Beiträge von Prospero

    Nochwas Prospero :

    Wenn du den "Geist der Bundeswehr" in Bezug auf ungepflegte, langhaarige und unrasierte "Resevisten"-Besucher in gammliger Bekleidung (wie leider nur allzu oft auf der Veranstaltung beobachtet!) meinst, der ist gottseidank ein anderer geworden!

    Nein, das meine ich garantiert nicht. Angesichts Deines unbegründet aggressiven Grundtons werde ich aber diese Diskussion nicht vertiefen.

    nichts gefunden über die vergangenen 59 Jahre Garnison Amberg.

    Als kleiner Trost, wenn Du dort nichts zu Amberg gefunden hast:


    Die Bundeswehrgarnison Amberg gibt es bereits seit 63 Jahren:

    - Einrichtung der Standortkommandantur und der Standortverwaltung Amberg im Frühjahr 1956,

    - Aufstellung des Feldjägerwachkommandos Amberg (Teile der Feldjägerkompanie 4) Mai 1956


    Im Sommer 1956 erfolgte die Stationierung der ersten aus den Amberger BGS-Einheiten übernommenen Bw-Truppenteile:

    - Stab Kampfgruppe A 4 (aus Stab GSG 1)

    - Grenadierbataillon 14 (aufgestellt in Hof aus I./GSG 1 und nach Amberg verlegt)

    - Panzerbataillon 4 (aufgestellt in Weiden aus III.(GSG 1 und nach Amberg verlegt)

    - FlaBtl 4 (aufgestellt aus II./GSG 1)


    Insgesamt gesehen war Amberg aber schon lange vor dem Einrücken der Bundeswehr Garnisonsstadt:

    - BGS 1951 – 1956

    - US-Army seit 1945

    - Wehrmacht 1935 – 1945

    - Reichsarbeitsdienst 1935 – mindestens 1944

    - Luftwaffe 1938 - 1945

    - Reichswehr 1919 – 1934

    - Bayerische Armee seit 1626, erster Kasernenbau 1716, ständige Garnison 1715 – 1919


    Die mir bekannten Stationierungen von Bundeswehreinheiten in Amberg findest Du im Anhang. Wenn Du BGS, US, Wehrmacht usw. auch brauchst, bitte kurze Mitteilung.


    Grüße

    Jörg
    (1977 - 1979 beim Feldjägerdienstkommando Amberg - damals II. Zug der 2./FJgBl 760)

    Das kommt darauf, um was für eine Kompanie es geht.
    Beispiel:
    KpChef einer Jägerkompanie (LKW): 1 x SEM 25, 1 x SEM 35. SEM 25 für den BtlFüKreis, SEM 35 für den KpFüKreis.
    KpChef einer Jägerkompanie (MTW, z.B. bei den HSchBrigaden): nur 1 x SEM 35 zum Mithören, weil hier das SEM 25 für den BtlFüKreis im M 113 des KpChefs eingebaut war.


    Sieht so im Detail aus:

    Nein - die war von mir nicht gemeint. Das ist die neue Ausführung, ich habe bewusst oben geschrieben, "nicht mit Pistolengriff".

    Die "alte" Handflammpatrone sah so aus:


    Auch war die Kampfentfernung mit 40 m deutlicher geringer. Bei der Zeichnung der Sicherungskappe sieht man auch deutlich den Druckbügel, der zum Abfeuern diente

    Eine vorgeschriebene Trageweise gab es nach meinen Erfahrungen und meiner Kenntnis dafür nicht. In Veitshöchheim hatten wir für die schwarzen Schlagstöcke, die wir im Feldjägerdienstkommando zur Ausrüstung von Soldaten im Feldjägerdienst hatten, die alten weißen Aufschiebeschlaufen mit Karabinerhaken (einst zum weißen Plastikkoppel gehörend) besorgt.
    Wenn bei Standortstreifen diese Schlagstöcke überhaupt geführt wurden, wurden sie auch verdeckt in der Jacke getragen. Andere Einheiten hatten die Alu-Aufschiebeschlaufen für das alte Koppeltragestell mit einem Karabinerhaken ergänzt.

