Beiträge von Kappes

    So sah das Endergebnis dann heute aus:









    Glänzt für Meinen geschmack noch etwas zu viel aber das wird sich sicherlich relativ schnell mit der Zeit legen. Wichtig ist dass die Lackstruktur einigermaßen glatt ist, damit sich nicht unnötig viel Dreck am Motor sammelt. Nächstes Wochenende werden dann Auspuffteile und noch ein paar Kleinteile schwarz lackiert und zusammengebaut.


    @ Christian: Übrigens sehr schönes Piglet! Auch ein mehr als seltenes Fahrzeug in Deutschland! Sieht man auch nicht an jeder Ecke..Die Ambulanz hat laut Papieren übrigens das gleiche Kampfgewicht von 2,4 Tonnen mit 68 PS :thumbsup:


    @ Nobi: Hatte Anfangs auch Überlegt einen 200 bzw 300 tdi einzubauen oder einen 6-Zylinder bzw V8 vom Landy.. Oder einen 2,5 Diesel.. Aber habe mich bewusst dagegen entschieden. Alltagstauglichkeit hin oder her aber dafür fahre ich das Fahrzeug nicht. Wenns danach ginge hätte ich mir einen Ducato-Camper gekauft. Klar ist mehr Leistung schön aber der Orginalität zuliebe habe ich es gelassen und außerdem finde ich, dass solche Fahrzeuge das Leben im wahrsten Sinne entschleunigen und der Weg das Ziel ist. Solange ich auf der falchen AB mit Annähernd 80-90 fahren kann, bin ich völlig zufrieden. Ich habe das Fahrzeug mit einem 2.25l Diesel mit schlechter Kompression kennegelernt, viel schlimmer kann es mit dem Benziner nicht werden :H: Von daher bin ich mit der Kompression des Benziners, der "spritzigkeit", dem Overdrive und der elektronischen Zündung sehr zuversichtlich 8] Und wenns nicht viel schneller wird dann isset eben so, wie der Rheinländer sagt ,:)


    Nächstes Wochenende gehts dann weiter.. Grüße, Kappes

    SIGGI109: Habe irgendwo gelesen dass auch ein anderes Getriebe verbaut werden sollte und Kardanwellen/Steckachsen eingekürzt werden müssen.


    Christian: Genau, Elektrische Zündung habe ich auch schon hier liegen und Einbaubereit. Wenn der Motor komplettiert wird kommt die natürlich mit ran.


    Gestern dann noch das Schwungradgehäuse gesäubert. Zwischenzeitlich sind noch neue verbesserte Dachlüfter angekommen, die von den NL Ambulancen sind. Rep Bleche für die Türe sind auch gekommen und wurden zusammen mit den Haltern fürs Lenkgetriebe grundiert.


    Heute kam dann endlich was Farbe ins Spiel. Alles abgeschliffen, gereinigt und grundiert. Da die Temperaturen heut nicht so ideal waren, habe ich mit einem Heizgebläse was nachgeholfen. Wetter hat ansonsten gepasst! Das Schlumpfblau ist Anfangs gewöhnungsbedürftig, aber hat beim trocknen an Intensität verloren und gefällt mir sogar ganz gut! Wollte noch ein paar Kleinteile in schwarz lackieren und den Auspuff und Krümmer lackieren, bin dazu allerdings nicht mehr gekommen weils schon schnell dunkel wurde.. Wenn Gott dann so will kann ich nächstes Wochenende den Motor wieder komplettieren ,:)



















    Bin jetzt auch stolzer Besitzer eines Babyblauen Motors :bier:



    Viele Grüße, Kappes

    Hi Christian,

    danke für den Link der hat mir schonmal gut weiter geholfen! Zum Mammutpark-Treffen werd ich es definitiv nicht schaffen. Dafür steckt noch zu viel Arbeit in dem Auto. Die nächsten Jahre werd ich noch gut beschäftigt sein. Aber ich bin zuversichtlich, wenn Motor, Getriebe, Elektrik und Achsen erstmal fertig sind, dass es dann auch relativ schnell gegen ende geht. Aber bis dahin dauerts noch etwas. Riemenscheibe ist eine neue dran gekommen. der mittlere Strich auf der Scheibe steht für OT und von daher konnte ich das ganze mit deiner Hilfe gut aufschlüsseln!

