Beiträge von KaiserJeep

    Zu Beitrag 5831: Die langen Lieferzeiten waren unter anderem auf den Lieferverzug von so unwichtigen Teilen wie das Armaturenbrett und Mittelkonsole zurückzuführen. Der Lieferant war über 12 Monate im Rückstand, weil der Schaumkanal nicht richtig zum laufen gekommen ist. Ich habe damals als Werkschüler bei eben diesem Lieferanten 98 - 100 Teile in 10 Stunden ausgeschnitten, also alle Luftdüsenlöcher und die Schächte für den Mitteleinbau und die Instrumente. Messer nach maximal 10 Teilen nachschleifen.

    Grüße

    Wolf

    Das Gutachten brauchst du nicht. Auf dem Fabrikschild steht alles, was du brauchst ist die ECE R55 Genehmigungsnummer, D Wert, DC Wert, S Wert. Anhängekupplungen sind seit ca. 2005 nicht mehr eintragungsplichtig, da die meisten Kupplungen da entweder auf 94/20/EG umgestellt waren oder nach ECE R 55 getestet wurden. Internationales Recht bricht nationales Recht. National geprüfte Kupplungen werden gleich behandelt.

    In der Zulassungsbescheinigung ist auch kein Feld mehr für ein Prüfzeichen der Anhängekupplung vorgesehen. Eintragung der Anhängekupplung in die Fahrzeugpapiere ist heute eine sogenannte Gefälligkeitseintragung und kann sogar von den Überwachungsorganisationen abgelehnt werden, da die Betriebserlaubnis durch Anbau einer solchen nicht mehr erlischt.


    Grüße

    Wolf

    Tach,

    der Rahmen sollte auf jeden Fall vermessen werden. Die Blechteile vorne sind wohl das kleinere Problem. Aber es sieht für mich so aus, als wenn die Kabine auch was abbekommen hat. Das ist nicht so leicht zu richten.

    Na, einen neuen Kühler wird es auf jeden Fall brauchen, auch wenn nach den Fotos wohl keine Kühlflüssigkeit ausgetreten ist. Was sonst noch am Motor und seiner Umgebung zerstört ist, dass kann man so nicht sehen. Eine Auto(marken)werkstatt würde das wohl als wirtschaftlichen Totalschaden behandeln.

    Zum Glück hat der SIL nicht einen vorderen Unterfahrschutz gehabt. Sonst wäre der Rahmen wohl eher platt als richtbar, obwohl Rahmenrichter fast alles wieder hin bekommen. Nur muss der Rahmen dafür nackig sein.


    Viel Glück

    Wolf

    Die Jungs fahren halt noch raus, wenn sich alle anderen längst im Hafen verkrochen haben. Daher ist jede Übungserschwernis durch Wetterbedingung fast erwünscht.

    Wolf

    Es ist immer schwer, von einem bewährten System Abschied zu nehmen, vor allem, wenn so viele persönliche Erinnerungen für viele damit verbunden sind. Aber wir müssen uns wohl daran gewöhnen, das die Systeme halt einfach veraltet sind, siehe auch Huey Chopper. Die Zeit ist abgelaufen. Vielleicht finden sich ja ein paar Wohlhabende, die bereit sind, die eine oder andere Transall als Oldi weiter zu fliegen.

    Aber mit früheren Fliegern wie die Noratlas hat das wohl eher nicht geklappt. Weg ist halt weg.


    Wolf

    Welcher Paragraf nach BeSonVh 500 das war, weiß ich nicht, nur hieß das bei uns Prüfstufe C. Da wurde alles auf die Straße geschickt, was wir eigentlich nicht haben durften, von selbst gebauten Feuerlöschern für die Werkstatt über von der amerikanischen Partnerkompanie abgestaubten Schubladentische für Kleinteile bis hin zu Schwarzbeständen an Zelten und selbstgebauten Feldwaschrinnen. Da waren dann mindestens 7 LKW mir Anhänger auf Tour, um das Zeug zu verstecken. Der meiste andere Kram des täglichen Betriebsbedarfs war meist Rückstand soundso viele Tage (Blaue Farbe über 400 Tage). Wer also meint, die Bundeswehr verwaltet heute den Mangel, der irrt. Das habe wir schon 1977 gekonnt.