    Schwarze Schlagstöcke gab es z.B. zur Ausstattung von Bereitschaftszügen, Wachen usw. Gehörten bei manchen Wachen zum Bestand des Wachlokals. Diese Schlagstöcke lagen da oft seit vielen Jahren herum.
    Man sollte dazu auch wissen, dass es in den Anfangsjahren der Bundeswehr üblich war, neben den Feldjägern auch sog. "Standortstreifen" einzusetzen. Diese wurden vom jeweiligen Standortältesten (oder wenn vorhanden der Standortkommandantur, spöter den Verteidigungskreiskommandos) in Abstimmung mit den Feldjägern eingeteilt und standen unter Führung des Offiziers vom Standortdienst.
    Befehlsbefugnis, Einsatzraum, Kennzeichnung usw. wurden durch Standortbefehl geregelt. Bei der Gebirgsdivision, der 4. Jägerdivision und in den bayerischen Standorten der 10. Panzerdivision war es noch in den 1970er Jahren üblich, an den den Quartalsentlassungstagen solche Standortstreifen einzusetzen.
    Zur Ausrüstung dieser Standortstreifen konnte dann auch der schwarze Schlagstock gehören.
    Weiter gab es diese schwarzen Schlagstöcke als Friedenszusatzausstattung (StAN-Teil VI F) bei den Feldjägern. Hier waren sie vorgesehen für die Ausstattung der "Soldaten im Feldjägerdienst", wenn z.B. Soldaten der Truppe zur Verstärkung der Feldjäger eingesetzt wurden. Das kam z.B. in den 1980er Jahren während der Nachrüstungsdebatte / NATO-Doppelbeschluss relativ häufig vor.

    Zitat

    Bei den Korps gibt es die Eisenbahnpioniere. Ihre Brückenkonstruktionen tragen Güterzüge oder Panzerkolonnen, und das bei freien Stützweiten von mehr als hundert Metern.


    Wieder mal eine der in diesen Kalendern so oft zu findenden halbgaren Informationen. Bei den Korps gab es NIE Eisenbahnpioniere. Es gab eventuell in den Anfangsjahren der Bundeswehr dort Pioniereinheiten, die mit der SE-Brücke (Straße-/Eisenbahn) ausgestattet waren, aber es gab dort niemals Pioniereinheiten, die z.B. Bahnstrecken wiederherstellen konnten oder ähnliches. Auch die S/E-Brücke fand sich dann später vor allem bei den Brückenbataillonen des TerrH, aber um 1970 nicht mehr beim Korps.

    Wirkliche Eisenbahnpioniere gab es nur von 1959 bis 1979 in Form einer Lehr- und Versuchskompanie bei der PiSchule / PiLehrregiment:

    Eisenbahn-Lehr- und Versuchskompanie

    Aufgestellt im März 1959 in München aus Teilen folgender, bereits seit 1956 bestehender, Kompanien:
    -3./Pionier-Lehr-Bataillon (schwere Pionier-Kompanie)
    -5./Pionier-Lehr-Bataillon (SE-Brücken-Kompanie)
    -6./Pionier-Lehr-Bataillon (Pionier-Geräte-Kompanie)

    Die Kompanie untersteht von März 1959 bis September 1961 direkt dem Pionier-Lehrregiment (München), von September 1961 bis September 1971 dem "Spezial-Pionier-Lehr- und Versuchs-Bataillon" (München), dieses wiederum dem Pionier-Lehr-Regiment.

    Anfang 1964: Verlegung der Kompanie nach KRAILLING bei München, dort befindet sich auch der Gedenkstein für die Eisenbahntruppen der bayerischen Armee.

    Oktober 1971: Umbenennung in
    2./Spezial-Pionier-Lehr- und Versuchs-Bataillon 870
    das Spez.-Pi.-Lehr- u. Versuchs-Btl 870 untersteht weiterhin dem Pi-Lehr-Rgt.

    April 1974: Umbennung in
    Pionier-Lehr- und Versuchskompanie 872
    diese Kompanie ist jetzt direkt dem Pionier-Lehr- und Versuchs-Regiment 87 unterstellt.

    Oktober 1979: Auflösung der Kompanie, damit Ende eigenständiger Eisenbahnpioniere in der Bundeswehr. Das Personal und Teile des Materials kommen zum neuaufgestellten Pionier-Ausbildungszentrum 851 in KRAILLING.

    Die Beseitigung von Schäden an Eisenbahntransportlinien war dann Aufgabe der schweren Pionierregimenter des Territorialheeres (waren bestimmten Wehrbereichskommandos unterstellt) bzw. ab 1980 Aufgabe der daraus aufgestellten Pionierkommandos der Territorialkommandos.