    Der Motor ist jetzt auf der Zielgraden. Heute sind wieder einige Pakete gekommen. Unter anderem der Lack für den Motor und Anbauteile, Anlasser, Motorlager und ein paar andere Kleinteile. Sprich wenn alles klappt wird am Wochenende lackiert und dann der Motor endlich wieder komplettiert. Kannst du mir eigentlich mal ein Bild von deinem Piglet schicken? Würde das Fahrzeug gerne mal in natura sehen.:H:


    Siggi: Den 2,5er hatte ich auch auf der Liste stehen, hab mich aber doch für den orginalen entschieden, da der 2,5er Benziner 1. schwer zu bekommen ist und 2. einige Anpassungsarbeiten notwendig sind. Dann lieber orginooool. Diesel kam für mich bei dem Fahrzeug nicht mehr in Frage. der 6-Zylinder oder v8 wäre in der Ambulanz auch sicher schön gewesen, aber die gleichen Probleme wie beim 2,5er...


    Heute hab ich mich an eine kleine Baustelle gegeben und zwar der Tankschalter, den meines wissens nach nur die militärischen Landys hatten. Der Schalter hat nur aus einem Tank Sprit gezogen und die Tankuhr war auch provisorisch mit einem Schalter überbrückt, um den Inhalt der beiden Tanks jeweils sehen zu können. Nach durchmessen der alten Schalter stellte sich raus, dass die schon vor einigen Jahren ihren Dienst quittierten. Durch umschalten auf den einen oder anderen Tank wird ein Pin vom Schalter reingedrückt und dadurch der Kontakt freigegeben. Die Schalter waren so nicht mehr zu bekommen. Mit improvisation habe ich dann zwei Bremslichtschalter Zweckentfremdet, die vom Aufbau her identisch sind. Dafür musste ich nur die Bohrung der Halterung etwas vergrößern. Jetzt kann der Benzinhahn wieder beim umschalten direkt auf den entsprechenden Tankgeber schalten. Zum Problem dass der Hahn nur aus einem Tank gezogen hatte: in dem Umschalter ist eine Korkdichtung, die gerne mal verrutscht. Also dne Schalter aufgemacht und entsprechend eine neue Dichtung eingebaut und gerichtet. Et Voila: Tankumschalter wieder voll Funktionsfähig. Der Schalter wird jetzt noch gesäubert und dann wieder verbaut.


    Zwar nur eine kleine Baustelle, wollte euch das ganze trotzdem nicht vorenthalten.







    Grüße, Kappes

    Weiter gehts,


    am Wochenende war ich wieder fleißig und konnte den Block wieder zu machen. Zylinderkopf war soweit fertig und konnte mit neuer ZKD komplettiert werden.









    Den Samstag hab ich dann genutzt um alles soweit fürs lackieren aufzuarbeiten und hab generell noch ein paar Teile, wie den Ventildeckel aufgehübscht mittels Politur und Schleif/Polieraufsätze für die Bohrmaschine. So sieht das Ergebnis aus:





    Anschließend gings an den Motorblock selbst. Alles soweit geschlossen dass kein Dreck an den Motor kommt und anschließend auch wieder mit Bohrmaschine und Drahtaufsätzen den Block stundenlang von gefühlt 5kg Dreck befreit. Darunter kam sogar das orginale, zarte Blau zum vorschein. Ein paar vorher/nachher Bilder:










    Anschließend ging es weiter mit Anbauteilen Aufarbeiten und vorbereiten fürs lackieren








    Dann kam auch endlich der neue Auspuff aus England. Erstmal ein günstiger von Britpart, da ich nicht genau weiß welche Auspuffanlage bei mir orginal verbaut war. Die jetzige ist umgebaut worden für den Dieselmotor.. Anhand von Bildern hab ich die jetzt erstmal zum testen bestellt. Wenn alles passt kommt dann eine Edelstahl-Anlage drunter.



    Dann habe ich eine Frage zum "Einstellen bzw. Ablesen der Steuerzeiten. Ich hab mich mit dem WHB grob eingelesen, da ich auch die neue elektrische Zündung danach einstellen muss. So ganz hab ich es allerdings noch nicht verstanden was mir die Markierungen auf dem Stirnrad/markierungen sagen möchten bzw. welcher Strich für welche Gradzahl vor/nach OT steht. Kann mir jemand sagen worauf mein Motor steht und wofür die einzelnen Zacken stehen? Müsste irgendwas mit 3° und 6° vor OT bedeuten. Beim ersten Bild stehen der 1. und 4. Zylinder ganz oben auf OT.





