Wie sind eure Erfahrungen mit dem Thema Sandstrahlen?

  • Guten Morgen zusammen,


    wie sind eurer Erfahrungen mit dem Thema Sandstrahlen? Im speziellen mit dem Sandstrahlen über einen Heckdruckreiniger. Ich überlege mir einen Heckdruckreiniger zu kaufen und mit diesem dann Fahrzeugteile zu strahlen. Früher Der Vorteil vom Hochdruckreiniger ist, dass man gewöhnlichen Sand verwenden kann, die benötigten Komponenten sehr günstig sind und kein Staub entsteht. Ich denk, man kann da auch direkt am Auto arbeite und muss später nicht den gesamten Staub aus allen Ecken saugen.


    Ich hatte diese Möglichkeit immer wieder ausgeschlossen, da ich es als nachteilig erachtet haben, dass die gereinigten Teile, durch die Nässe, gleich wieder Rost ansetzen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man eine gestrahlt Oberfläche mit Owatrol sehr gut schützen kann. Allerdings immer nur bei trockenem Strahlen. Meine Idee ist es nun, die Teile mit dem Hochdruckreiniger zu strahlen, dann direkt trocknen (Ofen, Heißluftföhn usw.) und mit Owatrol schützen.


    Wie sind eure Erfahrungen mit dem Thema Sandstrahlen mit einem Hochdruckreiniger?

    Ich suche: Einen Klimakasten (Lüfterkasten, Verdampfer usw.) für einen W461 oder W460


    Man ist niemals zu alt für eine glückliche Kindheit. ;\D

  • Hab ich vor Jahren mal bei einem Hanomag-Trecker gemacht der komplett neue Farbe brauchte. Ging recht gut, ich hatte allerdings einen großen Dampfstrahler (Kärcher HDS 690 mit Kraftstrom). Durch das sehr heiße Wasser und die sommerlichen Temperaturen waren die Teile sozusagen von alleine schnell wieder trocken und ich hab sie anschließend sofort grundiert.

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...



    Ein guter Freund besucht einen im Knast, wenn man Mist gebaut hat.
    Ein echter Freund sitzt im Knast neben einem und sagt, "War aber trotzdem 'ne klasse Aktion."

  • Moin.

    strahlen mit Hochdruckreiniger, sprich mit Wasser. eignet sich nicht für Metallteile.....auch wenn es draussen warm ist, die Teile rosten sofot wieder....sowas war ursprünglich gedacht um Fassaden usw sauber zu machen......

    Dann bring deine Teile besser zum Sandstrahler, oder kauf die ne kleine Strahlkabine oderso

    Gruss

  • Moin.

    strahlen mit Hochdruckreiniger, sprich mit Wasser. eignet sich nicht für Metallteile.....auch wenn es draussen warm ist, die Teile rosten sofot wieder....sowas war ursprünglich gedacht um Fassaden usw sauber zu machen......

    Dann bring deine Teile besser zum Sandstrahler, oder kauf die ne kleine Strahlkabine oderso

    Gruss

    Moin, meine Erfahrung zeigt, dass Flugrost kein Problem ist. Das kann man mit Owatrol sehr gut in den Griff bekommen. Bzw. wenn man die Teile schnell trocknet, kommt kein Rost. Ich sehe darin aktuell und nach meinen Erfahrungen kein Problem mehr.

    Ich suche: Einen Klimakasten (Lüfterkasten, Verdampfer usw.) für einen W461 oder W460


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  • Hab ich vor Jahren mal bei einem Hanomag-Trecker gemacht der komplett neue Farbe brauchte. Ging recht gut, ich hatte allerdings einen großen Dampfstrahler (Kärcher HDS 690 mit Kraftstrom). Durch das sehr heiße Wasser und die sommerlichen Temperaturen waren die Teile sozusagen von alleine schnell wieder trocken und ich hab sie anschließend sofort grundiert.

    Meinst du die Wärme des Wassers war sehr wichtig? Ich habe hier nicht so viel Platz und kann so ein grosses Heiswassergerät nicht unterstellen.

    Ich suche: Einen Klimakasten (Lüfterkasten, Verdampfer usw.) für einen W461 oder W460


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  • Gute Frage, ich könnte mir vorstellen daß das zumindest geholfen hat, die alte Farbe leichter runterzubekommen weil sie durch die Hitze (Arbeitstemperatur 150° C) weich geworden ist.
    Kann leider keinen weiteren Versuch starten weil ich das Gerät verliehen und defekt wiederbekommen hab :pinch:

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...



