Beiträge von Kappes

    Heute gings weiter..


    Weiter Verschraubungen im Innenraum für den San-Koffer abgeschraubt... oder eher abgebrochen-ausgebohrt-abgeflext (bitte eins aussuchen). Ich hab jetzt schon ein Lieblingswort namens Kontaktkorrosion... Als ich alle Schrauben innen über der Scheibe entfernt hatte konnte ich Anfangen die Sitzkiste auszubauen, die mit gefühlt 2000 Schrauben fixiert ist und alle schön mit Muttern an den unmöglichsten Stellen gekontert.. :T Da merkt man schon was für ein "Luxus" es ist am Iltis zu schrauben. Man erkennt leider anhand der Bilder nicht wie viel Arbeit die "kleinen" Schritte Teilweise sind.. Rost und CO. KG und blöd positionierte unzugängliche Schrauben erledigen den Rest.


    letztendlich habe ich es dann geschafft die Sitzkiste und die Bodenplatten auszubauen und es wurde luftig im innenraum


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    Endlich auch mal ein uneingeschränkter Blick auf die nächste Baustelle.. Das inkontinente Getriebe.


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    Den rest des Tages habe ich dann damit verbracht die Türen aus der rostigen Spritzwand zu schrauben ÄHHH ich meinte bohren..


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    Wenn ich mich jetzt nicht komplett täusche müssten alle Schrauben vom Aufbau gelöst sein... Scheibenrahmen muss erstmal zusammen mit dem Aufbau runter da ich den Scheibenrahmen sonst nicht entfernt bekomme. Heizungsschläuche habe ich auch schon vom Aufbau gelöst und die Sicherheitsgurte entfernt. Jetzt fehlen nur noch die Kabel und dann sollte, wenn Gott so will, alles lose sein und der Aufbau nächstes Wochenende runter gehoben werden können. Den Kabelbaum nach hinten muss ich allerdings erst noch suchen gehen. Jemand tips wie ich das am schonensten und besten bewerkstellige? Mir graults auch schon davor den aufbau iiiiirgenwann wieder passgenau aufs chassis zu bekommen. Mein Plan war einen bekannten Bauern mit Traktor und Frontlader zu fragen, dass Auto auf die Wiese zu fahren und da dann stückchen für stückchen versuchen das ganze anzuheben. Entweder wird er dann erstmal provisorisch auf der Wiese gelagert oder noch lieber direkt auf einem alten anhänger fahrgestell, wenn ich auf die schnelle eins organisiert bekomme.


    Man merkt auf jedenfall, dass der Aufbau FEST für das Auto verbaut worde und nicht auf die schnelle demontiert werden soll.. Mal eben ein paar Schrauben lösen und abheben ist nicht und man kann die verschraubungen nur über umwege lösen, wenn man dann weiß wo sie sitzen.


    Soweit der Zwischenbericht! :daumenhoch:


    Grüße Kappes

    Letztes Wochenende habe ich damit verbracht, den Ambulanz-Aufbau fürs Abheben vorzubereiten. Dabei musste ich unterm Fahrzeug einige Schrauben am Rahmen Abschraubenflexen. Die Schrauben waren allesamt schön mit Muttern gekontert und von 50 Jahren Rost überzogen. Dementsprechend kann man sich vorstellen wie die Arbeit den ganzen Tag unterm Auto in den verwinkelsten Ecken war.

    300 Flüche, 20 Dremel-Trennscheiben, 5kg Rost und 1l Schweiß später waren dann (hoffentlich) alle Schrauben am Unterboden gelöst. Zwischenzeitlich habe ich nochmal die Ventile nachgestellt und die Zündung nicht nur statisch, sondern auch dynamisch mit Stroboskoplampe eingestellt und der Motor läuft jetzt noch ruhiger und besser. Gemäß Werkstatthandbuch läuft der Motor jetzt bei 95-Oktan Benzin auf 6° v. OT. Es ist schon echt praktisch, dass Auto wieder auf eigener Achse rangieren zu können.




    Leider gibts nirgendwo eine manual in der steht, wo der Aufbau überall fixiert ist.. Demnach muss alles nach Sichten gefunden und gelöst werden, was bei dem Fahrzeug nicht immer einfach ist.. Die Schrauben am Unterboden sind wie bereits erwähnt alle gelöst, die am Scheibenrahmen habe ich die Tage auch abgemacht. Der Vorbesitzer hat einige der Schrauben am Scheibenrahmen vorbildlich abgeflext und überlackiert. Werde mal schauen wie ich die raus bekomme wenn der Aufbau ab ist. Dann habe ich per zufall noch 4 versteckte Schrauben an der Sitzkiste gefunden, wo der Aufbau am Rahmen fixiert ist. Die Befestigungen sitzen genau zwischen Rahmen, Tank und Koffer in einem 4cm breiten Spalt den man NICHT einsehen kann. Werde am Wochenende mal die Sitzkiste ausbauen und gucken dass ich die 4 Schrauben gelöst bekomme. Wird sicher wieder eine Tagesfüllende Aufgabe:thumbsup:


    Ich weiß dass Land Rover nicht besonders viel hier im Forum vertreten ist aber hat irgendjemand eine Ahnung von den Befestigungspunkten des Ambulanz-Aufbau oder kennt einen der einen kennt oder hat evtll mal ein nützliches Dokument darüber gesehen?




    Dann habe ich auf der englischen Beifahrerseite noch ein auf die Spritzwand aufgenietetes Blech entdeckt und entfernt und bin froh, dass ich die bereits restaurierte Spritzwand hier stehen habe..




    Ebenfalls bin ich froh dass ich den neuen, verzinkten Rahmen für die Ambulanz bereits hier stehen habe und hab nochmal auf Übereinstimmungen der Bohrungen usw. geprüft. An dem Rahmen sind noch kleinere Anpassungen zu machen, aber nichts wildes.