    Dann noch fragen zum lackieren: Hab den Motor jetzt von allem groben Befreit. Den Motor wollte ich ohne grundieren mit normalem Lack lackieren oder muss dieser vorher besser noch grundiert werden? Die Anbauteile hab ich vom Rost größtenteils befreit. Es ist hier und da allerdings noch leichter Rost auf den Teilen, welchen ich nicht 100% entfernt bekommen hab (siehe Bilder). Kann ich die Teile ohne weiteres grundieren und lackieren oder kommt da der Rost nach kürzester Zeit wieder durch? Wäre es besser vorher einen Rostprimer aufzutragen oder ist das bei hierbei nicht notwendig? Und die letzte frage: Kann der neue Krümmer und Auspuff so lackiert werden oder sollten die Teile auch vorher angeschliffen werden?


    Das wars wieder von mir, wenn alles passt geht es dann nächstes Wochenende ans lackieren und anschließendes komplettieren des Motors.


    Grüße, Kappes

    Hallo zusammen,


    in einem anderen Thread hatte ich bereits einige Fragen gestellt bezüglich einer Land Rover Serie, die starke Qualmprobleme hatte. Um den Beitrag nicht zweckzuentfremden und da das ganze was umfangreicher wird, möchte ich hier einen neuen Beitrag starten, wo ich immer mal wieder Schritt für Schritt den Fortschritt des Projektes berichte.

    Ich hab mich dazu entschieden, das Fahrzeug einer Komplettrestauration zu unterziehen und bin schon im vollen Gange. Leider wird es immer nur in unregelmäßigen Abständen einen Beitrag von mir geben, da ich zeitlich Momentan noch sehr eingespannt bin und nur ab und zu am Wochenende weiter machen kann.


    Zur Vorgeschichte: Schon seit längerer Zeit liebäugelte ich mit einem Militärfahrzeug, bei dem man kein Zelt aufbauen muss, sondern alles was man braucht "Huckepack" mit sich trägt. Das Fahrzeug sollte dabei handlich bleiben, nicht zu groß ausfallen und mit normalem Aufwand und Werkzeug reparabel sein. Durch Zufall bin ich auf eine LR Serie 2a Ambulanz gestoßen im weitestgehenden Orginalzustand und mit sämtlichen Equipment. Der Vorbesitzer hat den Orginalen 2.25l Benzin Motor umgebaut und durch einen 2.25l Diesel Motor ersetzt. Das Fahrzeug stand in England und war laut dem Besitzer in einem guten Zustand. Leider haben die Engländer eine andere Zustandsauffassung als wir hier und das Fahrzeug war ziemlich in die Jahre gekommen. Der Vorbesitzer war ein älterer Herr, der mit dem Fahrzeug schlichtweg überfordert war und nur das nötigste gemacht hat und dann auch auf die einfachste Art und weise. Trotz allerdem konnten wir uns einigen und ich entschied mich das Fahrzeug mit nach Deutschland zu nehmen. Hier angekommen wurde erstmal eine Bestandsaufnahme gemacht und festgestellt, das doch mehr Arbeit anliegt, als beschrieben.


    Die groben Mängel sind wie folgt (einmal alles zum mitnehmen):

    -Rahmen an einigen Stellen unprofessionell geschweißt und an ein paar Stellen durchgerostet.

    -Bulkhead (Spirtzwand) durchgerostet und unfachmännisch geflickt

    -Kabelbaum/Elektrik überholungsbedürftig und "gepfuscht"

    -Motor qualmt extrem und ist an einigen Stellen undicht

    -Bremsen Stellenweise verölt und dringend überholungsbedürftig

    -Getriebe stark undicht

    -Achsen undicht + Fahrzeug schwimmt / Teile ausgeschlagen

    -Differential vorne und hinten undicht

    -Reifen verschlissen


    Also wie ich schon sagte, bitte einmal alles neu. Das Landys gerne undicht sind und qualmen ist mir bekannt, aber in dem Umfang war es einfach zu viel und für mich auch nicht mehr vertretbar. Kurzerhand entschloss ich mich das ganze zu einem Großprojekt zu machen und das komplette Fahrzeug zu restaurieren.


