Beiträge von Der BundesBär

    Bevor hier Krisens Thread ins Chaos abzweigt ...bei der der Wehrübung für Führungskräfte handelt es sich um eine PR Veranstaltung, bei der potentielle " Multiplikatoren" in einer Woche eine Druckbetankung in Sachen BW bekommen - 50% Spass mit Panzerfahrten, Leben im Feld oder kleiner San-Übung und Pokalschiessen, 50% Höhrsaal mit Vorträgen auf Generalsebene. Da man Uniform trägt und Waffen in die Hand bekommt beginnt die VA mit einem Gelöbniss, nach dem man den vorläufigen Dienstgrad OL bekommt - damit der Herr Geschäftsführer oder Amtsleiter (auf der Ebene ist das Publikum oft) nicht vor jedem OG Männchen machen muss. Nach Ablauf der Woche hat man gedient, ist also formell Soldat gewesen. Da der Rang aber vorläufig war, ist man Schütze. Jäger oder Matrose d.R. je nachdem wo man die VA absolviert hat. Danach richtet sich auch die Waffenfarbe wenn man sich als Resi Einkleiden lässt - grün wenn Hammelburg, schwarz bei Munster usw. ... gibt ja mehrer Schulen beim Heer, aber auch LW und Marine.

    Um einen Rang zu erhalten ohne entsprechende Vordienstzeit muss man auf einen Posten beordert werden und den Job 30 Tage effekiv machen - ohne Lehrgänge etc.

    Jens

    Och Leute, vergleicht doch nicht immer Äpfel mit Mangos oder einem Schweineschnitzel....

    Erstens: egal welche der genannten Firmen man betrachtet, alle arbeiten auf offizielle Rechnung, sprich im hiesigen Rechtsystem mit Steuern und Arbeitsschutzvorschriften etc.., kaufen Lacke etc. Beim selben Hersteller, haben also vergleichbare Kosten. Wenn einer also etwas billiger anbietet geht dies über die Qualität.

    Zweitens: Werkinstandsetzung. Selbst in der Branche (in der ich mich sein gut 30 Jahren bewege) gibt es zig Interpretationen.

    Ausgangspunkt war mal die Trennung zwischen Arbeiten am Standort und Arbeiten in einer "ortsfesten logistischen Einrichtung" aka Depot oder Industrie. Die Indistrie - Spezialbetriebe wie die damalige IWS, FFG, ThyssenKrupp Emden, NFW Neubrandenburg) hatte hierzu Rahmenverträge mit dem BWB. Diese externe Inst war bei Spezialgeräte (Gefechtsfahrzeuge, aber auch KAT 1) alle 10 Jahre vorgesehen. Für die gab es eine WerkInstanweisung, in der im Gegensatz zur Tdv Tl34 ggf. auch die Zerlegung und Aufbereitung von Baugruppen beschrieben wurde. Bei dieser sollte auch der Lackaufbau vom Grundmaterial auf erneuert werden - nicht zuletzt, da bei Panzerungen nur ohne Lack Risse wirklich offenbar werden. Das wurde bis Anfang der 90er durchgezogen. Dann wurde auch hier aus Kostengründen auf eine "Bedarfsorientierte Instandsetzung" umgestellt und nur noch das gemacht, was der Güteprüfer freigibt. Ab da kam ein FZ auch schon mal mit nur ausgebessertem Lack nach 2 Jahren aus der "WI", weil man keine Schönheitsreparaturen mehr durchführte. 2 Jahre, weil grad bei der Industrie BW Aufträge immer hinten an standen weil ohne Konventionalsstrafe. Ausgebessert hat man auch mal mit Kunstharzlack aus der Sprühdose... Ab 1990 musste alles billig sein. Aber immerhin musste der Güteprufer am Ende das Auto abnehmen, dass sorgte zumindest manchmal für Qualität.


    Drittens: Sonstiges Gerät: 1017, Unimog und Co. waren nie für eine WerkInst vorgesehen, zumindest keine zentral organisierte mit definiertem Leistungsumfang. Da wurde zum Teil auf regionaler Ebene entschieden ein paar FZ, die einerseits nicht ersetzt werden konnten, anderseits aber ranzig waren, zu einem Rahmenvertragspartner zu schicken. Das waren hier lokale Firmen - von Marken-Haupthändlern bis zu freien Werkstätten - die einen allgemeinen Rahmenvertrag mit der zuständigen StoV hatten. So zum Beispiel die AMT. Da wurde denn in höchst unterschiedlichen Qualität etwas gemacht. Und in den meiten Fällen hat kein Güteprüfer geschaut, ob das auch in Ordnung war...