    NEbenher habe ich noch mein Teilelager geprüft und eine kleine Inventur aller Teile gemacht. Wenn alles passt kommt die nächsten Wochen im laufe des Aprils der Aufbau runter und es geht ans Getriebe!


    Soweit der Zwischenbericht.


    Viele Grüße, Kappes:schweißen:

    Soo..


    Keine großen Worte, seht selbst:






    Hat ei bisschen gedauert bis der Motor lief. Musste noch gut was die Zündung und das Gemisch/Standgas einstellen, bis dann alles letztendlich vernünftig lief. Aber dann lief der Motor wie ich finde wie ein Uhrwerk und ich bin happy!


    Waren noch zwei kleinere Undichtigkeiten an der Kühlwasserleitung, die sich aber sehr schnell beheben ließen. Ansonsten keine zwischenfälle. Habe das Gemisch nicht nach WHB eingestellt, da er so nicht lief sondern nach Gehör.. Zuerst natürlich die Zündung korrekt eingestellt. Hab jetzt eine "frei gewähle" Gemischregulierung gewählt und muss in nächster Zeit mal nach den Kerzen schauen. Für das erste aber in Ordnung!


    Beim ersten start lief der Motor nur mit vielen Fehlzündungen und ging aus wenn kein Gas gegeben wurde und lief im Standgas garnicht.


    Das Gefühl wenn er nach der ganzen Arbeit dann Anspringt und vernünftig läuft ist echt... :thumbsup: Was sagen die Kenner: Wie läuft der Motor vom Klangbild? Der Auspuff röhrt ordentlich.. ist aber auch nur ein günstiger Ersatzauspuff.


    Eine Frage habe ich: Der Vergaser nimmt sehr verzögert das Gas an, woran kann das liegen? Klar ist das kein modernes Auto, finde es allerdings sehr gewöhnungsbedürftig träge.. Liegt das an der Gemischregulierung? Und nach der Leistung muss ich auch mal schauen ob sich Zündung und gemisch weiter optimieren lassen. Hab die Zündung jetzt irgendwo zwischen 3-6° stehen und konnte noch ein Gasgestänge auftreiben und montieren. Alles in allem hat sich die Arbeit gelohnt und ich bin sehr glücklich! Die Verkabelung ist natürlich auch nur provesorisch da der Motor im Laufe des Jahres auf den neuen Rahmen kommt, sobald das Getriebe fertig ist. Als nächstes kommt aber erstmal der Sani-Aufbau runter.


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    Nächste Woche wird dann erstmal eine kleine Pause eingelegt, dann gehts weiter mit dem San-Aufbau.


    Grüße, Kappes

    Weiter gehts..


    Habe letzten Freitag den Motor rein gehieft. Das war alleine ne ziemlich beschi**ne Arbeit. Das Ding ist Bockschwer und die ganzen Risse in der Bodenplatte machen das rangieren echt schwer weil die rollen sich immer in den Rissen festsetzen. Nach einigem hin und her rangieren konnte ich den Motor dann irgendwann mithilfe meines Nachbars an das Getriebe flanschen. Jetzt ist er drin und mit neuen Motorlagern für den ersten Testlauf fest verschraubt.


    Habe mir kurzerhand einen zentrierdorn auf der Arbeit drehen lassen. Damit ging es dann wunderbar. Die Kupplung flutschte relativ gut drauf, nur die Buchse im Schwungrad war sehr "spack". Musste das Getriebe was anheben damit es letztendlich ging. Problem war dass der Motor schief am Kran hing und ich den Motor auch von unten auf einer Seite anheben musste und in eine richtung ziehen musste.












    Dann habe ich den Kühler, den ich als eine "Einheit" ausgebaut hatte wieder montiert.


    Gestern wollte ich dann nach der Arbeit "mal eben" den dreiteiligen Auspuff montieren. "mal eben" endete dann in einem Himmelfahrtskommando. Das alte Hosenrohr vom Krümmer hatte ich beim Motorausbau bereits demontiert und ging auch ohne größere Probleme von statten, da der vorbesitzer den Auspuff umgebaut hatte und der größtenteils unter dem Rahmen her lief. Ich habe den erstmal günstigen provisorischen Auspuff von britpart genommen mit dem "orignalen" Abgasverlauf. und mein Gott, wer hat sich das ausgedacht? Na klar kann ich verstehen dass bei einem Geländewagen der Auspuff geschützt sein muss eber der Auspuffverlauf ist echt abenteuerlich. Vom Krümmer geht es erstmal runter und dann 2x 45° nach hinten. Da war schon das erste Problem in Form einer Quertraverse vom Rahmen.. Erst habe ich Probiert den Auspuff irgendwie durch die schmale öffnung oberhalb der Traverse zu bekommen, was aber aufgrund der Länge und gebogenen Form vom Auspuff nicht möglich war und der sich ständig verkantet. Dann habe ich gesehen dass die Traverse mit 4 schrauben am Hauptrahmen verschraubt ist. Mir ging ein Licht auf und dachte "ja super, nur grad die Traverse abschrauben und schon kannst der Auspuff in seine Position".:idee:

    Erstmal waren die Schrauben von 50 Jahre Rost befallen und nur Bockschwer mit viel Mühe zu lösen. Als ich dann mit einigen Hammerschlägen die Traverse nach unten klopfte, hab ich gesehen, dass das KOMPLETTE Getriebe auf der Traverse montiert war. Alsoo durfte ich das Getriebe mit einem Wagenheber abstützen, die Getriebehalterungen mit 50 Jahre alten Schrauben irgendwie lösen und dann die Traverse entfernen. DANN konnte ich endlich das Hosenrohr in seine Position bringen und fixieren. Weiter ging es mit dem Mittelstück, welches durch ein Loch einer Traverse im Rahmen läuft.. Auch hier dachte ich dass es jetzt unkompliziert wird, da es nur ein kurzes Stück ist. Leider waren die Auspuffflansche etwas zu dick um sie durch das Loch im Rahmen zu bekommen.. Also flex genommen und etwas Material weg genommen vom Flansch (war genügend vorhanden) und dann passte das Mittelstück letztendlich auch rein. Der Endtopf ist an 2 stellen fixiert die auch von 50 Jahre alten Schrauben gehalten werden. Nach mühseligen versuchen mit Schlüssel und Ratsche hab ich mich dazu entschlossen den Rest mit flex und dremel zu erledigen. Man kam kaum vernünftig an die Schrauben dran und musste auch da ziemlich murksen.. Ich hoffe man erkennt es auf den Bildern.