    Dabei wird gemacht:

    -Vorderachse und Lenkung komplett überholen

    -Hinterachse komplett überholen

    -Fahrwerk erneuern

    -Bremsen und Leitungen komplett erneuern

    -Neuer Rahmen

    -Neue Spritzwand

    -Motor überholen

    -Getriebe neu abdichten

    -Differentiale neu abdichten

    -Komplett neuer Kabelbaum

    -Optimierungen



    So ging die Reise in England los..


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    Zuhause angekommen wurde der Ausgangszustand dokumentiert:


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    Als erstes sind neue gebrauchte Reifen auf das Fahrzeug gekommen, damit das Fahrzeug während der Restauration auch vernünftig "steht" und die Einrichtung im Aufbau wurde weitestgehend leer geräumt:


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    Dann habe ich mich versucht an den Motor zu geben.. Da dieser qualmte und Meiner Meinung nach auch keine richtige Leistung hatte, habe ich mithilfe eines MAN-Nutzfahrzeuge Mitarbeiters einige Ursachenmöglichkeiten erneuert. Dabei wurden die Einspritzdüsen erneuert,Ventile eingestellt, die Einspritzpumpe optimiert und die Kompression gemessen. Nachdem das schon einige Euros verschlungen hatte und wir feststellen mussten, dass der Motor mit im Schnitt 18 Bar Kompression lief, entschied ich mich den ganzen Motor gegen einen orginalen Benzinmotor zu tauschen. Als Iltisfahrer bin ich im Thema Zündung, Vergaser und Benzin eher Zuhause und der Benziner hat gegenüber dem Diesel größtenteils nur Vorteile. Ich konnte im Netz einen orginalen 2,25l Benziner ergattern, der mit 11 Bar Kompression noch ordentlich dabei ist und damit ideale Werte hatte. Der Motor wurde wie sich später festgestellt hat bereits einmal neu gemacht. Dabei wurden Übermaßkolben verbaut, der Block entsprechend aufgearbeitet und die Steuerkette samt Kettenrädern neu gemacht. Das hat mir natürlich einiges an Arbeit gespart, da ich am Kurbeltrieb selbst nichts mehr machen musste. Trotzdem musste der Motor nochmal überholt werden, da der Motor schon sehr lange Stand und nicht bewegt worden ist. So ging es für die Ambulanz ein vorerst letztes mal mit eigener Kraft in die Werkstatt, um da den Motorwechsel zu vollziehen und so kam der Dieselmotor raus:










    Die Schrauben der Karosserie und Kotflügel waren durch Kontaktkorrosion stellenweise extrem korrodiert und unzählige Schrauben sind abgebrochen oder konnten nur mühselig entfernt werden.


    Dann kam der "neue" Benzinmotor auch schon Bald an und konnte von mir bearbeitet werden. Dabei habe ich den ganzen Motor, bis auf den Kurbeltrieb zerlegt, um eine Sichtprüfung durchzuführen und diverse Komponenten neu abzudichten. Also erstmal Anbauteile, Ventildeckel und Kopf runter, alles gereinigt und Dichtungsreste entfernt. Motor gedreht und gleiches Spiel an der Ölwanne. Steuerkettengehäuse demontiert und auch dort alles geprüft und neu Abgedichtet. Nach der Groben Reinigung und dem entfernen starker Ölablagerungen habe ich dann erstmal die Simmeringe der Kurbelwelle erneuert und die Lagerschalen geprüft. Wie gesagt der Kurbeltrieb war soweit in Ordnung und musste nicht nochmal überholt werden (Never touch a running system). Simmering und Schutzblech vom Steuergehäusedeckel wurden auch erneuert. Die Wasserpumpe wurde im gleichen Zuge von Ablagerungen befreit, instandgesetzt und neu abgedichtet. Bei den Papierdichtungen habe ich sicherheitshalber auf beide Seiten dünn Hylomar verteilt, damit ich auch länger ruhe vor eventuellen Undichtigkeiten habe.














    Dann wurde Steuerkettengehäuse und Ölwanne wieder montiert und am Zylinderkopf weiter gemacht. Erstmal die Kipphebelwelle demnontiert umd dann die Ventile zu demontieren. Die Kipphebelwelle war eingelaufen und wurde erneuert, Zeitgleich wurden Ventilschaftdichtungen erneuert und die Ventile geprüft und neu eingeschliffen. Anschließen wieder montiert und neu abgedichtet.