    Solche Regelungen gab es teilweise schon während des siebenjährigen Krieges, damals wurden "Kriegskommissare" ernannt, die solche Fragen zu regeln hatten. Auch gab es genaue Vorschriften was dem Soldaten an Naturalverpflegung durch den Quartiergeber zu verabreichen war. 1809 waren z.B. täglich (umgerechnet auf heutiges Gewicht) 750 gr. Brot, 280 gr. Fleisch, "Zugemüs" und 1 Krug Bier mit ca. 1,2 Liter vorgesehen. Diese 750 gr. Brot täglich ziehen sich dann bis zu den Anfangsjahren der Bundeswehr in den Verpflegungssätzen durch.

    1866 bei den Preußen war die Verpflegung noch deutlich reichlicher:
    930 gr. Brot,
    350 gr. Fleisch oder 175 gr. Speck
    300 gr. Hülsenfrüchte oder 120 gr. Reis bzw. Graupen oder 1850 gr. Kartoffeln!
    dazu 0,1 l Branntwein, 1,15 l Bier, 45 g Rauchtabak oder. 6 Zigarren, bei Offizieren waren sogar ausdrücklich "gute Cigarren" vorgeschrieben.

    Das war früher sicher weit unkomplizierter, als heute bei den Fuhrparkkutschen.

    Meine Erfahrungen aus den Jahren 1976 - 2000 sind andere. Die Frage ist doch auch: Gab es Fahrzeuge auf die er sinnvollerweise hätte umsteigen können?

    Heeresstruktur 3 ( bis 1979)
    Der FJgKompaniechef hatte gem. StAN einen 0,4 to, als Fahrzeug des Kompaniechefs. Aus dem dem StAN-Teil VI F (Friedenszusatzausstattung) stand damals der VW 1500 Limousine oder der VW 1500 Variant zur Verfügung, mit Halterung für den Stander. Ab etwa 1976 kamen hier auch VW Passat (Variant oder Limousine zum Einsatz, Bilder bei Anweiler, S. 23.

    Der Bataillonskommandeur fuhr regelmäßig den eigentlich als Fahrzeug für den Eskorteoffizier vorgesehenen "PKW-Mittel" aus der Kfz-Gruppe, da dieser in seiner eigentlichen Funktion bei den meisten FJgBtl nur höchst selten zum Einsatz kam. Dieser PKW mittel war im Normalfall ein Opel Rekord, später auch VW Passat. Umsteigefahrzeuge standen damals für den BtlKdr kaum zur Verfügung, da es nur einen Stabszug gab. Auf den "PKW leicht" des Stabszugsführer (= damals VW-Käfer) wäre der Kommandeur kaum gewechselt.

    Heeresstruktur 4 (bis ca. 1994)

    Kompaniechef: 0,4 to, ab ca. 1992 beginnend Umrüstung auf Opel Kadett. Im StAN Teil VI F gab es nur noch zivile Fahrzeuge mit Wechselkennzeichen, hier verbot sich ein Einsatz mit Stander von selbst.
    Weiter konnte der KpChef auf den PKW Kombi hü aus der 9. Streife jedes Feldjägerzuges ausweichen. Das waren VW Passat Kombi in oliv mit Blaulicht. Es gab Kompanien, die hier Stander montierten und damit bei der Prüfstufe C mächtig auf den Bauch fielen - eigenmächtige Änderung von Wehrmaterial. Offizielle Anträge über TOffz - WBK - Materialamt wurden meistens unter Hinweis auf die StAN und die ausreichend verfügbaren PKW 0,4 to abschlägig beschieden.
    Also fuhren die meisten KpChefs den VW Passat ohne Stander. Als nach 1988 die meisten Feldjägerkompanien einen zivilen Opel Omega mit Wechselkennzeichen für Personenschutzeinsätze bekamen, der aber damals recht selten für diesen Zweck gebraucht wurde, fuhr man als KpChef durchaus zumindest bei weiteren Strecken auch mit diesem Fahrzeug - dann eben ohne Stander. Man muss sich dabei vor Augen halten, dass die Kompanien eines FJgBtl sehr weit verstreut waren. Wenn ich damals als Vertreter des KpChefs von Veitshöchheim bei Würzburg zur monatlichen Chefbesprechung nach München fuhr, wäre das mit dem StAN-mässigen 0,4 to eine sehr zeitraubende Angelegenheit gewesen.