    Letztendlich habe ich heute den Auspuff komplett fixiert und jetzt fehlt nur noch die provisorische verkabelung, damit ich den Motor am Wochenende hoffentlich das erste mal aus seinem Dornröschenschlaf holen kann.


    Habe noch fragen an die Land Rover experten (die ja hier zum Glück in Massen vertreten sind :yes:)


    -Wo sitzt orginal bei der Serie der Anlassschalter bzw. Magnetschalter für den Anlasser?

    -Der Auspuff liegt im Loch der Traverse gegen den Rahmen. Hätte den Auspuff gerne relativ mittig in dem Loch ohne Berührungen. Habe schon versucht den etwas zu richten allerdings ohne erfolg. Wo setze ich hier am besten an, damit ich den Auspuff zentrieren kann? Am Endtopf? Hat hier jemand erfahrungen? Das Ausrichten der Anlage ist beim Landy leider nicht sooo einfach.



    Am Wochenende wird dann hoffentlich die Bude eingenebelt :bier:


    Grüße, Kappes

    Es geht mit großen Schritten voran... Heute die Buchse in der Schwungscheibe erneuert, Kupplung und Anlasser montiert und den Motor endlich vom Motorständer befreit. Bin echt zufrieden und finde der Motor ist sehr gut geworden. Wenn er jetzt noch vernünftig und ruhig läuft bin ich happy! Am Wochenende wird er angeflanscht und wenns zeitlich passt wird die elektrik für den ersten Probelauf vorbereitet :top:




    Christian : Danke für den Tip, so ähnlich habe ich das ganze auch gemacht. Ist die Kupplung so zentriert genug oder noch zu ungenau?

    Natürlich kenne ich die Seite, da konnte ich allerdings nichts genaues rausfinden..




    ....und keine Restauration ohne zwischenfälle--:pfeif: Unglücklicherweise ist mir der Kran umgekippt.. eine kombination aus schäden in der Bodenplatte und den ausleger zu weit raus.. Beim Rangieren ist es dann leider passiert und der Schwerpunkt war durch das Wackeln zu weit vorne. Ich musste den Ausleger allerdings soweit raus fahren um den Motor vernünftig vom Ständer zu bekommen. Alles was unglücklich gelaufen aber Holztür sein Dank ist nicht eine Schramme am Motor :H:




    Aber am Ende wird alles gut und der Motor hat seinen provisorischen Abstellplatz auf der Palette gefunden.




    Dann wurde es auch Zeit für Feierabend und ein kühles Bier. :bier:



    Ich freu mich wie hulle den Motor das erste mal zu starten. Im Oktober hab ich den Motor auf den Ständer gehoben und ständig dran gewerkelt. Denke das Ergebnis lässt sich sehen.


    Grüße, Kappes

    Hi Carsten,


    Kupplung habe ich auch eine komplett von AP. Die Buchse fürs Schwungrad liegt hier auch schon und baue ich die Tage ein. Irgendwelche Tipps, wie ich die alte Buchse am schonensten raus bekomme ?


    Zwischenzeitlich wieder ein paar Kleinteile Verbaut, Unterdruckleitung befestigt, kleine Details und die 1-2-3 ignition eingebaut.


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    Dann ist mir aufgefallen, dass meine Hauptgetriebewelle vorne in der Getriebeglocke (wo die Kupplung drauf kommt) in horizontaler und vertikaler richtung Spiel hat. Ist das "normal" oder was ist hier im argen? Habe noch ein weiteres, von LR werksüberholtes aber gebrauchtes Getriebe hier liegen, welches auch leichtes spiel hat.


    Dann eine weitere frage: woran erkenne ich äußerlich ein Vollsynchronisiertes Getriebe? Fahre zurzeit ein teilsynchronisiertes und meine mal gehört zu haben, dass man die optisch an einem detail auseinanderhalten kann. Weiß leider nicht mehr welches das war und konnte mit den Getriebenummern nichts nennenswertes rausfinden.


    Ich bin echt langsam gespannt, wie der Motor das erste mal laufen wird. Ich hoffe dass er nach kleinen einstellungen läuft wie eine Nähmaschine :H:


    Bis demnächst, Kappes

    Hi Kristian,


    Danke für die Rückmeldung! Freue mich generell über Kommentare und Teilhabe. Das Motiviert weiter zu machen, Bilder hochzuladen und zu Berichten. :top:


    Kleines Update von heute:





    Krümmer und Lima sind jetzt auch dran. Morgen wird noch der elektrische Zündverteiler eingebaut, Schwungradgehäuse, Kupplung und Anlasser und wenn das nächste Paket da ist Benzinleitungen und Unterdruckschläuche.


    Dann kann der Motor auch schon wieder angeflanscht werden, die elektrik für den Probelauf umgeklemmt werden und der erste Testlauf kann starten! :thumbsup:


    Könnte evtll ein bischen Hilfe beim Einbau/Einstellen der elektrischen Zündung gebrauchen. Hat jemand bereits eine elektrische Zündung eingebaut?


    Grüße, Kappes

    Hallo,


    Gestern ist die neue Kupplung angekommen und wartet mit einigen anderen Teilen auf den Einbau.




    Membran für den Vergaser und Tankschalter komplett überarbeitet, gesäubert und zusammengebaut (das Ultraschallbad hat wunder gewirkt wenn ich überlege wie die Teile vorher aussahen)





    Dann den Vergaser wieder zusammengebaut, neu abgedichtet und neue Düsen eingebaut





    Dann das ganze auf die Ansaugbrücke montiert und entsprechend abgedichtet.



