Beiträge von Welle

    Ich bitte um Verzeihung; schweizer Puch hätte ich gleich dazuschreiben können.
    Ich danke für die ausführliche Anleitung; jetzt weiß ich das. Ist mir aber im Moment zu viel Fummelei, und bei den „das-geht-schnell-Arbeiten“ haut immer irgendwas nicht hin und die Baustelle wird immer größer…

    Grüße Jürgen

    Danke für die superschnelle Antwort. Da sich mir aber auf die Schnelle nicht erschließt, wie ich das Rücklicht g'schwind ausbauen kann, habe ich mir mit 10 cm Kabel eine alternative Masse gelegt; an die Befestigung des Nummernschilds an der Kanisterhalterung. Jetzt geht wieder alles.

    Viele Grüße Jürgen

    Ich habe keine Ahnung, wer das Auto wie lange gefahren hat. War wohl ein älterer Jäger, der allerdings mit bösem Krebs im Krankenhaus lag und das Auto zwecks geänderter Prioritäten im Auftrag verkaufen ließ.

    Und dass das eine oder andere (Verschleiß-)Teil bei einem alten Auto kaputt geht, ist eben so. Dafür hält das dann wieder für die nächsten 30 Jahre; hoffe ich zumindest.

    Grüßle

    Jürgen

    Vor ziemlich genau einem Jahr hab ich den Puch 230 GE gekauft, Bj. 91. Jetzt, 11.000 km später schreib ich mal kurz auf, was in der Zeit so alles angefallen ist:

    Als erstes habe ich alle Öle und Filter gewechselt und neue Zündkerzen verbaut. Als ich ihn dann aus dem Keller (da ist ne Grube drin und meine „Werkstatt“) einmal ums Haus gefahren hab, hab ich mich gewundert, warum das Auto hinten so qualmt. Es war ein Leck in der Bremsleitung und der Saft ist direkt auf den Auspuff gespritzt. Was auch erklärt, warum das Auto beim Rückwärtsfahren so schlecht bremste. Also direkt wieder in die Werkstatt und die Bremsleitungen nach hinten neu gemacht. Die Leitung für die Sperre wurde natürlich auch gleich erneuert. Beim Entlüften ist dann gleich ein Entlüftungsnippel abgebrochen, so dass gleich noch neue Radbremszylinder verbaut wurden.

    Als nächstes wurde das Auto immer lauter. Zum einen gab es ein kleines Loch gleich hinterm Hosenrohr, da wo das unnötige Messröhrchen abgeht. Da komme ich nicht mit dem Schweißgerät nicht dran, also hab ich’s mit GunGum und Holts probiert. Erfolglos. Was dann gehalten hat ist Bosal Auspuffzement.

    Und dann ist noch an dem, ich sag jetzt mal, Vorschalldämpfer, der ca. auf Höhe Beifahrertüre direkt am Fahrzeugboden ist, die komplette Schweißnaht aufgegangen. Auch da kannst du in eingebautem Zustand nix schweißen. Also hab ich die Rohre davor und danach durchgeschnitten, das Teil geschweißt und das Ganze dann mit Rohrverbindern wieder zusammengebaut. Und siehe, der Puch war wieder leise.

    Und wo ich eh schon am Unterboden dran war, hab ich den ganzen festgepapptem Schlamm entfernt und alles schön dick eingefettet. Ich nehm dazu immer Fluid Film; das dicke für außen, das dünnflüssige für die Hohlräume. Anschließend zum TÜV und das H-Zeichen geholt.

    Dann fing das Auto an zu stottern. Gemerkt hat man das besonders im Leerlauf und beim Anfahren. Hat sich angefühlt, als liefe er stellenweise nur auf 3 Töpfen. Beim Prüfen der Zündkabel hatte eines um die 1.100 Ohm; da im Handbuch stand ca. 1.000 Ohm, war das für mich in Ordnung. Der Sicherheit halber hab ich mir aber schnell eine Prüfkerze gebastelt - und siehe da, 1,1 ist mehr als ca. 1 ... Nachdem ich neue Zündkabel eingebaut hatte, lief alles wieder rund. Juhu.

