Beiträge von KaiserJeep

    Rudi,

    blöderweise haben die Deutschen in ihrer Geschäftstüchtigkeit in den 60ger Jahren gleich ganze Stahl- und Walzwerke in diese Gegend geliefert. Pläne klauen war als gar nicht nötig, die wurden mitgeliefert.

    Aber der andere Weg würde heute keinen wesentlichen Unterschied mehr bedeuten.


    Zurück zum Tagesbild: Solides Teil, sieht mal richtig brauchbar aus.


    Gruß

    Wolf

    Ja, es gibt auch höhere Anbaupositionen, die legal sind. Im "normalen" Bereich betrifft das insbesondere Winterdienstfahrzeuge, die die Abblendscheinwerfer - fast - beliebig hoch anbauen dürfen abhängig vom Vorbaugerät, was allerdings mit Auflagen verbunden ist. So müssen sie so eingestellt sein, das 15 m vorm Fahrzeug die hell-dunkel Grenze so eingestellt ist, das sie nur noch halb so hoch ist wie die Anbauhöhe. Und zusätzlich ist die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt (Betriebsvorschrift). Als das geschrieben wurde, da konnten die meisten Laster mit Schneeräumschild wegen der Überlastung der Vorderachse sowieso nicht schneller fahren. Heute ist das halt anders und niemand kümmert sich um die 30 km/h, wenn es denn überhaupt noch bei den zuständigen Stellen bekannt ist. Die Überwachungsorganisation muss das nicht in die Papiere eintragen, da es sich um eine Betreibervorschrift handelt.

    Heute ist es eher so, das die entsprechenden Winterdienstfahrzeuge gerne 10,5 t Vorderachslast in Anspruch nehmen, aber auf Grund der verbauten (und verfügbaren) Reifen und Felgen die zulässige Betriebsgeschwindigkeit auf meist 60 km/h begrenzt werden muss. Kümmert in der Praxis auch niemanden. Und dann wundern die sich, das die Felgen abkacken. Es gibt nur eine Kronprinzfelge, die überhaupt die Freigabe für eine 10,5 t Vorderachse hat, natürlich unter Auflagen von Kronprinz.


    Wenn es hilft, gerne


    Grüße

    Wolf

    Hallo Leute,


    mal abgesehen von Jürgens phantastischer Leistung, diese Restaurierung zu einem guten Ende zu bringen, erlaube ich mir eine kleine Anmerkung zur Anbringung des hinteren amtlichen Kennzeichens. Der Hinweis weiter oben auf die FZV ist zwar sachlich korrekt, aber für den Borgie nicht zutreffend. Es gelten die Vorschriften des Baujahres. Und da gab es bekanntlich noch keine EG-Vorschriften.

    Es war damals rechtens: Unterkannte Schild min. 300 mm über dem Boden, Oberkannte Schild max. 1200 mm über dem Boden. Anbringung bevorzugt in der Mitte des Fahrzeugs, wenn nicht möglich, dann links der Mitte in Fahrtrichtung. Das Kennzeichen ist senkrecht anzubringen. Neigung in Fahrtrichtung oder entgegen er Fahrtrichtung bedürfen einer Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO.


    Das steht so eigentlich auch in den EG Vorschriften drin. Heute dürfen die Schilder nur noch links der Mitte angebracht werden, auch bei Linksverkehr. Es wurde nur eine Toleranz bei der Neigung hinzu gefügt.


    Grüße

    Wolf

    In den oben gezeigten Filmen enthalten sind aber Sequenzen aus der Entwicklung des 460. Z.B. Das Schlammbad des Fahrgestells diente unter anderem auch dazu, Bremsbelagmischungen zu finden, die nicht schon nach 10 km im Schlamm verschlissen waren. Diese standfesten Mischungen mussten dann auch noch einen vernünftigen Reibwert haben, um eine vernünftige Bremsauslegung hin zu kriegen. Das dauert halt was an Zeit. Das war damals Grundlagenforschung für Scheibenbremsen in Geländefahrzeugen.

    Die Scene, in der das Auto total verschlammt durch den Schlamm fährt, ist im Original mindestens 4 mal so lang, es sind auch damals handelsübliche Geländewagen durch die gleiche Suhle geschickt worden, mit unterschiedlichem Erfolg. Im Zusammenschnitt ist das nicht gezeigt, im original Lehrfilm sehr wohl.

    Wolf

    Ich glaube, ich weiß, welches Video gemeint ist. Das habe ich mal als Student in der Vorlesung "Grundlagen zur Konstruktion von Nutzfahrzeugen" gesehen. Das war aber ein Internes Video, dass in der Form nie veröffentlicht wurde. Es war gedacht, Jungingenieuren die Anforderungen an Hochgeländegängige Fahrzeuge näher zu bringen, also hausinterne Weiterbildung. In einigen der oben gezeigten Filme sind Ausschnitte davon verarbeitet.