    Und den Motor wieder ein Stück weiter zusammengebaut.. Thermostat + gehäuse, Schwungrad, Riemenscheibe und Lüfter, Öleinfüllstutzen, Kleinteile und Benzinpumpe montiert.





    Das wars fürs erste wieder. Wenn alles gut läuft wird der Motor diesen Monat das erste mal gestartet. Ein Video folgt natürlich. Krümmer, Lima und Anlasser warten darauf eingebaut zu werden.


    Werkstattromantik.... :top:





    Grüße, Kappes

    rouvi : Habe mittlerweile auch deutlich weniger Teile drin. Sieht auf dem Foto nur sehr Vollgestopft aus, obwohl es nur das Gehäuse Ober- und Unterteil ist mit ein paar wenigen Kleinteilen. Die Teile sind mittlerweile soweit sauber. Die Messingteile und den Benzinhahn habe ich mit 2,5% Säure (Zitronensäure) und Wasser auch wieder schön Glänzend bekommen. Nach 30 minuten abgespült und in Natronlauge gelegt um die Säure zu neutralisieren. Länger wollte ich die Teile nicht drin lassen um das Messing nicht unnötig zu beschädigen.


    Ansaugbrücke auf Abgaskrümmer montiert und Ansaugbrücke neu abgedichtet. Dabei neue Stehbolzen montiert. Die Papierdichtungen streiche ich grundsätzlich beidseitig dünn mit Hylomar ein. In kleinen Schritten geht es vorwärts. Langsam kribbelt es in meinen Fingern den Motor das erste mal zu starten :pfeif:





    Grüße, Kappes

    Hi Ihr beiden, hab eben noch fix bei Pitter einen ultraschallreiniger organisiert und probier es mal damit. Erstmal warmes wasser, spüli und vollgas. Wenn das nicht hilft greife ich auf den Reiniger von Amazon zurück, der ist mir auch schon ins Auge gefallen, wusste aber nicht was ich davon halten soll.


    Und heut gabs dann Vergaser-Salat zum Abendbrot und Ultraschall-Tetris :pfeif:




    Halte euch mit dem Ergebnis auf dem laufenden. Neue Düsen, Dichtungen, Klappen, Pumpe usw kommen natürlich mit rein.


    Grüße

    Habe dann noch zwei Fragen meinerseits:


    Erstmal zur Verdichtung vom Zylinderkopf - Ich weiß, es gibt Zylinderköpfe mit 8:1 und 7:1 Verdichtung. Erstmal bin ich anhand der Motornummer davon ausgegangen, dass ich einen 7:1 verdichteten Motor habe (904.....) - ABER: Mein Zylinderkopf hat den Steg, der auf einen 8:1 verdichteten Kopf hindeutet. Ich habe nachgesschaut ob ich die eingestanzte 8 habe, kann aber auf dem Steg nichts mehr erkennen.. Ich meine da Andeutungen zu sehen, dass eventuell mal was eingestanzt war, was durch Rostfraß jetzt nicht mehr erkennbar ist, kann aber auch sein dass ich mir da auch nur was zusammenreime. Der Kopf kann laut Serienblog auch mit dem Steg 7:1 verdichtet sein, wenn er keine Zahl eingeschlagen hat oder eine 7 eingeschlagen hat. Leider ist das bei meinem Kopf nur wildes Rätselraten da ich auch nicht weiß ob das noch der orginale Kopf ist.. Da die Verdichtung für die Wahl der Zündkerze wichtig ist, möchte ich mal nachhören ob es noch andere Merkmale gibt um die Verdichtung rauszufinden? Hab schon fleißig gegoogelt, aber nichts konkretes gefunden..


    Dann noch eine Banale frage: Womit reinige ich am besten den Vergaser? Hab da jetzt auch schon verschiedenes gehört mit sehr verschiedenen Meinungen. Der Vergaser hat außen wie innen hartnäckige Verkrustungen. Mit Zahnbürste und Benzin mechanisch nur sehr schwer bis garnicht weg zu bekommen. Klar wäre ein Ultraschallbad wahrscheinlich das effektivste, allerdings möchte ich es erstmal selber Probieren. Düsen, Dichtungen usw kommen eh neu. Den Vergaser am besten mal in Benzin für 24h einlegen oder besser Diesel, Verdünnung oder vergleichbares? Wäre hier über ein paar fachkundige ratschläge dankbar, da ich den Vergaser am Wochenende gerne wieder zusammenbauen möchte und ihn bis dahin gerne einigermaßen Sauber hätte.


    Viele Grüße, Kappes

    Werde ich die Tage mal nach schauen!


    So heute gabs wieder kleine Fortschritte. Ein Paar Teile wie Motorhalter, Ölleitung zum ZK und andere Kleinigkeiten montiert, den Krümmer lackiert und im Backofen bei 250° goldbraun gebacken und den Vergaser schonmal grob gereinigt. Habe für den Vergaser ein komplettes Überholkit hier liegen, dass nächstes Wochenende eingebaut wird.









    Grüße, Kappes

    So sah das Endergebnis dann heute aus:









    Glänzt für Meinen geschmack noch etwas zu viel aber das wird sich sicherlich relativ schnell mit der Zeit legen. Wichtig ist dass die Lackstruktur einigermaßen glatt ist, damit sich nicht unnötig viel Dreck am Motor sammelt. Nächstes Wochenende werden dann Auspuffteile und noch ein paar Kleinteile schwarz lackiert und zusammengebaut.