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  • Macht schon Sinn, was du zum Thema Wärme sagst. Aber ich denk, ich werde darauf verzichten. Ich habe hier einfach nicht genügend Platz. Welches System hast du zum Sandstrahlen verwendet? Gibt es da eine Empfehlung bezüglich der Herstellers?

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  • Also mit Wasserstrahlsandstrahlen bringst du eine Menge Feuchtigkeit in jede Falze.

    Nicht umsonnst haben die Schweizer Hochdruckreinigen verboten...


    Such dir einen Betrieb der dir Unterboden usw. mit Trockeneis strahlt. Durch die Kälte geht alles ab.

    Das muss ich auch noch machen wenns soweit ist.

    Jedenfalls bleibt alles wasserfrei und es gibt keine Überraschungen wegen eingeschlossener Wasserblasen.

    Meine Meinung.

    LG Friedrich


    :bier:

    Mein Steyr Daimler 230Ge bleibt so original wie möglich....

    :wolf:


    :barett-sch:

  • Habe ich gerade angeschafft. funktioniert unerwartet gut. Und ich habe nur einen Kärcher K7 und den Kärcher-Aufsatz. Der Rostansatz geht natürlich schnell, sollte man nur im Hochsommer machen. Es gibt zwar Rostschutz-Zusätze für professionelle Naßstrahlanlagen, aber ob es eine gute Idee ist, das in Kanal zu kippen... Eher nicht. Verbraucht irre viel Material, Brechsand statt Korund oder so ist sicher eine gute Idee, muß aber staubtrocken sein. Man hat aber trotzdem in 5 Meter Umkreis Strahlgut liegen. Aber da das nass ist, kann man es besser wegfegen und man hat nicht noch in 30 Metern Entfernung die Sauerei.


    Und wenn man das Werkstück ungünstig trifft, verhält es sich wie beim Hochdruckreiniger, dann bekommt man es direkt in's Gesicht. Darum ist zumindest ein Gesichtsschild anzuraten, eigentlich ein kompletter Schutzanzug, sonst schüttelt man nachher den Sand aus allen möglichen Körperteilen und/-falten :D .

    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

    Das Restaurierungstagebuch auf BoxerStop


    =) Smiley-Sticker-Pakete für WhatsApp & Telegram gibt es HIER. ;\D

  • Also mit Wasserstrahlsandstrahlen bringst du eine Menge Feuchtigkeit in jede Falze.

    Also der Motor- und Getriebeblock meines Hanomag haben relativ wenig Falze :rolleyes:

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  • Ich haben eine Hochdruckreiniger, der mit 12 Liter und 150 Bar angegeben ist - real sind wohl eher weniger. Der bringt NICHT genug Saugleistung damit der Sand per Venturi-Prinzip eingesaugt wird. Also alles was klassisch 230V ist geht meiner Erfahrung nach nicht und die Drehstrom Geräte sind sau teuer und bringen häufig auch nicht die erforderliche Leistung.

    Du brauchst also Druck und Durchlaufmenge damit das per Venturi-Prinzip wirklich funktioniert...


    Mein zweiter ist ein "Chinamann" mit 6,5 PS Benzin-Motor der 20 Liter und 200 Bar bringt (nur Kaltwasser)... mit dem funktioniert das wirklich gut ...

    Was ich aber bezweifle ist, daß das mit normalem Sand klappt. Der ist sehr grobkörnig, die Korngrößen sind unterschiedlich und meist ist normaler Sand feucht und dann verklebt es den Saugschlauch. Ich verwende klassisches Strahlgut - sackweise in einen Eimer und dort den Schlauch rein.

    Ein zweiter Mann, der dafür sorgt, daß der Saugschlauch wirklich immer im Strahlgut ist oder eine Art Trichter-Konstruktion damit's automatisch nachläuft ist auch eine Überlegung wert. Wichtig auch, daß Du Dein Strahlgut so abdeckst, daß kein Wasser rein spritzt.


    Für kleine Sachen wäre also auch weiterhin eine Sandstrahlpistole mit Tank z.B. https://www.ebay.de/itm/115934…XD%7Ctkp%3ABk9SR5TqhISxYw


    oder mit Rückgewinnung zu überlegen: https://www.ebay.de/itm/125064…3D%7Ctkp%3ABk9SR5bqhISxYw


    Grüßle Micha

  • Ich hab mit Korund gestrahlt, ein paar Meter abseits in einem großen Eimer mit Deckel stehend. Die Sandstrahllanze für den Kärcher hatte ich mir in der Bucht besorgt, war ein Billigteil aber hat trotzdem gut funktioniert.