    Zusätzlich ist es immer wieder schön, mal so ein paar Prototypen zu sehen, denen man als Sachverständiger vom Zustand "Zum Verschrotten freigegeben" in den straßentauglichen Zustand verholfen hat.

    Und die Strecken in UT (Verwindungsbahn 600 mm, Tieffahrtbecken bis 1200 mm, "Katzenkopfstrecke" bis 200 mm für 60 bis 80 km/h) sowie den Sauberg. Wie oft habe ich da Tests gefahren....

    Grüße

    Wolf

    Hallo Leute,

    ich hätte gleich auf einen M543 Aufbau getippt. Leider habe ich den Tread erst jetzt gesehen.

    M62 Austin Western war nur auf den Benzinern verbaut. Die Diesel hatten dann den Gear Wood Aufbau. Solche Umbauten waren aus Kostengründen bis Ende der 80ger Jahre üblich. Gebrauchte Sattelzugmaschine (möglichst Allrad), gebrauchter, überholter Aufbau, z.B. von Eisen Fink in Böblingen ergibt einen Abschlepper zum halben Preis oder weniger eines Neufahrzeuges. Die "handelsüblichen" Abschlepper aus der Zeit bis Ende der 80ger waren zwar hübsch anzusehen, aber zum Arbeiten eher nicht geeignet. Daimler hat damals so ein Auto gekauft, neu, weil die Umbauer natürlich keine Ersatzteillisten und so liefen konnten. Ich habe dieses "Wunderfahrzeug" dann öfter beim Daimler gesehen. Schön anzusehen, schön teuer, aber zum Schaffen nicht geeignet.

    Grüße

    Wolf

    Kontrollleuchte für Fahrtrichtungsanzeiger ist erforderlich, u.a. damit man beim Führen des Fahrzeuges erkennen kann, ob ein Leuchtmittel ausgefallen ist. Dafür ist die Frequenzänderung der Blinkrelais vorgeschrieben bei Ausfall eines Leuchtmittels oder falscher elektrischer Belastung durch Leuchtmittel.

    Warnblinkkontrolle braucht es nicht separat, wenn man für jede Fahrtrichtung eine eigene Kontrolle hat und beide bei eingeschaltetem Warnblinker mit blinken. Das hat sich aber leider noch nicht überall herumgesprochen, auch wenn das schon seit über 30 Jahren so ist. Bei nach ECE R48 hinsichtlich des Anbaus und Einbaus lichttechnischer Einrichtungen genehmigter Fahrzeuge habe die allerdings keine Change. Leider liegt oft die Beweislast beim Kunden und nicht beim Prüfer.

    Schöne Weihnachten.

    Offensichtlich gefällt den Ponies die "schlecht Wetter Terrasse" und fühlen sich sicher. Sonst würden sie sich ja auch nicht auf den Boden legen.

    Fröhliche Weihnachten

    Hinsichtlich Abgas, hast du mal geschaut, was auf en diversen Aufklebern auf dem Motor steht. Es ist zwar nicht sonderlich leicht zu lesen, aber da es sich offensichtlich um einen MWM Brasilien Motor handelt, der weltweit vertrieben wird, dürfte da was brauchbares drauf stehen, was Abgas betrifft. Bestenfalls eine ECE oder EG Genehmigungsnummer. Das würde schon mal helfen.

    Grüße

    Wolf

    Richtig guter Rum kommt aus der Karibik und ist nicht verschnitten wie der Rum, der hier handelsüblich ist. Aber, das ist halt Geschmackssache. So ab 140 proof wird es gut.

    Allen Gesundheit!

    Gruß

    Wolf

    Hallo Zusammen,

    ich bin da noch eine Antwort schuldig zu Faber Industriebedarf in MA: Die haben ungeheuer viel, auch auf Lager. Also nicht am Telefon anfragen, wenn man nicht sicher die Teilenummern (bei Lagern die Herstellernummer) hat. Altteil mitnehmen, auf die Teke legen. Dem geneigten Fachmitarbeiter zeigen und ggf. erläutern, was das ist bzw. wofür. Die wissen schon, wie man mist und worauf es ankommt.

    Da der Anhänger zugelassen ist: Wenn die 4-stellige Fahrgestellnummer vorne rechts ist, dann weiß ich, wer den Anhänger zusammengebaut hat. Einige Details lassen darauf schließen. Der Anhänger war so, wie er da steht bzw. zusammengebaut ist, wahrscheinlich niemals so beim US-Militär im Einsatz.