    Dann kam wieder so ein wundervoller Fehler: nach 20 bis 30 Minuten Fahrt ging die Ladekontrolllampe an. Wenn das Auto kalt war, war wieder alles gut. Also hab ich als erstes mal den Regler gewechselt. Aber das Problem war immer noch vorhanden. Und ich hatte ein weiteres, da beim Einbau die Spannschraube des Riemenspanners abgebrochen ist. Also habe ich eine neue Lichtmaschine eingebaut, einen neuen Riemenspanner und den Schwingungsdämpfer auch gleich erneuert.

    Zwischendrin hab ich dem Motor auch mal LiquiMolly Systemreiniger spendiert. Das hat gefühlt mehr Ruhe ins System gebracht.

    Das fast festsitzende Lüfterrad für die Heizung hab ich mittels Silikonspray, das von vorne appliziert wurde wieder ans Laufen gebracht.

    Irgenwann hatte ich soviel Lankspiel, dass es fast keinen Spaß mehr gemacht hat. Grund waren ausgeschlagene Kugelgelenke der Lenkstange. Also hab ich da eine neue verbaut. Und alles ist wieder gut.

    Ach ja: damit ich im Sommer mit hochgerollter Heckplane fahren kann ohne Gefahr zu laufen, dass einer der Hunde hinten raushüpft, habe ich ein (abnehmbares, weil im Winter brauch ich das Gewicht ja nicht Spazieren zu fahren) Gitter für die Hecktür gebaut.

    Bin mal gespannt, was weiterhin so anfällt. Jetzt lass ich erstmal neue Fenster in die Plane einbauen und alle Klettverschlüsse erneuern. In der Zeit kann ich dann die Ösen entrosten und die Delle die der Vorbesitzer reingefahren hat, richten.

    Sodele, ich denke, ich hab nix vergessen.

    Guts Nächtle

    Jürgen

    Wollte einfach mal danke sagen. Dieser Hinweis auf „Schmiermittel durch die kleinen Löchlein sprühen“ hat mir soeben einen Haufen Arbeit erspart.

    Wegen total vereister Scheiben habe ich heute Morgen das Auto warmlaufen lassen und natürlich das Gebläse angeschaltet. Als ich 10 Minuten später losgefahren bin, waren die Scheiben zwar frei, aber das Gebläse lief überhaupt nicht mehr. Auch Stunden später nicht.

    Das Lüfterrad war recht schwergängig; ein Glück, dass der Motor nicht durchgeschmort ist. Nach der Behandlung mit Schmiermitteln läuft jetzt alles wieder einwandfrei.

    Seid gegrüßt, Wissende,

    da der Hano nicht reicht, habe ich mir jetzt noch einen 91er Puch der Schweizer Armee zugelegt. Und ich trau mich ja fast nicht, das zu fragen ... aber: gibt es für das Handschuhfach einen separaten Schlüssel? Weil: das Dingens lässt sich nicht öffnen und weder Zünd- noch Tankschlüssel passen (dass der Tankschlüssel nicht passt, ist eh klar, aber probiert hab ich’s trotzdem...) und mehr Schlüssel gabs nicht. Der Witz ist: beim Angucken hab ich noch das Handschuhfach aufgemacht, reingeguckt und wieder zugemacht; seither ist’s abgeschlossen. Der Knopf lässt sich nach links drehen und schnalzt dann wieder in die Ausgangsstellung zurück; der Schlitz am Schloss ist senkrecht.

    Merci

    Verzeiht die verspätete Antwort; ich hab aber noch ein paar andere Baustellen ...

    Es ist richtig, dass der Hydrair von der Bremsflüssigkeit aus dem HBZ „angesteuert“ wird. Separat für jede Achse. Aber wenn kein Luftdruck da ist (z. B. Kompressor kaputt), bremst die Anlage ganz normal, halt ohne Verstärker. (Ganz grob: vom HBZ wird ein Kolben angesteuert, der Druck auf die Radbremszylinder bringt. Durch dessen Vorwärtsbewegung wird ein Kanal frei, durch den dann auch Druck aufgebaut wird, welcher dafür sorgt, dass Luft einströmt, welche dafür sorgt, dass der Kolben nun durch die luftgesteuerten Kolben - eben verstärkt - Richtung Radbremszylinder gedrückt wird.)

