Also...was man nicht vergessen sollte:
Es gibt - wie bei allen Armeen - eine Vorschriftenlage und dann die Realität.
Bei der Umstellen auf Flecktarn wurden Flecktarnpläne für alle Gefechtsfahrzeug plus allgemeine Fahrzeugtypen, die bei Einheiten mit möglichem Gefechtsauftrag eingesetzt und für die Zukunft eingeplant waren, erstellt. Sicherlich gab es einen auch Zeitplan für diese Einheiten bis wann diese in Eigenleistung was umzulackieren hatten, ab Zeitpunkt X kamen Neufahrzeuge in Flecktarn bzw. Fahrzeuge wurden im Rahmen von größeren IH Massnahmen neu lackiert. Alles richtete sich da nach der offiziellen Papierlage.
Das aber Einheiten auch Fahrzeuge im Überbestand hatten - weil diese schlicht nicht (mehr) den Büchern standen - ist bekannt. Meist waren das Fahrzeuge, die bei offiziellen Umrüstungen auf neue Typen vergessen wurden, also meist alte Typen für die wegen allgemeiner Aussoderung dann keine Flecktarnpläne erstellt worden waren. In den späten 80ern halt die alten BW Typen, später dann NVA Fahrzeuge. Die wurden dann mit Phantasie angemalt...
Andere komische Flecktarnung kann auch einem matt-Ausgleich geschuldet sein, wenn z.B. ein 2to U1300 von der Luftwaffe ins Heer gewandert ist - und nicht zu einer Inst. anstand. Dann wurde auch später zum Pinsel gegriffen....
Weiter Quellen für zu Zeitpunkt der Aussonderung ungewöhnliche Lackierung sind auch Schulen. In Aachen wurde um 2014 ein U1300 versteigert. Der war noch im top Erstlack Gelboliv. Hatte auch nur 1.200 km auf dem Tacho, hatte dort als Ausbildungsmodell gedient und nur in der Halle gestanden...
Jens