    Beim FJgBtl 760 haben wir einmal einen Antrag auf Anbringung der Standerhalterung an einem Passat durchgebracht - allerdings für den Kommandeur. Hintergrund war, dass der Opel Rekord aus Kfz-Gruppe nach einem Unfall ausgesondert werden musste und kein adäquater Ersatz verfügbar war. Beim Kommandeur sah auch das MatAmt ein, dass hier der Stander dazugehört.

    Grundsätzlich blieb aber beim Bataillonskommandeur alles beim alten, er fuhr mit dem Eskorte-PKW aus der Kfz-Gruppe. Hier wurde der Opel Rekord D durch den E ersetzt, später Jahren kam der Opel Omega.

    ich glaube das entscheidet fer Chef oder Kdr., mit welchem Auto er mit Stander rumfährt;-)

    Also könnte es auch ein Astra sein.

    Er wird nur bei dem nicht geplanten Fahrzeug ein Problem mit der Anbringung des Standers haben, weil es dort keine Halterung gibt.

    Prospero , um Missverständnissen vorzubeugen:


    Beim Bataillonskommandeur ist nicht das Entscheidende, dass er keinen OPEL Astra fuhr, sondern dass der Stander völlig anders aussieht. Erstens größer im Format und zweitens ist der schwarze Balken hier horizontal und nicht vertikal.

    Das ist mir durchaus bekannt, meine Feststellung bezug sich auf die Formulierung von krakabastler "suche diese Kunststoffdreick das beim Feldjägerastra am Linken Kotflügel angebracht ist". Er scheint sich über die Bedeutung der verschiedenen Größen und die Bedeutung der Anordnung der Balken nicht im klaren zu sein, weil er unter Bezug auf den Astra von zwei Größen des Standers sprach: "Der wird gesucht nur gibts den in 2 Größen ich such den kleinen".

    Also der Stander für den Kompaniechef - für den Bataillonskommandeur eines Feldjägerbataillons kann nicht gemeint sein, weil der keinen Astra fuhr.
    Hier eine etwas ältere Ausführung:

    Das kommt auf die Verwendung und den Beladeplan des Fahrzeugs an.
    Beispiel: Munga als Fahrzeug des Kompaniechefs einer Jägerkompanie, ca. 1975. Hier ist auf dem linken Rücksitz das SEM 25 für den Bataillonsführungskreis montiert, vor dem Rücksitz sind die Funkbatterien.
    Das SEM 35 mit Ergänzungssatz 5 (tragbarer Einsatz) ist bei dieser Verwendung des Fahrzeugs rechts neben dem Beifahrersitz untergebracht, mit dem SEM 35 wird der Kompanieführungskreis gehalten.
    Hier wäre auf dem Rücksitz kein Platz für das SEM 35 gewesen.


    Siehe z.B. hier: Beladepläne Lkw 0,25 t gl Munga

    Dann gibt es Ausführungen, wo SEM 25 und SEM 35 auf einem gemeinsamen Montagerahmen an Stelle des linken Rücksitzes eingebaut werden - müsste irgendwo in der TDv5820/099-21 stehen. Bei diesem Einbau ist allerdings für das SEM 5 der Einbausatz 3 erforderlich.

    Das SEM 35 auf Deinem Bild oben ist mit Ergänzungssatz 3, hier ist dann ein entsprechender Montagerahmen erforderlich, um das Gerät im Fahrzeug zu befestigen. Außerdem ist die Stromversorgung zu klären und es braucht eine an das AGAT angeschlossene fest montierte Antenne.


    Auch wenn ich zu der Bestandsliste nichts beitragen kann, versuche ich mal ein paar Überlegungen zu der oben diskutierten ursprünglich geplanten Verwendung der Doppelkabine zu geben.


    Anweiler schreibt in „Die Rad- und Kettenfahrzeuge der Bundeswehr 1956 bis heute“, S. 93, zur Doppelkabine: „Anfänglich auch als ZgM für Rohrwaffen (20 mm) eingesetzt, wurde dieser Typ später nur noch Fahrschulzwecken genutzt“.