    @ Christian: Übrigens sehr schönes Piglet! Auch ein mehr als seltenes Fahrzeug in Deutschland! Sieht man auch nicht an jeder Ecke..Die Ambulanz hat laut Papieren übrigens das gleiche Kampfgewicht von 2,4 Tonnen mit 68 PS :thumbsup:


    @ Nobi: Hatte Anfangs auch Überlegt einen 200 bzw 300 tdi einzubauen oder einen 6-Zylinder bzw V8 vom Landy.. Oder einen 2,5 Diesel.. Aber habe mich bewusst dagegen entschieden. Alltagstauglichkeit hin oder her aber dafür fahre ich das Fahrzeug nicht. Wenns danach ginge hätte ich mir einen Ducato-Camper gekauft. Klar ist mehr Leistung schön aber der Orginalität zuliebe habe ich es gelassen und außerdem finde ich, dass solche Fahrzeuge das Leben im wahrsten Sinne entschleunigen und der Weg das Ziel ist. Solange ich auf der falchen AB mit Annähernd 80-90 fahren kann, bin ich völlig zufrieden. Ich habe das Fahrzeug mit einem 2.25l Diesel mit schlechter Kompression kennegelernt, viel schlimmer kann es mit dem Benziner nicht werden :H: Von daher bin ich mit der Kompression des Benziners, der "spritzigkeit", dem Overdrive und der elektronischen Zündung sehr zuversichtlich 8] Und wenns nicht viel schneller wird dann isset eben so, wie der Rheinländer sagt ,:)


    Nächstes Wochenende gehts dann weiter.. Grüße, Kappes

    SIGGI109 : Habe irgendwo gelesen dass auch ein anderes Getriebe verbaut werden sollte und Kardanwellen/Steckachsen eingekürzt werden müssen.


    Christian : Genau, Elektrische Zündung habe ich auch schon hier liegen und Einbaubereit. Wenn der Motor komplettiert wird kommt die natürlich mit ran.


    Gestern dann noch das Schwungradgehäuse gesäubert. Zwischenzeitlich sind noch neue verbesserte Dachlüfter angekommen, die von den NL Ambulancen sind. Rep Bleche für die Türe sind auch gekommen und wurden zusammen mit den Haltern fürs Lenkgetriebe grundiert.


    Heute kam dann endlich was Farbe ins Spiel. Alles abgeschliffen, gereinigt und grundiert. Da die Temperaturen heut nicht so ideal waren, habe ich mit einem Heizgebläse was nachgeholfen. Wetter hat ansonsten gepasst! Das Schlumpfblau ist Anfangs gewöhnungsbedürftig, aber hat beim trocknen an Intensität verloren und gefällt mir sogar ganz gut! Wollte noch ein paar Kleinteile in schwarz lackieren und den Auspuff und Krümmer lackieren, bin dazu allerdings nicht mehr gekommen weils schon schnell dunkel wurde.. Wenn Gott dann so will kann ich nächstes Wochenende den Motor wieder komplettieren ,:)



















    Bin jetzt auch stolzer Besitzer eines Babyblauen Motors :bier:



    Viele Grüße, Kappes

    Hi Christian,

    danke für den Link der hat mir schonmal gut weiter geholfen! Zum Mammutpark-Treffen werd ich es definitiv nicht schaffen. Dafür steckt noch zu viel Arbeit in dem Auto. Die nächsten Jahre werd ich noch gut beschäftigt sein. Aber ich bin zuversichtlich, wenn Motor, Getriebe, Elektrik und Achsen erstmal fertig sind, dass es dann auch relativ schnell gegen ende geht. Aber bis dahin dauerts noch etwas. Riemenscheibe ist eine neue dran gekommen. der mittlere Strich auf der Scheibe steht für OT und von daher konnte ich das ganze mit deiner Hilfe gut aufschlüsseln!

    Der Motor ist jetzt auf der Zielgraden. Heute sind wieder einige Pakete gekommen. Unter anderem der Lack für den Motor und Anbauteile, Anlasser, Motorlager und ein paar andere Kleinteile. Sprich wenn alles klappt wird am Wochenende lackiert und dann der Motor endlich wieder komplettiert. Kannst du mir eigentlich mal ein Bild von deinem Piglet schicken? Würde das Fahrzeug gerne mal in natura sehen.:H:


    Siggi : Den 2,5er hatte ich auch auf der Liste stehen, hab mich aber doch für den orginalen entschieden, da der 2,5er Benziner 1. schwer zu bekommen ist und 2. einige Anpassungsarbeiten notwendig sind. Dann lieber orginooool. Diesel kam für mich bei dem Fahrzeug nicht mehr in Frage. der 6-Zylinder oder v8 wäre in der Ambulanz auch sicher schön gewesen, aber die gleichen Probleme wie beim 2,5er...


    Heute hab ich mich an eine kleine Baustelle gegeben und zwar der Tankschalter, den meines wissens nach nur die militärischen Landys hatten. Der Schalter hat nur aus einem Tank Sprit gezogen und die Tankuhr war auch provisorisch mit einem Schalter überbrückt, um den Inhalt der beiden Tanks jeweils sehen zu können. Nach durchmessen der alten Schalter stellte sich raus, dass die schon vor einigen Jahren ihren Dienst quittierten. Durch umschalten auf den einen oder anderen Tank wird ein Pin vom Schalter reingedrückt und dadurch der Kontakt freigegeben. Die Schalter waren so nicht mehr zu bekommen. Mit improvisation habe ich dann zwei Bremslichtschalter Zweckentfremdet, die vom Aufbau her identisch sind. Dafür musste ich nur die Bohrung der Halterung etwas vergrößern. Jetzt kann der Benzinhahn wieder beim umschalten direkt auf den entsprechenden Tankgeber schalten. Zum Problem dass der Hahn nur aus einem Tank gezogen hatte: in dem Umschalter ist eine Korkdichtung, die gerne mal verrutscht. Also dne Schalter aufgemacht und entsprechend eine neue Dichtung eingebaut und gerichtet. Et Voila: Tankumschalter wieder voll Funktionsfähig. Der Schalter wird jetzt noch gesäubert und dann wieder verbaut.


    Zwar nur eine kleine Baustelle, wollte euch das ganze trotzdem nicht vorenthalten.







    Grüße, Kappes

    Weiter gehts,


    am Wochenende war ich wieder fleißig und konnte den Block wieder zu machen. Zylinderkopf war soweit fertig und konnte mit neuer ZKD komplettiert werden.









