Hier noch ein Bild aus dem Jahre 1967 von Soldaten des Feldjägerdienstkommandos Braunschweig, das damals zur Feldjägerkompanie 1 gehörte.

Die Personen auf dem Bild sind weniger interessant, aber es lassen sich ein paar Fakten zu Bekleidung und Ausrüstung erkennen.
1. Der Feldjägerdienstanzug war damals noch generell der “Große Dienstanzug“. Bei schlechtem Wetter oder im Winter wurde dazu der Mantel getragen, was nicht unbedingt der nötigen Beweglichkeit z.B. beim Umgang mit randalierenden Soldaten zugute kam. Feldanzug, also oliv, durfte nur auf besonderen Befehl getragen werden, z.B. beim Einsatz als Feldjägerkommando auf den Truppenübungsplätzen, während Manövern oder bei ähnlichen Gelegenheiten. Erst Ende der 1970er Jahre wurde dann generell auf Feldanzug umgestellt und der Dienstanzug wurde die Ausnahme im Feldjägerdienst.
2. Das ausgebildete Feldjägerpersonal trägt als Kennzeichnung das weiße Koppelzeug und die weiße Schirmmütze. Barett gab es noch nicht. Die Armbinde „FELDJÄGER“ war damals nur in der alten Ausführung mit dem schmalen Schulterband vorhanden und wurde nur zum Feldanzug getragen. Mitgeführt wurde diese Armbinde allerdings auch immer bei Einsätzen in Zivilkleidung (z.B. bei Nachforschungen nach Fahnenflüchtigen), um sich in problematischen Situationen nötigenfalls kennzeichnen zu können.
3. Als Weißzeug wurde auch 1967 noch die Kunststoffausführung mit dem gekörnten Koppelschloß, der aufgeschobenen Pistolentasche und der Koppelschlaufe für den Schlagstock getragen.
4. Bei den in der hintersten Reihe mit Schiffchen auf dem Kopf stehenden Soldaten dürfte es sich in den meisten Fällen im nicht als Feldjäger ausgebildete Mannschaften handeln, die aber unter Führung von Feldjägern im Feldjägerdienst eingesetzt wurden. Zur Kennzeichnung trugen diese Soldaten nicht das Weißzeug, sondern das schwarze Lederkoppel mit der schwarzen Pistolentasche (Soldat hinten links) und die Armbinde „STREIFE“ (Vier Soldaten hinten rechts). Die Armbinde „IM FELDJÄGERDIENST“ wurde erst nach 1970 eingeführt.
5. Der Hund mitten vor der vordersten Reihe dürfte nicht dienstlich geliefert worden sein, sondern war wahrscheinlich eines der damals noch recht häufigen Maskottchen, die es in den Einheiten gab.