    Zwischendurch wurden noch einige Kleinteile erneuert. Ich habe bereits einige Teile bestellt die hier auf Lager liegen und drauf warten eingebaut zu werden. Nächstes Wochenende wird der Kopf dann wieder montiert und der Block ist damit wieder soweit zusammen. Wenn das Wetter dann mitspielt wird der Block in den nächsten Wochen von außen gereinigt und in Duck-Egg blue lackiert, Anbauteile Schwarz. Einige Neuteile liegen schon hier und warten darauf eingebaut zu werden: Lichtmaschine, Kupplung, Anlasser, Zündung komplett, Keilriemen, Krümmer, Auspuff und und und.. Teile für die Lenkung sind ebenfalls schon hier.


    Durch Zufall konnte ich in Bayern ein neues verzinktes Chassis, welches speziell für eine Ambulanz ist ergattern inklusive restaurierter Spritzwand und jede Menge Kleinteile.




    Der Zündverteiler wird von einer mechanischen Zündung umgebaut auf eine elektronische 123-Ignition. Dadurch werden Zündprobleme reduziert und die Leistung optimiert.


    Zudem habe ich noch ein Overdrive-Nachrüstkit geordert, welches Momentan überholt wird. Für alle die nicht zu im Thema sind: Ein Overdrive ist eine Art Zwischengetriebe, welches Analssergröße hat und aufs Getriebe geflanscht wird. Ein Zusätzlicher Schalthebel wird in den Innenraum gelegt und dadurch erhält der Landy Zwischengänge und eine längere Übersetzung im letzten Gang. Dadurch wird die Drehzahl gesenkt und grade bei dem Gewicht hat man mehr Übersetzungsmöglichkeiten um das Fahrzeug berghoch zu bekommen und hat auf der AB theoretisch auch eine etwas höhere Reisegeschwindigkeit.


    Wenn der Motor soweit fertig ist wird er wieder eingebaut. Vergaser und diverse Anbauteile werden dabei Überholt und neu abgedichtet. Beim provisorischen Einbau schaue ich ob alles Ordnungsgemäß funktioniert und fahre das Fahrzeug anschließend raus, um den Aufbau runter zu nehmen. Der nimmt viel Platz in der Werkstatt weg und Stört bei Arbeiten an der Achse. Den Aufbau werde ich provisorisch auf ein altes Wohnwagen-Fahrgestell montieren um ihn nach Bedarf bewegen zu können. Dann wird das Fahrzeug wieder in die Werkstatt gefahren und das Getriebe ausgebaut. Das Getriebe bekommt neue Simmeringe und wird komplett neu abgedichtet. Dabei wird das Overdrive in einem Nachgerüstet und wieder eingebaut.


    Wenn Motor und Getriebe dann fertig sind, werden die Achsen ausgebaut und überholt. Anschließend auf dem neuen Chassis montiert. Die Differentiale werden gleich mit getauscht und neu abgedichtet. Wenn ich dann ein Rolling Chassis habe, wird das Fahrzeug Stück für Stück auf den neuen Rahmen gesetzt, bis ich dann hoffentlich irgendwann in den nächsten Jahren mit einem frischen TÜV-Stempel vom Hof der Prüfstelle Rolle. Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen und einiges an Arbeit kommen. Aber ich bin zuversichtlich und hoffe, dass ich in den nächsten Jahren damit fertig werden.


    Ich werde euch in diesem Beitrag auf dem laufenden halten. Das war es soweit erstmal von mir, ich melde mich wenn es wieder was neues gibt.


    Bis dahin! Kappes :thumbsup:

    Hallo zusammen,


    Im Zuge meiner Ambulanz Restauration, überhole ich zur Zeit einen LR 2.25 l Benzinmotor. Den Motor habe ich aus einem Schlachtfahrzeug bezogen und hatte noch gute Kompression und lief unauffällig.


    Den Motor habe ich zur Zeit fast komplett zerlegt. Dabei konnte ich feststellen das Übermaßkolben (+040) verbaut worden sind und der Motor schon mal überarbeitet worden ist.