    Den Samstag hab ich dann genutzt um alles soweit fürs lackieren aufzuarbeiten und hab generell noch ein paar Teile, wie den Ventildeckel aufgehübscht mittels Politur und Schleif/Polieraufsätze für die Bohrmaschine. So sieht das Ergebnis aus:





    Anschließend gings an den Motorblock selbst. Alles soweit geschlossen dass kein Dreck an den Motor kommt und anschließend auch wieder mit Bohrmaschine und Drahtaufsätzen den Block stundenlang von gefühlt 5kg Dreck befreit. Darunter kam sogar das orginale, zarte Blau zum vorschein. Ein paar vorher/nachher Bilder:










    Anschließend ging es weiter mit Anbauteilen Aufarbeiten und vorbereiten fürs lackieren








    Dann kam auch endlich der neue Auspuff aus England. Erstmal ein günstiger von Britpart, da ich nicht genau weiß welche Auspuffanlage bei mir orginal verbaut war. Die jetzige ist umgebaut worden für den Dieselmotor.. Anhand von Bildern hab ich die jetzt erstmal zum testen bestellt. Wenn alles passt kommt dann eine Edelstahl-Anlage drunter.



    Dann habe ich eine Frage zum "Einstellen bzw. Ablesen der Steuerzeiten. Ich hab mich mit dem WHB grob eingelesen, da ich auch die neue elektrische Zündung danach einstellen muss. So ganz hab ich es allerdings noch nicht verstanden was mir die Markierungen auf dem Stirnrad/markierungen sagen möchten bzw. welcher Strich für welche Gradzahl vor/nach OT steht. Kann mir jemand sagen worauf mein Motor steht und wofür die einzelnen Zacken stehen? Müsste irgendwas mit 3° und 6° vor OT bedeuten. Beim ersten Bild stehen der 1. und 4. Zylinder ganz oben auf OT.





    Dann noch fragen zum lackieren: Hab den Motor jetzt von allem groben Befreit. Den Motor wollte ich ohne grundieren mit normalem Lack lackieren oder muss dieser vorher besser noch grundiert werden? Die Anbauteile hab ich vom Rost größtenteils befreit. Es ist hier und da allerdings noch leichter Rost auf den Teilen, welchen ich nicht 100% entfernt bekommen hab (siehe Bilder). Kann ich die Teile ohne weiteres grundieren und lackieren oder kommt da der Rost nach kürzester Zeit wieder durch? Wäre es besser vorher einen Rostprimer aufzutragen oder ist das bei hierbei nicht notwendig? Und die letzte frage: Kann der neue Krümmer und Auspuff so lackiert werden oder sollten die Teile auch vorher angeschliffen werden?


    Das wars wieder von mir, wenn alles passt geht es dann nächstes Wochenende ans lackieren und anschließendes komplettieren des Motors.


    Grüße, Kappes

    Hallo zusammen,


    in einem anderen Thread hatte ich bereits einige Fragen gestellt bezüglich einer Land Rover Serie, die starke Qualmprobleme hatte. Um den Beitrag nicht zweckzuentfremden und da das ganze was umfangreicher wird, möchte ich hier einen neuen Beitrag starten, wo ich immer mal wieder Schritt für Schritt den Fortschritt des Projektes berichte.

    Ich hab mich dazu entschieden, das Fahrzeug einer Komplettrestauration zu unterziehen und bin schon im vollen Gange. Leider wird es immer nur in unregelmäßigen Abständen einen Beitrag von mir geben, da ich zeitlich Momentan noch sehr eingespannt bin und nur ab und zu am Wochenende weiter machen kann.


    Zur Vorgeschichte: Schon seit längerer Zeit liebäugelte ich mit einem Militärfahrzeug, bei dem man kein Zelt aufbauen muss, sondern alles was man braucht "Huckepack" mit sich trägt. Das Fahrzeug sollte dabei handlich bleiben, nicht zu groß ausfallen und mit normalem Aufwand und Werkzeug reparabel sein. Durch Zufall bin ich auf eine LR Serie 2a Ambulanz gestoßen im weitestgehenden Orginalzustand und mit sämtlichen Equipment. Der Vorbesitzer hat den Orginalen 2.25l Benzin Motor umgebaut und durch einen 2.25l Diesel Motor ersetzt. Das Fahrzeug stand in England und war laut dem Besitzer in einem guten Zustand. Leider haben die Engländer eine andere Zustandsauffassung als wir hier und das Fahrzeug war ziemlich in die Jahre gekommen. Der Vorbesitzer war ein älterer Herr, der mit dem Fahrzeug schlichtweg überfordert war und nur das nötigste gemacht hat und dann auch auf die einfachste Art und weise. Trotz allerdem konnten wir uns einigen und ich entschied mich das Fahrzeug mit nach Deutschland zu nehmen. Hier angekommen wurde erstmal eine Bestandsaufnahme gemacht und festgestellt, das doch mehr Arbeit anliegt, als beschrieben.


    Die groben Mängel sind wie folgt (einmal alles zum mitnehmen):

    -Rahmen an einigen Stellen unprofessionell geschweißt und an ein paar Stellen durchgerostet.

    -Bulkhead (Spirtzwand) durchgerostet und unfachmännisch geflickt

    -Kabelbaum/Elektrik überholungsbedürftig und "gepfuscht"

    -Motor qualmt extrem und ist an einigen Stellen undicht

    -Bremsen Stellenweise verölt und dringend überholungsbedürftig

    -Getriebe stark undicht

    -Achsen undicht + Fahrzeug schwimmt / Teile ausgeschlagen

    -Differential vorne und hinten undicht

    -Reifen verschlissen


    Also wie ich schon sagte, bitte einmal alles neu. Das Landys gerne undicht sind und qualmen ist mir bekannt, aber in dem Umfang war es einfach zu viel und für mich auch nicht mehr vertretbar. Kurzerhand entschloss ich mich das ganze zu einem Großprojekt zu machen und das komplette Fahrzeug zu restaurieren.