    Ach, noch was, Mitte der 80ger Jahre gab es M416 bei Untold in Mannheim für 50 DM mit Zoll-UB. Aber die Zeiten sind lange vorbei.


    Nicht verzagen, weite machen.


    Grüße

    Wolf

    Sergeant,

    bisher sieht das nach einer normalen Schadensfeststellung aus und dabei einer abschnittsweisen Bearbeitung der aufgetretenen und vorgefundenen Schäden. Fahrwerksmäßig ist so ein Anhänger mit der entsprechenden Schmierung eher unzerstörbar, Radlager und Dichtungen sind handelsüblich (Faber Industriebedarf in MA).

    Wolf

    Nett, dass mal einer auf die Basiszusammenhänge zwischen Drehmoment und Leistung hingewiesen hat.

    Grundsätzlich ist es so, dass der Konzern mit dem Stern die Motoren nicht wirklich so baut, was sie wirklich könnten , es wird mehr auf Lebensdauer geschaut, was sich im Markt nicht immer bewährt gegen die Mitbewerber.

    Rein technisch betrachtet lässt sich jeder Großseriendiesel leistungsmäßig aufbohren, wobei die eine oder andere Maßnahme natürlich auch die Lebensdauer vermindern kann. Das fängt mit so popligen Maßnahmen an wie die Einstellung der Einspritzpumpe auf den Prüfstand so zu trimmen, das alle Zylinder die gleiche Futtermenge bekommen. So kann ein 450 PS Lkw Motor leicht auf 500 PS gebracht werden, offenes Geheimnis. Und das für relativ wenig Geld.

    Wie SDP gesagt hat, man verrät nicht alle Tricks und Kniffe, weil man damit ja auch gegebenfalls Geld verdienen kann.

    Wolf

    Hallo Leute,

    die "Faulenzerschaltung" gilt eigentlich für Motorräder, die NACH der Veröffentlichung dieser Neuregelung zugelassen wurden, auch wenn damals die Allgemeinpflicht propagiert wurde, was technisch allerdings nicht notwendigerweise machbar ist/war. Außerdem widerspricht das den Anforderungen an entsprechend alte Oldtimermotorräder wegen der Originalität.

    Meine Yamaha in Japan hatte so einen Firlefanz auch nicht, obwohl in Deutschland (und nur in Deutschland ) zu der Zeit (1988) diese Forderung in der StVZO stehen hatte.

    Wer zu doof ist, seinen Faulenzer einzuklappen, der fällt gegebenfalls auf die Fresse und lernt es so.

    Gruß

    Wolf

    Pierre,

    ich habe als geborener Fischkopf gar nichts gegen die Schifffahrt. Ich habe nur was gegen die relativ laxen Abgasanforderungen bzw. gegen die laxen Kraftstoffanforderungen. Aber da hat wohl die Mineralölindustrie einen zu großen Einfluss auf die Abgasgesetzgebung.

    Mach dir mal die Mühe und lese in den entsprechenden Abgasvorschriften nach, wer was fahren darf bzw. was der Referenzkraftstoff für eine Qualität haben muss.

    Grüße

    Wolf

    Hallo Leute, interessante Diskussion.

    Wenn ich mich recht erinnere, ohne in den alten Scripten zu suchen, kommen Großdiesel als 2-Takter auf die höchsten Gesamtwirkungsgrade um oder knapp über 50 %. Alle anderen Motorbauarten liegen deutlich darunter.

    Wenn, ja, wenn wir die Abgasnachbehandlung weglassen würden und also dafür keine Energie aufwenden müßten, dann könnte man beim Diesel mit entsprechenden Comon Rail Systemen und, wie erwähnt, Einspritzdrücken ab 2000 bar, den Verbrauch fast halbieren. Mir stellt sich die Frage, ob das denn politisch überhaupt gewollt ist, weil da ja entsprechende Steuereinnahmen entfallen.

    Wie hat ein alter Motorenmensch mal gesagt? Was nicht verbrannt wird, das macht auch keinen Dreck!

    Vorkammermotoren machen prinzipbedingt weniger NOx als Direkteinspritzer, dafür halt ein wenig mehr CO2.


    Wenn ich denn in den aktuellen Abgasgenehmigungen sehe, mit welcher Leichtigkeit außer bei den Partikeln die Grenzwerte unterboten werden, frage ich mich, ob selbst die höchsten derzeitigen Abgasstufen im Normaltemperaturbereich nicht was strenger sein könnten. Wenn ich dann anderseits im Regelwerk lese, welchen Dreck z.B. Hochseeschiffe fahren dürfen, dann wundert es mich nicht, was da aus dem Kamin kommt.


    Aber ich will da nicht weiter ausschweifen, ist für viele halt langweilig.

    Schönen Tag noch,

    Wolf