    Grüße von Lorenz, irgendwo da draußen...



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  • Also mit Wasserstrahlsandstrahlen bringst du eine Menge Feuchtigkeit in jede Falze.

    Nicht umsonnst haben die Schweizer Hochdruckreinigen verboten...

    Also das ist sicher ein gutes Argument bezüglich empfindlicher Stellen an der Karosse.

    Man hat aber trotzdem in 5 Meter Umkreis Strahlgut liegen. Aber da das nass ist, kann man es besser wegfegen und man hat nicht noch in 30 Metern Entfernung die Sauerei.

    Meine Hoffnung ist hat, dass ich ohne eine Kabine usw. Teile entrosten kann. Das sehe ich als einen Vorteil des Verfahrens.

    Ich hab mit Korund gestrahlt, ein paar Meter abseits in einem großen Eimer mit Deckel stehend.

    So habe ich mir das auch vorgestellt. Ich habe hier ein passendes Fass, welches ich verwenden kann.


    Allgemein:

    Für mich stellt sich die Frage, was für mich und die herrschenden Sachzwänge besser ist. Entweder Hochdruckreiniger oder Kompressor. Tendenziell wäre ein Kompressor für mich auch in der Werkstatt vielseitig einsetzbar. Hat aber den Nachteil, dass ich eine Kabine brauche.... Wer die Wahl hat...

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  • Meine Hoffnung ist hat, dass ich ohne eine Kabine usw. Teile entrosten kann. Das sehe ich als einen Vorteil des Verfahrens

    Brauchst halt eine Hoffläche. Ich habe auch nur einen kleinen Hof, es geht. Viel weniger Sauerei als trocken, das steht fest. Und kein Staub, das freut die Nachbarn.

    Viele Grüße aus Calenberg!

    Lars.

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  • Also mit Wasserstrahlsandstrahlen bringst du eine Menge Feuchtigkeit in jede Falze.

    Nicht umsonnst haben die Schweizer Hochdruckreinigen verboten...

    Ich habe mal auf Google "Schweiz Hochdruckreiniger verboten" eingegeben, denn es erschien mir seltsam, dass die Schweiz Hochdruckreiniger verbietet, weil die eine Menge Feuchtigkeit in die Falze bringen.

    Gefunden habe ich, dass es sich hier um die Falschinformation des schweizer Magazins "Espresso" handelt, welches das Verbot der Gewässerverschmutzung durch Autowäsche, in ein Verbot von Hochdruckreinigern umgewandelt hat.

    Lästiger als die Feuchtigkeit im Falz, dürften die Sandkörner sein.

    Das Wasser trocknet wieder, und bei feuchtem Wetter ist eh Feuchtigkeit im Falz, das wird, und wurde jahrelang, hingenommen.

    Jeder kennt es: bei Wetterumschwung ist das ganze Fahrzeug klitschnass. wenn da jahrelange, immer wiederkehrende Feuchtigkeit in den Falzen nicht zu deren Auflösung geführt hat, wird die einmalige Feuchtigkeit beim Nassstrahlen auch keinen Schaden anrichten.

    Es gibt zwar Rostschutz-Zusätze für professionelle Naßstrahlanlagen, aber ob es eine gute Idee ist, das in Kanal zu kippen... Eher nicht.

    Wenn man das sofortige Anlaufen der gestrahlten Teile beim trocknen verhindern will, muss man so einen Zusatz verwenden.

    Die meisten dürften wohl aus Phosporsäurebasis sein.

    In diesem Fall sollte man sich von der gefährlich klingenden Bezeichnung nicht täuschen lassen. Phosphorsäure ist ungiftig, und wird sogar als Lebensmittelzusatz oder Dünger verwendet.

    Man kann mit Phosphorsäure auch Rost entfernen, mit Essig, oder Zitronensäure übrigens auch. Leider dauert es bei dicken Rostschichten ewig, und der Verbrauch ist hoch.

    Die Teile müssen für die Behandlung auch vorher entfettet werden, da könnte man auch gleich die Teile nassstrahlen, und dann mit Phosphorsäure behandeln, damit sie beim trocknen nicht gleich wieder anlaufen.

    Ich habe mit phosphorsäurehaltigen Mitteln (Marke Rostweg) recht gute Erfahrungen gemacht, die Teile wurden grau und haben, auch nach langer Zeit im Freien, keinen Rost angesetzt, aber vereinzelt hatte die graue Schicht gelbe oder braune Flecken gehabt, warum weiss ich nicht, evtl. war da der Rost zu dick.

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