    Dabei wird gemacht:

    -Vorderachse und Lenkung komplett überholen

    -Hinterachse komplett überholen

    -Fahrwerk erneuern

    -Bremsen und Leitungen komplett erneuern

    -Neuer Rahmen

    -Neue Spritzwand

    -Motor überholen

    -Getriebe neu abdichten

    -Differentiale neu abdichten

    -Komplett neuer Kabelbaum

    -Optimierungen



    So ging die Reise in England los..


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    Zuhause angekommen wurde der Ausgangszustand dokumentiert:


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    Als erstes sind neue gebrauchte Reifen auf das Fahrzeug gekommen, damit das Fahrzeug während der Restauration auch vernünftig "steht" und die Einrichtung im Aufbau wurde weitestgehend leer geräumt:


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    Dann habe ich mich versucht an den Motor zu geben.. Da dieser qualmte und Meiner Meinung nach auch keine richtige Leistung hatte, habe ich mithilfe eines MAN-Nutzfahrzeuge Mitarbeiters einige Ursachenmöglichkeiten erneuert. Dabei wurden die Einspritzdüsen erneuert,Ventile eingestellt, die Einspritzpumpe optimiert und die Kompression gemessen. Nachdem das schon einige Euros verschlungen hatte und wir feststellen mussten, dass der Motor mit im Schnitt 18 Bar Kompression lief, entschied ich mich den ganzen Motor gegen einen orginalen Benzinmotor zu tauschen. Als Iltisfahrer bin ich im Thema Zündung, Vergaser und Benzin eher Zuhause und der Benziner hat gegenüber dem Diesel größtenteils nur Vorteile. Ich konnte im Netz einen orginalen 2,25l Benziner ergattern, der mit 11 Bar Kompression noch ordentlich dabei ist und damit ideale Werte hatte. Der Motor wurde wie sich später festgestellt hat bereits einmal neu gemacht. Dabei wurden Übermaßkolben verbaut, der Block entsprechend aufgearbeitet und die Steuerkette samt Kettenrädern neu gemacht. Das hat mir natürlich einiges an Arbeit gespart, da ich am Kurbeltrieb selbst nichts mehr machen musste. Trotzdem musste der Motor nochmal überholt werden, da der Motor schon sehr lange Stand und nicht bewegt worden ist. So ging es für die Ambulanz ein vorerst letztes mal mit eigener Kraft in die Werkstatt, um da den Motorwechsel zu vollziehen und so kam der Dieselmotor raus:










    Die Schrauben der Karosserie und Kotflügel waren durch Kontaktkorrosion stellenweise extrem korrodiert und unzählige Schrauben sind abgebrochen oder konnten nur mühselig entfernt werden.


    Dann kam der "neue" Benzinmotor auch schon Bald an und konnte von mir bearbeitet werden. Dabei habe ich den ganzen Motor, bis auf den Kurbeltrieb zerlegt, um eine Sichtprüfung durchzuführen und diverse Komponenten neu abzudichten. Also erstmal Anbauteile, Ventildeckel und Kopf runter, alles gereinigt und Dichtungsreste entfernt. Motor gedreht und gleiches Spiel an der Ölwanne. Steuerkettengehäuse demontiert und auch dort alles geprüft und neu Abgedichtet. Nach der Groben Reinigung und dem entfernen starker Ölablagerungen habe ich dann erstmal die Simmeringe der Kurbelwelle erneuert und die Lagerschalen geprüft. Wie gesagt der Kurbeltrieb war soweit in Ordnung und musste nicht nochmal überholt werden (Never touch a running system). Simmering und Schutzblech vom Steuergehäusedeckel wurden auch erneuert. Die Wasserpumpe wurde im gleichen Zuge von Ablagerungen befreit, instandgesetzt und neu abgedichtet. Bei den Papierdichtungen habe ich sicherheitshalber auf beide Seiten dünn Hylomar verteilt, damit ich auch länger ruhe vor eventuellen Undichtigkeiten habe.














    Dann wurde Steuerkettengehäuse und Ölwanne wieder montiert und am Zylinderkopf weiter gemacht. Erstmal die Kipphebelwelle demnontiert umd dann die Ventile zu demontieren. Die Kipphebelwelle war eingelaufen und wurde erneuert, Zeitgleich wurden Ventilschaftdichtungen erneuert und die Ventile geprüft und neu eingeschliffen. Anschließen wieder montiert und neu abgedichtet.














    Zwischendurch wurden noch einige Kleinteile erneuert. Ich habe bereits einige Teile bestellt die hier auf Lager liegen und drauf warten eingebaut zu werden. Nächstes Wochenende wird der Kopf dann wieder montiert und der Block ist damit wieder soweit zusammen. Wenn das Wetter dann mitspielt wird der Block in den nächsten Wochen von außen gereinigt und in Duck-Egg blue lackiert, Anbauteile Schwarz. Einige Neuteile liegen schon hier und warten darauf eingebaut zu werden: Lichtmaschine, Kupplung, Anlasser, Zündung komplett, Keilriemen, Krümmer, Auspuff und und und.. Teile für die Lenkung sind ebenfalls schon hier.


    Durch Zufall konnte ich in Bayern ein neues verzinktes Chassis, welches speziell für eine Ambulanz ist ergattern inklusive restaurierter Spritzwand und jede Menge Kleinteile.




    Der Zündverteiler wird von einer mechanischen Zündung umgebaut auf eine elektronische 123-Ignition. Dadurch werden Zündprobleme reduziert und die Leistung optimiert.


    Zudem habe ich noch ein Overdrive-Nachrüstkit geordert, welches Momentan überholt wird. Für alle die nicht zu im Thema sind: Ein Overdrive ist eine Art Zwischengetriebe, welches Analssergröße hat und aufs Getriebe geflanscht wird. Ein Zusätzlicher Schalthebel wird in den Innenraum gelegt und dadurch erhält der Landy Zwischengänge und eine längere Übersetzung im letzten Gang. Dadurch wird die Drehzahl gesenkt und grade bei dem Gewicht hat man mehr Übersetzungsmöglichkeiten um das Fahrzeug berghoch zu bekommen und hat auf der AB theoretisch auch eine etwas höhere Reisegeschwindigkeit.