    Grüße

    Wolf

    Hallo Leute,

    der Hotchkiss M201 ist ein Lizenzbau von der Firma Willys und auf den gleichen Maschinen gebaut worden, die auch für den Willys vorhanden waren. Hotchkiss hat nämlich die Produktionsanlagen von Willys übernommen. In Laufe der Produktion hat es ein paar Änderungen am Fahrzeug gegeben, z.B. wurde die Verripppung des Zylinderkopfes geändert, der Gehäuseguss des Schaltgetriebes geändert, ein paar Blechteile geändert. Aber von den technischen Daten her das gleiche Fahrzeug wie der MB. Nur das theoretische Leergewicht passt nicht mehr ganz, 1200 kg ist realistisch.

    Die Österreichische Vorschrift (die mir vorliegt) bezieht sich auf den MB, kann aber als Datenbasis verwendet werden. Die von den Österreichern angegebenen 60 PS sind etwas optimistisch. Die hatten zur Messung wahrscheinlich einen sehr guten Motor. Das US-Manual 9-2800-01 sagt 54 PS (SAE) mit Standard Anbauteilen, also 40,29 kW bei 4000 Upm.

    Reifengröße: Ob 6.00 -16 oder 6.50-16 drauf ist, ist ziemlich wurst. Der 6.50 Reifen ist nach Tire and Rim (US Gegenstück zur ETRTO) nicht so viel größer im Durchmesser, aber doch einiges breiter in der Auflagefläche, was in der Wüste schon von Bedeutung ist.

    Anhängelast geht hat nur 625 kg ungebremst nach StVZO, obwohl der Standard Jeep Anhänger 750 kg hat.

    Eigentlich sollte ein Hotchkiss M201 eine leicht Fingerübung sein zur Einzelabnahme. Aber die jungen Leute kennen das Fahrzeug nicht mehr. Das Datenblatt des TÜV SÜD ist auch nicht wirklich korrekt, weil die schreiben ein 4 Gang Getriebe, was aber nur ein 3 Gang Getriebe ist. Ich habe das schon hinreichend oft mit dem Verantwortlichen der Datenblattstelle diskutiert, aber es ändert scheinbar nichts.

    Grüße

    Wolf

    Entschuldigt bitte, wenn ich mich da einmische. Tanks waren früher rollgeschweißt und dann weich verlötet. Sonst wäre nämlich die Terne-Beschichtung (bitte keine Diskussion um die Rechtschreibung) kaputt gegangen, eine 3 Schicht Beschichtung aus, wenn ich das recht erinnere, aus Kupfer, Aluminium und Zink. Zumindest die Zink-Beschichtung würde Hartlöten nicht überleben, ebenso wenig wie die hauchfeine Alu-Schicht.

    Die Weichlötung ist bei rollgeschweißte Tanks eigentlich überflüssig, aber die Vorschriften (Fakra Handbuch) haben das damals verlangt, für den Fall, dass eine Rollschweißnaht nicht "perfekt" ist. Halt Gürtel und Hosenträger.

    Das ist allerdings nicht wirklich relevant, wenn man die Reparatur an seinem Dieseltank vom REO von Michael betrachtet, Die geschweißten Flächen sind eigentlich immer mit Diesel bedeckt. In so fern kann eigentlich nix passieren, da die Militärtanks bei den Amis nacktes Stahlblech sind.

    Ich habe auch noch einen Tank, den ich demnächst mal zum Kühlerheini bringen muss zum Innenbeschichten, weil der gut 20 Jahre trocken war und entsprechend Karies angesetzt hat. Mal sehen, was billiger ist, neu bauen lassen oder beschichten.

