlich der Übergangsstelle in das Hörergehäuse.


    Hätte der Sprechsatz funktioniert wäre das sicherlich auch so geblieben.


    Die Funktionsprüfung ergab aber, das der Sprechbetrieb nicht möglich war.


    Lediglich das "Knacken" beim drücken der Sendetaste war an der Gegenstelle zu hören.

    Damit war ein Schaden im Sender/Empfänger eigentlich schon fast auszuschließen.

    Um Gewissheit zu erlangen, habe ich die Sprechsätze der beiden Geräte getauscht.


    Der Fehler wanderte zur Gegenstelle und es stand fest, das der Sprechsatz defekt war.



    Nach der Entfernung des Isolierbandes (und einiger Streifen Panzerband) offenbarte sich folgendes.



    Der "nicht lösbare" Übergang zum Hörergehäuse war gebrochen und drei Litzen steckten lose in der Plastikmuffe.


    Ich dachte Kabelbruch gefunden-aber zu früh gefreut.:||


    Das Gehäuse der Sendetaste aufgeschraubt und siehe da: Die 3 Litzen sind zwischen dem Kopfhörer und dem Gehäuse der Sendetaste ohne Bedeutung. Also nicht belgt.



    Ich vermutete jetzt den Kabelbruch in dem Bereich zwischen dem Kopfhörergehäus und der abgebrochenen Plastikmuffe.

    Beim Entfernen der Plastikmuffe am Kopfhörer haben sich alle Litzen bis auf die Schirmung verabschiedet.



    Zunächst habe ich Schrumpfschlauch auf die Litzen aufgeschoben und die offenen Enden miteinander verlötet. Dann den Schrumpfschlauch über die Lötstellen geschoben und erhitzt.



    Der anschließende Funktionstest dieses Provisoriums verlief positiv.

    Senden und Empfangen funktionierte wieder einwandfrei.:laola:


    Jetzt ging es darum, das Kabel zwischen Hörergehäuse und Sendetastenkasten wieder ordentlich zu ummanteln und eine stabeile Kabelaufnahme am Hörergehäuse zu basteln.


    Dazu habe ich die Litzen zum Hörer von der Platine im Sendetastenkasten abgelötet.

    Übrigens hat diese Platine nur die Funktion eines Leistungsverbinders.



    Von der "offenen" Seite habe ich nun einfachen Schrumpfschlauch über die Litzen geschoben um die einzelnen Litzen zunächst zu bündeln.

    Der Schrumpfschlauch muß bis in die Knickschutztülle des Sendetastenkastens reichen.


    Um am Hörer wieder eine stabile Übergangsstelle zum Kabel zu erhalten habe ich eine Gewindereparaturbuchse für Glühkerzengewinde verwendet.

    Auf das neu ummantelte Kabel aufgeschoben und mit 2-Komponentenkleber mit dem Hörergehäuse verklebt. Um eine Zugentlastung für das Kabel zu schaffen, wurde der Bereich zwischen Kabel und Gewindebuchse ebenfalls damit aufgefüllt.




    Um das ganze noch zu stabilisieren und wasserdicht zu verschließen habe ich einen selbstverklebenden Schrumpfschlauch drübergezogen.



    Dieser reicht zunächst nur bis ca 10cm vor das Ende des ersten Schrumpfschlauches.



    Zur weiteren Zugentlastung das Kabel mit 2 Kabelbindern am Hörergehäuse befestigt.

    (Ist übrigens in der Tdv so vorgesehen)


    Jetzt ein ausreichend langes Stück vom selbstverklebenden Schrumpfschlauch auf das Kabel aufschieben. Es mus hinterher den Bereich von der Knickschutztülle bis zum bereits verklebten Schrumpfschlauch abdecken bzw. abdichten.


    Nachdem die Knickschutztülle aufgeschoben ist, die Zugentlasungsseele des Kabels am Ende mit einer Aderendhülse versehen. (Wird im Gehäuse des Sendetastenkastens eingehangen.)


    Die Kabelenden wieder mit der Platine verlöten und den Kasten verschließen.

    Achtung: Die 4 Schrauben nicht zu fest anziehen.


    Abschließend den lose aufgeschobenen Schrumpfschlauch bis ans Gehäuse über die Knickschutztülle schieben und aufschrumpfen.


    Funktioniert wieder, ist stabil/wasserdicht und sieht auch noch annähernd original aus.





    Das Kabel vom Stecker zum Sendetasterkasten sollte so auch instandgesetzt werden können.


    Ich hoffe, es ist verständlich beschrieben.


    Markus

    Hallo Johann,


    Danke für's reservieren.


    Tut mir leid, mir ging es allerdings um die Membran.

    Reine Dichtugnssätze habe ich noch zwo Stück. Sorry.


    Sind also wieder verfügbar..


    Schöne Grüße

    Markus

    Hallo,


    bei meinem war/ist der Motorraum noch im Originalzustand und Originallack.

    Keine Bohrungen für irgenwelche Puffer und auch keine Klebereste von Filzstreifen vorhanden.

    Die Kurbel liegt im Verschlusslager und der Federklemme.


    In den ET-Katalogen habe ich auch gerade nachgescheut und nichts gefunden.


    Markus