    Was mich allerdings etwas stutzig macht ist die Kurbelwelle.. Beim demontieren der Ölwanne ist mir aufgefallen, dass die Kurbelwelle jeweils an den äußeren Wuchtgewichten abgeschliffen worden ist.. Das kam mir sehr komisch und auch unfachmännisch ausgeführt vor, weshalb ich hier einmal nachfragen möchte, ob einem ein solches Prozedere bekannt ist und warum man so etwas macht? Kann mir nicht vorstellen dass eine Kurbelwelle so ausgewuchtet wird.. Nur die äußeren Wuchtgewichte sind etwas abgeschliffen. Im Motor selbst und in der Ölwanne konnte ich nicht feststellen, dass die KW dort irgendwo geschliffen hätte und auch sonst sieht die KW in Ordnung aus. Die Pleuel haben an der KW kein höhenspiel, aber minimalstes seitliches Spiel.


    Meine Frage ist, muss die Kurbelwelle in dem Falle neu oder kann ich das ganze wieder so zusammenbauen, da der 2.25 l Land Rover Motor auch relativ unempfindlich ist. Habe allerdings bedenken wegen eventueller Unwucht, sofern die bei etwas abgeschliffenem entstehen kann. Über ein paar Erfahrungen von Fachleuten wäre ich dankbar, da es schwierig wird eine alternativ Kurbelwelle zu finden und eine neue schon ein paar Euro kostet.


    Hab den Motor einmal laufen gehabt und da lief er unauffällig, ruhig und ohne irgendwelche Auffälligkeiten.


    Anbei ein paar Bilder


    Besten Dank, Kevin

    Hi, Zum Thema Lenkverhalten und wandern:


    Hab mich noch etwas mit dem Thema befasst und möchte bald sowieso alle Gelenkköpfe von Lenkgetriebe bis auf das Rad erneuern. Habe mich dazu noch etwas eingelesen und meine Vorspur (Am Felgenrand vorne und hinten auf Nabenhöhe gemessen mit zwei Zollstöcken) liegt nicht zwischen 1,2mm und 2,4mm wie im WHB geschrieben, sondern bei stolzen 11mm Vorspur - Habe das ganze mehrmals nachgemessen und geschaut dass ich keine "messfehler" gemacht habe und es waren tatsächlich 11mm. Kann das ein Grund sein warum das Fahrzeug ständig nach links oder rechts zieht Oder hat eine zu starke Vorspur darauf keinen Einfluss?


    Am Wochenende gehts weiter mit dem Motorausbau


    Grüße

    Hi Pitter,


    der Motor wird erst wieder auf das alte Chassis gesetzt und soweit angepasst, dass er erstmal so läuft und bewegt werden kann. Dann werde ich auch am "alten" Fahrzeug noch ein paar Baustellen beheben und wenn dann alles soweit solide ist, beginne ich mit dem Neuaufbau am neuen Rahmen. Ist zwar etwas mehr Arbeit, aber dafür behalte ich den Überblick und kann einige Fehlerquellen auschließen, als dass ich alles auf einmal neu mache.


    Wenn der Motor läuft kommt wie ich Bereits sagte der Ambulanz Aufbau runter. Danach werden die Achsen erneuert und anschließend auf den neuen Rahmen umgebaut. Dann die Spritzwand, Lenkung, Bremse, Motor und Getriebe und wieder alles langsam zurück.


    Soweit der Plan, bis dahin wird aber noch viel Zeit ins Land gehen.


    Grüße, Kappes

    Siggi: Die Niederländer hatten den Dieselmotor serienmäßig drin, ja. Meiner Meinung nach aber nicht der ideale Motor. Die Engländer hatten meines Wissens nach orginal nur Benziner in ihren Ambulanz. Glaube die NL-Fahrzeuge hatten auch 24V Bordnetz und "Nato-Austattung" wobei die Englischen nur ein einfaches 12V Bordnetz hatten.


    @Nobbi: Ob er fünfach gelagert ist kann ich aktuell noch nicht sagen. Der Motor läuft sehr solide und ich bin erstmal froh einen nicht überteuerten Motor bekommen zu haben, der auch noch vernünftig Kompression hat und schön ruhig läuft. Wäre klasse wenn er 5-fach gelagert ist, aber ich nehme ihn so auch als 3-fach gelagerten :daumenhoch: Laut Motornummer ist der Motor aus einer Serie 3 und hat den Öleinfülstutzen am Ventildeckel. Nach den Rippen am Block kann ich erst die nächsten Wochen schauen.


    Grüße, Kappes

    So, ich hab endlich nochmal Zeit bekommen mich zu melden.