    Wenn der Motor soweit fertig ist wird er wieder eingebaut. Vergaser und diverse Anbauteile werden dabei Überholt und neu abgedichtet. Beim provisorischen Einbau schaue ich ob alles Ordnungsgemäß funktioniert und fahre das Fahrzeug anschließend raus, um den Aufbau runter zu nehmen. Der nimmt viel Platz in der Werkstatt weg und Stört bei Arbeiten an der Achse. Den Aufbau werde ich provisorisch auf ein altes Wohnwagen-Fahrgestell montieren um ihn nach Bedarf bewegen zu können. Dann wird das Fahrzeug wieder in die Werkstatt gefahren und das Getriebe ausgebaut. Das Getriebe bekommt neue Simmeringe und wird komplett neu abgedichtet. Dabei wird das Overdrive in einem Nachgerüstet und wieder eingebaut.


    Wenn Motor und Getriebe dann fertig sind, werden die Achsen ausgebaut und überholt. Anschließend auf dem neuen Chassis montiert. Die Differentiale werden gleich mit getauscht und neu abgedichtet. Wenn ich dann ein Rolling Chassis habe, wird das Fahrzeug Stück für Stück auf den neuen Rahmen gesetzt, bis ich dann hoffentlich irgendwann in den nächsten Jahren mit einem frischen TÜV-Stempel vom Hof der Prüfstelle Rolle. Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen und einiges an Arbeit kommen. Aber ich bin zuversichtlich und hoffe, dass ich in den nächsten Jahren damit fertig werden.


    Ich werde euch in diesem Beitrag auf dem laufenden halten. Das war es soweit erstmal von mir, ich melde mich wenn es wieder was neues gibt.


    Bis dahin! Kappes :thumbsup:

    Hallo zusammen,


    Im Zuge meiner Ambulanz Restauration, überhole ich zur Zeit einen LR 2.25 l Benzinmotor. Den Motor habe ich aus einem Schlachtfahrzeug bezogen und hatte noch gute Kompression und lief unauffällig.


    Den Motor habe ich zur Zeit fast komplett zerlegt. Dabei konnte ich feststellen das Übermaßkolben (+040) verbaut worden sind und der Motor schon mal überarbeitet worden ist.


    Was mich allerdings etwas stutzig macht ist die Kurbelwelle.. Beim demontieren der Ölwanne ist mir aufgefallen, dass die Kurbelwelle jeweils an den äußeren Wuchtgewichten abgeschliffen worden ist.. Das kam mir sehr komisch und auch unfachmännisch ausgeführt vor, weshalb ich hier einmal nachfragen möchte, ob einem ein solches Prozedere bekannt ist und warum man so etwas macht? Kann mir nicht vorstellen dass eine Kurbelwelle so ausgewuchtet wird.. Nur die äußeren Wuchtgewichte sind etwas abgeschliffen. Im Motor selbst und in der Ölwanne konnte ich nicht feststellen, dass die KW dort irgendwo geschliffen hätte und auch sonst sieht die KW in Ordnung aus. Die Pleuel haben an der KW kein höhenspiel, aber minimalstes seitliches Spiel.


    Meine Frage ist, muss die Kurbelwelle in dem Falle neu oder kann ich das ganze wieder so zusammenbauen, da der 2.25 l Land Rover Motor auch relativ unempfindlich ist. Habe allerdings bedenken wegen eventueller Unwucht, sofern die bei etwas abgeschliffenem entstehen kann. Über ein paar Erfahrungen von Fachleuten wäre ich dankbar, da es schwierig wird eine alternativ Kurbelwelle zu finden und eine neue schon ein paar Euro kostet.


    Hab den Motor einmal laufen gehabt und da lief er unauffällig, ruhig und ohne irgendwelche Auffälligkeiten.


    Anbei ein paar Bilder


    Besten Dank, Kevin

    Hi, Zum Thema Lenkverhalten und wandern:


    Hab mich noch etwas mit dem Thema befasst und möchte bald sowieso alle Gelenkköpfe von Lenkgetriebe bis auf das Rad erneuern. Habe mich dazu noch etwas eingelesen und meine Vorspur (Am Felgenrand vorne und hinten auf Nabenhöhe gemessen mit zwei Zollstöcken) liegt nicht zwischen 1,2mm und 2,4mm wie im WHB geschrieben, sondern bei stolzen 11mm Vorspur - Habe das ganze mehrmals nachgemessen und geschaut dass ich keine "messfehler" gemacht habe und es waren tatsächlich 11mm. Kann das ein Grund sein warum das Fahrzeug ständig nach links oder rechts zieht Oder hat eine zu starke Vorspur darauf keinen Einfluss?


    Am Wochenende gehts weiter mit dem Motorausbau


    Grüße

    Hi Pitter,


    der Motor wird erst wieder auf das alte Chassis gesetzt und soweit angepasst, dass er erstmal so läuft und bewegt werden kann. Dann werde ich auch am "alten" Fahrzeug noch ein paar Baustellen beheben und wenn dann alles soweit solide ist, beginne ich mit dem Neuaufbau am neuen Rahmen. Ist zwar etwas mehr Arbeit, aber dafür behalte ich den Überblick und kann einige Fehlerquellen auschließen, als dass ich alles auf einmal neu mache.


    Wenn der Motor läuft kommt wie ich Bereits sagte der Ambulanz Aufbau runter. Danach werden die Achsen erneuert und anschließend auf den neuen Rahmen umgebaut. Dann die Spritzwand, Lenkung, Bremse, Motor und Getriebe und wieder alles langsam zurück.


    Soweit der Plan, bis dahin wird aber noch viel Zeit ins Land gehen.


    Grüße, Kappes