    Viertens: heute. Auch die HIL, die es seit über 20 Jahren gibt, macht z.B. keine Werkinstandsetzung im Sinne der 80er wie in 2 beschrieben. Da gibt's eine "erweiterte F4 Frist mit Schadanstellung ohne Schönheitsreparaturen". Da kommt dann der Wolf auch mal mit Beulen zurück. Ist so.


    Das Thema ist also etwas komplexer als einige es hier verstehen (wollen), im Kern aber zusammenzufassen in : Du bekommst was Du bezahltst.

    Rechnet mal den Aufwand an Stunden um so ein FZ sauber zu zerlegen, aufzubereiten um es im Sinne einer Restaurierung neu zu lackieren, und dann nehmt den Stundensatz einer "normalen" KFZ Werkstatt..

    Deshalb konzentrieren die sich wohl erstmal auf Getriebe, Differentiale und ähliches und bei den Motoren auf alles außer dem Gehäuse. Und wenn schon mal nur der Motor "falsch" ist wie bei dem Aussi StuG III G ist schon mal viel gewonnen verglichen mit im Prinzip leeren Gehäusen, die von FV oder M113 Komponenten bewegt werden...

    Jens

    Ach ja ... G13 vs JPz 38 (t) ... ich verfolge das schon eine Zeit, es gibt da eine ältere und längliche Einlassung, dass von den 158 ausgelieferten Fahrzeugen nur die Vorserie aufbereitete JPz waren, die in zwei Chargen gelieferten Serienfahrzeuge alles komplett "neu" gebaute Fahrzeuge.

    Nach neuer Lesart ist es aber ein wenig differenzierter ... die ersten waren vielleicht tatsächlich vor Mai `45 schon komplett fertige Fahrzeuge, and die WH ausgeliefert, nach Mai 45 eingesammelt und überholt, während der überwiegende "Rest" aber schon in unterschiedlichen Fertigungszuständen im Werk stand und für die Schweiz komplettiert wurde, nur zum Schluss der Serie Baugruppen neu gefertigt wurden. Denn dem Vernehmen nach sollen bei den diversen Restaurierungen auf vielen Baugruppen tatsächlich Deutsche Abnahmestempel auftauchen und auch die Fahrgestellnummern eindeutig belegen, dass G13 Wannen zum Teil Baujahr 1944 sind. Bei der Schlagzahl - schaut man sich an wieviele JPz in recht kurzer Zeit (ab April 44) ausgeliefert wurden - kann man auch tatsächlich davon ausgehen, dass die Pipeline vor der Endmontage gut gefüllt wer ..

    Mit der Argumentation sind auch alle 4 von TWC restaurierten JPz "original Deutsch" da laut deren Publikationen die Wannen alle zum Teil deutlich vor 08/45 hergestellt wurden und man im Zuge der Restaurierung alle Änderungen zum G13 rückgängig gemacht hat, man sogar Details entsprechend er Unterlagen so rekonstruiert hat wie es die (wohl 2) Wannenhersteller gebaut hahen. Letztendlich sollen alle 4 auch die für den JPz korrekte Hauptwaffe bekommen - die G13 hatten nicht die PAK 39, sondern die Waffe aus dem StuG, die wohl in CZ hergestellt wurde während die ursprüngliche PAK aus einer nicht mehr verfügbaren Quelle kam ...

    Aber back to Topic: Wäre tatsächlich schick, wenn nicht nur das StuG sondern auch noch ein JPz, eine Marder und weitere SuG auftauchen...

    Das sind ja alles keine echten Jagdpanzer 38, das sind meist schweizer G 13, die noch herumfahren. Bei originalen WH Panzerfahrzeugen scheitert es meist an den Motoren. Die sind alle hinüber, Ersatz gibt es nicht, ersatzfertigung aus Lizensgründen nicht machbar. Die Maybach Motore sind so knapp gebaut, da ist auch nicht viel mit Übermaß.