    Grüße

    Wolf

    Zum Beitrag 5449:

    8000der John Deere, Typ LR, mein erstes Verbrechen in der Traktor-Welt 1994. Ich war der erste, der einen "Flying Scimetar" (der damalige Projektname) hin bekommen hat. Bei der Bremsprüfung fehlte halt mal ein Meter der Hinterachsbremsspur. Nicht, weil die Hinterachse nicht gebremst hat, sondern weil sie einfach abgehoben hatte, und das trotz 822 kg Radgewichten pro Seite. Damals war das noch ein 14 Tonnen Traktor.

    Leider hatte das Getriebe ein paar Verzahnungsprobleme gehabt. Ist durch Hoch-Spitzverzahnung gelöst worden. Danach mit dem 16 Gang Power Shift Getriebe keine Probleme mehr. Ich hätte gern einen, aber die sind entweder zu Tode verarbeitet oder apokalyptisch teuer.

    Am liebsten wäre mir einer mit QLS (Quadro Link Suspension System), aber die sind noch nicht alt genug für Oldtimer und steuerlich sowie versicherungsmäßig für einen Nicht-Landwirt kaum tragbar und werden noch in er 100000 Euro Klasse gehandelt.

    Grüße

    Wolf

    Hallo Leute,

    mal wieder ein wenig runterkommen.

    Wie schon erwähnt, gibt es in Buch-/Zeitschriftenhandel vom Finanzamt akzeptierte Fahrtenbücher für wenig Geld zu kaufen. Die sind allerdings fahrzeugbezogen, aber nicht durch irgendeine lokale Behörde in Frage zu stellen. Bei diesem Büchlein brauche ich bei 3 Fahrzeugen halt 3 Fahrtenbücher. Was solls, die kosten um 2 Euro. Die Behörde muss das akzeptieren.


    Zur Gültigkeit von Betriebserlaubnissen: Was länger als 7 Jahre abgemeldet ist, fällt aus dem Computer heraus. Was von vor 1980 ist, ist auch bei den Überwachungsorganisationen nicht mehr vorhanden, angeblich aus Speicherplatzgründen. Das ist aber Käse. Die ABE'sen waren in Deutschland seit der ABE 1 vorhanden (Die Mikrofiche würden vom TÜV Rheinland über Jahrzehnte bereitgestellt, dann aber nicht in irgendeine Software überführt.). Nur haben die Überwachungsorganisationen aus Kostengründen darauf verzichtet, diese Daten zu erhalten. Gib den Nachweis an den Kunden weiter, bringt Notfalls über ein (drittklassiges, auch fehlerhaftes) Datenblatt noch extra Kohle, dass dann gegebenfalls noch in Frage gestellt wird.

    Die erwähnte 7jahresfrist greift auch Platz bei der KBA Auskunft über ein Fahrzeug. Dabei geht es nur darum, eventuell gestohlene Fahrzeuge zu finden, Was länger als 7 Jahre her ist ergibt immer eine negative Antwort, will heißen, keine Bedenken.


    Nochmal Fahrtenbuch: Ein Bekannter von mir benutzt als Fahrtenbuch Vordrucke der US-Army für seinen WC 52. Die lokale Behörde hat damit kein Problem. Und das im tiefsten Bayern.....


    Grüße

    Wolf

    Äh, Tretroller mit Bremse? Sowas kenne ich nicht aus meiner Jugend. Wir (1962 /1963 /1964) waren froh, überhaupt einen Tretroller zu haben. Damit haben wir die Stadt erkundet. Ach, vielleicht sollte ich das erwähnen, WHV, von der Kieler Str. bis zum Südstrand und zur Vogelwarte, bis Schaarreihe, zum Geniusstrand, alles mit dem Tretroller. Heute unvorstellbar.