    Nach ausgiebigen Gesprächen mit diversen Landy-Fahrern und etlichen Stunden in diversen Land Rover Foren bin ich zum entschluss gekommen den 2.25l Diesel auszubauen und den orginalen 2.25l Benziner wieder einzubauen. Grund: Der Hauptgrund ist zum einen will ich das Fahrzeug orginal halten und keinen Fremdmotor verbauen, zum anderen ist der Benziner der "kraftvollere" Motor von den beiden. Orginal waren in der Ambulanz auch nur Benzinmotoren verbaut, eben auch aus dem Grund. Der Diesel ist schlichtweg mit dem Gewicht überfordert. Der Benziner macht auch keine Rakete aus dem Fischkutter, ist aber die beste Alternative und der beste Kompromiss den ich abwägen konnte um weitestgehend auch ein orginalgetreues Fahrzeug zu fahren mit H-Kennzeichen. Habe mir die letzte Zeit einige Motoren und Umbauberichte angeschaut. Ich habe jemanden gefunden, der für meinen Dieselmotor verwendung hat mit seinen Macken und konnte fast zeitgleich einen kompletten und guten Benzinmotor aus einem Schlachtfahrzeug finden. Der neue Motor hat noch sehr gute Kompression für seinesgleichen (9,5-10,5 Bar kalt), qualmt nicht, läuft solide und ruhig und ist mit sämtlichen Anbauteilen, die ich brauche. Kurz gesagt: Diesel Raus, Benziner rein, Kabelbaum wieder von Diesel auf Benzin umbauen, Tanks und Leitungen ordentlich durchspülen und dann gucken ob der Plan aufgeht. Für mich war es auch einfach eine Rechensache, da ich den Motor günstig bekommen konnte und ich in den Diesel auch noch Geld hätte reinstecken müssen. Weil ich eh Iltis fahre und auch da eher in der Benzin-Zündungs-Thematik bin, habe ich mich für den Benziner entschieden. Bis auf den Verbrauch bringt der Benziner in der Ambulanz nur Vorteile mit sich..


    Aktuell bin ich dran den Motor auszubauen. Der Vorbesitzer hat leider nicht sehr schön gearbeitet und die ein oder andere "Überraschung" ist während des schraubens aufgetaucht. Da ich aber generell schon wusste, dass der Rahmen und die Spritzwand an einigen Stellen "durch" ist, habe ich vor einiger Zeit schon einen neuen verzinkten Ambulanz-Rahmen und eine restaurierte Spritzwand organisiert.


    Was mich ziemlich zurück wirft sind die ganzen schrauben.. Das viel schlimmere ist, dass fast jede schraube gekontert ist mit einer Mutter und man einen gefühlt 3m langen arm haben muss, um gleichzeitig zu Kontern und loszuschrauben wenn man den Schlüssel nirgendwo anlegen oder verkanten kann. "Mal eben" den Kotflügel abmachen endet in einer halben Tages Aktion aber ich wusste ja was ich kaufe :-D


    Ein Wort, dass das ganze gut beschreibt ist: KONTAKTKORROSION


    Sobald der Benzinmotor drin ist und läuft werde ich den Ambulanz Koffer runter nehmen und mich um einige kleinere Baustellen kümmern, wenn dann alles soweit in Ordnung ist werde ich anfangen, das Fahrzeug auf den neuen Rahmen aufzubauen und umzubauen. Es wird noch viel Zeit bis dahin ins land gehen aber Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.


    Das war es erstmal von mir wieder, werde euch die nächsten Monate auf dem laufenden halten.


    Grüße, Kappes

    Hi Sascha,



    ARHGHHHH!!! Bis vor ein paar Wochen hatte ich noch eine neue da liegen... Die ist aber jetzt verkauft. Ich hab noch zwei komplette Verteiler mit relativ guten Unterdruckdosen hier liegen. Wäre das vllt. was für dich?


    Mal nebenbei: Wie macht sich eine defekte Unterdruckdose bemerkbar?


    Grüße

    Edit: Falls der ein oder andere Interesse hat ich habe noch einige orginal 24V Zündungsteile da im guten gebrauchten Zustand wie Verteiler, Zündspule, gute und teilweise neuwertige Zündkabel, TSZ-Steuergerät, Entstörkondensator, Benzinpumpe, Zündkerzen usw.)


    Desweiteren habe ich noch eine unbeschädigte VW Motorhaube, ein Heizungsgebläse bzw. Heizung komplett, ein Lenkgetriebe und Spurstangen falls jemand Interesse hat.