    Ja, vom Sauer Diesel der G13 abgesehen ist auch der originale Praga-Benziner wohl einfacher in der Instandsetzung als die HL120/230 Reihen von Maybach. Wobei ich da auch in letzter Zeit gelesen habe, dass sich da etwas tut. Nicht nur Mr. Wheatcroft ist in der Richtung aktiv - neulich hat er bekannt gegeben, dass man komplette nach Original-Spec neu gebaute Panther Differentiale bei ihm bestellen kann, Getriebe seien in Vorbereitung - sondern auch von einigen östllichen Sammlern / Museen liest man da einiges. Der passend zum 1. Mai in Polen fertiggestellte Pv IV soll komplett mit regenerierter Orginaltechnik laufen und bei "Panzerfarm" bekommt man komplette neue Innereien für Pz III Antriebsstränge (siehe Australian Armour and Artillery Museum - die haben iher StuG III G mit solchen Komponenten bestückt.

    Der Pz IV aus Polen soll übrigens in ein paar Tagen nach Overloon kommen, da gibt es dann bei den Militracs auch ein fahrbereites StuG, den BErge Pz 38 und einiges mehr zu sehen ...

    Jens

    Falk - es gibt schon noch ein paar mehr originale, unter anderem in Schweden einen. Kennst Du die .pdf Files, die ein Franzose seit Jahren zusammenstellt? Über das Stichwort "Surviving Panzers" findet man die, da gibt es auch eins über den JPz 38(t), da wird das genau unterschieden.

    @Olli: Die Stug III wurden halt in grossen Mengen hergestellt, StuG IV deutlich weniger. Vom Panzer IV, der in ähnlichen Mengen wie das StuG gebaut wurde gibt es auch schon noch einige, da sind im Osten auch immer mal Wracks aufgetaucht.

    Was die Anzahl der erhaltenen StuG III angeht sind natürlich auch die Finnen nicht ganz unschuldig, von den über 50 gelieferten haben sehr viele überlebt, viele ogar in Vollständig, und stehen jetzt in Museen...

    Ja, schon erstaunlich wie gut das Fahrzeug erhalten ist!

    Und dem Vernehmen nach erwartet man wohl noch mehr "Funde", da es wohl relativ dezidierte Aufzeichnungen gibt, was dort Mitte 1945 herumstand und, weil es schnell gehen musste, in einen Graben geschoben wurde. Während im öffentlichen Bereich die Wracks nach und nach zerlegt wurden hat man diesen Weg wohl innerhalb von Kasernen, die durch die Alliierten genutzt wurden, öfters gewählt, zum Beispiel in Vilseck fanden sich ja auch Ketten-KFZ bei Baumaßnahmen - wenn auch nicht so komplett.

    Und ja, wenn ich die Kommentare lese ... was ein Geseier.:urg:

    Kriegsgewinnlerngab es überall ... in Dänischen Musseen geht man da inzwischen recht dezidiert ein. In Hanstholm etwa kann man viel über den Bau des Atlantik-Walls nachlesen, der in Dänemark wohl fast ausschließlich von einheimschen Bauunternehmen mit ihren Arbeitern errichtet wurde...die zusammen mit Ihren Lieferanten (Kieswerke usw.) dabei sehr viel Geld verdient haben. Dass das zum Grossteil aus dem Dänischen Staatsvermögen kam, dass die lieben Besatzer beschlagnahmt hatten ist eine andere Geschichte...

    @LKW ... auch Citroen hat zehntausende LKW direkt an die Wehrmacht geliefert.

    @US Firmen ...Ambi Budd in Berlin war eines der größten Presswerke in Nazi-Deutschland, hat nicht nur Millonen Kanister für die Wehrmacht produziert sondern auch die Karosserien für den Kübel. Weil nach Mai 45 diese Quelle versiegte konnten nach meiner Info eben keine Kübel mehr produziert werden und es kam zum ersten Nachkriegskäfer.


    Jens

    Sehr schick, gelungene Restaurierung.

    Das die Bundeswehr da keine von im Museumsbestand hat wird daran liegen, dass nur ein paar wenige vom BGS übernommen wurden. Und ob die dann alle tatsächlich umlackiert wurdem ... zudem werden die bei der BW noch eher ausgemustert worden sein als die ähnliche geländegängige Triumph - und selbst die ist nicht in jeder BW Sammlung vertreten...


    Jens

    Also...was man nicht vergessen sollte:

    Es gibt - wie bei allen Armeen - eine Vorschriftenlage und dann die Realität.

    Bei der Umstellen auf Flecktarn wurden Flecktarnpläne für alle Gefechtsfahrzeug plus allgemeine Fahrzeugtypen, die bei Einheiten mit möglichem Gefechtsauftrag eingesetzt und für die Zukunft eingeplant waren, erstellt. Sicherlich gab es einen auch Zeitplan für diese Einheiten bis wann diese in Eigenleistung was umzulackieren hatten, ab Zeitpunkt X kamen Neufahrzeuge in Flecktarn bzw. Fahrzeuge wurden im Rahmen von größeren IH Massnahmen neu lackiert. Alles richtete sich da nach der offiziellen Papierlage.