    Die These mit „Kolben im HBZ“ auf Anschlag erscheint mir immer noch nicht schlüssig; schließlich war das Pedal noch 7 cm über dem Bodenblech. Das Öffnen der Entlüftungsschraube im Hinterachssystem hat nichts verändert. Nach dem Öffnen Desselbigen im Vorderachssystem ging das Pedal dann bis zum Boden. Ergo scheidet doch mechanischer Anschlag aus, oder?

    Bei dem brettharten Pedal gab es schon eine Bremswirkung, die allerdings nur minimal größer als Null war. Musste mit der Handbremse bremsen.

    Jetzt bremst der Hano wieder so, wie er immer gebremst hat.

    Nur verstehe ich immer noch nicht, wie es sein kann, dass das Pedal 7 cm vor dem Bodenblech bretthart werden kann ohne irgendeine Wirkung (die diesen Namen verdient) auszulösen. Normalerweise mach Luft im System die Bremse weich und das Pedal lässt sich zu weit durchtreten ... Zumindest kenne ich das nur so ...

    Und drum frag ich ja auch.

    Grüßle

    Jürgen

    Hermann, ich denke, dass du Recht hast; nur verstehe ich es nicht ... Ich habe heute nochmal ausgiebig Bremsflüssigkeit durchgedrückt - und jetzt bremst das Auto auch. Vermutlich war, wieso auch immer, im vorderen Kreis ein wenig Luft - was ja denselben Effekt hätte, wie zu viel Spiel an den Belägen. (Hatte davor so entlüftet, wie ich es seit über 30 Jahren mache ... hatte immer einwandfrei funktioniert. Womöglich hatte ich aber nie einen wirklich intakten HBZ. Egal, jetzt geht es jedenfalls.)

    Verstehen tät ich es trotzdem gerne. Mit „vorne“ meine ich den vorderen Bremskreis, der wird von dem rechten Kolben im Bild oben bedient. Und dieser Kolben bzw. auch die Flüssigkeit zwischen beiden Kolben „betätigt“ doch den (im Bild oben linken) Kolben für den hinteren Bremskreis.

    Warum wird dann das Ding auf halbem Weg bretthart, wenns doch nach „hinten“ (im Bild „nach links“) noch Raum zur Ausdehnung gibt?

    War das jetzt verständlich?

    Merci und Grüßle

    Jürgen

    Danke Hermann, aber: der hintere Kolben wird doch vom vorderen nach hinten gedrückt. Müsste dann nicht auf der Hinterachse Bremswirkung zu spüren sein?

    Ich werde morgen wieder unters Auto krabbeln und komplett neue Flüssigkeit durchdrücken. Die blaue diesmal, damit ich auch ganz sicher sein kann.

    Verstehe ich das richtig, dass ich, wenns nicht tut, den HBZ ausbauen, zerlegen und die Kolben vermessen soll?

    Ungeöffnet zu Schöbel zu schicken hatte ich schon. Die haben geprüft und gesagt, alles sei gut.

    Ich werde berichten.

    Wow tauchen da viele Theorien auf ...

    Dass ein Kolben im HBZ auf Anschlag geht, würde ich ausschließen; dann würde er bei geöffnetem Entlüftungsventil auch auf Anschlag sein.

    Genau das ist ja das Verrückte, das ich nicht verstehe: selbst wenn im vorderen Kreis was nicht stimmen würde, müsste der erste Kolben dann doch immer noch so weit durchdrücken, dass der hintere Kreis bremst. Oder sehe ich das grundsätzlich falsch.

    Und zu Jay Dee: ab Werk ist im Hanomag für Militärfahrzeuge ein 2-Kreis-System verbaut; 2 Kreis HBZ und 2 Kreis Hydrair.

    Die Leitungen sind neu, die Schläuche auch nicht älter, als ein paar Jahre, alle Bremsbeläge vor 2 Jahren erneuert und korrekt eingebaut; Hydrair vor 2 Jahen komplett überholt, inkl. Gummis und Bodenventile, Radbremszylinder dito bzw. ausgetauscht.

    Wenn ich das nächste Mal Zeit zum Werkeln habe und was Neues rausfinde oder auch nicht, geb ich Bescheid. Für weitere Ratschläge wäre ich dankbar.

    Einen guten Start ins neue Jahre wünsche ich.