    Grüße

    Hallo zusammen!

    habe endlich Zeit gefunden nochmal zu berichten. War die letzten Wochen viel unterwegs, unter anderem mit dem Iltis in der Normandie.


    In meinem Urlaub habe ich einen überholten Bulkhead und einen neuen verzinkten Rahmen für die Ambulance organisiert + viele weitere Teile. Der Neuaufbau kann also bald los gehen, sobald ich die Technik einigermaßen auf Fordermann gebracht habe.

    Die Kompressionsmessung ergab folgende Ergebnisse (über Glühkerzen gemessen):
    Zylinder 1 - ca. 21 Bar
    Zylinder 2 - ca. 20 Bar
    Zylinder 3 - ca. 18 Bar
    Zylinder 4 - ca. 22 Bar

    Damit fällt er für einen Diesel deutlich unter die Grenzwerte. Zylinder 3 ist dabei komplett "außer der Reihe". Wir hatten ebenfalls ein Endoskop aber kamen über die Vorkammer damit nicht bis zum Zylinder um zu gucken ob der Kolbenboden oder die Zylinderwände leichte Schäden haben.

    Jetzt ist meine Frage: Kann bei solchen Werten etwas an den Ventilen und an den Steuerzeiten verstellt sein oder liegt das Problem tiefer bei den Koblen/Kolbenringen/Zylinderwand? Theoretisch würde es ja schon reichen über eine gelängte Steuerkette, dass ein Ventil nicht richtig schließt und Kompression dadurch verloren geht. Die Ventile habe ich alle kurz vor der Messung eingestellt auf 0,25mm und die Batterie war voll geladen. Gemessen wurde im kalten Zustand.

    Da das Fahrzeug extrem nach unverbranntem Diesel riecht und qualmt und auch nicht ganz rund läuft und Verpuffungen hat würde ich als erstes mal auf die Steuerzeiten und/oder Ventile tippen und nicht auf die Kolben selbst. Leider weiß ich nicht was bei einem alten 2.25l Diesel als erstes verschleißt. Die Einspritzdüsen sind bereits überholt und eingestellt worden. Wir haben ebenfalls nacheinander mal die Einspritzleitungen aufgedreht und bei allen Zylindern lief der Motor direkt ruckelig.

    Wie soll ich jetzt am besten weiter vorgehen? Meine Idee war es jetzt wenn ich nochmal Zeit hab den Zylinderkopf runter zu nehmen und zu gucken wie es um den Motor steht (Zylinderkopfdichtung wollte ich so oder so neu machen). Dabei dann in einem Rutsch die Steuerkette samt Spanner und Kettenräder erneuern. Ich habe auf einer Seite mal gelesen dass so ein qualmen eine gelängte/eingelaufene Steuerkette als Ursache haben KANN. Daher würde sich das anbieten und dann einfach mal gucken wie es anschließend läuft.

    Und falls alle Sticke reißen noch eine frage in die runde: Hat jemand noch einen gebrauchten oder überholten 2.25l Diesel zu verkaufen oder kennt jemand eine adresse, bei der man die Motoren beziehen kann?

    Das würde mir viel Zeit und Arbeit erleichtern und ich könnte den alten Motor in ruhe aufarbeiten.

    Grüße, Kappes

    Hallo,


    ich muss weiterhin etwas Platz schaffen und muss mich von gebrauchten aber funktionsfähigen & unbeschädigten Iltisteilen trennen wenn nicht anders beschrieben. Dabei sind es hauptsächlich Zündungsteile in einem guten gebrauchten Zustand.


    -Zündspule gebraucht 24 V - 100€

    -TSZ-Zündsteuergerät 24V - 130€

    -Zündverteiler komplett inkl. Verteilerkappe u. Unterdruckdose - 160€

    -Zündverteiler komplett inkl. Verteilerkappe u. Unterdruckdose Ohne Läufer - 140€

    -Entstörkondensator (mit Kabel) - 60€ (80€)

    -Verschiedene orginale abgeschirmte Zündkabel ohne Risse - 15€ Stück

    -Verschiedene orginale abgeschirmte Zündkerzen (ca. 1000km Laufleistung) - 17€ Stück

    -Orginal Facet Benzinpumpe - 150€


    Bilder von den Teilen kann ich im Laufe der nächsten Woche. Versand und Besichtigung vorher sind kein Problem.


    Viele Grüße, Kappes ,:)