    Das aber Einheiten auch Fahrzeuge im Überbestand hatten - weil diese schlicht nicht (mehr) den Büchern standen - ist bekannt. Meist waren das Fahrzeuge, die bei offiziellen Umrüstungen auf neue Typen vergessen wurden, also meist alte Typen für die wegen allgemeiner Aussoderung dann keine Flecktarnpläne erstellt worden waren. In den späten 80ern halt die alten BW Typen, später dann NVA Fahrzeuge. Die wurden dann mit Phantasie angemalt...

    Andere komische Flecktarnung kann auch einem matt-Ausgleich geschuldet sein, wenn z.B. ein 2to U1300 von der Luftwaffe ins Heer gewandert ist - und nicht zu einer Inst. anstand. Dann wurde auch später zum Pinsel gegriffen....

    Weiter Quellen für zu Zeitpunkt der Aussonderung ungewöhnliche Lackierung sind auch Schulen. In Aachen wurde um 2014 ein U1300 versteigert. Der war noch im top Erstlack Gelboliv. Hatte auch nur 1.200 km auf dem Tacho, hatte dort als Ausbildungsmodell gedient und nur in der Halle gestanden...


    Jens

    Es muss mal wieder was gehen ...

    Diesmal eine Schirmmütze der Bundesmarine, ich schätze 60er Jahre von einem Selbsteinkleider bei der Kleiderkasse erworben. Grösse 57. Etwas patiniert und das Schweißband ist nicht das beste . :D

    Wie gesagt patiniert aber im Gesamtzustand nicht schlecht.

    Gibt's für 20,- plus Versand...

    Jens

    Ich gehe davon aus, dass es wie bei vielen anderen Krädern aus der Zeit einen Primärkettenspanner gibt. Wenn die Kette jedoch verschlissen ist nützt der nichts und die ranzige Kette ruiniert nur Kupplungskorb und Primaärritzel ...

    Wegen einer Reparaturanleitung wendest Du dich am besten an die Triumph IG bzw. guckst auf deren Seite, von der BW gibt es da aus meiner Sicht nichts, da musst Du auf die zivile Reparaturanleitung für Händler zurückgreifen ...

    Grüße,

    Jens

    Wie versprochen jetzt ein paar Bilder des Angebotes. Quasi ein komplettes Fahrgestell mit Hinterradschutzblech, alles original unbenutztes Depotmaterial incl. neuer Schrauben.

    Mein - wie man bei Bares für Rares sagt - Wunschpreis steht oben, der ist nicht in Stein gemeisselt, bei Interesse einfach mal 'nen Vorschlag machen.

    Versand ungern, ggf. kann man sich ja irgendwo treffen...


    Jens

    Hier erstmal ein Teaser um mögliches Interesse zu erkunden ...ich plane mich von einem nagelneuen Rahmen mit Schwingengabel und Hinterradschwinge für eine V1 zu trennen, die Federbeine und allerlei mehr ist auch vorhanden und dran angeschraubt. Meine komplette "Deko" V1 ist so gut, dass ich die Teile so nie brauchen werde wenn ich das Mopped denn irgendwann einmal aufbereite ...😁

    Der Rahmen ist "blanko", das Set also ideal für Leute mit einer Unfall V1 ....

    Bilder folgen am WE.

    @Preis ... da ranzige V1 Schwingen mittlerweile auch richtig teuer sind werfe ich hier einfach mal 1.200,- VB in den Raum. Ist Geld, die Teile dürften so aber extram selten sein.

    Wer also grundsätzlich Interesse/Bedarf hat kann sich gerne bei mir melden.

    Standort nahe Euskirchen, kann aber ggf. auch irgendwohin transportiert werden.


    Grüße,

    Jens

    Auch wenn bei dem Angebot nicht nur das relativ seltene Schloss dabei war sondern auch das sehr seltene Gegenstück ... die Art und Weise der Bildgestaltung legt nahe, dass der Koppelriemen an sich NICHT zum 1959er Koppel gehört und somit hier quasi über 100,- für das Gegenstück gezahlt wurde....


    Wieviel da wohl ein komplett originales mit lesbarem Stempel bringt ? hmmm


    Jens