    Weiter oben in diesem Beitrag wurde das Foto einer Doppelkabine mit einem nicht näher zu identifizierenden taktischen Zeichen einer Artillerieeinheit gezeigt. Wenn man der Meinung von Anweiler folgt, kämen die Doppelkabinen bei der Artillerie damit als Zugfahrzeug in den Flugabwehrgruppen 20 mm in Frage. Die uns allen bekannte Feldkanone 20 mm von Rheinmetall wurde zwar erst 1972 eingeführt, es gab aber schon in den 1960er Jahren 20 mm Feldkanonen HS 820 von Hispanio-Suiza in geringen Stückzahlen bei der Bundeswehr (siehe beigefügtes Foto).
    Das war die gleiche Kanone wie im HS 30, allerdings auf Einachs-Fahrgestell. Sie war auch beim BGS eingeführt. Damit schließt sich der Kreis, es kann also durchaus zu den Zeiten als die Doppelkabine noch im Einsatz stand, Feldkanonen bei Artilleriebataillonen gegeben haben, für welche die DoKa als Zugfahrzeug diente.


    Feldkanonen waren schon in den ersten Stärke- und Ausrüstungsnachweisungen für die Heeresstruktur 1 aus dem Jahre 1955 vorgesehen. So gab es einen Gliederungsentwurf für die Grenadierkompanie, der neben drei Grenadierzügen auch einen „Verfügungszug“ aufwies, in dem unter anderen vier Feldkanonen 20 mm enthalten sein sollten. Auch die frühen StAN-Entwürfe für den Stab der Grenadier-Kampfgruppe enthalten im Stabszug bereits eine Sicherungsgruppe mit 2 Feldkanonen. Als Feldkanone für die Bundeswehr soll neben den wenigen beschafften HS 820 auch an eine Wiederbelebung des MG 151/20 der Wehrmachts-Luftwaffe gedacht worden sein. Das war zwar eigentlich eine Flugzeug-Bordwaffe, wurde aber gegen Kriegsende ebenso auf einer einfachen Radlafette im Erdkampf eingesetzt (Eckardt/Morawietz, Handwaffen des brandenburgisch-preußisch-deutschen Heeres, S, 314).


    Auch unter dem Aspekt der in vielen „frühen“ StAN vorgesehenen Feldkanonen würde die Beschaffung der Doppelkabine als Zugfahrzeug für Feldkanonen 20 mm eine Erklärung finden. Dass dann erst viele Jahre später die endgültige Beschaffung dieser Waffen in der gewünschten Form erfolgte, ist eine andere Geschichte. Es wäre aber nicht der einzige Fall, dass in der Bundeswehr die Fahrzeuge bereits vorhanden waren, aber die Rüstsätze usw. erst Jahre später kamen.


    Die ebenfalls oben geäußerte Vermutung, die Doppelkabine wäre als Zugfahrzeug für Haubitzen (105 mm ?) vorgesehen gewesen, könnte auf einer Verwechslung beruhen. Die Bundeswehr hatte ab 1958 eine Anzahl von Unimog U 34/411 für die Gebirgsartilleriebataillone beschafft, diese Fahrzeuge standen noch 1985 als Zugmittel für die Gebirgshaubitze 105 mm im Einsatz und haben sich trotz der geringen Motorleistung ausgezeichnet bewährt. Sie scheinen auch auf schwierigen Wegen keine Probleme mit der Haubitze als Anhängelast gehabt zu haben.

    Dann will ich auch noch ein paar Bilder beitragen:


    Als der Spieß das "Mutterkreuz" bekam (1./FJgBtl 760, München 1983).




    EPA-Zubereitung (Schule Feldjäger und Stabsdienst, II. Inspektion - Feldwebellehrgänge, Standortübungsplatz Bodelsberg bei Kempten, 1989)



    Liegt der FUCHS im Graben, will ihn keiner haben.... (PzAufklBtl 12, Herbstübung FRÄNKISCHER SCHILD, irgendwo in Unterfranken, 1986)



    Die wohl seltenste Waffe der Bundeswehr (2./FJgBtl 701, Leipzig 1992). Das Maxim-MG hatten wir bei einem aufgelösten Wehrbezirkskommando der NVA sichergestellt. Es fand dann seinen Standplatz vor meinem Dienstzimmer als Kompaniechef - als schwerste Waffe der Kompanie (zumindest gewichtsmäßig).

    Wobei vor kurzem auch ein roter Corsa A Diesel angeboten wurde, da war zumindest ein Datenblatt von der ZMK dabei.

    Opel Corsa in diversen bunten Farben gab es z.B. bei den Feldjägern als Zivilfahrzeuge mit Wechselkennzeichen (für Nachforschung nach eigenmächtig abwesenden Soldaten). Wir hatten 1986 in Veitshöchheim bei der 6./FJgBtl 760 einen weißen Opel Corsa und ab 1987 zusätzlich einen hellblauen Ford Escort.