    Grüße

    Wolf

    Mal ab von militärischen: Da gibt es noch die Künstlerkolonie in Wopswede, dann z.B. Blumenparadies in Wiesmoor, die Wehrkirche in Reepsholdt, das ewige Meer, die Herrlichkeit Kniphausen, das alte Fort in Sillenstede, die älteste Kirche in Friesland, nämlich die von Sillenstede, das Fort in Hooksiel (Batterie, heute Tourist Information), Nordseepark Schillig, was mal Fort Schillig war, die Wiesenbatterie Schillig und flugs sind wir wieder beim Militär. Aber es gibt ja noch so viel mehr, z.B. Schloss zu Jever, Wasser und Schifffahrtsmuseum in Wilhelmshaven, ach, nicht zu vergessen die diversen Wasserschlösser in Ostfriesland. Und den Zoo Jaderpark in Jade will ich hier auch noch erwähnen, ebenso die Rüstkammer im Rathaus in Emden.

    Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit.


    Grüße

    Wolf

    Ich habe eine Weile überlegt, ob ich das kommentieren soll.

    Mir fällt dazu nur ein, dass die Ausbildung bei den Prüforganisationen immer schlechter wird und LKW am liebsten gar nicht behandelt werden. Andererseits kann ich das Ausbildungsverhalten auch verstehen, die Masse der zu prüfenden Fahrzeuge sind halt PKW mit einer inzwischen fast unbegrenzten "Artenvielfalt". Wer soll sich da noch auskennen?


    Old experts do not die, they just fade away.


    Grüße

    Wolf

    Genaugenommen ja. Die Luftbehälter mit ZU mussten damals alle 10 Jahre gewechselt werden. Nur die Bundeswehr war davon ausgenommen, weil die sich selber prüfte. Wegen Wartungsmängeln sind die aber öfter gewechselt worden. Die Fahrzeuge standen ja oft monatelang herum ohne dass das Wasser aus der Bremsanlage entfernt wurde. Der Schutzlack war halt ziemlich mies und die Luftbehälter sind schlichtweg verrostet von innen nach außen. Als Prüfgruppensoldat war bei Eingangsprüfung immer ein zumindest stichpunktartige Kontrolle der Luftbehälter üblich. Schnellentwässerungsventile waren ja nicht so super gängig. Also Schlüssel her, Ablassschraube rausschrauben (das darin integrierte Wasserablaufloch war meist auch zu): braune Brühe bedeutete meist auch neuen Luftbehälter.

    Grüße

    Wolf

    Stiva,

    das stimmt. Und die Brennkammern sind spätestens nach 10 Jahren zu erneuern. Deshalb haben ja auch alle bekannten Standheizungshersteller schnellstmöglich auf ECE umgestellt, weil es da diese Vorgabe nicht gibt. National war das eigentlich auch nicht mehr erforderlich, weil die Brennkammern schon jahrelang aus korrosionssicheren Materialien gebaut wurden und nicht mehr aus Schwarzstahl. Aber bis so was in der nationalen TA ankommt und zusätzlich sich auf den Prüfstellen ankommt, vergehen Jahrzehnte.

    Für dein Flatterdach, in Sachverständigensprache Allwetterverdeck gibt es eigentlich keine Vorschriften. Mit den Einsteckfenstern schon eher, Prüfzeichen für die Kunststoffscheiben, kein vergilben und was einem sonst noch einfallen kann. So ist es besser, ohne vorzufahren.

    Wenn es zu gelb wird, dann muss man halt doch mal den Sattler seines Vertrauens aufsuchen.

    Grüße

    Wolf

    Mann muss ja nicht eine U5000 als Basis für einen KRKw nehmen, ein U3000 tut es auch. Unimog ist halt teuer, vergleichbare Konkurenz, entschuldig, Mitbewerber haben aber ein vergleichbares Preisniveau.

    Natürlich kann man einen KRKw auch auf ein Atego Allradfahrgestell aufbauen und kommt dann mit ca. 80000 Euro für das Fahrgestell aus.


    Grüße

    Wolf

    Der 181 hat aber eine ABE. Und damit brauchst du die Heizung. Die Betriebserlaubnis erlischt ja nicht mehr. Die HU, wenn zu lange stillgelegt oder direkt von der Bundeswehr kommend, erforderliche §21 Untersuchung kann eigentlich nicht an der ABE vorbei. Wenn das ein Abnehmender trotzdem tut, dann kann und will ich das nicht ändern.

    Wolf